Raketen aus dem Gazastreifen waren auch am Sonntag im Süden Israels eingeschlagen. © David Buimovitch/AFP/Getty Images

Trotz der Vermittlung eines Waffenstillstands hat es auch am Montagmorgen gegenseitige Angriffe zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen gegeben. Die israelische Luftwaffe flog nach eigenen Angaben noch drei weitere Angriffe, nachdem zwei weitere Raketen aus dem Gazastreifen in Israel eingeschlagen waren. Am Morgen wurde von einer dritten berichtet, bei deren Einschlag aber niemand verletzt worden sei.

Dabei hatten ägyptische Geheimdienstbeamte am Sonntagabend eine Waffenruhe zwischen beiden Seiten vermittelt, berichteten übereinstimmend israelische Medien. Die radikalislamische Hamas stimmte der Waffenruhe unter der Bedingung zu, dass Israel seine Luftangriffe einstelle, berichtete der Nachrichtendienst ynet.

Seit Samstag waren nach Militärangaben mehr als 100 Raketen in Israel eingeschlagen. Beobachter befürchten, dass die Gewalt vor der israelischen Parlamentswahl am 22. Januar weiter eskalieren könnte. Mindestens sechs Palästinenser waren durch Gegenangriffe des israelischen Militärs getötet und mehr als 30 verletzt worden. Auch in Israel gab es mehrere Verletzte.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Sonntag mit noch härteren Gegenmaßnahmen gedroht, sollten die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen andauern. "Die Welt muss verstehen, dass Israel nicht mit verschränkten Armen dasitzen wird, während man uns Schaden zufügt", sagte er. Vize-Ministerpräsident Silvan Schalom sagte nach Angaben des israelischen Rundfunks, notfalls müsse man die Armee zu einer neuen Bodenoffensive in den Gazastreifen schicken.