Naher Osten : Hamas verkündet Waffenruhe mit Israel

Nacht der Hoffnung: Wird es im Gaza-Streifen die ersehnte Feuerpause zwischen Israel und radikalen Palästinensern geben? Und wie lange wird sie halten?
Ein israelischer Soldat reinigt die Kanone eines Panzers in der Nähe des Gaza-Streifens. © Nir Elias/Reuters

Die Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad haben angekündigt, für den Abend eine Waffenruhe im Konflikt mit Israel auszurufen. Die Waffenruhe werde um 20.00 Uhr (MEZ) verkündet und um 23.00 Uhr in Kraft treten.

Israel und Ägypten reagierten deutlich zurückhaltender. Es gebe noch keine endgültige Einigung, sagte der israelische Regierungssprecher Mark Regev dem US-Fernsehsender CNN : "Das ist noch nicht in trockenen Tüchern." Und ein ägyptischer Vermittler sagte, die Gespräche liefen weiter. "Wir warten auf die Antwort Israels." Ägypten sei aber voller Hoffnung, dass es eine Einigung gebe.

Grundlage der Vereinbarung über eine Waffenruhe ist nach Angaben des israelischen Rundfunks ein Überwachungsmechanismus, an dem Sicherheitsvertreter Israels, Ägyptens und der USA beteiligt sein sollten. Die Vereinbarung solle den Einwohnern im Süden Israels zumindest ein bis zwei Jahre Ruhe gewährleisten.

Netanjahu zu Verhandlungen bereit

Auch die israelische Regierung bemühte sich um eine Entschärfung des Konflikts. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte nach Gesprächen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, seine Regierung könnte eine langfristige Lösung für die Krise im Gazastreifen mittragen. "Wenn eine langfristige Lösung durch diplomatische Mittel erreicht werden kann, dann wäre Israel ein bereitwilliger Partner bei einer solchen Lösung."

Allerdings werde Israel nicht zögern, seine militärische Offensive gegen militante Palästinenser notfalls noch zu verschärfen, sagte Netanjahu . Sollte ein massiverer Militäreinsatz sich als notwendig erweisen, um den palästinensischen Raketenbeschuss zu unterbinden, werde die israelische Regierung alles tun, um die eigene Bevölkerung zu verteidigen.

Allein in den vergangenen sieben Tagen haben Radikale aus dem Gaza-Streifen mehr als 1.500 Raketen auf Israel abgefeuert. Als Reaktion hatte die israelische Armee Mitte vergangener Woche eine Offensive gestartet und seither zahlreiche Ziele in dem Palästinensergebiet bombardiert . Bislang starben bei den wechselseitigen Angriffen 117 Menschen im Gaza-Streifen und drei in Israel. Fast 1.000 Menschen wurden verletzt, die meisten von ihnen sind Palästinenser.


 

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Kommentare

178 Kommentare Seite 1 von 16 Kommentieren

Unrealistisch

Die Raketen werden so nicht aufhören zu fliegen. Es wäre ein Fehler, weil lediglich ein Aufschub bis die nächste Auseinandersetzung kommt.

Die Hamas füllt die Arsenale und bereitet den kommenden Terror vor.

Das einzige Ende wäre ein Zerschlagen des Terrors in Gaza, aber das wird anscheinend noch nicht gewollt.

Frage

Und wie genau sollte so "ein Zerschlagen des Terrors in Gaza" bitte bewerkstelligt werden?

Mit gewaltsamen Mitteln? Da wünsche ich viel Erfolg, denn jede gewaltsame Aktion Israels schafft nur neues Leid, verfestigt Feindbilder und produziert neuen gewaltsamen Widerstand, der wiederum eine gewaltsame Reaktion Israels provoziert. Das ist das, was man gemeinhin als Spirale der Gewalt bezeichnet.

Sehr unverhältnismäßige "Notwehr".

Der Raketenbeschuss nahm ja erst massiv zu, nachdem ein Hamas-Politiker getötet wurde. Nennen Sie mir andere Konflikte, in denen gezielte Tötungen das Wohlwollen erhöht haben.

Im übrigen haben die Palästinenser doch nur einen Weg gefunden, die Exportbeschränkungen durch Israel zu umgehen, die das wirtschaftliche Leben in Gaza ersticken. Vielleicht sollte man ihnen einfach mal die Möglichkeit geben, was Sinnvolleres als Raketen zu bauen?

Re: Der Raketenbeschuss nahm ja erst massiv zu, nachdem....

Hier die Statistik bis zu dem Tag vor der Liquidierung von Ahmed al-Dschabari:

http://www.terrorism-info...

Also 122 Raketeneinschläge im Oktober (vier pro Tag) und 123 in den ersten 12 Novembertagen, also 10 pro Tag!
Die Steigerung fing also endeutig vorher an!

Dennoch herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligte mit der Hoffnung auf einen dauerhaften "Frieden".

"Zerschlagen des Terrors"

"Das einzige Ende wäre ein Zerschlagen des Terrors in Gaza, aber das wird anscheinend noch nicht gewollt."

Eine äußerst naive und kurzsichtige Auffassung. Ein militärisches "Zerschlagen des Terrors" seitens Israels impliziert die Zerstörung der Infrastruktur Gazas sowie weitere zivile Opfer. Diese Kombination bietet den perfekten Nährboden für radikale Ideologien, sprich "terroristisches" Gedankengut. Die einzige Möglichkeit zur Marginalisierung der Hamas wäre ein grundsätzlicher Wandel der sozioökonomischen Strukturen Gazas, wobei die Aufhebung der israelischen Blockade einen ersten wichtigen Schritt darstellen würde.

Einrichten im Status Quo

Der israelischen Führung geht es vermutlich nur noch darum, hin und wieder die anschwellenden Waffenlager der Hamas zu zerstören und einige der Hamasführer umzubringen.

Eine langfristige Strategie ist das aber nicht -- ebensowenig wie die Vergeltungsraketen auf Israel.

These: Sowohl die Hamas als auch die israelische Führung glauben innenpolitisch von der Aufrechterhaltung eines permanenten niederschwelligen Kriegszustandes abhängig zu sein. Beide wollen daher -- allen Lippenbekenntnissen zum Trotz -- keinen Frieden.

Es wäre in dieser Situation die Aufgabe der Wähler, die jeweiligen Führungen für diese Politik abzustrafen.

Gegenwehr, Ursache-Wirkung, Waffenruhe

Gegenwehr richtet sich nach den Opfern?
Keine gute Strategie.
Man wehrt sich ja, um Opfer zu vermeiden.

Aber eigentlich wollen Sie sagen: Drei (in Zahlen 3) Tote auf israelischer Seite d.h. Israel hat nicht das Recht, sich zu wehren.
Die Palästinenser aber haben das Recht dazu, weil die Zahl der Toten bei ihnen weitaus höher ist.

Ursache und Wirkung in dem Konflikt sind offensichtlich nicht ganz klar.

Israel reagiert auf Terror von Hamas.

Wenn sich Israel wehrt (um Opfer im eigenen Land zu vermeiden) und dabei Opfer unter den Palästinsern entstehen, hat sich das nicht Israel auf die Fahnen zu schreiben, sondern Hamas.
Pflicht Israels ist es, so viele zivile Opfer wie möglich zu vermeiden. Dafür hat Israel Flugblätter über Gaza abgeworfen und davor gewarnt, sich in der Nähe von Waffenlagern aufzuhalten.

Zur Waffenruhe: Dass sie lange hält, darf bezweifelt werden. Vielleicht legt es ja auch der ein oder andere darauf an, dass sie gebrochen wird.

Nochmal...

Es geht um die Verhältnismäßigkeit, nicht darum, dass sich Israel nicht verteidigen darf (was es ja zB bereits mit Iron Dome tut).

Vor der Eskalation durch die Ermordung Dschabaris gab es eben noch keine 3 toten Israelis, die Sie nun als Rechtfertigung für Vergeltung heranziehen. Es gab _nur_ Raketenbeschuss, der keinen Schaden anrichtete.

Darauf mit dem Bombardement von Gaza Stadt aus der Luft und von Kriegsschiffen aus zu reagieren und damit bislang über hundert tote palästinensischen Zivilisten in Kauf zu nehmen, bleibt unverhältnismäßig.

Die totale Verblendung?

Sorry, aber manche Ansichten scheinen mir kaum noch als zurechnungsfähig bezechnen zu lassen!
Nach Ihnen scheinen sich die Israels ja maxial passiv verteidigen zu dürfen.
Wenn also jemand auf die schiesst, dürfen die sich maximal mit einer Schussweste "wehren", aber natürlich nicht zurück schiessen?

Übrigens gibt selbst die Hamas an, dass unter den bisherigen Toten in Gaza weniger als 50% Zivilisten sind.
Es ist schon verdammt hart, wenn Sie jetzt hier die Meinung vertreten, dass quasi ausschliesslich Zivilisten getötet wurden.
Für Sie sind also Mörder bedauernswerte Zivilpersonen..

Re: Eine Quote von 50% Kollateral-Schäden ist unakzeptabel...

"Eine Quote von 50% Kollateral-Schäden ist unakzeptabel und ein Verbrechen."

Finden Sie?
Und was ist mit 100% Kollateral-Schäden durch die Raketen?
Ein doppelt so hohes Verbrechen?
Und wenn das gar keine Kollateral-Schäden sind, sondern pure Absicht?
Ein vierfach so hohes Verbrechen?

Dann sollten Sie einmal palästinenser Raketenzünder anklagen!
Natürlich nur, wenn Sie nicht völlig verblendet sind und daher eine Schuld nur absolut einseitig beurteilen können.

Von den Opfern in Gaza

hoeren, sehen und lesen sie nichts in der Presse?
Ihr Kommentar:" In Israel gab es 3 Todesopfer, sie stehen medial im Mittelpunkt. Das ist bedauerlich. Von den Palästinensischen Opfern hört man indes nichts in der israelischen Presse."

Komisch, man liest, hoert und sieht sehr viel hier darueber in der Presse. Gerade von Zivilen Opfern in Gaza. Was haben sie denn fuer Medien?

Unterschied

Die Palästinenser annektieren kein israelisches Land - im Gegenteil, sie räumten für die Staatsgründung Israels, wenn auch in Teilen nicht Freiwillig, sondern durch Vertreibung, ihr Land. Das sollte man doch den Palästinensern nachsehen und ihnen im Gegenzug auch einen Staat zugestehen.

Aber auch hier negiert Israel jegliche Friedensabsicht mit der fortdauernden Annektierung palästinensischen Landes und dem fortwährenden Bau illegaler Siedlungen. Das ist Staatdoktrin!

Laut Wikileaks Veröffentlichung ist seitens der israelischen Politik gewollt, dass der Gaza-Streifen am rande der Humanitären-Katastrophe existieren soll. Totale Abrieglung, Freiheitsberaubung und Unterdrückung durch Israel.

Darf sich ein Palästinenser überhaupt wehren, hat er ein Recht auf Widerstand?

Mir wäre es wirklich lieber, wenn Israel endlich einem palästinensischen Staat gründen lässt und im Gegenzug mit allen arabischen Staaten Frieden schließt, so wie es die Beiruter Erklärung vorsieht.

Man wirft der Hamas vor, sie würde Israel nicht anerkennen. Dem stimme ich zu, nur ist es doch auch so, dass Israel keinen palästinensischen Staat anerkennt, mit dem Unterschied, dass Israel ein Staat ist der einen palästinensischen Staat aktiv verhindert und die Palästinenser den Staat Israel als Faktum akzeptieren - ob sie wollen oder nicht.

Was die Opfer angeht, sind sie bedauerlich - auf beiden Seiten, nur muss Israel endlich kapieren das es nur eine 2 Staaten-Lösung geben kann. Ohne sie kein Frieden..

Seit Mai

Seit August ist der Grenzübergang Rafah geöffnet, allerdings liegt das nicht an Israel, sondern an Ägypten. Der Diktator Mubarak wurde vertrieben und nun ist der Grenzübergang offen.

Allerdings wurde und wird, wo es Israel möglich ist, der Gaza-Streifen weiterhin abgeriegelt. Das geht soweit, dass Menschen mit Hilfslieferungen von israelischen Soldaten erschossen werden, damit kein Baby-Milchpulver, Medikamente und Baustoffe in den Gaza-Streifen gelangen.

Jahrelanger Boykott und militärische Dezimierung palästinensischer Einrichtungen und Häuser seitens Israel bestehen weiter.

Für 1.8 Mio Menschen

Es bestehen Importverbote für etliche Dinge. Es kommt nur das in den Gaza-Streifen, wie es auch seitens der israelischen Politik gewollt ist, um am Rande einer humanitären Katastrophe zu leben. Stahl, Baumaterialien, Medikamente und vieles mehr unterliegen Importverboten. Dann müssen die Bewohner Gazas noch die Waren ihrer Besatzer kaufen, zum Dank für die Behandlung die sie erfahren. Ganz große Mildtätigkeit, dass sich Israel gnädig zeigt, seine in Israel und auf illegal besetztem Land gefertigten Grundnahrungsmittel in den Gazastreifen zu exportieren um von den Armen der Ärmsten noch finanzielle Vorteile zu erlangen.

Fernüberwachung

Zu Zeiten des Diktators Mubarak war eine ägyptisch-europäische Grenzschutztruppe vor Ort und Israel unterhielt eine Fernüberwachung. Zudem war der Grenzübergang quasi über Jahre verschlossen. Erst seit einigen Monaten ist der Grenzübergang geöffnet.

Wollen Sie denn abstreiten das Gaza ein Freilugt Gefängnis ist? Haben sie nicht mitbekommen, wie Israel jeden Versuch unterbindet Hilfsgüter für Gaza auf dem Seeweg zu unterbinden? Ist Ihnen nicht klar, dass alle Zerstörungen die Israel im Gaza-Streifen anrichtet dauerhaft bestehen bleibt, weil keine Baustoffe vorhanden sind? Wissen Sie nicht dass es an Medikamenten fehlt?

Denken Sie den Menschen geht es gut im Gaza-Streifen?

Ich bin wirklich zutiefst betrübt, dass es nicht möglich ist im Frieden zusammenzuleben. Man muss beide Parteien von außen massivst unter Druck setzen, eine Vereinbarung diktieren und umsetzen. Die Umsetzungspläne sind im Prinzip schon vorhanden und müssen nur noch umgesetzt werden.

Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf spekulative Behauptungen. Danke, die Redaktion/jp

Gratuliere.

[132. Was sollen die Lügen?]

Mit diesem Satz beweisen sie Ihre Professionalität.

["Das geht soweit, dass Menschen mit Hilfslieferungen von israelischen Soldaten erschossen werden, damit kein Baby-Milchpulver, Medikamente und Baustoffe in den Gaza-Streifen gelangen."

...]

Ob das Lügen sind, können sie nicht wissen. Es sind erst mal unbewiesene/unbelegte/unbegründete Behauptungen. Die können richtig, zum Teil richtig oder falsch sein.

Sie aber behaupten zu wissen, dass das Lügen seien.
Das zeigt sehr deutlich Ihre Intention.

Es gibt übrigens Beweise dafür, dass Menschen (türkische Staatsbürger zu Schiff) mit Hilfsgütern für das abgesperrte und von Israel kontrollierte Gazastreifenghetto erschossen wurden. Das ging durch die Presse, und ich wette, Sie wissen es.

Selbstverständlich weiss ich das!

"Es gibt übrigens Beweise dafür, dass Menschen (türkische Staatsbürger zu Schiff) mit Hilfsgütern für das abgesperrte und von Israel kontrollierte Gazastreifenghetto erschossen wurden. Das ging durch die Presse, und ich wette, Sie wissen es."

Die dabei getöteten Menschen wurden nicht wegen den Hilfsgütern getötet, sondern im Rahmen des gewaltsamen Widerstandes während des Versuchs der Blockadebrechung.

Die Hilfsgüter durften jederzeit nach Israel gebracht werden, und soweit erlaubt und kontrolliert, von dort nach Gaza verbracht werden.
Dass diese Kontrollen notwendig sind, haben gerade die letzten Tage extrem bewiesen.

@gooder

gooder meint:"Im Oslo-Abkommen von 1993 zwischen Israel und der PLO wurde die Fischereizone auf 20 Seemeilen festgelegt."

Und wo in dem Oslo-Abkommen steht das Hamas Raketen auf Israel abfeuern darf? Es tut mir sehr leid, aber die Palästineser haben die Rechte aus dem Oslo-Abkommen durch die Raketen verspielt.

gooder fragt:"Schon mal was von Kuba-Embargo , letztmals 1996 von den USA "erneuert", gehört? "

Ja, aber Sie verstehen nicht worum es da geht! Dieses Embargo betrifft nur Waren aus den USA und ist somit keine Blockade!

Wie kommen die (iranischen) Raketen nach Gaza?

[151. Fischer?
gooder fragt:"dürfen die Fischer nun weiter als drei Seemeilen aufs Meer hinaus fahren um zu fischen?"

Ich weiß nicht, aber je weiter die Fischer hinaus fahren umso größer wird das Gebiet, das überwacht werden muss. Damit harmlose Fischer nicht plötzlich Raketen an Bord haben...]

Sie gehen davon aus, dass aufgrund der Erlaubnis nur drei Seemeilen hinausfahren zu können und durch die israelische Überwachung dieses Gebietes (und selbstverständlich auch anderer Gebiete in einer Größenordnung in etwa von Bremen) die Einfuhr (iranischer) Raketen auf alle Fälle verhindern kann?

Was sollen die dummen Fragen?

Seit einigen Tagen stellen Sie alle naslang wieder diese rein rethorischen Fragen in Bezug zu den iranischen Raketen.
Man hatte Ihnen doch reichlich Bilder und Videos der Schuggeltunnel von Ägypten nach Gaza verlinkt.
Teilweise von Kleinlastern befahrbar...

Und um weiteren dummen Fragen in der Richtung vorzubeugen:
Schmuggel ist niemals absolut zuverlässig zu verhindern.
Dennoch machen Überwachung und Kontrollen Sinn, um ihn zumindest einzuschränken.

Widerstand und Schießbefehl

[Die dabei getöteten Menschen wurden nicht wegen den Hilfsgütern getötet, sondern im Rahmen des gewaltsamen Widerstandes während des Versuchs der Blockadebrechung.]

Danke für die Abklärung. Die israelischen Militärs befanden sich also in einer Verteidigungsposition. Klar. Mancher könnte meinen, man hätte sie (die türkischen Widerständler) auf der Flucht erschossen.

Hätte nicht gedacht, dass israelische Militärs so schlecht ausgebildet sind, dass sie unbewaffnete Widerständler nicht - sagen wir mal per einfacher oder etwas raffinierterer "Kampfsportkniffe" - überwältigen und festnehmen können.

Nicht zuverlässig zu verhindern?

[... Man hatte Ihnen doch reichlich Bilder und Videos der Schuggeltunnel von Ägypten nach Gaza verlinkt.
Teilweise von Kleinlastern befahrbar...]

Leider nicht. da müssen Sie mich verwechseln. Gibt es außer den Bildern und Videos auch Links von Lageplänen. Falls der Mossad noch keine haben sollte.

Sie meinen und glauben die Raketen, die in den letzten Tagen abgeschossen wurden, wurden per Kleinlaster durch Tunnel geschmuggelt?

[Und um weiteren dummen Fragen in der Richtung vorzubeugen:
Schmuggel ist niemals absolut zuverlässig zu verhindern.
Dennoch machen Überwachung und Kontrollen Sinn, um ihn zumindest einzuschränken.]

Wenn das so ist, kann man wirklich froh sein, dass nicht gefährlichere Waffen nach Gaza geschmuggelt werden konnten.

Die Raketen

Neben den Fischerbooten,muß es ja andere Schiffe geben, die die Raketen zu den Fuischerbooten transportiert. Bei der Marinepräsenz im Mittelmeer und zwar nicht nur der israelischen, scheint das doch nahezu unmöglich.
Die Fadschir-5 Raketen lagerten wohl im Sudan in der Waffenfabrik Yarmouk in der Nähe der sudanesischen Hauptstadt Khartum, die vor einigen Wochen durch einen Luftangriff eines israelisches Kommandounternehmens zerstört wurde. Wie gelangen diese Raketen in die Hände der Hamas,über Ägypten durch geheime Tunnelanlagen oder doch über das Rote Meer durch den Suezkanal zu den Fischern?

Echter Waffenstillstand oder das 'Ehrenwort' einer Terrorbande

Das kann unter Umstaenden eine Finte sein. Teuer fuer einen Staat, 40000 Reservisten zu mobilisieren. Billig fuer eine Terrorgruppe, andernfalls arbeitslose Terroristen in ihrer Freizeit Raketen auf Zivilisten schiessen zu lassen.

Hoffen wir, dass Aegypten und die arabischen Staaten handfeste Garantien gegeben haben, vielleicht auch finanzieller Art, und das nicht nur eine Bande mordender Halunken in Gaza ihr 'Ehrenwort' gegeben hat.