Persischer GolfIranische Flugzeuge schießen auf US-Drohne

Im Konflikt zwischen dem Iran und den USA gab es einen Zwischenfall: Auf ein unbemanntes US-Flugzeug wurde gefeuert – es befand sich außerhalb des iranischen Flugraums. von AFP

US-Drohne vom Typ Predator (Archivbild)

US-Drohne vom Typ Predator (Archivbild)  |  ©REUTERS/Handout Old

Zwei iranische Kampfflugzeuge haben eine US-Drohne über internationalen Gewässern beschossen. Ohne Vorwarnung hätten es die beiden iranischen Kampfflugzeuge beschossen, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Das unbemannte Flugzeug vom Typ Predator sei aber nicht getroffen worden. Der Vorfall habe sich bereits am 1. November ereignet.

Die unbewaffnete Drohne habe einen routinemäßigen Überwachungsflug in etwa 30 Kilometer Entfernung von der iranischen Küste absolviert, als die beiden Kampfjets vom Typ Su-25 sie bedrängt hätten – "eine Premiere".

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Zu keinem Zeitpunkt habe sich der Predator in iranischem Luftraum befunden, sagte Little. Die Regierung in Teheran sei mittlerweile unterrichtet worden, dass die Aufklärungsflüge fortgesetzt würden. Der Vorfall fünf Tage vor der US-Präsidentschaftswahl war zunächst nicht publik gemacht worden.

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Leserkommentare
    • SonDing
    • 09. November 2012 9:13 Uhr

    Nachdem was sich das US-Regime mit seinen weltweiten Drohneneinsätzen schon alles herausgenommen hat, ist das eine durchaus akzeptable Reaktion. Wenn man dabei auch noch an die ständigen Destabilisierungsversuche - ich erinnere an mehrere getötete Atomwissenschaftler - Geheimdienstaktionen und Drohgebährden denkt, mit denen seit Jahren versucht wird, den Iran aus der Reserve zu locken, ist dem Iran kein Verwurf zu machen.

    Den Amis ist die Demütigung durch die Kaperung der Sentinel-Drohne über iranischem Gebiet sicher immer noch gut in Erinnerung. Der Iran hat unmissverständlich gezeigt, dass man im Ernstfall in der Lage ist, schnell und effizient auf Provokationsversuche und auch direkte Konfrontationen zu antworten.

    9 Leserempfehlungen
  1. 18. Su-25

    Aufgrund eines Doppelpostings entfernt. Die Redaktion/ls

  2. 19. Su-25

    Wenn es wirklich Su-25 waren, kann es auch sein, dass die iranischen Piloten auf die Drohne bei einem Übungsflug eher zufällig stießen. Vielleicht haben die sich daraus einen Jux gemacht. Ernsthafte Absicht das Ding abzuschießen, steckt wohl nicht dahinter.

    via ZEIT ONLINE plus App

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    was die SU-25 über dem Meer suchten. Schließlich wurde dieses Flugzeugmuster zur Bekämpfung von Erdzielen entwickelt.

  3. "Ohne Vorwarnung hätten es die beiden iranischen Kampfflugzeuge beschossen"

    "Hallo Drohne, bitte ändern Sie sofort Ihren Kurs!"
    "Hallo?"
    "Hallo? Drohne?"
    "Haaaaalllooooo?????"
    "Sach mal Ahmed, mit wem zum Geier sprichst Du da? Du weisst schon, dass das 'ne UNBEMANNTE Drohne ist?!? Lass uns lieber mal 'nen Warnschuss abgeben!"

    7 Leserempfehlungen
  4. Was hat eine amerikanische Terrordrohne über dem Iran zu suchen? Hat man sich auf dem Weg Richtung Jemen, Pakistan oder Afghanistan verirrt, wo man wieder einmal auf Verdacht hin "mutmaßliche" Terroristen & komplette Familie (und alle anderen, die gerade zum falschen Zeit am falschen Ort waren) exekutieren wollte?

    Übrigens: wenn Iran tatsächlich eine militärische Auseinandersetzung wöllte, hätte man mit "Suxnet", "Flame" und alle anderen Verletzungen der staatlichen Souveränität durch die USA schon längst einen Grund dazu!

    7 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Wie es aussieht,"
  5. "Die haben sich doch an das amerikanische Gesetz gehalten! In einigen Staaten von Amerika darf man jeden erschießen der sich unerlaubt auf seinem Grundstück befindet, ohne zu fragen und OHNE Vorwarnung..."

    Die Drohne befand sich -nicht- im iranischen Luftraum, also verstehe ich diesen Vergleich beim besten Willen nicht. Auch im (verteufelten) Amerika darf man nicht auf der öffentlichen Straße auf Menschen schießen, selbst wenn man daneben schießt. Es bleibt natürlich fraghaft, ob die Amerikaner die Drohne abgedreht hätten, wenn die Iraner sie vor dem Beschuss über internationalen Gewässern gewarnt hätten. Aber so oder so, ist dieser Vergleich nicht nur unangebracht, sondern auch falsch.

    Da die iranische Regierung diesen Vorfall nicht selbst an die Glocke der Weltöffentlichkeit gehangen hat, spricht einiges dafür, dass die Amerikaner keinen iranischen Luftraum verletzt haben, denn sonst hätten die Iraner mit Sicherheit laut geschrien und warum sollten die Amerikaner dann den Vorfall veröffentlichen, wenn sie tatsächlich nachweisbar den Luftraum verletzt haben? Das haben sie im kalten Krieg schon nicht gemacht, und das machen sie auch sicher heute nicht. Sie hätten bestenfalls dazu geschwiegen. Also, bitte etwas weniger blindes USA-Bashing wenn die Fakten es nicht hergeben.

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    Dass die Drohne nicht im iranischen Luftraum war? Sie wissen schon, dass das kein Faktum, sondern nur die Behauptung von US-Offiziellen ist? Ich finde Verbrecher-Bashing auch nicht so furchtbar schlimm. Es sollte doch allgemeiner Konsens sein, dass es nicht nett ist, mit Krieg und Mord zu droh(n)en...

    Im Übrigen braucht es nicht allzuviel Phantasie um sich vorzustellen, was geschehen würde, kreuzten iranische Kriegsschiffe vor den USA in internationalen Gewässern. Seit wann halten sich die USA an internationale Vereinbarungen?

    • h00bert
    • 09. November 2012 17:54 Uhr

    man brauch nur ein wenig in der Geschichte zu wühlen

    1950 Libau-Zwischenfall

    http://www.spiegel.de/spi...

    Lockheed U2 Flüge allgemein

    Ist jemals ein russisches Flugzeug in amerik. Luftraum gesichtet worden ??

    Über die völkerrechtswiedrige Drohnenpolitik will ich mich garnicht auslassen.

  6. Und wie genau definieren Sie "bald"?

    Laut meinen Recherchen war die erste Meldung, wonach Iran "bald" im Besitz von Atombomben sein werde, aus dem Jahre 1993. Also vor etwa 20 Jahren!

    Eine Lüge wird nicht dadurch wahrer, indem man sie über Jahrzehnte Gebetsmühlenartig wiederholt!

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    ......Sie sollten meine Sätze genauer lesen, ich habe geschrieben, "wenn der Iran bald Atomwaffen hat", das ist ein sogenannter Bedingungs- oder Konditionalsatz, der eo ipso schon keine Lüge sein kann, weil es eben ein Bedingungssatz ist.

  7. ist für mich vielmehr, was eine US-Drohne außerhalb des US-Amerikanischen Laufraumes überhaupt zu suchen hat.

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    • Wyrd
    • 09. November 2012 11:06 Uhr

    ... sind nunmal international. Das mag Ihnen nicht gefallen, ist aber so.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, rav
  • Schlagworte Drohne | Flugzeug | US-Verteidigungsministerium | Iran | Regierung | USA
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