FrankreichFillon kämpft trotz Niederlage um UMP-Vorsitz

Generalsekretär Copé hat die Urwahl um den Vorsitz der französischen Konservativen gewonnen, doch sein Gegner Fillon gibt nicht auf: Er legt Einspruch gegen die Wahl ein.

Trotz einer Mitgliederabstimmung geht der Kampf um den Parteivorsitz bei den französischen Konservativen weiter. Der unterlegene frühere Premierminister François Fillon beansprucht den UMP-Vorsitz weiter für sich, weil bei der Wahl folgenschwere Fehler aufgetreten seien. Bislang gilt UMP-Generalsekretär Jean-François Copé als Sieger der Urwahl.

So seien die Ergebnisse von drei französischen Überseegebieten vergessen worden. Fillon legte daher Beschwerde gegen das offizielle Endergebnis der Urwahl ein. Würden die Stimmen der drei Überseegebiete hinzugezählt, sei Fillon der Sieger, sagte sein Wahlkampfleiter Eric Ciotti.

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Fillon forderte, dass der frühere Regierungschef Alain Juppé vorübergehend die Parteiführung übernehmen solle.

Nach der Wahl am Sonntag hatten sich zunächst Copé und Fillon jeweils zum Sieger ausgerufen. Die interne Wahlkommission der Partei erklärte dann am späten Montagabend, Copé habe mit einem hauchdünnem Vorsprung von 98 Stimmen gewonnen. Der erbittert ausgetragene Wahlkampf und das Chaos am Wahlabend haben die UMP tief gespalten.
 

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, tis
    • Schlagworte Frankreich | Chaos | Premierminister | Regierungschef | Wahl
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