Gaza-KriegIsrael hat sich an den Gazakrieg gewöhnt
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Krieg wird in die demokratische Gesellschaft integriert

Während die amerikanischen Aktivitäten im Irak und in Afghanistan allmählich zurückgehen, entwickelt sich Israel zu einem der wenigen hochkarätigen Waffenproduzenten, die ihre Ware tatsächlich im Kampf testen können. Israelische Militärexporte haben sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht und Israel zum viertgrößten Waffenexporteur weltweit gemacht. Der dauernde Kriegszustand erwies sich als derart profitabel, dass die israelische Wirtschaft von ihm abhängig ist.

Dieses Modell eines Staates im permanenten Kriegszustand geht einher mit einer politischen, militärischen und ökonomischen Doktrin, die quer durch fast alle Parteien geteilt wird. Sämtliche führenden Wahlkampfkandidaten erklärten wie schon bei den vorherigen Angriffen ihre Unterstützung für die aktuelle Gaza-Intervention. Keiner von ihnen hat je seine Bereitschaft gezeigt, die rechtmäßig gewählte Hamas-Regierung anzuerkennen oder mit ihr zu verhandeln.

Der Zustand des ewigen Krieges im "Rasenmäherstil" ist eine düstere Aussicht für jene Israelis, die sich wünschen, in Frieden und Stabilität zu leben. Für die Bewohner des Gazastreifens ist er eine Katastrophe: Alle paar Jahre haben sie einen hohen Blutzoll und eine umfassende Zerstörung ihrer Umwelt zu erwarten. Darüber hinaus birgt dieser Zustand auch eine beunruhigende Botschaft an andere Länder, die das israelische Vorgehen in Gaza verfolgen. Er zeigt, dass der Zustand des ewigen Krieges in das Gefüge einer demokratischen und liberalen Gesellschaft integriert werden kann.

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Leserkommentare
    • H. Katz
    • 19. November 2012 14:09 Uhr
    1. [...]

    Bitter verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke. Die Redaktion/cv

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    • SonDing
    • 19. November 2012 14:31 Uhr

    Wenn man das alles so liest, passen Erkenntnisse, dass die Hamas gezielt von Israel unterstützt wird, wie die Faust aufs Auge:

    How Israel Helped to Spawn Hamas
    "Hamas, to my great regret, is Israel's creation," says Mr. Cohen, a Tunisian-born Jew who worked in Gaza for more than two decades."
    http://online.wsj.com/article/SB123275572295011847.html

    How Israel and the United States Helped to Bolster Hamas
    http://www.democracynow.org/2006/1/26/how_israel_and_the_united_states

    Der "antiwestliche Terror" wird teilweise also selbst vom vermeintlichen Opfer geschürt.

    Ähnliche Strategien gibt es schon seit Jahrzehnten, auch in Europa:

    Strategie der Spannung
    http://de.wikipedia.org/wiki/Strategie_der_Spannung

    Gerade wieder macht bei uns die NSU-Mordserie Schlagzeilen. Terror unter den Augen und teilweise gestützt durch verantwortliche Geheimdienste.

    In welcher Welt leben wir nur?

    Wenigstens trägt dieser Artikel Ansätze, für eine Aufklärung.

    • Slater
    • 19. November 2012 14:36 Uhr

    "als Vorposten der westlichen Werte und Demokratie als gutes Beispiel vorangeht.

    Israel ist ein Modell, wie dem antiwestlichen Terror entgegenzutreten ist."

    wäre Israel nicht dort, wie sähe der 'antiwestlichen Terror' dann aus?
    würde Europa überschwemmt werden? es ist doch nicht mehr Eroberungszeit des Mittelalters, die Leute wollen in Frieden leben,
    einen 50 km entfernen Staat können Regierungen leichter als Gegner instrumentalisieren als ferne andere Kontinente

    Einzelaktionen wie der 11. September, so fragwürdig der für sich auch ist, kann man doch kaum als allgemeine Bewegung bezeichnen,

    würde der Islam einen Vorposten in Europa halten, wäre der kaum von allen Seiten mit Raketen beschossen, soviel kann der Westen wohl als zivilisierteres Verhalten 'im Vergleich' behaupten,

    aber selber einen Staat mitten unter Feinden aufzubauen, 50 Jahre alle Nachbarn mit überlegener Technik kleinzuschießen,
    darin kann ich bisher kein (Erfolgs-)Modell des Westens erkennen

    • Klaatu
    • 19. November 2012 14:41 Uhr

    hoffen wir, dass Europa von diesem "Modell" lernt und es niemals anwendet.

    Sobald Abbas nächste Woche vor der UN einen aufgewerteten Beobachterstatus als Nichtmitgliedsstaat erwirbt (was als relativ sicher gilt) können sich endlich internationale Gerichte mit der ganzen Thematik beschäftigen... Mal sehen, was die zu Ihrem "Modell" so sagen...

    Sorry, aber sprechen Sie bitte nur für sich selbst!

    ICH hoffe doch inbrünstig, daß Europa andere Wege wählt, um Terror zu begegnen!

    Zumal der israelische Weg seit Jahrzehnten nicht zum Ziel geführt hat.
    Und meiner Meinung auch nie führen wird!

    • Jamuro
    • 19. November 2012 15:54 Uhr

    diese Hoffnung ist zutiefst begründet, dass Europa daraus lernt (und gelernt hat), wie man es unter keinen Umständen machen sollte.

    D a s ist das eigentliche Beispiel israelischer Politik seit der (ebenfalls terroristischen !) Staatsgründung. Mit Ausnahme eines Itzhak Rabin hat die israelische Politik seit ihrer Gründung eine zutiefst agressive Verhaltensweise den Nachbarn gegenüber an den Tag gelegt.

    Die (derzeitige) israelische Politik braucht die Kassamraketen genauso wie sie die militanten Islamisten brauchen. Traurig, aber wahr.

    Und was die selbsternannte einzige Demokratie in Nahost anbelangt, da werden die Löcher im Demokratiekäse jeden Tag größer und deutlicher.

    Ach ja: Und wer so ungefähr 2 Mio. Menschen im Gaza bei täglich 2.350 Kilokalorien Nahrung eingepfercht hält, zeigt sein wahres "demokratisches" Gesicht. Oder z.B. wer von einer 2-Staaten-Lösung schwadroniert und gleichzeitig mit der Annexion der besetzten Gebiete droht, falls Palästina bei der UNO um Anerkennung nachsucht.

    Alles viel zu deutliche Manöver einer ganz und gar nicht vorbildhaften Demokratie in Nahost.
    Wobei wahrlich nicht den Blödmännern der militanten terroristischen Islamistenfraktion in Gaza das Wort geredet soll und kann. Die sind genauso einfältig und inakzeptabel wie die Kriegstreiber der anderen Seite.

    Oder haben Sie, werter Mitforist, schon vergessen, wer Itzhak Rabin umgebracht hat und wer provokativ auf dem Tempelberg herumgelatscht ist?

    Entfernt. Verzichten Sie bitte auf Unterstellungen. Die Redaktion/cv

    Israel ist kein Rechtsstaat, sobald es um nicht Israelis oder auch nur arabische Israelis geht. Und demokratisch wird man nicht allein dadurch dass man alle vier oder fünf Jahre wählt.

    Israel ist kein Rechtsstaat! Und demokratisch ist ein Land nicht schon deswegen, weil man alle paar Jahre wählt.

    Israel als vorbildliche Demokratie und Rechtsstaat zu preisen ist gefährlich. Einen Staat der schon aus religiösen Gründen aggressiv gegründet wurde und dessen Selbstverständnis sich aus einer diffusen Mischung aus Vernichtungs- und Dauerkriegs-Rhetorik zusammensetzt und der seinen eigenen mordlustigen religiös-fundamentalistischen Terroristen keinen Einhalt gebietet, sondern diese im Gegenteil auch noch fördert und unterstützt, als Vorbild zu sehen ist mindestens bedenklich und in der letzten Konsequenz sogar demokratiefeindlich.

    Das hat mit Demokratie nicht mehr zu tun - das ist die religiöse Tyrannis. Schaut man von einem Religions- und Kulturkreisneutralen Standpunkt aus auf Israel, dann bleibt ein religiös bestimmter, potentiell für den Weltfrieden gefährlicher Gottesstaat. Keine aufgeklärte säkulare Demokratie würde so handeln

    Das ist nicht mehr nur Antiistraelismus, das fällt schon unter antisemitiche Volksverhetzung. Wer sowas Demagogisches schreibt, der ist nicht besser als Demagogen von der NPD und der sollte auch so behandelt und geächtet werden.

    Jeder Deutsche, der in der Lage ist, sich gedanklich vorzustellen, wie das wäre, wenn Deutschland jahrelang mit Raketen von Polen aus beschossen werden würde, dessen Regierung das Existenzrecht Deutschlands aberkennt, der weiß auf Anhieb, was für intellektueller Ungeist diesem Artikel zu Grunde liegt.

    Israel kämpft gegen einen Islamofaschismus, der seit den Teroranschlägen in New York, London und Madrid auch Amerika und Europa bedroht. Und dieser Islamofaschismus ist genauso zu bekämpfen wie der Hitlerfaschismus. Wer da neutral von zwei Konfliktparteien sricht, der ist schon ein antisemischer Verharmloser. Und weil unsere Medien voll von dieser Sorte sind, ist die deutsche Bevölkerung antiisraelisch eingestellt. Nur deswegen.

  1. von einer radikalen Minderheit. So lange diese nicht entblöst und nicht den ihrer Zahl angemessenen Platz in der dortigen Gesellschaft zugewiesen bekommen hat wird es nie Ruhe geben.

    my2cents: http://manfredmaus.wordpress.com/2012/10/01/warum-ich-ein-antisemit-bin/

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    • Jamuro
    • 19. November 2012 16:08 Uhr

    dass bei dieser Betrachtung das Thema Antisemitismus im Auge des Betrachters liegt, oder um es überspitzt zu formulieren:
    Zwangsläufig muss jeder, der die allgemeinen Prinzipien der Menschenrechte auch für Palästinenser einfordert, ein Antisemit sein. Zumindest nach Lesart der jüdischen Radikalen.

  2. "Er zeigt, dass der Zustand des ewigen Krieges in das Gefüge einer demokratischen und liberalen Gesellschaft integriert werden kann."

    Ich denke nicht.

    Wenn man hört, dass der Innenminister "Gaza ins Mittelalter" bomben will, Gilad Sharon in der JP
    ein Vorgehen wie "Hiroshima" und ein Militäranalyst
    im TV ein "Dahiya" fordern,

    ohne dass eine "demokratische,liberale" Gesellschaft
    protestiert,

    dann hat diese Militarisierung der Gesellschaft einen
    sehr hohen Preis.

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    Aber im tiefsten! Und die wollen sogar noch weiter zurück! Die möchten gerne die gesellschaftlichen Zustände wie zu Zeiten des Propheten anno 630 n.Chr.!

    Mitte Januar 2012 jährte sich die Gründung der Fatah zum 47. Mal.
    Der oberste Geistliche der palästinensischen Autonomiebehörde,
    Mufti Sheihkh Muhammad Hussein, spricht über den Nachbarn Israel.
    Die Moderation kündigt ihn den ranghöchsten Palästinenser- Führern an mit den Worten:
    "der Krieg gegen die Juden sei ein „heiliger Krieg gegen die Nachfahren von Affen und Schweinen.“
    "Unser Krieg gegen die Nachfahren der Affen und Schweine ist ein Krieg der Religion und des Glaubens.“

    Er muss es ja wissen, als oberster Glaubensführer der Autonomiebehörde, ernannt von Palästinenserpräsident und Fatah- Vorsitzenden Mahmud Abbas.

    http://www.youtube.com/watch?v=kDoV8ZL9Xkc

    Der Mufti:"In zwei der wichtigsten Hadithen-Sammlungen (Buchari und Muslim) heißt es: ...",Oh Muslim, oh Diener Gottes, da ist ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn.’ "

    Der Jubel nicht nur in der Autonomiebehörde ist ihm gewiss.
    Und so führt man den Krieg, seit Jahren schon, auch nach dieser Rede mit großem Enthusiasmus und unter Einsatz von tausenden Raketen.

    Sieht so der Frieden aus?

    Schenkt da irgendjemand irgendjemandem auch nur ein Quentchen, wenn selbst die höchste Geistlichkeit so daherkommt?

  3. Da werden also brutal Menschen gemordet, weil es der Wirtschaft nutzt, weil man neue Waffen ausprobieren kann,und weil man gleichzeitig von sozialen Problemen ablenken kann und die Chancen auf eine Wiederwahl drastisch steigen.

  4. zu tun? Lächerlich! Durch das Ignorieren eines permanenten Raketenhagels, der aus dem Gazastreifen im Süden Israels eingeht, wird die Argumentation dieses Artikels nicht plausibler. Die Unterstellung Israel führe (diesen) Krieg, um ökonomische Interessen zu bedienen ist eine reisserische Bösartigkeit.

    Auch das ewige Argument von der »rechtmäßig gewählten Hamas« kann ich nicht mehr hören: Es basiert allein auf einer formalen Demokratiedefinition, die es auch ermöglichen würde, in Deutschland »rechtmäßig die Todesstrafe einzuführen«. Daß Demokratie und Staatlichkeit jedoch nicht nur auf formalen Kriterien beruhen, sollte man im Grundkurs Politik gelernt haben.

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    • MrWho
    • 19. November 2012 15:45 Uhr

    [...]
    Wer auf dem eigenen Boden lebende Menschen zu Bürgern 2. Klasse, oder gar zu Nicht-Bürgern, degradiert, denen ihre Rechte, selbst Menschenrechte, vorenthalten werden, hat eine sehr selektive Vorstellung von Demokratie.

    Der Artikel hat richtig festgestellt, dass die Verluste für die israelische Gesellschaft relativ gering (weshalb von diesem Teil der Bewohner Israels auch wenig Druck zu einer anderen Taktik als dem Rasenmähen ausgeübt wird), die für die von Gaza dagegen sehr hoch sind. Angesichts dessen sollte man sich fragen, warum die Menschen trotzdem derart verzweifelt sind und weiter Israelis töten wollen. Könnte es daran liegen, dass eben jene durch ihre Wahl diese in ihren Rechten und Möglichkeiten einschränken? Gaza ist derzeit ein Freiluftgefängnis. Wäre all das Geld nicht besser in friedlicher Art angelegt, wo doch Wohlstand - etwas zu verlieren haben - auch die Radikalität senkt?

    [...]

    Gekürzt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    • Pogg
    • 19. November 2012 18:23 Uhr

    "Daß Demokratie und Staatlichkeit jedoch nicht nur auf formalen Kriterien beruhen, sollte man im Grundkurs Politik gelernt haben."

    Sehr richtig. Allerdings findet Ihre "formale Demokratiedefinition" genauso Anwendung auf den Staat Israel, die "einzige Demokratie im Nahen Osten". Zwar werden dort Volksvertreter in demokratisch einwandfreien Prozessen gewählt, allerdings sind andere Grundpfeiler einer Demokratie wie beispielsweise Rechtsstaatlichkeit oder Minderheitenschutz stark unterentwickelt.

    Es sei unter anderem an die strukturelle Diskriminierung israelischer Palästinenser (Einschränkungen bei Berufswahl), Racial-Profiling an den Checkpoints sowie an die Ausschreitungen (inklusive politischer Hetze) gegenüber ostafrikanischen Migranten im Sommer dieses Jahres erinnert.

    Die Rechtsstaatlichkeit Israels wird vor allem in Hinblick auf die Siedlungsbaupolitik untergraben. Ein illustratives Beispiel sind hier die sogenannten "Outposts", die, im Gegensatz zu den Siedlungen im Westjordanland, selbst unter israelischem Recht als illegal angesehen werden. Es wurde nachgewiesen, dass diverse israelische Ministerien den Bau von illegalen Outposts mit Millionen von Shekel gefördert haben (siehe Sasson-Report, Wikipedia). Des Weiteren wurde die Implementierung von Urteilen des israelischen Verfassungsgerichts hinsichtlich des Abriss von illegalen Outposts mehrfach durch die Politik hinausgezögert oder gar ignoriert (siehe Outpost Migron, Wikipedia).

  5. 6. [...]

    [...]

    Ich zitiere "De facto jedoch herrscht seit mehr als sieben Jahren der Zustand eines permanenten Krieges gegen die Bevölkerung von Gaza, - ... -"

    In der Tat ist weder ein Krieg erklärt worden noch eine vergleichbare Völkerrechtsrelevnte Handlung. Die (in der Tat demokratisch legitimierten) Streitkräfte gehen lediglich gegen Angriffe auf das israelische Staatsgebiet und die israelische Bevölkerung vor (das muss man auch mal sagen...), wie es, wenn mann ehrlich ist jeder machen würde.

    Der Autor des Artikels diffamiert diese Aktionen als terroristische Angriffe auf die Bevölkerung des Gazastreifens. Das ist schlicht unwahr. Die Aktionen richten sich ausschließlich gegen paramilitärische Gruppiereungen die sich unter die Bevölkerung Gazas mischen um weiter ihren illegalen Angriffen auf Israel nachzugehen.
    [...]

    Davon unbesehen bleibt, dass man in Israel (und den anderen involvierten Parteien) zuvor bereits mehr hätte tun können um eine Eskalation zu vermeiden.

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ls

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    Als ich den Artikel gelesen habe, dachte ich, ich wäre bei der taz.

    • fse69
    • 19. November 2012 14:40 Uhr

    "...In der Tat ist weder ein Krieg erklärt worden noch eine vergleichbare Völkerrechtsrelevnte Handlung. ...."

    Ja, was denn nun? Dann war die Erstürmung der Mavi Marmara mit anschließendem Massaker an den Passagieren Ihrer Meinung nach also doch ein verbrecherischer Akt der Piraterie?

    • SonDing
    • 19. November 2012 14:53 Uhr

    und tun Sie nicht so, als ob alle Israelis das Tun und die Entscheidungen der von Zionisten geführten Regierung in Tel Aviv tragen würden. Der Autor ist nur eine Stimme, unter vielen Anti-Kriegsgegenern in Israel. Das israelische Volk, hat genauso wie wir hier in Deutschland und anderswo, Gott sei Dank, noch das Recht auf freie Informationsbeschaffung, wenn auch die Meinungsfreiheit, nicht immer gewährleistet ist, lassen sich wahre Hintergründe nicht ewig verbergen.

    Da nützt auch alles Propagandageschrei nichts.

    • sharia
    • 19. November 2012 15:28 Uhr

    [...]
    "Feldman, Yotam
    Journalist and independent filmmaker

    Biography:

    Yotam Feldman is a journalist and activist. In the past three years he has been a regular writer for the weekend magazine of Haaretz. He has brought exclusive reporting and footage materials from the recent political uprising in Burma and conducted several investigative reports and interviews in Israel - including with high-ranking IDF officers. He is currently working on a documentary film about the global export of Israeli security technology and know-how. He participates in "Anarchists Against Walls" demonstrations and activities in the West Bank and is also completing his Masters thesis in Philosophy at Tel-Aviv University."
    quelle: http://www.sscqueens.org/...
    bißchen runterscrollen, dann finden Sie den namen

    Gekürzt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde mittlerweile gekürzt. Die Redaktion/ls

  6. ... versteht man nicht, wieso kein einziger Israeli nach Gaza übersiedelt. Gaza muss die wahre Demokratie sein. Ein Paradise für Freidenker. Wiege der Menschlichkeit.

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    es gibt durchaus den einen oder anderen israelischen Bürger, der das tut. Solche Bürger http://www.haaretz.com/news/haaretz-reporter-amira-hass-arrested-upon-le... werden aber von der israelischen Polizei verhaftet, da sie Wohnstatt in 'Feindesland' genommen haben.

    Das auch an Ihren Vorkommentator, der in Zweifel zieht, daß gegen das 'Feindesland' Gaza seit 7 Jahren faktisch Krieg geführt wird. Um den Augstein http://www.spiegel.de/politik/ausland/jakob-augstein-ueber-israels-gaza-... zu zitieren 'Wir wissen aus den WikiLeaks-Depeschen, was Israel in Gaza tut. Im Jahr 2008 erklärten israelische Offizielle den Amerikanern, dass Gaza ganz bewusst und absichtsvoll "am Rand des Kollaps" gehalten werde, ohne dass es aber zum völligen Zusammenbruch komme. Gaza solle "auf dem niedrigsten Level funktionieren, der gerade noch eine humanitäre Katastrophe" ausschließe.'

    Ob der Krieg nun völkerrechtlich formell erklärt wurde, ist in der Konsequenz unerheblich. Obwohl, nicht ganz: um völkerrechtlich korrekt Krieg erklären zu können, müßte Palästina als Staat anerkannt sein, n'est ce pas?

    Die Konsequenzen für die palästinensische Zivilbevölkerung sind gräßlich und demütigend und sorgen auch dafür, daß Hamas und andere Islamisten nie Nachwuchssorgen haben. Wenn Israel Frieden wünscht, MUß mit dem 'Feind' verhandeln werden.

    Und solche Rhetorik (Knesst-Abgeordneter) muß geächtet werden http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=hZP1Pe3J2Dc

    • pakZ
    • 19. November 2012 18:16 Uhr

    und kennen Sie auch noch andere farben als schwarz und weiß?

    • Chaled
    • 19. November 2012 14:27 Uhr
    8. So so

    die Israelis führen also nur Krieg um ihre neuen Waffen auszuprobieren ???
    Eine ganz neue Hypothese im deutschen Israel-bashing.
    Geht es noch etwas dümmlicher ?

    Der Abschuss einer einzigen Quassam Rakete kostet z.B. 50000-100000 US$, die Mobilmachung von 75000 Soldaten kosten ein kleines Vermögen. Die Beseitigung von Raketenschäden im übrigen auch. Und können Sie sich nur annähernd vorstellen wie das ist, wenn etwas sie jederzeit töten (Volkspsychose) kann ? Man denke nur an die V2 über London.

    Belustigend sind auch so Sätze wie: "Keiner von ihnen hat je seine Bereitschaft gezeigt, die rechtmäßig gewählte Hamas-Regierung anzuerkennen oder mit ihr zu verhandeln."

    Zu rechtmäßig gewählt: Die Hamas unterdrückt die Bevölkerung systematisch. Wer (auch nur im politischen Sinne) gegen sie ist erhält keine Nahrungsmittel mehr oder dem wird medizinische Versorgung vorenthalten. Schlimmstenfalls wird man gefoltert und getötet.
    (Siehe z.B. Weltspiegel am 18.11.2012)

    Die Hamas hat in ihrer Satzung stehen, dass eines ihrer Ziele die Beseitigung des Staates Israel ist. Ein weiteres Ziel ist es die Scharia und einen islamischen Staat in ganz Palästina (also auch dem heutigen Israel) einzuführen. Warum nochmal soll Israel so was (von Staat möchte ich hier nicht reden) anerkennen ? (Siehe Statzung der Hamas)

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    http://www.iai.co.il/12019-en/CompanyInfo-IAIandtheSecurityofIsrael.aspx Zitat: 'Over the years IAI has applied the skills and experience it has acquired in catering to Israel's security needs, in order to capitalize on opportunities in export markets. As a result, the Company has become a world leader in aircraft conversion and modernization programs, unmanned air vehicles (UAVs), communication programs and defense electronics. Space is Israel's latest area of leadership, with the development of the Ofeq observation satellite, the AMOS communications satellite and the Shavit launcher.

    Examples of systems currently in use by the IDF are upgraded F-16, F-15 and F-4 aircraft, Yasur 2000 and upgraded CH-53 helicopters, Dvora patrol boats, Gabriel sea-to-sea missiles, and the Phalcon Early Warning aircraft. The Arrow anti-tactical ballistic missile, Israel's answer to the threat of short and medium-range ballistic missiles, is currently in development at IAI, in cooperation with the Israel Ministry of Defense and the US Ballistic Missile Defense Organization.'

    Für mich liest sich das durchaus als Werbung durch IDF-Praxis.

    <em>Ein weiteres Ziel ist es die Scharia und einen islamischen Staat in ganz Palästina (also auch dem heutigen Israel) einzuführen. Warum nochmal soll Israel so was (von Staat möchte ich hier nicht reden) anerkennen ?</em>

    Die derzeitigen Regierungen von Ägypten und Tunesien ebenso.
    Ebenso Saudi-Arabien, Katar, Oman, Bahrain...
    Muss man die auch nicht anerkennen? Oder hat man sogar das Recht, deren Land auch zu besetzen?

    Übrigens hat die Likus auch eine ziemlich extremistische Charta möchte ich mal anmerken. In dieser Charta wird den Palästinensern ein Staat abgesprochen. Und diese Partei regiert Israel!

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Israel | Hamas | Militär | Geiselnahme | Gilad Schalit | Krieg
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