USACIA-Chef Petraeus tritt zurück

Obama verliert einen möglichen Ministerkandidaten: Der frühere Oberbefehlshaber in Afghanistan hat sein Amt offenbar wegen einer außerehelichen Affäre aufgegeben. von afp und dpa

CIA-Chef David Petraeus

CIA-Chef David Petraeus  |  © Spencer Platt/Getty Images

Der Chef des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA , David Petraeus , hat seinen Rücktritt eingereicht. Medien berichten, der Grund dafür sei eine außereheliche Beziehung. Schon am Donnerstag habe Petraeus Präsident Barack Obama sein Rücktrittsgesuch überreicht. Obama habe den Rücktritt dann am Freitag angenommen.

Den Mitarbeitern der CIA sagte Petraeus, er habe mit der Affäre ein "sehr schlechtes Urteilsvermögen" an den Tag gelegt. "Ein derartiges Verhalten ist inakzeptabel, sowohl als Ehemann als auch als Führer einer Organisation wie der unseren." Petraeus war als Kandidat für ein Ministeramt in der neuen Regierung gehandelt worden.

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Obama sagte, Petraeus sei einer der "herausragenden Generäle" seiner Generation gewesen. Als CIA-Direktor habe er seinen jahrzehntelangen Dienst für die USA mit "intellektueller Präzision, Hingabe und Patriotismus" fortgesetzt, sagte der Präsident. Petraeus habe das Land "sicherer und stärker" gemacht.

Nach Petraeus' Rücktritt wird die CIA den Angaben zufolge übergangsweise von seinem bisherigen Stellvertreter Michael Morell geführt.

Der frühere General war im September 2011 als CIA-Chef auf Leon Panetta gefolgt , der an die Spitze des Verteidigungsministeriums gewechselt war. Zuvor hatte der General als Oberbefehlshaber der internationalen und der US-Truppen in Afghanistan gedient. Vor der Aufgabe am Hindukusch hatte Petraeus den amerikanischen Militäreinsatz im Irak geführt.

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Leserkommentare
  1. Schade, Petraeus wäre eine gute Wahl als SecState gewesen.

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  2. Timothy "Goldamanite" Geithner geht. Ben "iPrint" Bernanke will aufhören. Und jetzt geht Petraeus.

    Die Ratten verlassen das sinkende Schiff?

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  3. Wenn man der Chef einer solch moralischen Organisation wie der CIA ist, muss man natürlich mit gutem Beispiel vorangehen.
    only in America...lol

    10 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Genau das habe ich auch gedacht: wie viele Tausend Opfer haben die Kommandos Patreus' getötet und jetzt tritt er wegen einer ausserehelichen Affäre zurück! Dies zeigt die Arroganz einer Grossmacht, die jeden Bezug zur Realität verloren hat.

  4. Der Grund ist nur vorgeschoben. Wer das nicht erkennt, denkt nicht weiter als bis zur Nasenspitze.

    Lächerlich das jetzt schon ne Affäre dazu dient so ein Amt zuverlieren, wer soll das glauben???

    5 Leserempfehlungen
    • mjakobs
    • 09. November 2012 23:34 Uhr

    Diesem Herrn muß man keine Träne nachweinen: ohne ihn hat die Welt eine größere Chance, friedlicher zu werden und zu bleiben.

    Petraeus war es, der die Ansicht vertrat, man müsse den Afghaniostan-Krieg über Jahrzehnte hinweg betreiben um so die westliche Mission zu erfüllen.
    Nun hat Amerika kein Geld mehr, sich teure Kriege im Mittleren Osten zu leisten; die Welt des Herrn Petraeus ist nicht mehr finanzierbar, Davon - von den Konsequenzen dieser "Affäre" - können wir alle profitieren.

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  5. Es ist gut, dass er zurücktritt. Die Wahrscheinlichkeit, dass seine moralische Schwäche von anderen Geheimdiensten genutzt wird ist hoch.

  6. Genau das habe ich auch gedacht: wie viele Tausend Opfer haben die Kommandos Patreus' getötet und jetzt tritt er wegen einer ausserehelichen Affäre zurück! Dies zeigt die Arroganz einer Grossmacht, die jeden Bezug zur Realität verloren hat.

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    Antwort auf "Only in America"
  7. In einer Öko-Gesellschaft hätte er wegen Elektroschrott-Entsorgung im Restmüll zurücktreten dürfen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, nf
  • Schlagworte Barack Obama | David Petraeus | CIA | Medien | Leon Panetta | Patriotismus
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