Leben, wo die Demokratie einmal war
Mali galt im Westen lange als Musterdemokratie, doch seit März steckt das nordafrikanische Land in einer schweren politischen Krise. In der Hauptstadt Bamako hat eine Gruppe rangniedriger Offiziere die Macht übernommen, den Norden des Landes haben Tuareg erobert und einen islamischen Staat errichtet. Die Menschen in Bamako versuchen dennoch ihren Alltag zu bewahren.
- Datum 02.11.2012 - 19:36 Uhr
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Die Tuareg waren nur die nützlichen Idioten für die Muslime, die nach gemeinsamer Eroberung Nord-Malis von den Muslimen abserviert wurden. Die Muslime haben ein strenges Scharia-System eingeführt und, wie jeder weiß, flugs die nicht genehmen antiken religiösen Bauten vernichtet!
"Tuareg verlieren letzte Stadt an Islamisten" schreibt dieses Medium!
http://www.zeit.de/politi...
Mit der Demokratie ist das schon so eine Sache,
zumindest in Europa und den USA.
Aber den Begriff Demokratie für Mali oder meinetwegen
auch für den Kontinent Afrika zu gebrauchen, halte ich
für absolut naiv und weltfremd.
Für die, die mir widersprechen mögen,
ich bin aus Namibia.
-Magic-
in deutschland sind alle kühe lila. für die, die mir widersprechen mögen,
ich bin aus deutschland.
grüße an die logik
So schlecht war es in Mali nicht. Zwar gibt es Defizite und Probleme mit den Regierungen in Afrika, Stichwort good governance. Aber man sollte gelegentlich auch die positiven Entwicklungen sehen und unterstützen.
Arte reportage hatte 2005 die zweite Bürgermeisterin in Mali besucht. Oumou Sall Seck regierte in einem Dorf nördlich von Timbuktu. Ihre Maßnahmen in Sachen Bildung, Gesundheit und wirtschaftlicher Entwicklung wurden auch von Männern und regionalen Regierungsstellen anerkannt.
Mit der Eroberung im Frühjahr durch Islamisten war damit Schluss!
http://www.arte.tv/de/mal... (man kann auch die Reportage von 2005 ansehen)
Heute lebt sie in der Hauptstadt Bamako und tourt gerade durch Frankreich, um die Franzosen über die Entwicklung zu informieren.
Die Mächtigen im Norden sind Ausländer und ausländische Organisationen. Mittlerweile bleiben Frauen zu Hause oder verhüllen sich. Und einige konservative Männer erkennen ihre Chance und haben sich den Islamisten angeschlossen.
Politische Verhandlungen gibt es nicht. Sie wären auch nur mit den Tuareg zu rechtfertigen. Aber mit entsprechender Unterstützung könnten die demokratisch gesinnten Malier den Bürgerkrieg gewinnen.
So nebenbei: auch ich habe Verwandtschaft in Mali. Weiße und Schwarze.
Auch Europa und die so genannte westliche Welt hat lange Zeit und zwei unglaublich grausame Kriege gebraucht, um "demokratisch" zu werden. Scheinbar braucht der Mensch persönliche, schreckliche Erfahrungen, um zu der Einsicht zu gelangen, dass ein Zusammenleben nur möglich ist, wenn man andere Ansichten zumindest respektiert, auch wenn sie der eigenen widersprechen. Daraus resultiert das Prinzip der Demokratie, das nur friedlich funktionieren kann, wenn sich alle Beteiligten daran halten. Ob der Islam dazu fähig ist, wird die Zeit zeigen...
in deutschland sind alle kühe lila. für die, die mir widersprechen mögen,
ich bin aus deutschland.
grüße an die logik
So schlecht war es in Mali nicht. Zwar gibt es Defizite und Probleme mit den Regierungen in Afrika, Stichwort good governance. Aber man sollte gelegentlich auch die positiven Entwicklungen sehen und unterstützen.
Arte reportage hatte 2005 die zweite Bürgermeisterin in Mali besucht. Oumou Sall Seck regierte in einem Dorf nördlich von Timbuktu. Ihre Maßnahmen in Sachen Bildung, Gesundheit und wirtschaftlicher Entwicklung wurden auch von Männern und regionalen Regierungsstellen anerkannt.
Mit der Eroberung im Frühjahr durch Islamisten war damit Schluss!
http://www.arte.tv/de/mal... (man kann auch die Reportage von 2005 ansehen)
Heute lebt sie in der Hauptstadt Bamako und tourt gerade durch Frankreich, um die Franzosen über die Entwicklung zu informieren.
Die Mächtigen im Norden sind Ausländer und ausländische Organisationen. Mittlerweile bleiben Frauen zu Hause oder verhüllen sich. Und einige konservative Männer erkennen ihre Chance und haben sich den Islamisten angeschlossen.
Politische Verhandlungen gibt es nicht. Sie wären auch nur mit den Tuareg zu rechtfertigen. Aber mit entsprechender Unterstützung könnten die demokratisch gesinnten Malier den Bürgerkrieg gewinnen.
So nebenbei: auch ich habe Verwandtschaft in Mali. Weiße und Schwarze.
Auch Europa und die so genannte westliche Welt hat lange Zeit und zwei unglaublich grausame Kriege gebraucht, um "demokratisch" zu werden. Scheinbar braucht der Mensch persönliche, schreckliche Erfahrungen, um zu der Einsicht zu gelangen, dass ein Zusammenleben nur möglich ist, wenn man andere Ansichten zumindest respektiert, auch wenn sie der eigenen widersprechen. Daraus resultiert das Prinzip der Demokratie, das nur friedlich funktionieren kann, wenn sich alle Beteiligten daran halten. Ob der Islam dazu fähig ist, wird die Zeit zeigen...
in deutschland sind alle kühe lila. für die, die mir widersprechen mögen,
ich bin aus deutschland.
grüße an die logik
In Ihrem Falle,- (Groß-u.Kleinschreibung),
ansonsten und mit Verlaub, wirken Sie nicht nur in der Zoologie farbenblind, sondern auch im Hinblick auf den afrikanischen Kontinent intellektuell recht farblos.
Haben Sie nicht mehr auf der Pfanne ?
-Magic-
In Ihrem Falle,- (Groß-u.Kleinschreibung),
ansonsten und mit Verlaub, wirken Sie nicht nur in der Zoologie farbenblind, sondern auch im Hinblick auf den afrikanischen Kontinent intellektuell recht farblos.
Haben Sie nicht mehr auf der Pfanne ?
-Magic-
In Ihrem Falle,- (Groß-u.Kleinschreibung),
ansonsten und mit Verlaub, wirken Sie nicht nur in der Zoologie farbenblind, sondern auch im Hinblick auf den afrikanischen Kontinent intellektuell recht farblos.
Haben Sie nicht mehr auf der Pfanne ?
-Magic-
So schlecht war es in Mali nicht. Zwar gibt es Defizite und Probleme mit den Regierungen in Afrika, Stichwort good governance. Aber man sollte gelegentlich auch die positiven Entwicklungen sehen und unterstützen.
Arte reportage hatte 2005 die zweite Bürgermeisterin in Mali besucht. Oumou Sall Seck regierte in einem Dorf nördlich von Timbuktu. Ihre Maßnahmen in Sachen Bildung, Gesundheit und wirtschaftlicher Entwicklung wurden auch von Männern und regionalen Regierungsstellen anerkannt.
Mit der Eroberung im Frühjahr durch Islamisten war damit Schluss!
http://www.arte.tv/de/mal... (man kann auch die Reportage von 2005 ansehen)
Heute lebt sie in der Hauptstadt Bamako und tourt gerade durch Frankreich, um die Franzosen über die Entwicklung zu informieren.
Die Mächtigen im Norden sind Ausländer und ausländische Organisationen. Mittlerweile bleiben Frauen zu Hause oder verhüllen sich. Und einige konservative Männer erkennen ihre Chance und haben sich den Islamisten angeschlossen.
Politische Verhandlungen gibt es nicht. Sie wären auch nur mit den Tuareg zu rechtfertigen. Aber mit entsprechender Unterstützung könnten die demokratisch gesinnten Malier den Bürgerkrieg gewinnen.
So nebenbei: auch ich habe Verwandtschaft in Mali. Weiße und Schwarze.
Mali war schon immer zweigeteilt. Der Norden und der Süden sind als Überbleibsel der Kolonialzeit willkürlich in einen Staat geschnürt worden. Und innerhalb dieses Konstrukts war der Norden so eine Art Kolonie des Südens. Mit der zugehörigen Besatzungsarmee. Das will man jetzt mit Gewalt wieder herstellen.
Dass das zwischendurch mal eine lupenreine Demokratie war, ist mir gar nicht aufgefallen. Zumindest im Norden verschlechterten sich die Verhältnisse von Jahr zu Jahr. Bis Besuche dort aus Sicherheitsgründen gar nicht mehr möglich waren.
Die "Bürgermeisterin" würde ich weniger der keimenden Moderne/Demokratie zuschreiben, als der Kultur der Tuareg. Frauen spielen hier eine große Rolle. Es wird zum Beispiel auch matrilinear vererbt. Aber das wird vielleicht etwas zu komplex für so ein Posting hier.
Nord-Mali hat im Prinzip jetzt schon das erreicht, was in Syrien erst noch mit unserer Unterstützung erkämpft werden soll. Die Eroberung durch islamistische Besatzer aus dem Ausland.
Jeder der einmal Mali bereist hat (vor ca. 10 Jahren noch gefahrlos möglich), konnte erkennen, dass dieses Kunstgebilde nie funktionieren konnte und auch nie funktionieren wird. Der ethnische Unterschied zwischen Tuareg und der schwarzen Bevölkerung ist zu groß. Die beiden Bevölkerungsschichten sind so unterschiedlich wie es extremer nicht sein könnte.
Eines muss man den Islamisten lassen: sie sind keine Rassisten! Sie ordnen aber alles und jedes ihrer Religion unter, und das radikal und menschenverachtend, eine Demokratie im "westlichen" Sinn kommt in ihrer Welt nicht vor. Es mag in Mali eine sogenannte Demokratie gegeben haben, aber Demokratie kann man nicht einfach darauf reduzieren, eine Partei oder ein Oberhaupt zu wählen. Demokratie spielt sich im Kopf ab, setzt ein Verständnis für die Allgemeinheit voraus und benötigt Zeit zum Wachsen. Deshalb kann niemand, keine Macht der Welt, einem Land ohne Fundament von aussen eine Demokratie aufpflanzen, die wird einfach weggewischt
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