Chinas FührungHerr Xi und sein umkämpftes Politbüro
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Li Keqiang

Li Keqiang

Li Keqiang  |  © REUTERS/Yves Herman

Wenn im November die Delegierten des Parteikongresses zusammentreffen, um die neue Führung zu bestätigen, wird der 57-jährige Li Keqiang Nachfolger von Wen Jiabao und damit zweitwichtigster Mann im Staat sein – er gilt als gesetzt. Der Jurist und Ökonom ist schlagfertig, jedoch weniger charismatisch als seine Vorgänger Wen und Zhu Rongji. Li Keqiang ist ein Protegé von Hu Jintao, dessen Machtbasis die Jugendliga der Kommunistischen Partei ist. Li hatte den späteren Parteichef und Präsidenten Hu bereits in den frühen achtziger Jahren kennengelernt. Tuanpai (Liga-Fraktion) nennen sich diese Funktionäre in China.

Als zweiter Mann nach Xi Jinping, der dem Netzwerk des Patriarchen Jiang nahesteht, wird Li voraussichtlich den wichtigen Part übernehmen, die erwähnten wirtschaftlichen Probleme und Veränderungen in die richtigen Bahnen zu lenken. Doch dabei hat er Konkurrenten, und derartiges durchzusetzen traut ihm mancher Peking-Insider wegen seiner professoralen Art nicht recht zu. In seinem jetzigen Job als Vizepremier hatte er bereits die Aufgabe, Chinas ausufernde und schwerfällige Regierungsbürokratie effizienter zu machen. Mit der Bildung der Nationalen Energiekommission war ihm das 2010 gelungen.

Leserkommentare
    • Handryk
    • 02. November 2012 13:35 Uhr

    "Doch hinter den Kulissen geht es um Macht und Einfluss".

    Aber mal im Ernst: so ungeöhnlich ist das bei Politikern nicht?!

    3 Leserempfehlungen
  1. Land wird am Ende von wenigen Politikern regiert, vielleicht ist das die Lösung-bei uns zum Beispiel gibt es überall Politiker und nichts passiert ausser Ausreden warum.

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    • Cryt00n
    • 02. November 2012 14:22 Uhr

    wäre eine Monarchie mit einem gerechten, intelligenten König, der auch mal unbeliebte Gesetze zum Wohle der Wirtschaft und/oder des Volkes durchsetzt, die beste Staatsform. Das Problem ist immer die Sicherung der Gewaltentrennung und das funktioniert bei uns relativ gut, in einer Ein-Parteien-Scheindemokratie wie China halt nicht...

  2. Ich stimme dem Autor bzgl der Problembeschreibung in China voll und ganz zu, was mich aber immer wieder irritiert, dass der angebliche China-Kenner Felix Lee, immer ganz anderer Ansicht ist und er die Probleme zum Teil eines Planes macht, wie bspw. hier

    http://blog.zeit.de/china...

    Und deshalb schreibt er schon am 07.10.2012:

    "Wie auch immer die Entscheidung ausgehen wird – Chinas Wirtschaftpolitik wird sich nicht ändern. Trotz der in jüngerer Zeit sich auch im Reich der Mitte verdüsternden Wirtschaftsdaten läuft in China alles nach Plan. Genau genommen nach dem 12. Fünfjahresplan. An ihm wird auch die künftige Führung festhalten."

    Also der Artikel hier und der von Herrn Lee, der nach meinem Dafuerhalten eine starke Affinitaet zur chinesischen KP an den Tag legt, lehrt uns also, China wird wohl im Chaos enden, weil ja alles nach Plan laeuft. Ist aber ein komischer Plan, und muss wohl mit Kulturunterschieden erklaert werden.

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    ... dass Herr Lee China-affin ist - aber wenn das auf ihn zutrifft, dann vermutlich auf die meisten Sinologen. Ich kenne nur wenige Ausnahmen.

    Das Verhältnis der China-Wissenschaftler und Berichterstatter zu Chinas politischem System scheint mir generell sehr viel freundlicher - allenfalls freundlich-neutral - zu sein als das früherer Berichterstatter über die UdSSR.

    Aber mit letzterer gab's ja auch allenfalls Bartergeschäfte. Außerdem glaubte man "den Russen" zu kennen. China ist aus deutscher Sicht immer wieder von weihevollen Geheimnistümern umkräuselt - so oder ähnlich hat es mal ein recht bekannter Sinologe ausgedrückt. Mit anderen Worten: China ist so anders, da kannste gar nicht mitreden.

    Übrigens: "KP-affin" trifft es m. E. wirklich nicht. Bis hin zum chinesischen Landtag ist man anscheinend durchaus bemüht, die Tatsache zu ignorieren, dass viele chinesische Amtskollegen halt auch eine Parteifunktion ausüben.

    • Cryt00n
    • 02. November 2012 14:22 Uhr

    wäre eine Monarchie mit einem gerechten, intelligenten König, der auch mal unbeliebte Gesetze zum Wohle der Wirtschaft und/oder des Volkes durchsetzt, die beste Staatsform. Das Problem ist immer die Sicherung der Gewaltentrennung und das funktioniert bei uns relativ gut, in einer Ein-Parteien-Scheindemokratie wie China halt nicht...

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    Antwort auf "ein so grosses"
  3. In Chongqing leben 7 Millionen. In New York 8 Millionen. In Tokyo 14 Millionen, weiss der Kuckuk wieviel mehrs in Mexiko sind. Warum ist Chongqing trotzdem die groesste Stadt der Welt? Genau, weils in der Zeit so drinsteht.

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    • Chilly
    • 02. November 2012 14:29 Uhr

    was die Einwohnerzahl angeht kann Chongqing ganz oben mithalten. Lt. Wikipedia sind es rund 28,8 Mio Einwohner und die Stadt ist ungefähr flächenmäßig so groß wie Österreich.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Vielleicht hat die ZEIT doch nicht ganz so unrecht?

    CHILLY

    • Chilly
    • 02. November 2012 14:29 Uhr

    was die Einwohnerzahl angeht kann Chongqing ganz oben mithalten. Lt. Wikipedia sind es rund 28,8 Mio Einwohner und die Stadt ist ungefähr flächenmäßig so groß wie Österreich.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Vielleicht hat die ZEIT doch nicht ganz so unrecht?

    CHILLY

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    Englisches Wiki lesen, da stehts naemlich genauer drin. Im Stadtbereich sinds 6-7 Millionen. Mit allen Doerfern aussenrum 28 millionen, stimmt schon. Aber Metropolitan Tokyo hat ueber 34m. Also du kannst es drehn und wenden wie du es willst, die Zeit hat hier doch nicht recht.

    "Wird die Kernstadt (hohe Bebauungsdichte und geschlossene Ortsform) als Grundlage genommen, leben in Chongqing 4,3 Millionen Menschen." Größte Stadt, ist die nur, wenn man die Verwaltungsgrenzen nimmt .... dazu gehören dann aber auch Wald & Wiesen ... und das ist für mich und wahrscheinlich nicht das Erste Bild, was einem in den Kopf kommt wenn man das Wort "Stadt" hört.

  4. Englisches Wiki lesen, da stehts naemlich genauer drin. Im Stadtbereich sinds 6-7 Millionen. Mit allen Doerfern aussenrum 28 millionen, stimmt schon. Aber Metropolitan Tokyo hat ueber 34m. Also du kannst es drehn und wenden wie du es willst, die Zeit hat hier doch nicht recht.

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  5. "Wird die Kernstadt (hohe Bebauungsdichte und geschlossene Ortsform) als Grundlage genommen, leben in Chongqing 4,3 Millionen Menschen." Größte Stadt, ist die nur, wenn man die Verwaltungsgrenzen nimmt .... dazu gehören dann aber auch Wald & Wiesen ... und das ist für mich und wahrscheinlich nicht das Erste Bild, was einem in den Kopf kommt wenn man das Wort "Stadt" hört.

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  • Schlagworte Jiang Zemin | Li Keqiang | Xi Jinping | Deng Xiaoping | Jiang Qing | Mao Zedong
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