EcowasWestafrikaner entsenden 3.300 Soldaten nach Mali

Die westafrikanischen Staatschefs haben eine Intervention in Mali beschlossen. 3.300 Soldaten sollen nach dem dortigen Militärputsch für mehr Sicherheit sorgen. von afp

Die Westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS trifft sich, um über einen Militäreinsatz in Mali zu beraten.

Die Westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS trifft sich, um über einen Militäreinsatz in Mali zu beraten.  |  © Pius Utomi Ekpei/AFP/Getty Images

Die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas will eine Truppe aus 3.300 Soldaten in das Krisenland Mali entsenden . "Wir sehen 3.300 Soldaten für die Dauer eines Jahres vor", sagte der Präsident der Elfenbeinküste und derzeitige Ecowas-Vorsitzende, Alassane Ouattara , nach einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der Gemeinschaft im nigerianischen Abuja.

Die Truppen würden überwiegend aus Ecowas-Ländern kommen, aber wahrscheinlich auch aus anderen Staaten. Er hoffe, dass der UN-Sicherheitsrat den Einsatz bis Ende November oder Anfang Dezember endgültig billigen werde.

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Die Generalstabschefs der Ecowas-Staaten hatten bei einem Treffen der Außen- und Verteidigungsminister am Freitag laut Verhandlungskreisen eine Truppe aus 5.500 Soldaten gefordert. Mehrere westliche Staaten haben sich bereit erklärt, die Truppe zu unterstützen. Deutschland will sich mit Ausbildern beteiligen .

In Mali übernahmen nach einem Militärputsch im März Islamisten praktisch den gesamten Norden des Landes und riefen dort das islamische Recht der Scharia aus. Nachbarländer und auch westliche Staaten befürchten, dass das Gebiet zu einem Rückzugsgebiet für islamische Terroristen werden könnte .

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Leserkommentare
  1. "Mali ist ein Binnenstaat im Inneren Westafrikas mit 1.240.192 km² Fläche, ..." lt. Wikipedia.

    Den Krieg gegen Afghanistan - 652.230 km2 - haben mehr als 43.000 bestausgerüstete Soldaten verloren.

    Eine Leserempfehlung
  2. Das die Scharia ein Unrechtsinstrument früherer Diktatoren war und nicht Gottgewolt ist. In Europa sieht man ja das es auch anders gehen kann ohne Todesstrafe und Handabhackenn oder sonstigen Gräultaten. Im Koran wird die Scharia meines erachtens nur einmal erwähnt und sollte selbst für Islamisten schon allein deshalb nicht überbewertet werden. Das Auge um Auge Prinzip wurde bereits von Jesus abgeschaft z.b durch das Gebot der Nächsten- und Feindesliebe. Mohamed hat auch nicht alles richtig gemacht, wofür das Neue Testament für diese Islamisten vielleicht hilfreich wäre, anstatt sich an der Scharia zu versuchen.
    Es ist traurig zu sehen was ein falscher Glaube alles anrichten kann.

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    • Peterra
    • 11. November 2012 23:23 Uhr

    "Es ist traurig zu sehen was ein falscher Glaube alles anrichten kann."

    Und Sie haben den "richtigen" Glauben? Was macht die Lehre Jesu wahrscheinlicher, besser oder richtiger als die Mohammeds?

    Was halten Sie von der Anschauung, dass jeglicher Glaube falsch ist und als Unrechtsinstrument missbraucht wird?

    Richten Sie mal ein kritisches Augenmerk auf das Europa bis in das 19. Jahrhundert. Das hilft den Unterdrückten in Mali nicht, aber bringt Sie sicher weiter.

    Daher plädiere ich für einen Titel: "Wann werden die Gläubigen erkennen...?"

  3. bis die NATO den "schlecht" ausgerüsteten afrikanischen Kämpfern zur Hilfe kommt. Und zur NATO gehört auch Deutschland.

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    Liebe Rita,
    ich versuch gerade eine Aussage in ihrem Beitrag zu erkennen. Sprechen sie hier eine Warnung aus? Sollte Dland nicht eintreten weil das ein anderer Fleck der Erde ist und uns nichts angeht?

    De Entscheidung ob und wann eine militärische Intervention sinnvoll und rechtmäßig ist, ist keine leichte. Die Geschichte birgt viele Beispiele (erfolgreiche) Interventionen von denen man ausgeht das sie schlimmeres verhindert haben (Kosovo), Interventionen über deren Sinnhaftigkeit man sich streiten kann (Afghanistan) und unterbliebene Interventionen wo man vllt leicht schlimmeres hätte verhindern können (Völkermord in Ruanda).

    Wenn wir eine friedliche Welt wollen, in der (irgendwann) alle Menschen Zeit und Energie für Luxusthemen aufbringen können wie Klima- und Umweltschutz, sollten wir Konflikte m. M. nach versuchen zu verhindern - ohne dabei jemanden unsere Weltanschauung aufzuzwingen, vllt. noch nicht einmal Demokratie. Aber wegschauen und sich ausschließlich um seine eigenen Luxusprobleme zu kümmern kann keine ernsthafte Alternative sein!

    • Peterra
    • 11. November 2012 23:23 Uhr

    "Es ist traurig zu sehen was ein falscher Glaube alles anrichten kann."

    Und Sie haben den "richtigen" Glauben? Was macht die Lehre Jesu wahrscheinlicher, besser oder richtiger als die Mohammeds?

    Was halten Sie von der Anschauung, dass jeglicher Glaube falsch ist und als Unrechtsinstrument missbraucht wird?

    Richten Sie mal ein kritisches Augenmerk auf das Europa bis in das 19. Jahrhundert. Das hilft den Unterdrückten in Mali nicht, aber bringt Sie sicher weiter.

    Daher plädiere ich für einen Titel: "Wann werden die Gläubigen erkennen...?"

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  4. Liebe Rita,
    ich versuch gerade eine Aussage in ihrem Beitrag zu erkennen. Sprechen sie hier eine Warnung aus? Sollte Dland nicht eintreten weil das ein anderer Fleck der Erde ist und uns nichts angeht?

    De Entscheidung ob und wann eine militärische Intervention sinnvoll und rechtmäßig ist, ist keine leichte. Die Geschichte birgt viele Beispiele (erfolgreiche) Interventionen von denen man ausgeht das sie schlimmeres verhindert haben (Kosovo), Interventionen über deren Sinnhaftigkeit man sich streiten kann (Afghanistan) und unterbliebene Interventionen wo man vllt leicht schlimmeres hätte verhindern können (Völkermord in Ruanda).

    Wenn wir eine friedliche Welt wollen, in der (irgendwann) alle Menschen Zeit und Energie für Luxusthemen aufbringen können wie Klima- und Umweltschutz, sollten wir Konflikte m. M. nach versuchen zu verhindern - ohne dabei jemanden unsere Weltanschauung aufzuzwingen, vllt. noch nicht einmal Demokratie. Aber wegschauen und sich ausschließlich um seine eigenen Luxusprobleme zu kümmern kann keine ernsthafte Alternative sein!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, nf
  • Schlagworte Recht | UN-Sicherheitsrat | Alassane Ouattara | Mali | Präsident | Regierungschef
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