Verfassung Islamisten stimmen für Scharia als Rechtsgrundlage in Ägypten
Muslimbrüder und Salafisten haben in Ägypten über den neuen Verfassungsentwurf abgestimmt – und für die Scharia votiert. Die war schon unter Mubarak Rechtsgrundlage.
© Gianluigi Guercia/AFP/Getty Images

Mitglieder des ägyptischen Verfassungskomitees nach ihrer Abstimmung
Die Verfassungsgebende Versammlung in Ägypten hat über ihren Entwurf für eine neue Verfassung abgestimmt. Die Mitglieder des Gremiums gaben zu jedem der 234 Artikel einzeln ihre Stimme ab. Die ersten 40 Artikel wurden jeweils mit großer Mehrheit oder einstimmig angenommen. Die Versammlung stimmte unter anderem dafür, dass die Scharia wie unter Mubarak die wichtigste Quelle der Rechtsprechung bleiben soll.
In der Versammlung geben die Muslimbrüder und die radikal-islamischen Salafisten den Ton an. Die liberalen und linken Mitglieder hatten sich in den vergangenen Wochen aus Protest gegen die aus ihrer Sicht mangelnde Kompromissbereitschaft der Islamisten aus dem Gremium zurückgezogen. Auch die koptische Kirche zog ihre Vertreter ab.
Von den ursprünglichen 100 Mitgliedern der Versammlung erschienen 26 nicht zu der Abstimmung. Da mindestens 75 Mitglieder anwesend sein müssen und jeder Artikel nur dann als angenommen gilt, wenn 67 Mitglieder mit Ja stimmen, wurden Ersatzmitglieder aufgerufen.
Präsident Mohammed Mursi hofft, dass mit der Vorlage eines Verfassungsentwurfs die Protestwelle gegen seine Machterweiterung endet. "Sobald wir eine Verfassung haben, wird alles, was ich in der vergangenen Woche gemacht oder gesagt habe, aufhören", sagte Mursi dem US-Magazin Time. Mit der Verfassung, über die die Ägypter in einem Referendum entscheiden müssen, sollen umstrittene Dekrete Mursis außer Kraft gesetzt werden, mit denen sich der Staatschef faktisch der Kontrolle der Justiz entzogen hat. Vor allem säkulare Ägypter zweifeln an der Rechtmäßigkeit der verfassunggebenden Versammlung.
Verfassung soll Massenproteste beenden
Die Islamisten hoffen, mit der Verfassung die seit Tagen anhaltenden landesweiten Massenproteste zu beenden, in deren Verlauf zwei Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden. "Das ist ein Ausweg", sagte ein Sprecher der Muslimbrüder. Nach der Volksabstimmung würden die umstrittenen Verfassungsdekrete Mursis innerhalb weniger Tage fallen.
Außenminister Guido Westerwelle mahnte unterdessen Rechtsstaatlichkeit und eine unabhängige Justiz an. Sein Kollege Mohammed Kamel Amr habe bei seinem Besuch in Berlin den Geist des Konsenses und des Zusammenfindens betont. Knapp zwei Jahre nach dem Sturz von Machthaber Mubarak soll die Verfassung die Macht des Präsidenten und des Parlaments regeln sowie die Rolle der Justiz und des Militärs festlegen. Nach der Auflösung des Parlaments im Juni gibt es in Ägypten keine gewählte Legislative.
Zweifel an Ende der Proteste
Zahlreiche Gerichtsurteile zur Legitimität der Versammlung hatten Zweifel von Liberalen und Christen gestärkt. Kritiker werfen den Muslimbrüdern vor, die Macht im Gremium an sich gerissen zu haben und ihre Rechtsvorstellungen durchzusetzen. Beobachter rechnen deshalb auch nicht damit, dass der Entwurf die Proteste beenden wird, zumal auch die Muslimbrüder und andere islamistische Gruppen für kommenden Samstag zu Demonstrationen für Mursi auf dem Tahrir-Platz aufgerufen haben. Auf dem symbolträchtigen Platz harren seit Tagen die Gegner des Präsidenten aus. "Die säkularen Kräfte, die Kirche, Richter und Journalisten sind mit der Verfassung unzufrieden", sagte der Politikprofessor Mustapha Kamal Al-Sajid von der Universität Kairo. "Das wird die Spannungen im Land erhöhen."
- Datum 29.11.2012 - 17:16 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, tok
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und ein weiterer Staat im nahen Osten meldet sich als Beachter der Menschenrechte ab.
Mal schauen ob unser Aussenminister wieterhin Wirtschaftsbeziehungen ect. mit diesem Land empfiehlt.
Mal schauen wann Tui und Co sagen jetzt geht es nicht mehr und keine Touristen mehr in dieses Land bringt.
Was sich wahrscheinlich ändern wird: öffentliches Alkoholverbot, Badeverbot für Frauen, Beschneiden der Frauenrechte, womöglich Kopftuchzwang.
Dafür, wie die Verstaatlichung des Islams sich auf das gesellschaftliche Leben (vor allem der Frau) auswirken könnte, haben wir zahlreiche Beispiele: Iran, Saudi-Arabien, im schlimmsten Fall Afghanistan unter den Taliban...
Für viele, die jetzt noch für die Scharia jubeln (und da scheint's ja einige zu geben), wird es ein Böses Erwachen geben.
schicken wir einfach mehr Geld - wir haben es ja und es st für einen guten Zweck - oder?
Ueber Ihre Ahnungslosigkeit kann ich mich nur wundern. Die voellige Missachtung von Menschenrechten in Aegypten hatte doch dort seit vielen Jahrzehnten Methode. Die Staatsschefs regierten mit Ausnahmegesetzen, die es moeglich machten, jeden Missliebigen jederzeit ohne Gerichtsverfahren zu verhaften, zu foltern und jahrzehntelang hinter Gittern verschwinden zu lassen. Dass das hier oder anderswo die deutschen Touristenstroeme oder Handelsbeziehungen tangiert haette, kann ich nicht im mindesten feststellen.
Was sich wahrscheinlich ändern wird: öffentliches Alkoholverbot, Badeverbot für Frauen, Beschneiden der Frauenrechte, womöglich Kopftuchzwang.
Dafür, wie die Verstaatlichung des Islams sich auf das gesellschaftliche Leben (vor allem der Frau) auswirken könnte, haben wir zahlreiche Beispiele: Iran, Saudi-Arabien, im schlimmsten Fall Afghanistan unter den Taliban...
Für viele, die jetzt noch für die Scharia jubeln (und da scheint's ja einige zu geben), wird es ein Böses Erwachen geben.
schicken wir einfach mehr Geld - wir haben es ja und es st für einen guten Zweck - oder?
Ueber Ihre Ahnungslosigkeit kann ich mich nur wundern. Die voellige Missachtung von Menschenrechten in Aegypten hatte doch dort seit vielen Jahrzehnten Methode. Die Staatsschefs regierten mit Ausnahmegesetzen, die es moeglich machten, jeden Missliebigen jederzeit ohne Gerichtsverfahren zu verhaften, zu foltern und jahrzehntelang hinter Gittern verschwinden zu lassen. Dass das hier oder anderswo die deutschen Touristenstroeme oder Handelsbeziehungen tangiert haette, kann ich nicht im mindesten feststellen.
unerwartet dieser Schritt.
Willkommen in der Realität.
Was sich wahrscheinlich ändern wird: öffentliches Alkoholverbot, Badeverbot für Frauen, Beschneiden der Frauenrechte, womöglich Kopftuchzwang.
Dafür, wie die Verstaatlichung des Islams sich auf das gesellschaftliche Leben (vor allem der Frau) auswirken könnte, haben wir zahlreiche Beispiele: Iran, Saudi-Arabien, im schlimmsten Fall Afghanistan unter den Taliban...
Für viele, die jetzt noch für die Scharia jubeln (und da scheint's ja einige zu geben), wird es ein Böses Erwachen geben.
war man hochgebildet, technisch sehr begabt, wissensmäßig belesen, äußerst fortschrittlich und anderen Religionen gegenüber tolerant. Die "Unterjochung" war mehr böswillige Propaganda als Wahrheit.
Frauen besaßen, als juristische Personen, ungewöhnlich viele Rechte, die sie im öffentlichen Leben oder vor Gericht wahrnehmen konnten, ohne einen Vormund zu benötigen. Sie konnten Besitz, auch in Form eines Stück Landes erarbeiten, erben, vererben und über diesem nach Belieben verfügen, ohne daß ihnen ein Mann dreinreden durfte. Sie konnten sich schulisch bilden, selbstständig ein Geschäft führen oder sogar hohe Amtsposten einnehmen. Sie konnten sich scheiden lassen, ohne dabei das Anrecht auf ihre Kinder zu verlieren. Im Hause galten ihre Worte soviel wie die der Männer und es gab Eheurkunden, in denen "die Männer zustimmen mussten, dem Weib in allem zu gehorchen."
Alles in allem war man dort vor 5000 Jahren bereits fortschrittlich, liberaler und tolerant.
Heutzutage, mal vom Handabhacken, Steinigen, Erschießen, Aufhängen und mit Säure übergießen, als Strafe für unerwünschtes Verhalten sowie Zwangsverheiraten, Schlagen und Einsperren von Frauen als Usance mal abgesehen, kann man bei diesem Rückschritt mit all seinen nicht erlaubten Handlungen, wie rasieren, Haare offen tragen, Musik, Tanz und Sport u.w und dass man vor jedem Handgriff nachfragen muss, ob dieser erlaubt ist nur noch resümieren:
Ägypten - bewunderte, fortschrittliche, tolerante Hochkultur ? Es war einmal ...
war man hochgebildet, technisch sehr begabt, wissensmäßig belesen, äußerst fortschrittlich und anderen Religionen gegenüber tolerant. Die "Unterjochung" war mehr böswillige Propaganda als Wahrheit.
Frauen besaßen, als juristische Personen, ungewöhnlich viele Rechte, die sie im öffentlichen Leben oder vor Gericht wahrnehmen konnten, ohne einen Vormund zu benötigen. Sie konnten Besitz, auch in Form eines Stück Landes erarbeiten, erben, vererben und über diesem nach Belieben verfügen, ohne daß ihnen ein Mann dreinreden durfte. Sie konnten sich schulisch bilden, selbstständig ein Geschäft führen oder sogar hohe Amtsposten einnehmen. Sie konnten sich scheiden lassen, ohne dabei das Anrecht auf ihre Kinder zu verlieren. Im Hause galten ihre Worte soviel wie die der Männer und es gab Eheurkunden, in denen "die Männer zustimmen mussten, dem Weib in allem zu gehorchen."
Alles in allem war man dort vor 5000 Jahren bereits fortschrittlich, liberaler und tolerant.
Heutzutage, mal vom Handabhacken, Steinigen, Erschießen, Aufhängen und mit Säure übergießen, als Strafe für unerwünschtes Verhalten sowie Zwangsverheiraten, Schlagen und Einsperren von Frauen als Usance mal abgesehen, kann man bei diesem Rückschritt mit all seinen nicht erlaubten Handlungen, wie rasieren, Haare offen tragen, Musik, Tanz und Sport u.w und dass man vor jedem Handgriff nachfragen muss, ob dieser erlaubt ist nur noch resümieren:
Ägypten - bewunderte, fortschrittliche, tolerante Hochkultur ? Es war einmal ...
nur wäre es mal spannend eine Quelle und Nachweise für die Behauptung zu bekommen, das die Sharia bereits unter Mubarak Rechtsgrundlage war und auch angewandt wurde. Das wäre mal eine Gelegenheit für den Experten vor Ort Gehlen.
Man hat das Gefühl hier soll wieder etwas gerechtfertigt werden.
Ehrlich gesagt, wen das jetzt wundert, der hat die gesammte Revolution in Agypten, Libyen, etc. wohl total verschlafen. Mag zwar sein, dass die Bewegung eher von den jüngeren, moderneren Menschen ausging, aber die Muslim-Brüder haben sie ja auch schon von Begin an für ihre Zwecke verwendet.
Was mich auch wundert ist die Euphorie sämtlicher Politiker zu Begin der Revolution. Aus irgendeinem Grund gehen die wohl immer davon aus, es werde ein Staat nach weslich-demokratischem Vorbild errichtet.
Ehrlich gesagt, mit Mubarak und Konsorten ist der Westen deutlich besser gefahren. Das waren zwar auch Machtbesessene Diktatoren, die ihr Volk unterdrückt haben, aber sie haben sich damit zufrieden gegeben. Die neue Regierung ist momentan noch völlig unberechenbar und ob es im endeffekt dem Volk besser geht, wage ich zu bezweifeln. Derzeit richten sich die Proteste ja gegen Mursi selbst und seine Reaktion ist prinzipiell die gleiche wie die von Mubarak, nur noch nicht so brutal. Mal von seiner Machterweiterung durch diverse Gesetze abgesehen. Die haben mich auch nicht verwundert.
"Die Revolution ist die erfolgreiche Anstrengung, eine schlechte Regierung loszuwerden und eine schlechtere zu errichten."
Ist nicht von mir, sondern laut der Website Zitate.net von Oscar Wilde.
Zumindest wurden in Ägypten schon vor 1990 die sog "Kairoer Erklärung der Menschenrechte" beschlossen, die alle Menschenrechte der Sharia unterordnet, sprich mit den universellen Menschenrechten nicht mehr viel zu tun hat.
http://de.wikipedia.org/w...
Ehrlich gesagt, wen das jetzt wundert, der hat die gesammte Revolution in Agypten, Libyen, etc. wohl total verschlafen. Mag zwar sein, dass die Bewegung eher von den jüngeren, moderneren Menschen ausging, aber die Muslim-Brüder haben sie ja auch schon von Begin an für ihre Zwecke verwendet.
Was mich auch wundert ist die Euphorie sämtlicher Politiker zu Begin der Revolution. Aus irgendeinem Grund gehen die wohl immer davon aus, es werde ein Staat nach weslich-demokratischem Vorbild errichtet.
Ehrlich gesagt, mit Mubarak und Konsorten ist der Westen deutlich besser gefahren. Das waren zwar auch Machtbesessene Diktatoren, die ihr Volk unterdrückt haben, aber sie haben sich damit zufrieden gegeben. Die neue Regierung ist momentan noch völlig unberechenbar und ob es im endeffekt dem Volk besser geht, wage ich zu bezweifeln. Derzeit richten sich die Proteste ja gegen Mursi selbst und seine Reaktion ist prinzipiell die gleiche wie die von Mubarak, nur noch nicht so brutal. Mal von seiner Machterweiterung durch diverse Gesetze abgesehen. Die haben mich auch nicht verwundert.
"Die Revolution ist die erfolgreiche Anstrengung, eine schlechte Regierung loszuwerden und eine schlechtere zu errichten."
Ist nicht von mir, sondern laut der Website Zitate.net von Oscar Wilde.
Zumindest wurden in Ägypten schon vor 1990 die sog "Kairoer Erklärung der Menschenrechte" beschlossen, die alle Menschenrechte der Sharia unterordnet, sprich mit den universellen Menschenrechten nicht mehr viel zu tun hat.
http://de.wikipedia.org/w...
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und belegen Sie ihre Thesen mit entsprechenden Quellen. Danke, die Redaktion/jp
die redaktion hat recht.das war unüberlegt.
die redaktion hat recht.das war unüberlegt.
schicken wir einfach mehr Geld - wir haben es ja und es st für einen guten Zweck - oder?
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls
Schlagwörter den Lesern um die Ohren schlagen dient nicht dem Zweck des Journalismus, nämlich informieren, aufklären und Zusammenhänge herstellen und Missstände anzeigen. Das arabische Wort Scharia kommt von "Gesetze einführen" und "Gesetze erlassen" und bedeuted "Wasserstelle", "Weg zur Tränke" und "das offenbarte Gesetz des Islams" (siehe Hans Wehr). Das islamische Recht ist ein differenziertes, rationelles System, dass sich mit der Deutung der Rechtsquellen des Islams befasst und deren Anwendung in den verschiedenen Gebieten und Epochen. Die Rechtsquellen sind der Koran, die Sunna (Hadithliteratur) und der Konsens der Rechtsgelehrten. Diese Normen, ähnlich denen in der Bibel/Tora können nicht eins zu eins übernommen werden daher befassen sich spezielle Gelehrte mit der jeweiligen Auslegung und deren Interpretation. Die Scharia bezieht sich nun auf diejenigen Prinzipien die es möglich machen, dass ein Gläubiger, wen er diese befolgt, sich verwirklichen kann und Gottesgnade findet und ins Paradies eintritt. Das heisst, die Scharia ist so gut, meist aber so schlecht, wie Diejenigen die diese Rechtsquellen und Gesetze auslegen. Dazu vermerkt sei noch, dass islamische Länder eine Mischung aus französisches/ englisches Recht und islamische Jurisprudenz haben. In Ägypten wird nun gestritten ob das Wort "Prinzipien" aus der Verfassung entfernt werden soll. Unter Mubarak hiess es nämlich, die Verfassung orientiert sich an den Prinzipien der Scharia.
Guten Abend.
"das islamische Recht ist ein differenziertes, rationelles System"
Die Scharia ist eben kein differenziertes und schon gar kein rationelles System. Denn Steinigen bei Ehebruch, Hand abhacken bei Diebstahl oder das Töten von Apostaten, um nur einige Aspekte der Scharia zu nennen, ist kein Zeichen für ein rationelles System.
Dabei ist der Intepretationsspielraum in Bezug auf die Scharia weit geringer als Sie hier vorgeben. Denn viele der menschenverachtenden Aspekte der Scharia sind eindeutig und ohne Widerspruch unter sog. islamischen "Gelehrten", weil sie klar und eindeutig in Koran und Sunna zu finden sind. Daher geht es in diesen Ländern eher darum wie viel der Scharia umgesetzt wird, und nicht welche Interpretationsart der Scharia.
Eine echte Demokratie kann übrigens niemals auf der Grundlage so eines angeblich göttlichen und damit unveränderbaren Gesetzes funktionieren. In einer echten Demokratie kommen Menschen zusammen und sie befinden frei in einem demkratischen Prozess und in einem Geiste der Vernunft über Gesetze. In Ägypten werden bald von den Moslembrüdern eingesetzt Islamisten von der Al-Azhar Universität das letzte Wort haben. Damit schafft diese Verfassung eine sunnitische Variante des shiitischen Mullahsystems wie im Iran. Speziell Frauen, Nicht-Muslime, Homosexuelle und anderer Minderheiten werden zu spüren bekommen was es bedeutet wenn Islam und Scharia die Grundlagen eines Staates sind. Schade, aber Ägypten entscheidet sich wohl fürs 7. Jahrhundert.
Entfernt. Bitte verfassen Sie differenzierte Beiträge. Danke, die Redaktion/jp
"Die Rechtsquellen sind der Koran, die Sunna (Hadithliteratur) und der Konsens der Rechtsgelehrten."
Sie haben durchaus recht mit Ihrer (sehr vereinfachten) Ausführung. Dass politische Islamisten für die Quelle der Scharia den Koran heranziehen, ist unter den Gelehrten nicht unumstritten. Selbst Rudi Parets anerkannte Übersetzung lässt diesbezüglich Fragen offen. Aber eines steht fest:
Die oder auch eine andere Scharia ist keinesfalls göttlichen Ursprungs, wie selbst viele Muslime glauben, sondern in allen Fällen von Menschenhand verfasst, und widerspricht eher dem Koran, als dass sie ihn deckt. Ein Beispiel:
In allen mir bekannten Fällen sieht die (oder eine andere) Scharia die Steinigung der 'Ehebrecherin' (Vergewaltigte) vor - nichts davon steht im hl. Koran!
'Das islamische Recht ist ein differenziertes, rationelles System... die Scharia ist so gut, meist aber so schlecht, wie Diejenigen die diese Rechtsquellen und Gesetze auslegen.'
Nach dieser Lesart waeren diejenigen, die im Namen der Scharia Haende und Fauesse abhacken, Ehebrecher steinigen und Frauen Sauere ins Gesciht kippen allesamt schlechte Menschen. Vornehmlich geschieht dies jedoch in arabischen und asiatischen Laendern. Solch eine Behauptung vereinfacht nicht nur, sondern klingt meiner Ansicht nach verstecktem Rassismus.
Mosleme sind naemlich Menschen wie Du und ich, und es ist nachweislich die Scharia, die fanatische Muslime Haende und Fuesse abhacken laesst. Denn Christen im Irak, Syrien, Aegypten und anderswo sind genauso boese, schlechte, aber auch gut und liebe Menschen wie die dort lebenden Muslime, hacken aber keine Haende und Fuesse ab.
Wenn man die Scharia abschaffte, dann wuerden viele Muslime in aller Welt aufhoeren, im Namen Gottes anderen Gewalt anzutun.
"Die Rechtsquellen sind der Koran, die Sunna (Hadithliteratur) und der Konsens der Rechtsgelehrten."
Das ist richtig.
Aber der Rest des Beitrags des users batubintang verdient keinesfalls die "Redaktionsempfehlung", sondern dient eher der Desinformation.
Was hat Rudi Paret mit der Scharia zu tun?
Er ist ein Übersetzer unter vielen, und maßgeblich ist das unveränderliche ORIGINAL des Korans.
Welche Fragen läßt seine (übrigens mehrmals überarbeitete) Übersetzung angeblich offen?
>Die oder auch eine andere Scharia ist keinesfalls göttlichen Ursprungs,<
???? Welche "andere" Scharia??
Selbstverständlich ist sie göttlichen Ursprungs!
Der Koran fordert die Zweifler auf, doch selbst eine Sure in gleicher Art (auf arabisch) hervorzubringen.
Seit 1500 Jahren versuchen das die Islamhasser, aber es ist ihnen bis heute mißglückt.
>In allen mir bekannten Fällen sieht die (oder eine andere) Scharia die Steinigung der 'Ehebrecherin' (Vergewaltigte) vor - nichts davon steht im hl. Koran!<
Warum sollte man auch eine vergewaltigte Frau steinigen??
Die Strafe ist im Koran doch für den Täter vorgesehen!
Das Halbwissen was über Ehebruch durch die Presse geistert ist erschreckend!
Das Thema ist sehr kompliziert und würde hier den Rahmen sprengen.
Nur so viel:
Teeren und Federn, Vierteilen, lebendig begraben, Steinigen, Rädern, usw. sind menschenverachtende Strafen der Christen.
So was ist im Islam verboten.
Die Verharmlosung der Scharia als Redaktionsempfehlung finde ich stossend. Wer hat das gelesen, empfohlen und nicht verstanden, das würde ich gerne erfahren, traut sich jemand?
Na ja, da die Hälfte meiner Familie in einem muslimischen Land wohnt kann ich völlig nachvollziehen, wie man aus Angst für Scharia stimmen kann. In den Mentalitäten wird es so verstanden : Partei Gottes, Partei des Islams bzw. Partei des Guten einerseits, Partei der Korruption, der Diebe, der widrigen Sitten andererseits. Natürlich müssen wir Europäer gegen eine solche Vorstellung kämpfen. Aber von außen her betrachtet gilt unser Kontinent nicht für das richtige Vorbild, das wir ständig loben. Auch bei uns gibt es starke Kritiken gegen die heutige Liberalität.
von Erschießen, Steinigen, Hand abhacken, am Baukran aufhängen, mit Säure übergießen, und was den Leuten sonst noch als Strafe für unerwünschtes Verhalten eingefallen ist, ist lediglich die Fehlinterpretation eines "differenzierten, rationellen Systems" ?
Dass Religion und Staat (und Justiz) nicht getrennt werden sollten, dass das im Koran vorgegebene Wort in vielen muslimischen Ländern und dort sehr zum Leidwesen vieler Menschen nur falsch ausgelegt und somit falsch gelebt wird, dass Gleichheit und oder dass Intoleranz gegenüber anderen Religionen, Unterdrückung der Frauen usw. nur Fehldeutungen des Korans durch extreme islamistische Strömungen sind ?
Dazu ein Hinweis:
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg (ECHR) urteilte in mehreren Verfahren, dass die Scharia „inkompatibel mit den fundamentalen Prinzipien in der Demokratie“ sei.
Ein sehr guter Beitrag.
Das kaum vorhandene Wissen über die islamische Rechtsprechung ist nachvollziehbar. Nachvollziehbar sind jedoch nicht die unentwegten Kommentare (nicht nur auf Zeit Online bezogen), die mit Halb- bis Unwahrheiten, fußend auf Unkenntniss, in der Öffentlichkeit fuß fassen.
Einige User die auf den Beitrag von Calossi geantwortet haben, scheinen ihn nicht verstanden oder nicht gelesen zu haben. Hier wurde gar von einer "Verharmlosung der Scharia" gesprochen oder es wird immer noch von "DER" Scharia gesprochen, als wäre sie ein in steingemeißelter Gesetzestext. Da zweifelt es mir an dem Leseverständnisses mancher Zeit Online Leser.
Habe versehentlich Ihren Kommentar empfohlen.
Frage mich, ob das, was Sie uns da mitgeteilt haben, nun eine Verfassung, die sich nach einer Glaubensrichtung ausrichtet besser macht.
Es gibt eben genügend erschreckende Beispiele. Ich wundere mich manchmal, ob ich wirklich im 21. Jahrhundert lebe.
"das islamische Recht ist ein differenziertes, rationelles System"
Die Scharia ist eben kein differenziertes und schon gar kein rationelles System. Denn Steinigen bei Ehebruch, Hand abhacken bei Diebstahl oder das Töten von Apostaten, um nur einige Aspekte der Scharia zu nennen, ist kein Zeichen für ein rationelles System.
Dabei ist der Intepretationsspielraum in Bezug auf die Scharia weit geringer als Sie hier vorgeben. Denn viele der menschenverachtenden Aspekte der Scharia sind eindeutig und ohne Widerspruch unter sog. islamischen "Gelehrten", weil sie klar und eindeutig in Koran und Sunna zu finden sind. Daher geht es in diesen Ländern eher darum wie viel der Scharia umgesetzt wird, und nicht welche Interpretationsart der Scharia.
Eine echte Demokratie kann übrigens niemals auf der Grundlage so eines angeblich göttlichen und damit unveränderbaren Gesetzes funktionieren. In einer echten Demokratie kommen Menschen zusammen und sie befinden frei in einem demkratischen Prozess und in einem Geiste der Vernunft über Gesetze. In Ägypten werden bald von den Moslembrüdern eingesetzt Islamisten von der Al-Azhar Universität das letzte Wort haben. Damit schafft diese Verfassung eine sunnitische Variante des shiitischen Mullahsystems wie im Iran. Speziell Frauen, Nicht-Muslime, Homosexuelle und anderer Minderheiten werden zu spüren bekommen was es bedeutet wenn Islam und Scharia die Grundlagen eines Staates sind. Schade, aber Ägypten entscheidet sich wohl fürs 7. Jahrhundert.
Entfernt. Bitte verfassen Sie differenzierte Beiträge. Danke, die Redaktion/jp
"Die Rechtsquellen sind der Koran, die Sunna (Hadithliteratur) und der Konsens der Rechtsgelehrten."
Sie haben durchaus recht mit Ihrer (sehr vereinfachten) Ausführung. Dass politische Islamisten für die Quelle der Scharia den Koran heranziehen, ist unter den Gelehrten nicht unumstritten. Selbst Rudi Parets anerkannte Übersetzung lässt diesbezüglich Fragen offen. Aber eines steht fest:
Die oder auch eine andere Scharia ist keinesfalls göttlichen Ursprungs, wie selbst viele Muslime glauben, sondern in allen Fällen von Menschenhand verfasst, und widerspricht eher dem Koran, als dass sie ihn deckt. Ein Beispiel:
In allen mir bekannten Fällen sieht die (oder eine andere) Scharia die Steinigung der 'Ehebrecherin' (Vergewaltigte) vor - nichts davon steht im hl. Koran!
'Das islamische Recht ist ein differenziertes, rationelles System... die Scharia ist so gut, meist aber so schlecht, wie Diejenigen die diese Rechtsquellen und Gesetze auslegen.'
Nach dieser Lesart waeren diejenigen, die im Namen der Scharia Haende und Fauesse abhacken, Ehebrecher steinigen und Frauen Sauere ins Gesciht kippen allesamt schlechte Menschen. Vornehmlich geschieht dies jedoch in arabischen und asiatischen Laendern. Solch eine Behauptung vereinfacht nicht nur, sondern klingt meiner Ansicht nach verstecktem Rassismus.
Mosleme sind naemlich Menschen wie Du und ich, und es ist nachweislich die Scharia, die fanatische Muslime Haende und Fuesse abhacken laesst. Denn Christen im Irak, Syrien, Aegypten und anderswo sind genauso boese, schlechte, aber auch gut und liebe Menschen wie die dort lebenden Muslime, hacken aber keine Haende und Fuesse ab.
Wenn man die Scharia abschaffte, dann wuerden viele Muslime in aller Welt aufhoeren, im Namen Gottes anderen Gewalt anzutun.
"Die Rechtsquellen sind der Koran, die Sunna (Hadithliteratur) und der Konsens der Rechtsgelehrten."
Das ist richtig.
Aber der Rest des Beitrags des users batubintang verdient keinesfalls die "Redaktionsempfehlung", sondern dient eher der Desinformation.
Was hat Rudi Paret mit der Scharia zu tun?
Er ist ein Übersetzer unter vielen, und maßgeblich ist das unveränderliche ORIGINAL des Korans.
Welche Fragen läßt seine (übrigens mehrmals überarbeitete) Übersetzung angeblich offen?
>Die oder auch eine andere Scharia ist keinesfalls göttlichen Ursprungs,<
???? Welche "andere" Scharia??
Selbstverständlich ist sie göttlichen Ursprungs!
Der Koran fordert die Zweifler auf, doch selbst eine Sure in gleicher Art (auf arabisch) hervorzubringen.
Seit 1500 Jahren versuchen das die Islamhasser, aber es ist ihnen bis heute mißglückt.
>In allen mir bekannten Fällen sieht die (oder eine andere) Scharia die Steinigung der 'Ehebrecherin' (Vergewaltigte) vor - nichts davon steht im hl. Koran!<
Warum sollte man auch eine vergewaltigte Frau steinigen??
Die Strafe ist im Koran doch für den Täter vorgesehen!
Das Halbwissen was über Ehebruch durch die Presse geistert ist erschreckend!
Das Thema ist sehr kompliziert und würde hier den Rahmen sprengen.
Nur so viel:
Teeren und Federn, Vierteilen, lebendig begraben, Steinigen, Rädern, usw. sind menschenverachtende Strafen der Christen.
So was ist im Islam verboten.
Die Verharmlosung der Scharia als Redaktionsempfehlung finde ich stossend. Wer hat das gelesen, empfohlen und nicht verstanden, das würde ich gerne erfahren, traut sich jemand?
Na ja, da die Hälfte meiner Familie in einem muslimischen Land wohnt kann ich völlig nachvollziehen, wie man aus Angst für Scharia stimmen kann. In den Mentalitäten wird es so verstanden : Partei Gottes, Partei des Islams bzw. Partei des Guten einerseits, Partei der Korruption, der Diebe, der widrigen Sitten andererseits. Natürlich müssen wir Europäer gegen eine solche Vorstellung kämpfen. Aber von außen her betrachtet gilt unser Kontinent nicht für das richtige Vorbild, das wir ständig loben. Auch bei uns gibt es starke Kritiken gegen die heutige Liberalität.
von Erschießen, Steinigen, Hand abhacken, am Baukran aufhängen, mit Säure übergießen, und was den Leuten sonst noch als Strafe für unerwünschtes Verhalten eingefallen ist, ist lediglich die Fehlinterpretation eines "differenzierten, rationellen Systems" ?
Dass Religion und Staat (und Justiz) nicht getrennt werden sollten, dass das im Koran vorgegebene Wort in vielen muslimischen Ländern und dort sehr zum Leidwesen vieler Menschen nur falsch ausgelegt und somit falsch gelebt wird, dass Gleichheit und oder dass Intoleranz gegenüber anderen Religionen, Unterdrückung der Frauen usw. nur Fehldeutungen des Korans durch extreme islamistische Strömungen sind ?
Dazu ein Hinweis:
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg (ECHR) urteilte in mehreren Verfahren, dass die Scharia „inkompatibel mit den fundamentalen Prinzipien in der Demokratie“ sei.
Ein sehr guter Beitrag.
Das kaum vorhandene Wissen über die islamische Rechtsprechung ist nachvollziehbar. Nachvollziehbar sind jedoch nicht die unentwegten Kommentare (nicht nur auf Zeit Online bezogen), die mit Halb- bis Unwahrheiten, fußend auf Unkenntniss, in der Öffentlichkeit fuß fassen.
Einige User die auf den Beitrag von Calossi geantwortet haben, scheinen ihn nicht verstanden oder nicht gelesen zu haben. Hier wurde gar von einer "Verharmlosung der Scharia" gesprochen oder es wird immer noch von "DER" Scharia gesprochen, als wäre sie ein in steingemeißelter Gesetzestext. Da zweifelt es mir an dem Leseverständnisses mancher Zeit Online Leser.
Habe versehentlich Ihren Kommentar empfohlen.
Frage mich, ob das, was Sie uns da mitgeteilt haben, nun eine Verfassung, die sich nach einer Glaubensrichtung ausrichtet besser macht.
Es gibt eben genügend erschreckende Beispiele. Ich wundere mich manchmal, ob ich wirklich im 21. Jahrhundert lebe.
Man nennt sie "arabischen Frühling".
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls
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