ParteitagChinas Kommunisten leiten den Generationenwechsel ein

Der Parteitag der Kommunisten in Peking geht zu Ende: Staatschef Hu ist planmäßig zurückgetreten. Die 2.300 Delegierten haben neue ideologische Leitlinien beschlossen. von afp, dpa, reuters und dapd

Die Große Halle des Volkes am Parteitag der Kommunisten in Peking

Die Große Halle des Volkes am Parteitag der Kommunisten in Peking  |  © Carlos Barria/Reuters

Zum Abschluss des Parteitags der Kommunistischen Partei Chinas haben die knapp 2.300 Delegierten ein neues Zentralkomitee bestimmt. Der amtierende Präsident Hu Jintao sagte, die rund 200 Mitglieder des Zentralkomitees seien gewählt, diese wiederum bestimmen die engere Führungsspitze . Die neue KP-Führung aus neun oder sieben Personen soll am Donnerstag vor die Öffentlichkeit treten.

Wie erwartet ist Staatspräsident Hu als Chef der Kommunistischen Partei zurückgetreten. Er machte damit den Weg frei für einen Nachfolger, der im kommenden Jahr auch das Amt des Staatspräsidenten übernehmen soll. Es wird erwartet, dass das der derzeitige Vizepräsident Xi Jinping sein wird.

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Es ist der erste Machtwechsel in China seit zehn Jahren, alle fünf Jahre tritt der Parteitag für eine Woche zusammen. Nach der ersten Sitzung des neuen Zentralkomitees am Donnerstag wird der künftige Parteichef seine neue Führungsmannschaft vorstellen .

Kampf gegen Korruption gefordert

In der Großen Halle des Volkes nahm die Partei auch Änderungen der ideologischen Leitlinien in der Verfassung vor. Zu Beginn des 18. Parteitags hatte Hu in der vergangenen Woche größere Anstrengungen im Kampf gegen Korruption und ein nachhaltigeres Wirtschaftswachstum gefordert. Wenn es nicht gelinge, die Korruption in den Griff zu bekommen, könne dies zum "Kollaps von Partei und Staat" führen, hatte Hu gewarnt.

Nach den Skandalen der vergangenen Monate war hinter den Kulissen heftig um die Neubesetzung des Politbüros und seines mächtigen Ständigen Ausschusses gerungen worden.

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Leserkommentare
  1. `tschuldigung liebe ZEIT,

    aber das ist doch wohl nicht alles zum Führungswechsel des bevölkerungsreichsten Staates dieser Welt!?!Über jeden Furz, der im US-Wahlkampf zu riechen war wurde da ja mehr berichtet!!!

  2. gungen, und die bürgerlichen Gazetten beschränken sich auf Berichte über vermeintliche Skandale und den Tag der Personalauswechslungen. So kann man natürlich suggerieren in China gibt es keine Demokratie und in den USA wo keine Veranstalung ohne Inzenerierung und Jubelpersern abläuft ist alles "demokrötisch"......

  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten an der Debatte. Danke, die Redaktion/se

  4. Ein Wechsel der Geisteshaltung wäre besser!

    • Hyphara
    • 14. November 2012 12:58 Uhr

    Was sollten die Medien denn ihrer Meinung nach schreiben? Der Ausgang der Wahl war lange Zeit völlig offen?

    Man kann nur soviel über die Entscheidung eines autoritären Regimes hinter verschlossenen Türen berichten, ohne sich zu wiederholen. Dass die kommunistische Partei sich dazu noch veranlasst sah, aus Angst vor Unruhen in Peking besondere Sicherheitsvorkehrungen gegen die eigene Bevölkerung zu treffen und dazu noch teilweise ausländische Internetanbieter zu kappen, wurde bereits berichtet. Auch über die künftige und schon vor dem Parteitag feststehende Partei- und Regierungsspitze ist das wesentliche gesagt.

    Und, werter OECD2012, die Medien müssen in Sachen Demokratiedefizit in China nichts suggerieren. Es gibt schlicht und einfach in China keine Demokratie. Hu Jintao hat seine Abneigung gegenüber westlichen Demokratien auf dem Parteitag ja nochmals bestätigt. Insofern sehe ich da keine Diffamierungskampagne des bösen Westens.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Wahl zwischen zwei Vertretern der Finanzoligarchie wie in den USA oder wirklichen Einfluß der Mehrheit auf die Politik wie in China?

  5. Die Wahl zwischen zwei Vertretern der Finanzoligarchie wie in den USA oder wirklichen Einfluß der Mehrheit auf die Politik wie in China?

    Antwort auf "@ Kommentare 1 und 2 "
    • stubert
    • 15. November 2012 5:40 Uhr

    4 von 7 der mächtigen Man in China sind " Prinzling", Kinder von Revolutionärer der ersten Generation. Kinder können nicht mit Eltern abrechnen.

    China geht nach links.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters, dapd, zz
  • Schlagworte China | Kommunistische Partei | Chef | Korruption | Parteitag | Präsident
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