Gazastreifen : Ägyptischer Geheimdienst vermittelt brüchige Waffenruhe

Die vom ägyptischen Geheimdienst vermittelte Waffenruhe wurde bereits gebrochen: Israels Luftwaffe flog mehrere Angriffe, aus dem Gazastreifen wurden Raketen abgefeuert.
Raketen aus dem Gazastreifen waren auch am Sonntag im Süden Israels eingeschlagen. © David Buimovitch/AFP/Getty Images

Trotz der Vermittlung eines Waffenstillstands hat es auch am Montagmorgen gegenseitige Angriffe zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen gegeben. Die israelische Luftwaffe flog nach eigenen Angaben noch drei weitere Angriffe, nachdem zwei weitere Raketen aus dem Gazastreifen in Israel eingeschlagen waren. Am Morgen wurde von einer dritten berichtet, bei deren Einschlag aber niemand verletzt worden sei.

Dabei hatten ägyptische Geheimdienstbeamte am Sonntagabend eine Waffenruhe zwischen beiden Seiten vermittelt, berichteten übereinstimmend israelische Medien. Die radikalislamische Hamas stimmte der Waffenruhe unter der Bedingung zu, dass Israel seine Luftangriffe einstelle, berichtete der Nachrichtendienst ynet.

Seit Samstag waren nach Militärangaben mehr als 100 Raketen in Israel eingeschlagen. Beobachter befürchten, dass die Gewalt vor der israelischen Parlamentswahl am 22. Januar weiter eskalieren könnte. Mindestens sechs Palästinenser waren durch Gegenangriffe des israelischen Militärs getötet und mehr als 30 verletzt worden. Auch in Israel gab es mehrere Verletzte.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Sonntag mit noch härteren Gegenmaßnahmen gedroht, sollten die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen andauern. "Die Welt muss verstehen, dass Israel nicht mit verschränkten Armen dasitzen wird, während man uns Schaden zufügt", sagte er. Vize-Ministerpräsident Silvan Schalom sagte nach Angaben des israelischen Rundfunks, notfalls müsse man die Armee zu einer neuen Bodenoffensive in den Gazastreifen schicken.
 

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Kommentare

84 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Immer wieder schön finde ich die Berichterstattung über diesen kleinen Konflikt da. "Mehr als hundert Raketen" schlagen an diesem Wochenende in Israel ein, drei Luftangriffe fliegt Israel - aber schon im ersten Absatz erfahren wir, wer hier der Agressor ist.

Ich stell mir den Text dann immer mit Platzhaltern vor und setze andere Länder ein. Hunderte Raketen werden von Holland aus abgeschossen und das böse Deutschland antwortet mit Luftangriffen! Ein verirrtes Geschoss trifft die Türkei, die daraufhin mobil macht. Usw.

Mein Vorschlag wäre, nochmal ausführlich darüber zu berichten, dass Israel das Altmetall aus den Raketen nicht etwa zurückgibt, sondern einfach behält! Ist doch skandalös.

bis auf weiteres, endlose Spirale

Im Prinzip handelt es sich um eine,bis auf weiteres, endlose Spirale. Im Alltag schiessen Palästinenser die irgendwelchen Organisationen oder Familienverbänden angehören, mit Duldung der Hamas, über den Grenzzaun. Etwa nach dem Motto: wir sind noch da, nehmt euch vor uns in 8. Nach einiger Zeit fühlt sich dann das Israelische Militär verpflichtet zu reagieren, nach dem Motto: passt auf, ihr könnt euch nicht alles erlauben. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wird zurückgeschossen oder, wenn die Hintermänner/Anführer bekannt sind wird versucht sie mit einem Drohnenangriff zu liquidieren. Die erste Option ist problematisch weil die Raketen oft von Privathäusern aus abgeschossen werden - wenn man also zurückschiesst könnten die unbeteiligten Bewohner des Hauses getroffen werden und die Palästinensischen Angreifer hätten ihr Ziel erreicht. Die zweite Option ist problematisch denn sobald ein Anführer liquidiert wurde, er sofort durch seinen Nachfolger ersetzt wird. Das läuft schon sehr lange so, eines hat sich allerdings in letzter Zeit geändert. Zu den selbstgebastelten Kassam Raketen mit ein paar Kilometern Reichweite (die bis zur Operation "gegossenes Blei" 13 Israelis auf dem Gewissen hatten) sind Grad Raketen mit etwa 40 Km Reichweite gekommen. Damit kann man Ashkelon, Ashdod und Beer Sheva erreichen, etwa 1Mill Menschen also jeder 7te Israeli was der ganzen Angelegenheit eine ganz andere Politische Dimension gibt, vor allem 9 Wochen vor den Parlamentswahlen in Israel.

Nachzutragen sei Ihrem durchdachten Kommentar noch:

Regelmäßig benachrichtigen die Israelis die Bewohnern solcher Häuser.
Wenn, wie in dem Fall hier, die Angriffe zeitnah der Attacke erfolgen, dann wird dazu regelmäßig keine Zeit mehr bleiben - der Täter wird an Ort und Stelle gestellt und vernichtet.

Wenn imer neue Täter nachrücken: kein Wunder. Denn bereits Kinder im Kindergartenalter werden per AlAqsa- TV des Gaza-Führers über die löbliche Rolle von Märtyrern eingepeitscht zu neuen Kämpfern für AlAqsa.
Perfide - aber hassbedingt. Per Medien und Bildern übermittelter Hass bewirkt neuen Hass bei den Nachwachsenden.

Und weil die Kinder die Terroristen der Zukunft sind,

ermordet man sie schon jetzt oder?

Zitat: "Wenn imer neue Täter nachrücken: kein Wunder. Denn bereits Kinder im Kindergartenalter werden per AlAqsa- TV des Gaza-Führers über die löbliche Rolle von Märtyrern eingepeitscht zu neuen Kämpfern für AlAqsa."

Ihr Ausgangspunkt stimmt aber anscheinend mit der Mehrheitsmeinung überein.

Wie wäre es mal mit einer realistischen Betrachtungsweise?

"Der Täter wird vernichtet und Sie werden jetzt auch behaupten, dass dies mit Rechtstaat zu tun hat."

Nach dem Rechtsstaat können Sie gerne rufen, wenn Hamas und Konsorten dazu übergehen, alten Damen in Tel Aviv die Handtaschen zu rauben. Tun Sie aber nicht.

Stattdessen beschießen Sie israelische Grenztruppen mit Panzerabwehr- und die Zivilbevölkerung des Südens mit Artillerieraketen. Das nennt man einen kriegerischen Akt. Deshalb wird auch mit kriegerischen Mitteln und im Rahmen des Kriegsrechtes geantwortet (gegen das die Raketenhagel der Hamas übrigens eklatant verstoßen - was aber irgendwie niemanden interessiert). Und im Krieg tötet man nun einmal die Kombattanten der Gegenseite. Dass beim Gegenschlag auch zivile Opfer zu beklagen waren, zeigt wieder einmal, dass die Hamas und Co nicht einmal die eigene Zivilbevölkerung schützen, sondern sie als Schutzschilder missbrauchen...

Wenn Israel sich als Rechtsstaat ansieht, hat es

demgemäß auch zu handeln.
Wenn die Luftwaffe nicht ausschließen kann, dass zivile Opfer zu Schaden kommen, hat sie ihre Angriff zu unterlassen. Es ist einfach so.

Sie würden den Palästinensern oder Syrern auch nicht das Recht zu sprechen, wahllos gegen die Besetzungsmacht (übrigens nach dem Völkerrecht) wehren oder?

Dass die Hamas eine Terroristenorganisation ist, steht genauso fest, wie die Tatsache, dass nicht alle Palästinenser Hamas-Mitglieder sind.

Alle Unterdrückungen seitens Israel wird aber vergessen, weil einige Terroristen um Ihrer Existenz willen unschuldige Menschen ermorden.
Hier finde man aber nur die einseitige Schuldzuweisung ohne anzuerkennen, dass beide Seiten zum gleichen Teil Schuld an diesem Konflikt.

Im Übrigen zeigt sich der Rechtsstaat dort, wo es schwer nachvollziehbar ist, sich an die rechtsstaatliche Regeln zu halten. Der Rechtsstaat kann sich nicht verhalten wie Terroristen, sonst würde er sich vom Terroristen nur aufgrund seiner besseren Organisation unterscheiden.

Das ist völkerrechtlich Unfug:

"Wenn die Luftwaffe nicht ausschließen kann, dass zivile Opfer zu Schaden kommen, hat sie ihre Angriff zu unterlassen. Es ist einfach so."

Tatsächlich ist bei Aggressionen mit militärischen Mitteln das Prinzip "to retaliate in kind" gegeben,

wobei eine Reaktion mit militärischen Mitteln zwar immer gehalten ist, dasjenige Mittel mit den geringstenm Kollateralschäden zu wählen, aber zivile Opfer sind nicht grundsätzlich zu vermeiden!

"Krieg" ist, nicht nur in diesem Fall, ein besonderer Rechtfertigungsgrund.

MfG KM

Jetzt musste ich gerade lachen und dazu in meinen Bunker gehen..

Und das war nicht als Witz gemeint denn trotz Waffenruhe waren wir gerade das vierte mal heute schon dort.

"Wenn die Luftwaffe nicht ausschließen kann, dass zivile Opfer zu Schaden kommen, hat sie ihre Angriff zu unterlassen. Es ist einfach so."

Haben sie sich dazu wirklich mal Gedanken gemacht? Dann duerften wir uns nur beschiessen lassen und kein einziges mal darauf eine Antwort geben. Denn es ist ein Fakt das die Hamas am liebsten und absichtlich aus Kindergaerten und Schulen angreift. Und uebrigens NUR Zivilisten angreifen will, denn wenn wir zurueck schlagen und es tote Frauen und Kinder gibt, steht am naechsten Tag in den Hamas Blaettchen wie toll doch die westlichen Medien sind und wie sehr sie sich darueber freuen "Das der Westen es wieder gefressen hat".
Die Hamas und angegliederte Brigaden lachen sich ins Faeustchen wenn es Zivile Opfer gibt, es ist gute Publicity wenn wir "Boesen Jueden" wieder Zivilisten getroffen haben. Aber ist nicht jeder in Gaza Zivilist?

Definieren Sie bitte mal den Begriff

"Kollateralschäden".

In Gaza leben sehr viele Menschen. Sie ist dicht angesiedelt. Richtig?

Wenn dies der Fall ist, dann können Sie nicht von einem Kollateralschaden sprechen, den man durch Einsatz von Luftwaffe billigend in Kauf nimmt. Jede ansatzweise denkende Person kann davon ausgehen, dass Luftangriffe auch zivile Opfer fordern werden.
Auch die 146 Opfer waren bekanntlich Kollateralschäden.

Großer Unfug finde ich insoweit ihre Behauptung, dass das Völkerrecht nach unserem Gutdünken ausgelegt wird.

Sie stellen ständig irgendwelche Behauptungen, ohne

Sie diese zu belegen. Wenn Sie meine Kommentaren mal lesen würden, könnten Sie ohne Weiteres feststellen, dass ich auch von Terroristen gesprochen habe, die von Gaza aus agieren.

Wenn die Luftwaffe mit ihre Phosphorbombe (http://de.wikipedia.org/w...) nicht eingesetzt werden darf, bedeute dies nicht, dass man gegen die Täter nicht auf anderer Art und Weise vorgehen kann.

Die Besiedlungsdichte ist kein Kriterium,

solange Sie das militärisch Ziel direkt angreifen.

Aus militärischer Sicht ist es irrelevant ob bei einem solchen Einsatz prinzipiell auch Zivilisten geschädigt werden können.
Der Befehlshabende ist lediglich gehalten die zivilen Schäden so gering wie möglich ausfallen zu lassen.

Aus militärischer Sicht geht es hier um die Bekämpfung einer Feuerstellung, die in bebautem Gelände eben als Punktziel geringster Ausdehung einzuschätzen ist.
Dazu ist auch die Verwendung gelenkter Abwurfmnunition statthaft, "Bombenteppich" dagegen untersagt.

MFG KM

Bevor Sie ständig vom Unfug sprechen, können Sie Ihr Unwissen

durch etwas Lesen beseitigen.

Unter dem Link, worauf ich bereits verwiesen habe, können Sie die Bestätigung meiner Behauptung nachlesen.

Außerdem haben Sie noch nicht den Begriff "Kollateralschäden" definiert. Und entscheidend ist nicht die militärische Sicht, sondern das Recht, das so etwas vorsieht.

Militärisch kann fast alles richtig sein, solange durch die Maßnahme der Feind besiegt werden kann.

Dass die Phosphorbombe im Libanonkrieg als Nebelbombe eingesetzt wurde, entspricht nicht der Wahrheit. Nachlesen hilft ab und zu.siehe http://de.wikipedia.org/w...

Können Sie mir bitte ein einziges Völkerrechtsnorm nennen, die den Kollateralschaden so definiert, wie Sie?

Sehr geehrter otyak,

Ihre inhaltlich hilflosen Repliken zeigen das Sie nicht verstehen worüber Sie zu diskutieren versuchen.

Typischer Nichtmilitär eben.

Zum Kollateralschaden: Eine Definition ist hier nicht erforderlich, warum reiten Sie darauf herum? Eine militärische Reaktion "in kind" ist völkerrechtlich gedeckt.

Eine "Liste" von Kollateralschäden gibt es nicht und kann es nicht geben, militärische Ziele werden nach den von mir ausgeführten Regeln, die Sie gern ergänzen dürfen, bekämpft.

Da Sie nicht in der Lage sind Nebel- und Brandstoffe sauber zu trennen, soll es nochmal erklärt werden:

Brandmunition gegen zivile Ziele ist verboten, Nebelmunition nicht! Brandmunition mit Phosphorbrandstoff ist in Funktion, Zubereitung und Verwendung etwas anderes als das Blendmittel Nebelstoff.

Ihr Link trägt dahingehend leider nicht zur Sachverhaltsklärung bei, Sie können nun sicher verstehen warum das so ist?
Es steht übrigens seit 2006 jeder Nachweis auf die Verwendung von Phosphorbrandbomben aus!

MFG KM

Es ist wohl selbstverstaendlich,

dass jeder Staat ein Recht darauf hat, seine Buerger vor terroristischen Angriffen zu schuetzen. Wenn tatsaechlich eine "smoking gun" gefunden wird, also jemand den Finger am Abzug hat oder einen Terroranschlag in unmittelbarer Zukunft ausfuehren wird, gibt es zweifellos ein Recht, diese Person mit geeigneten Mitteln unschaedlich zu machen. Insofern kann man Israel in diesem Fall wenig vorwerfen.

Ob allerdings Bomben auf Ziele in Gaza das richtige Mittel zur Terrorbekaempfung sind, halte ich im Einzelfall doch fuer zweifelhaft. Es gibt hier doch bereits wesentlich modernere und effizientere Methoden (z.B. Drohnen), dieses Ziel zu gewaehrleisten, ohne schwerste Opfer Unbeteiligter hervorzurufen. Bei derartigen Angriffen vor einigen Jahren (die grossflaechig durchgefuehrt wurden) gab es mehrere hundert Tote Zivilisten in Gaza, darunter viele Kinder, Frauen, Krankenhausinsassen. Zudem setzte Israel damals wohl auch international geaechtete Kriegswaffen ein. Und eine politische Verantwortung fuer die Eskalation der Situation in Gaza traegt die israelische Regierung ohnehin. Das entschuldigt keine Terroranschlaege, aber Israel waere langfristig gut beraten, nicht allein auf militaerische Mittel zu setzen um in Frieden mit seinen Nachbarn zu leben.

Aber wahrscheinlich hat die Regierung Netanjahu wenig Interesse an einer Deeskalation. N. profitiert zweifelsohne von der augenblicklichen Bedrohungslage, da er sich nur dann glaubhaft als Fuehrungsfigur profilieren kann.

"Typischer Nichtmilitaer eben"

Mal abgesehen davon, dass Militaers fuer mich nicht unbedingt die massgeblichen Experten in Voelkerrechtsfragen darstellen, moechte ich Sie doch freundlich darauf hinweisen, dass Sie zumindest in zwei Punkten ziemlich danbenliegen.

Erstens fand die Operation "Gegossenes Blei", um die es hier offensichtlich geht, im Dezember 2008 bis Januar 2009 statt (und nicht 2006, wie Sie glauben).

Und zweitens gibt es im Goldstone-Report und anderen Dokumenten genuegend Hinweise auf den Einsatz verbotener Kriegswaffen durch Israel bei diesem Einsatz.

Sehr geehrter Bahamut,

möglicherweise sollten Sie nochmal gründlich nachlesen was ich geschrieben habe?

Grundsätzlich wäre ein Mindestmaß an Leseverstehen auch nicht schlecht, denn z.B. bezog ich mich bei 2006 auf den damaligen Libanonkonflikt gemäß der Verlinkung von Otyak.

Den Goldstone-Report hab eich mit großem Interesse gelesen, und im Unterschied zu Ihne wohl auch verstanden.

Denn dieser führt tatsächlich diverse Anschuldigungen auf, bleibt aber den Nachweis der Verwendung verbotener Kampfmittel schuldig. Nach meinem bisherigen Kenntnisstand ist ein solcher Nachweis auch noch nicht erfolgreich geführt worden.

Es ging auch nicht darum, ob Militär als "Experte für Völkerrecht" zweckmäßig sind, sondern um die derzeit gültigen Gurndlage zulässiger Waffenverwendung!

Eine ethische oder humanitäre Wertung ist nicht verbunden!

Übrigens ist auch im Bezug auf "CL" bisher die Verwendung von phosphorhaltiger Brandmunition nicht nachgewiesen! Verliegendes Bildmaterial zeigt immer die, erlaubte Anwendung von Nebelstoffen!

Bitte setzten Sie sich mit den Fakten, insbesondere was die Kampfmittel angeht, auseinander und beenden Sie diese von keiner Fachkenntnis getragene Legendenbildung!

MFG KM

"...und im Unterschied zu Ihnen auch wohl verstanden"

"Grundsätzlich wäre ein Mindestmaß an Leseverstehen auch nicht schlecht."

Stimmt, denn der Artikel um den es hier geht, behandelt den Gaza-Konflikt und nicht den Libanon-Konflikt.

"Den Goldstone-Report hab eich mit großem Interesse gelesen, und im Unterschied zu Ihne wohl auch verstanden."

Ob Sie den Bericht gelesen haben, weiss ich nicht. Aber die Art und Weise, wie Sie hier und an anderer Stelle andere Meinungen in arrogantester Form abkanzeln, ohne auch nur einen Beleg fuer Ihre Auffassung zu bringen, spricht fuer sich.

"inhaltlich extrem defizitären Aussage"

Schade, dass Sie sich auch weiterhin hinter arroganten Floskeln verbergen, aber sachlich so gar nichts beizutragen haben.

Hier ein paar Auszuege aus dem Bericht den Sie angeblich gelesen und im Gegensatz zu mir auch verstanden haben wollen:

"The Mission notes that, at least in the case of Abu Halima,483 it appears that the white
phosphorous was deployed by means of an exploding shell and not as a smoke projectile."

"The Mission has also spoken at some length to a number of local and international
medical experts who treated patients in Gaza who suffered burns as a result of exposure to white
phosphorous."

"The Mission need not repeat much of what it has already concluded on the choice to use
white phosphorous in specific circumstances. It has already made clear that the risks it posed to
the civilian population and civilian objects in the area under attack were excessive in relation to
the specific military advantages sought."

"The Mission finds that the Israeli armed forces
were systematically reckless in determining to use white phosphorous in built-up areas and in
particular in and around areas of particular importance to civilian health and safety."

"In addition to the reckless use of white phosphorous, the Mission must emphasize that it is
concerned not only with the inordinate risks the Israeli armed forces took in using it, but also the
damage it caused in fact. " usw.usw.

Sehr geehrter Bahamut,

was bezwecken Sie mit der Auflistung von Vermutungen?

"Exploding shell" ist beispielsweise sehr fragwürdig, was Ihnen bekannt sein müsste wenn Sie auch nur ein bischen Faktenwissen über die Verwendung von Phosphor als Brandstoff wüßten.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Geschädigte "Abu Halima" von einem Kanister einer Nebelgranate direkt getroffen worden ist. Das sollte sich auch aus dem Schadensbild ergeben.

Das auch von den thermischen Nebelmitteln eine Verletzungsgefahr ausgeht ist ja unbestreitbar.

Nur eben nicht in dem erheblichen Maß wie es bei phosphorhaltigen Brandstoffen der Fall wäre.

Und ob der Nebeleinsatz militärisch zweckmäßig war, dürfte nur bei genauer Kenntnis der damligen Lage beurteilbar sein.

Solange eine Partei sich in ziviler Bebauung für Kampfzwecke verschanzt, ist auch deren Sichtbehinderung völkerrechtlich statthaft.

Militärisch zweckmäßig ist sie allemal, denn auch die "Alternativen" nicht thermischen Nebelmittel bergen ein Restrisiko für Zivilisten.

MFG KM

Sie schreiben hier sehr viel von "Nebelmitteln"

und wenden diese auf rhetorischer Ebene auch selbst an.

Erstens geht es keineswegs allein um den Einsatz von Phosphor (obwohl Sie das immer wieder behaupten - als jemand der den Goldstone-Bericht gelesen und verstanden haben will, sollte Ihnen das bekannt sein) und zweitens steht ausser Zweifel, dass der Einsatz von Phosphor dort in jedem Fall unverhaeltnismaessig, da unnoetig war. Und das allein ist schon ein Skandal, da der Einsatz von Phosphor viele zivile Menschenopfer gefordert hat.

Da erscheint Ihr Versuch mit angeblichem pseudo-militaerischem "Fachwissen" den Einsatz von verbotenen bzw. bedenklichen Kriegswaffen im grossflaechigen Einsatz gegen Wohnhaeuser, Kindergaerten, Schulen, Krankenhaeuser und Moscheen kleinzureden im besten Fall als einfach unsagbar peinlich.

Das scheint Ihnen ueberhaupt entgangen zu sein: jeder Waffeneinsatz muss verhaeltnismaessig sein, auch der der eine berechtigte Bekaempfung von Terroristen beinhaltet. Und genau diese Verhaeltnismaessigkeit war nicht gegeben, wie aus dem Arsenal der eingesetzten Waffen ersichtlich ist.
E

Das ist wieder mal

Unfug!

Kriegshandlungen sind kein Polizeieinsatz und selbst bei Letzterem gilt -zumindest in Deutschland- die Angemessenheit; weil eine Verhältnismäßigkeitprüfung i.A. nicht möglich ist.

Es gibt auch kein internationales Abkommen das bei den Nebelstoffen ausgerechnet Phosphor ausschließen würde, können Sie diese Aussage verstehen?

Dann könne Sie sicher auch erklären, warum die anderen Nebelstoffe hier zweckmäßiger oder gar "harmlos" zur Anwendung hätten kommen sollen?

[...]

Anhand welcher dubiosen Kriterien sollen denn bitte der Einsatz des Nebelstoffs Phosphor "unverhältnismäßig" sein? Im Verhältnis wozu?

Laut Aussage der in der Beobachtung behinderten Konfliktpartei?

[...]

MFG KM

Gekürzt. Bitte verzichten Sie darauf, andere User_innen persönlich anzugreifen. Danke, die Redaktion/jp

Ueberrascht

Sie moegen ein Experte fuer "Nebelstoffe" zu sein (offensichtlich Ihr Lieblingswort!) und kennen sich auch mit dem Einsatz von rhetorischen Nebelkerzen gut aus.

Leider scheinen Sie aber mit dem Voelkerrecht und den dort haeufig verwendeten unbestimmten aber nichtsdestotrotz klaren Kriterien unterliegenden Rechtsbegriffen weniger vertraut zu sein.

Ich empfehle Ihnen daher die Lektuere eines guten Lehrbuchs zu dem Thema. Dann muessen Sie auch nicht Forumteilnehmer, die eine andere wohlbegruendete Auffassung als Sie vertreten in der Form persoenlich angreifen, wie Sie dies permanent tun.

In Anbetracht des Inhalts der geloeschten Passagen in Ihrem letzten Forumbeitrag bitte ich um Verstaendnis, wenn ich Ihre Beitraege in Zukunft nicht mehr mit Beachtung wuerdigen werde.

Das ist sehr schade, da nun die Frage unbeantwortet bleibt,

wie Sie es denn schaffen eine juristische Würdigung vorzunehmen, wenn Sie zugleich nicht die tatsächlich verwendeten Kampfmittel - dazu gehören auch Brand- und Nebelstoffe, fachgerecht zu klassifizieren?

Eine Wertung vom Hörensagen ist ja mehr als unbefriedigend, aber selbstverständlich steht es jedem frei sich nach Belieben zu "informieren".

MFG KM

Ach Sie sind Jurist?

Musste dafür nochmal mene alten Ausbildungsunterlagen raussuchen.

Bezog mich auf die HdV 100/1 mit Zusammenstellung der Regeln des Kriegsvölkerrechts unter Berücksichtigung der Genfer Abkommen vom 12.IIX.1949 für den Einsatz von Art. und Abwurfmunition:

"..es ist verboten mehrere militärische Ziele und die zwischen ihnen liegenden Wohviertel als einheitliches Ziel zu behandeln und diese Fläche in ihrer ganzen UAsdehung unterscheidslos zu beschießen oder zu bombardieren."

"..bei der Auswahl der zu bekämpfenden Ziele sind die Folgen für die Zivilbevölkerung in Betracht zu ziehen."

".. von mehreren Kriegsmitteln ist, wenn jedes von ihnen die gleichen Erfolgsaussichten bietet (!),dasjenige zu wählen, von dem die geringsten Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung zu erwarten sind."

Zumal feststeht das es sich um Maßnahmen gegen Angriffe "militärisch bewaffneter und organisierter Kräfte" mit militärischen Mitteln auf das eigene Territorium handelt.

MFG KM

Blöd ist halt immer der Leser - was liest er so'n Hirnriss.

Es fliegen Raketen gen Israel - Israel antwortet.
Der merkwürdige Artikelschreiber fängt da an, wo er aufgehört hat die Nachricht zu begreifen.
Lieber Artikelschreiber: nicht Israel flog mehrere Angriffe nach dem Beginn der vereinbarten Waffenruhe -
Israel wurde weiter angegriffen nach dem Beginn der vereinbarten Waffenruhe und antwortete mit eigenen Luftangriffen auf die Angreifer.

Sehen Sie's doch einfach in der logischen Reihenfolge des Geschehens. Aber das scheint ein großes Problem zu sein: die Reihenfolge des Geschehens sinnvoll in Schriftform zu bringen.

Der Leser kann ja von hinten anfangen und hat dann das Geschehen wieder voreinander.

Wenigstens taucht dann noch auf, dass es auch auf israelischer Seite nicht nur anfliegende Raketen gab (der größte Teil der anfliegenden Raketen wird gottseidank durch eine funktionierende Raketenabwehr abgefangen);
Großen Dank sei dem Schreiber gesagt, dass auch über israelische Verletzte berichtet wird.

Bei vielen Kommentatoren hier heisst es doch regelmäßig: Das sind keine Raketen die dort fliegen, dass sind fliegende Witze.
Das es dabei auch Tote gibt - haben sich wohl totgelacht?

Auch über traumatisierte Opfer durch Einschläge und durch Blendgranaten wird ja fairerweise berichtet - unfairererweise aber nur bei den Palästinensern.
Israelis haben, so scheint's, ein dickeres Fell. Da braucht man dann keinen Gedanken dran zu verschwenden?

Andererseits: Israelis brauchen diese Art der Presse nicht;
die müssen sich wehren!