Persischer GolfIranische Flugzeuge schießen auf US-Drohne

Im Konflikt zwischen dem Iran und den USA gab es einen Zwischenfall: Auf ein unbemanntes US-Flugzeug wurde gefeuert – es befand sich außerhalb des iranischen Flugraums. von AFP

US-Drohne vom Typ Predator (Archivbild)

US-Drohne vom Typ Predator (Archivbild)  |  ©REUTERS/Handout Old

Zwei iranische Kampfflugzeuge haben eine US-Drohne über internationalen Gewässern beschossen. Ohne Vorwarnung hätten es die beiden iranischen Kampfflugzeuge beschossen, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Das unbemannte Flugzeug vom Typ Predator sei aber nicht getroffen worden. Der Vorfall habe sich bereits am 1. November ereignet.

Die unbewaffnete Drohne habe einen routinemäßigen Überwachungsflug in etwa 30 Kilometer Entfernung von der iranischen Küste absolviert, als die beiden Kampfjets vom Typ Su-25 sie bedrängt hätten – "eine Premiere".

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Zu keinem Zeitpunkt habe sich der Predator in iranischem Luftraum befunden, sagte Little. Die Regierung in Teheran sei mittlerweile unterrichtet worden, dass die Aufklärungsflüge fortgesetzt würden. Der Vorfall fünf Tage vor der US-Präsidentschaftswahl war zunächst nicht publik gemacht worden.

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Leserkommentare
  1. muss man anhand des bisherigen mittlerweile öffentlich bekanntem amerikanischen Verhaltens (Lügen vor dem Sicherheitsrat, Vorlage manipulierter Beweise für den Einmarsch im Irak, --> siehe Entschuldigung Collin Powell) davon ausgehen, dass die USA nicht unbedingt die Wahrheit sagen.

    Man kann durchaus anzweifeln, dass eine arme freidliche Drohne über internationalem Gewässer beschossen worden sein soll. Die USA parken vor dem Iran ihre Kriegsmarine. Die Drohne zählt keine Bienchen sondern dient alleine dem Zweck der militärischen Aufklärung. "Feindesland" muss ich nicht aufklären, wenn ich nicht beabsichtige dort einzumarschieren. Bereits vor einiger Zeit war eine US Drohne WEIT in iranischen Hoheitsgebiet von den iranischen SIcherheitskröäften vom Himmel geholt worden. AUch diese wurde sicherlich nicht zum Bienen zählen dorthin geschickt. Genausowenig, wie die unzähligen US Drohnen in Pakistan und sonstwo zur gezielten Ermordung nicht gerichtlich verurteilter Menschen eingesetzt werden, genauso ist der EInsatz der US Drohnen gegen den Iran gerechtfertigt. Die USA wie die ihr folgenden Hammel verwenden gerne den Begriff R2P. Diesen Begriff kann man auch dazu verwenden, präventiv gegen feinliche Militäraktionen auf das eigene Land einschreiten zu dürfen. Genau wie die USA sich das Recht nehmen präventiv zuzuschlagen darf der Iran das. DIe US Navy sollte den Anker lichten und nach Hause fahren, oder kann man sich den DIesel nicht leisten???

    3 Leserempfehlungen
    • nixprof
    • 09. November 2012 12:41 Uhr

    Entfernt. Kein konstruktiver Kommentar. Die Redaktion/kvk

    • nixprof
    • 09. November 2012 12:44 Uhr
    51. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk

  2. 52. Su-25

    Ursprünglich sicherlich. Aber es sind dabei zwei Sachen zu berücksichtigen. Erstens werden von Russland Upgrades angeboten, diese Maschinen auch für Schiffsbekämpfung einzusetzen. Da - zweitens - diese Maschinen zu den Revolutionsgarden gehören (die iranische Luftwaffe hat ihre Frogfoots ausgemustert), ist davon auszugehen, dass es sich nicht um die Basisversion handelt. Also vermutlich werden die Iraner sie auch für maritime Zwecke benutzen.

    Antwort auf "Bleibt die Frage"
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    auch Seeziele bekämpfen kann, ist mir klar. Die Frage war eher dahin gestellt, warum gerade diese Flugzeuge dort patrouillierten.

    • scrut
    • 09. November 2012 12:46 Uhr

    Und dennoch war der Krieg gegen den Irak ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg.

    Es gibt keine einzige UN Resolution, die diesen legitimiert - und somit ist und bleibt er völkerrechtswidrig.

    Auch die Tatsache, dass Hussein vor 20 Jahren vielleicht mal WMD's eingesetzt hat rechtfertigt diesen Krieg nicht.

    2 Leserempfehlungen
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    • Wyrd
    • 09. November 2012 12:52 Uhr

    ...wäre die Intervention zum Zeitpunkt des von mir genannten Vorfalles bereits fällig gewesen.- aber eben dieses Desinteresse an seiner Vollstreckung ist mit dafür verantwortlich, dass das Völkerrecht letztlich niemanden- auch nciht die USA- kümmert.

  3. Haben Sie denn eine Quelle die das Gegenteil behauptet, einen Beleg dafür, dass die Amerikaner im iranischen Luftraum waren? Zur Zeit ist es alleine Ihr Anti-Amerikanisches Weltbild, das es überhaupt nicht zulässt, dass die USA Mal nicht an einem Vorfall irgendwie die Schuld tragen, es sind ja ohnehin alles Verbrecher, die Amerikaner. Die Iraner schweigen zu dem Thema bisher. Seltsam, oder nicht? Wenn die USA ihren Luftraum verletzt hätten, hätten die Iraner diesen Vorfall mit Sicherheit nicht verschwiegen, behaupte ich. Gleichzeitig hätten die Amerikaner diesen Vorfall nicht an die Öffentlichkeit getragen, wenn sie im Luftraum der Iraner spioniert hätten und dabei aufgeflogen sind.

    Wenn man also versucht die derzeitigen Fakten fernab jeglicher Ideologien und Weltansichten zu bewerten, dann gibt es keinen Grund an den derzeitigen Aussagen zu zweifeln. Übrigens würden auch die Amerikaner keine Schiffe der Iraner in internationalen Gewässern beschießen, selbst wenn sie in der Nähe ihrer Grenzen sind. Sie würden sich mit Sicherheit beschweren, zahllose Sondergremien einberufen und ihre farbenprächtigen Alarmstufen für die Truppen durchgehen und zur "Abschreckung" an die Grenzen beordern, aber mehr auch nicht.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Fakt ist?"
    • Wyrd
    • 09. November 2012 12:52 Uhr

    ...wäre die Intervention zum Zeitpunkt des von mir genannten Vorfalles bereits fällig gewesen.- aber eben dieses Desinteresse an seiner Vollstreckung ist mit dafür verantwortlich, dass das Völkerrecht letztlich niemanden- auch nciht die USA- kümmert.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "@42 @Wyrd"
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    • scrut
    • 09. November 2012 13:10 Uhr

    Der von Ihnen genannte Zeitpunkt war der Einsatz chemischer Waffen durch Hussein gegen Iraner.

    Hier wären in der Tat die Vereinten Nationen gefragt gewesen, dagegen vorzugehen. Nur leider waren es die USA, die Hussein gebeten hatten, den Iran anzugreifen - und da die Aktion Husseins also im Auftrag der USA passierten (und damit im ureigenen Interesses Amerikas lagen), hätten die Vereinten Nationen sowohl die USA also auch Hussein sanktionieren müssen.
    Das wäre Recht und Gerechtigkeit gewesen - doch wie in solchen Fällen üblich hätten die USA ihr Vetorecht eingesetzt, um die Anwendung von Recht, Gesetz und Gerechtigkeit unter allen Umständen zu verhindern.

    Dennoch: auch die Untätigkeit der Vereinten Nationen damals rechtfertigt nicht den Krieg seit 2003. Dieser ist und bleibt völkerrechtswidrig.

    Übrigens: auch hier wären die Vereinten Nationen gefragt, die Unrechtmäßigkeit festzustellen und Sanktionen gegen USA und UK zu verhindern. Doch wie schon damals würden auch hier die USA wieder dafür sorgen, dass Recht und Gerechtigkeit nicht angewandt werden - denn wieder mal widerspricht das ihren Interessen.

  4. dass das Land, auf denen die A-Bomben fielen, einen grausamen Krieg, zuerst in China bzw. Korea und dann im Pazifik angezettelt hat.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Einsatz von Atomwaffen"
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    • h00bert
    • 09. November 2012 17:36 Uhr

    ob nun in Tokio konventionell ca 100000 oder in Hiroshima und Nagasaki mit Folgeschäden 200000

    Der Krieg war lange gewonnen, also verschont mich mit dem Argument das war notwendig!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, rav
  • Schlagworte Drohne | Flugzeug | US-Verteidigungsministerium | Iran | Regierung | USA
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