Nahost: Israel bombardiert Dutzende Ziele im Gazastreifen
Israel hat die Angriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt. Bei den Palästinensern gab es etliche Tote und Verletzte. Auch in Israel starben Menschen durch Raketenbeschuss.
© Said Khatib/AFP/Getty Images

Über dem Gazastreifen steigt Rauch nach einem Luftschlag der Israelis auf.
Die israelische Luftwaffe fliegt weiter heftige Luftangriffe auf den Gazastreifen. Etwa 100 Ziele seien seit Mitternacht angegriffen worden, sagte eine Militärsprecherin am Morgen.
Die palästinensische Nachrichtenagentur Safa berichtete, seit Beginn der Militäroperation am Mittwoch seien elf Palästinenser getötet und mehr als 100 verletzt worden. Unter den Toten waren den Angaben zufolge auch zwei Kinder und eine schwangere Frau.
Bei einem Raketenangriff militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen in Israel starben mindestens drei Menschen. Ein vierstöckiges Wohnhaus in dem Ort Kiriat Malachi habe einen direkten Treffer erhalten, sagte der Sprecher der israelischen Polizei, Mickey Rosenfeld.
Sirenen heulten in Aschdod und Beerscheva
Weitere Verletzte mussten den Angaben zufolge unter Trümmern geborgen werden. Die heftigen Raketenangriffe auf Israel dauerten am Donnerstag an. In Städten in Reichweite des Gazastreifens heulten immer wieder die Sirenen, darunter in Aschdod und Beerscheva.
Israel warf nach Medienberichten Flugblätter über dem Gazastreifen ab, die Zivilisten dazu aufriefen, sich zu ihrem eigenen Schutz von Waffenlagern fernzuhalten. Zum Auftakt der Operation hatte die israelische Luftwaffe gezielt den Militärchef der radikal-islamischen Hamas, Ahmed al-Dschabari, und seinen Assistenten getötet.
Der militärische Hamas-Arm im Gazastreifen nannte die Tötung von Al-Dschabari eine Kriegserklärung und kündigte Rache an. Die israelische Armee dagegen bezeichnete Al-Dschabari als Terroristen Nummer eins im Gazastreifen.
Mit der Eskalation im Nahen Osten befasste sich noch am Mittwochabend der UN-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung. Die Situation dürfe nicht unterschätzt werden, sagte der UN-Untergeneralsekretär für politische Fragen, Jeffrey Feltman. Er warnte vor "möglicherweise katastrophalen Folgen".
Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, verteidigte das Verhalten Israels, mit Luftangriffen gegen die radikalislamische Hamas "und andere terroristische Organisationen" im Gazastreifen vorzugehen.





Rabin nahm am Abend des 4. November 1995 an einer großen Friedenskundgebung auf dem Platz der Könige Israels (hebr.: כיכר מלכי ישראל) in Tel Aviv teil.
Der Platz trägt heute seinen Namen (hebr.: כיכר רבין Kikar Rabin). Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Ja zum Frieden, Nein zur Gewalt“.
Jigal Amir, ein jüdischer Fundamentalist und Rechtsextremist, passte den Moment ab, als der Premierminister die Bühne verließ und zu seinem Auto geleitet wurde, und schoss auf ihn. Rabin starb kurz darauf im Ichilov-Hospital.
Kurz vor den tödlichen Schüssen hatte Rabin noch eine bewegende Rede gehalten (Übersetzung von haGalil.de): „Ich möchte gerne jedem einzelnen von Euch danken, der heute hierher gekommen ist, um für Frieden zu demonstrieren und gegen Gewalt.
Diese Regierung, der ich gemeinsam mit meinem Freund Shimon Peres das Privileg habe, vorzustehen, hat sich entschieden, dem Frieden eine Chance zu geben – einem Frieden, der die meisten Probleme Israels lösen wird. … Der Weg des Friedens ist dem Weg des Krieges vorzuziehen. Ich sage Euch dies als jemand, der 27 Jahre lang ein Mann des Militärs war.“
(Quelle: Wikipedia)
Ich kann beide Seiten verstehen, sowohl Israel, als auch die Palästinenser.
Israel hat durchaus ein Recht auf einen eigenen Staat.
Man muss einsehen, dass dieser Staat nicht mehr einfach verschwinden wird, insofern sollte er auch die Unterstützung von Verbündeten genießen. Der Staat ist seit Jahrzehnten gewachsen und musste um seine Existenz kämpfen.
Wenn man nur Ablehnung und Angriffe erlebt, macht das wahrscheinlich hart und wenig kompromissbereit.
Darüber hinaus aber ist mir auch verständlich, dass die Palästinenser ein Problem damit hatten und haben, einfach von ihrem Land vertrieben zu werden und gesagt zu bekommen:
,,Entweder erkennst du diesen Staat an und unterwirfst dich seinen Regeln oder du verschwindest. Wenn du kämpfst, wirst du als Terrorist betrachtet und behandelt!"
Gerade Gaza ist ein Kochtopf.
Israel tut sich nicht wirklich einen Gefallen, wenn es einen Großteil der Palästinenser dort einsperrt und mit strengen Auflagen belegt - so gibt es den Extremisten die perfekte Möglichkeit, die Stimmung aufzuheizen.
Hamas und Co. aber tun niemand einen Gefallen mit den ständigen Angriffen auf Israel, damit provozieren sie wieder die harten Antworten.
Das große Problem ist der Hass aufeinander, durch ständige, gegenseitige Angriffe und Schäden.
Für dauerhaften Frieden muss dieses Rad des Hasses gebrochen werden.
Nur Kompromissbereitschaft kann Frieden bringen.
Ich bin nicht für oder gegen Israel/Palästina.
Sondern für Frieden.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren