Persischer GolfIranische Flugzeuge schießen auf US-Drohne

Im Konflikt zwischen dem Iran und den USA gab es einen Zwischenfall: Auf ein unbemanntes US-Flugzeug wurde gefeuert – es befand sich außerhalb des iranischen Flugraums. von AFP

US-Drohne vom Typ Predator (Archivbild)

US-Drohne vom Typ Predator (Archivbild)  |  ©REUTERS/Handout Old

Zwei iranische Kampfflugzeuge haben eine US-Drohne über internationalen Gewässern beschossen. Ohne Vorwarnung hätten es die beiden iranischen Kampfflugzeuge beschossen, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Das unbemannte Flugzeug vom Typ Predator sei aber nicht getroffen worden. Der Vorfall habe sich bereits am 1. November ereignet.

Die unbewaffnete Drohne habe einen routinemäßigen Überwachungsflug in etwa 30 Kilometer Entfernung von der iranischen Küste absolviert, als die beiden Kampfjets vom Typ Su-25 sie bedrängt hätten – "eine Premiere".

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Zu keinem Zeitpunkt habe sich der Predator in iranischem Luftraum befunden, sagte Little. Die Regierung in Teheran sei mittlerweile unterrichtet worden, dass die Aufklärungsflüge fortgesetzt würden. Der Vorfall fünf Tage vor der US-Präsidentschaftswahl war zunächst nicht publik gemacht worden.

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Leserkommentare
    • scrut
    • 09. November 2012 11:42 Uhr

    Das ist nicht ganz korrekt. Die USA haben in den vergangenen Jahren mehrere illegale Drohnenflüge direkt über iranischem Staatsgebiet durchgeführt und damit internationales Recht gebrochen.
    Diese Drohnenflüge stellen somit einen Bruch des Völkerrechts durch die USA und eine Gefahr für die iranische Bevölkerung dar.

    Vor diesem einzig und allein durch die USA zu verantwortenden Provokations-Zustand hat der Iran das Recht auf Selbstverteidigung, bis die Gefahr abgewandt werden kann.

    Exakt dasselbe Recht machen übrigens auch die USA geltend, wenn sie außerhalb ihres Territoriums Angriffe gegen beliebige Personen (vom Weißen Haus meist "Aufständische" oder "Terroristen" oder "Terror-Unterstützer" genannt) durchführen.
    Insofern: wenn die USA dieses Recht auf Selbstverteidigung aißerhalb ihres Staatsgebiets nutzen dürfen, dann darf der Iran das auch. Und zwar so lange, bis die Drohnengefahr endgültig gebannt ist.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Luftraum"
    • Wyrd
    • 09. November 2012 11:43 Uhr

    Saddam Husseins Irak hat nicht nur Massenvernichtungswaffen besessen, er hat sie sogar eingesetzt. Oder glauben Sie die Stadt Halabdscha hat sich selbst mit Giftgas bombadiert? Selbst wenn der Irak zum Zeitpunkt der US-Invasion keine Chemiewaffen mehr besessen hat, so war die Niederwerfung von Husseins Regime alleine für diesen Einsatz von chemiewaffen gegen zivilie Bevölkerung lange überfällig!

    Ansonsten: Ihnen ist schon aufgefallen, dass die betreffende Resolution von ALLEN Vetomächten vorgelegt wurde? Oder gehören China und Russland mittlerweile auch zu den Verbündeten der USA?

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    • Lyaran
    • 09. November 2012 12:12 Uhr

    Sicher, weil wir ihm die Fabriken dazu geliefert haben. Als er noch gegen den bösen Iran vorging und zu unseren Verbündeten zählte hatten wir ja kein Problem damit. Jetzt plötzlich erwacht ihr schlechtes Gewissen um die armen Zivilisten?

    Und das ganz hat auch gar nichts damit zu tun das die USA die Welt belogen haben. Und darum ging es in meiner Antwort.

    Denken sie auch mal zurück an Vietnam. Agent orange. Napalm....
    Wessen Niederwurf halten sie denn aktuell noch für überfällg?

    • scrut
    • 09. November 2012 12:46 Uhr

    Und dennoch war der Krieg gegen den Irak ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg.

    Es gibt keine einzige UN Resolution, die diesen legitimiert - und somit ist und bleibt er völkerrechtswidrig.

    Auch die Tatsache, dass Hussein vor 20 Jahren vielleicht mal WMD's eingesetzt hat rechtfertigt diesen Krieg nicht.

  1. Und eine vertrauenswürdige Quelle. Danke

  2. Dass die Drohne nicht im iranischen Luftraum war? Sie wissen schon, dass das kein Faktum, sondern nur die Behauptung von US-Offiziellen ist? Ich finde Verbrecher-Bashing auch nicht so furchtbar schlimm. Es sollte doch allgemeiner Konsens sein, dass es nicht nett ist, mit Krieg und Mord zu droh(n)en...

    Im Übrigen braucht es nicht allzuviel Phantasie um sich vorzustellen, was geschehen würde, kreuzten iranische Kriegsschiffe vor den USA in internationalen Gewässern. Seit wann halten sich die USA an internationale Vereinbarungen?

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Weniger USA-Bashing"
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    Haben Sie denn eine Quelle die das Gegenteil behauptet, einen Beleg dafür, dass die Amerikaner im iranischen Luftraum waren? Zur Zeit ist es alleine Ihr Anti-Amerikanisches Weltbild, das es überhaupt nicht zulässt, dass die USA Mal nicht an einem Vorfall irgendwie die Schuld tragen, es sind ja ohnehin alles Verbrecher, die Amerikaner. Die Iraner schweigen zu dem Thema bisher. Seltsam, oder nicht? Wenn die USA ihren Luftraum verletzt hätten, hätten die Iraner diesen Vorfall mit Sicherheit nicht verschwiegen, behaupte ich. Gleichzeitig hätten die Amerikaner diesen Vorfall nicht an die Öffentlichkeit getragen, wenn sie im Luftraum der Iraner spioniert hätten und dabei aufgeflogen sind.

    Wenn man also versucht die derzeitigen Fakten fernab jeglicher Ideologien und Weltansichten zu bewerten, dann gibt es keinen Grund an den derzeitigen Aussagen zu zweifeln. Übrigens würden auch die Amerikaner keine Schiffe der Iraner in internationalen Gewässern beschießen, selbst wenn sie in der Nähe ihrer Grenzen sind. Sie würden sich mit Sicherheit beschweren, zahllose Sondergremien einberufen und ihre farbenprächtigen Alarmstufen für die Truppen durchgehen und zur "Abschreckung" an die Grenzen beordern, aber mehr auch nicht.

  3. "Saddam Husseins Irak hat nicht nur Massenvernichtungswaffen besessen, er hat sie sogar eingesetzt"

    Ja da haben Sie Recht. Und als Sadam seine Massenvernichtungswaffen gegen den Iran einsetzte und MASSENWEISE Iraner vergaste hat man es geflissentlich ignoriert...keine Entrüstung weit und breit...

    Einer Recherche wert ist auch die Frage, welche Staaten/Unternehmen Sadams Giftschränke bestückten...

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    • Wyrd
    • 09. November 2012 12:14 Uhr

    Habe ich jemals bestritten, dass die USA das geflissentlich ignoriert haben solange es nützlich für sie war? Nein, es tut nämlich nichts zur Sache. Ich habe kein Problem mit Kritik an den USA für ihre "Außenpolitik". Wenn man sich dafür aber mit Leuten wie der Husseinregierung solidarisiert, weil es gerade praktisch für die eigene Antiamerikansiche Einstellung ist, dann sollte man sich nciht wundern, wenn man dafür angegangen wird.

    Und ja, dass gilt genauso für Husseins Irak wie für das Mullahregime im Iran.

    • Lyaran
    • 09. November 2012 12:12 Uhr

    Sicher, weil wir ihm die Fabriken dazu geliefert haben. Als er noch gegen den bösen Iran vorging und zu unseren Verbündeten zählte hatten wir ja kein Problem damit. Jetzt plötzlich erwacht ihr schlechtes Gewissen um die armen Zivilisten?

    Und das ganz hat auch gar nichts damit zu tun das die USA die Welt belogen haben. Und darum ging es in meiner Antwort.

    Denken sie auch mal zurück an Vietnam. Agent orange. Napalm....
    Wessen Niederwurf halten sie denn aktuell noch für überfällg?

    3 Leserempfehlungen
    • Wyrd
    • 09. November 2012 12:14 Uhr

    Habe ich jemals bestritten, dass die USA das geflissentlich ignoriert haben solange es nützlich für sie war? Nein, es tut nämlich nichts zur Sache. Ich habe kein Problem mit Kritik an den USA für ihre "Außenpolitik". Wenn man sich dafür aber mit Leuten wie der Husseinregierung solidarisiert, weil es gerade praktisch für die eigene Antiamerikansiche Einstellung ist, dann sollte man sich nciht wundern, wenn man dafür angegangen wird.

    Und ja, dass gilt genauso für Husseins Irak wie für das Mullahregime im Iran.

    2 Leserempfehlungen
    • scrut
    • 09. November 2012 12:30 Uhr

    Die Provokation hat schon lange vorher begonnen: nämlich als die USA illegal Drohnen auch über iranisches Hohheitsgebiet haben fliegen lassen.

    Der Iran durfte und musste davon ausgehen, dass diese Drohne, die quasi direkt auf der Grenzlinie entlang spaziert ist, ebenfalls einen solchen illegalen Übertritt versuchen würde.

    Insofern kann man hier sehr wohl argumentieren, dass der Iran lediglich dasselbe Recht auf Selbstverteidigung angewandt hat wie es die USA seit über 10 Jahren ebenfalls tun.

    Auch möchte ich darauf hinweisen, dass die USA ihren Einsatz-Perimeter mehrere hundert Seemeilen in internationale Gewässer hinein gezogen haben: sie nehmen sich das Recht heraus, auf alles zu schießen, was diese (völkerrechtlicht nicht gültige) Grenze überschreitet.
    In den 60er Jahren haben sie es sogar auf einen 3. Weltkrieg ankommen lassen, als sie diese - wie gesagt illegal gesetzte - Grenze mit Waffengewalt verteidigen wollten.
    Komischerweise bezeichnet das niemand als "Provokation".

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, rav
  • Schlagworte Drohne | Flugzeug | US-Verteidigungsministerium | Iran | Regierung | USA
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