Gaza-Konflikt Netanjahu, der getriebene Akteur

Verstärkter Raketenhagel der Hamas, die nahende Wahl, das Recht auf Selbstverteidigung – die Militäraktionen Israels am Gazastreifen haben viele Gründe.

Israels Premier Benjamin Netanjahu bei einer Pressekonferenz zu dem Waffenkonflikt am Gazastreifen

Israels Premier Benjamin Netanjahu bei einer Pressekonferenz zu dem Waffenkonflikt am Gazastreifen

Die Berichterstattung über Israels Operation Säulen der Verteidigung mutet wie die langweilige Wiederholung einer schlechten Nachrichtensendung an. Die Einsätze wirken wie eine Reprise der Operation Gegossenes Blei von 2008, als Israel schon einmal gegen die Hamas Krieg führte und Teile des Gazastreifens eroberte. Oder des zweiten Libanonkriegs 2006, als Israel gegen die Hisbollah-Miliz kämpfte; oder unzählige anderen Militäraktionen, die stets mit demselben Resultat endeten: mehr Hass auf beiden Seiten, und dem Gefühl, dass ein weiterer Schlagabtausch unvermeidlich ist.

Etwa 65 Tage vor Israels Parlamentswahlen gab Premier Benjamin Netanjahu den Befehl zum Angriff in Gaza. Angesichts dieser langen Liste der Fehlschläge seiner Vorgänger schenken nur wenige seinen Begründungen Glauben. Palästinensische Kommentatoren wähnen in Netanjahus Offensive nicht das Bestreben, die Abschreckung gegenüber der Hamas wiederherzustellen und im Süden Israels für Ruhe zu sorgen: Sie wittern einen heimtückischen Versuch, die Absicht ihres Präsidenten Mahmud Abbas, Ende November für die Palästinenser bei den Vereinten Nationen Beobachterstatus zu beantragen, mit einem blutigen Krieg zu untergraben.

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Linke israelische Oppositionelle glauben, Netanjahu wolle mitten im Wahlkampf die Diskussion auf Sicherheitsfragen konzentrieren, um von innenpolitischen Problemen abzulenken. Arabische Beobachter vermuten zynisch, Netanjahu wolle mit dem Blut toter Palästinenser in Gaza patriotische Gefühle wecken, um so Ende Januar den Wahlsieg zu erringen.

Eine Kriegserklärung

Dabei ignorieren sie den simplen Umstand, dass Israels Bewohner seit mehr als zehn Jahren unter dem Raketenhagel palästinensischer Terrororganisationen leben. Die feuern ihre Geschosse nach eigenem Gutdünken völkerrechtswidrig auf israelische Ballungszentren ab. Mal schießen sie als Reaktion auf israelische Aggression, mal präventiv, mal ohne Erklärung. Vorzugsweise um viertel vor acht morgens: Dann befinden sich nämlich die meisten Kinder mit ihren Eltern auf dem Schulweg und weit weg von den Schutzräumen.

Nicht nur, dass dieser stete Beschuss in den vergangenen Wochen massiv zunahm. Palästinensische Terrororganisationen griffen in der vergangenen Woche wiederholt Soldaten jenseits des Grenzzauns zum Gazastreifen auf souveränem israelischem Staatsgebiet an. Laut internationalem Recht eine Kriegserklärung. Die Bewohner in Israels Süden fühlten sich wie Schießbudenfiguren, verlassen von ihrer Regierung. Sie fühlen sich vergessen von einer Welt, die von den regelmäßig niederregnenden zehn Raketen pro Woche nichts hören will. Doch auch diese wenigen Geschosse treiben stets Tausende Zivilisten in ihre Bunker.

Selten nur eine Ursache

Dem wollte Netanjahu ein Ende setzen. Auch die Operation Säulen der Verteidigung wird keine neuen Realitäten schaffen, bestenfalls kurzfristig für Ruhe sorgen. Die Hamas wird Israel weiter hassen, die arabische Welt Israel als Aggressor verunglimpfen. Warum beantwortete Netanjahu also die inoffizielle Kriegserklärung der Hamas dennoch jetzt mit Israels gewaltiger Kriegsmaschine?

Komplexe Entscheidungen haben selten nur eine Ursache. Weil die Angriffe gewagter wurden. Weil er der Hamas klarmachen will, dass sie nicht unantastbar ist, selbst wenn sie sich auf ein von Muslimbrüdern regiertes Ägypten berufen. Weil er der Gefahren im Süden Herr werden will, bevor sich an der Grenze zu Syrien neue auftun. Weil die Zahl der Hamas-Raketen, die auch Tel Aviv treffen konnten, einen kritischen Punkt erreichte. Und weil bald eine Wahl ist, und weil Abbas sich an die UN wendet, und weil ein Premier, der einen erfolgreichen Krieg vorweisen kann, mit einem Stimmenzuwachs rechnen kann. Und weil Israelis genau wie jedes andere Volk überzeugt sind das Recht zu haben, sich gegen den Beschuss ihrer Städte zur Wehr setzen zu dürfen.

 
Leser-Kommentare
    • apis
    • 18.11.2012 um 12:55 Uhr

    sondern bittere Realität.

    Oder sind Sie etwa der Meinung, dass die 800 abgefeuerten Raketen nur in diesem Jahr kein Grund genug zu einer militärischen Reaktion seien?

    Sind Sie auch der Meinung, dass Israel die täglichen Beschüsse auf seine Zivilbevölkerung wohl verdient habe, weil es eine "Besatzungsmacht" sei, also gar kein Recht habe, sich dagegen zur Wehr zu setzen - insofern jede Form von israelischer Selbstverteidigung unrechtmässig sei - und wenn es sich diese unerhörte Frechheit doch erlaube umso verdammungswerter sei?

    Sind Sie der Meinung, dass Israel aufhören soll, "palästinensisches Territorium" zu besetzen, damit endlich Frieden einkehren könne? Vielleicht so wie es mit Gaza nach 2005 geschehen ist?

    Sie Sie vielleicht einer der naiven (?) "Israel-Kritiker", die immer noch an die Mär der guten Palis versus böses Israel glaubt?

    Na dann ist alles klar.

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    Sind Sie der Meinung, dass Israel aufhören soll, "palästinensisches Territorium" zu besetzen, damit endlich Frieden einkehren könne? Vielleicht so wie es mit Gaza nach 2005 geschehen ist?

    Israel hat nur die Bodentruppen abgezogen aus Gaza. An der Besatzung hat sich aber nichts geändert.

    Es muss doch einfach mal die Frage gestellt werden was Israel will. Will Israel Sicherheit und Frieden? Dann sollte das Land endlich einer Lösung der Staatlichkeit Palästinas zustimmen.

    Die Alternative ist die Auslöschung aller Palästinenser. Denn es ist einfach nur naiv zu glauben die radikalen Gruppen können militärisch besiegt werden. Aus der Asche werden immer neue und radikalere Gruppen aufstehen.

    Israel will eine Lösung diktieren. Das ist doch das wahre Problem. Wäre die UN eine echte unabhängige Organsiation, die das Völkerrecht für alle gleich durchsetzt, hätten wir schon seit Jahrzehnten eine Grenze. Rein rechtlich ist Israel einfach im Unrecht.

    Es bleibt die Entschuldigung der einen Seite, weswegen sie Menschen auf der anderen Seite tötet... - nichts Neues also!

    Zwei Völker - und schlimmer noch zwei Regierungen, welche ihre eigenen Völker missbrauchen! (...wie überall in der Welt)
    Gelitten wird auf beiden Seiten, der Israels und der Palästinas!
    Nur *Hetzer* werfen sich gegenseitig vor, mit dem Krieg begonnen zu haben...

    Wer der Aggressor ist, vermag ich gar nicht zu sagen, jedoch...
    ...sollte ein Volk das andere unterdrücken, so hat der Unterdrückte alles Recht gegen den 'Besatzer' zu kämpfen - ist sogar eine NATO Strategie;
    auch der Warschauer Ghettoaufstand hatte das Recht auf seiner Seite.

    Das Weinen und die Trauer in der Welt wird groß sein, wenn dort unten (letzt)endlich Stille!!! herrscht...

    Sind Sie der Meinung, dass Israel aufhören soll, "palästinensisches Territorium" zu besetzen, damit endlich Frieden einkehren könne? Vielleicht so wie es mit Gaza nach 2005 geschehen ist?

    Israel hat nur die Bodentruppen abgezogen aus Gaza. An der Besatzung hat sich aber nichts geändert.

    Es muss doch einfach mal die Frage gestellt werden was Israel will. Will Israel Sicherheit und Frieden? Dann sollte das Land endlich einer Lösung der Staatlichkeit Palästinas zustimmen.

    Die Alternative ist die Auslöschung aller Palästinenser. Denn es ist einfach nur naiv zu glauben die radikalen Gruppen können militärisch besiegt werden. Aus der Asche werden immer neue und radikalere Gruppen aufstehen.

    Israel will eine Lösung diktieren. Das ist doch das wahre Problem. Wäre die UN eine echte unabhängige Organsiation, die das Völkerrecht für alle gleich durchsetzt, hätten wir schon seit Jahrzehnten eine Grenze. Rein rechtlich ist Israel einfach im Unrecht.

    Es bleibt die Entschuldigung der einen Seite, weswegen sie Menschen auf der anderen Seite tötet... - nichts Neues also!

    Zwei Völker - und schlimmer noch zwei Regierungen, welche ihre eigenen Völker missbrauchen! (...wie überall in der Welt)
    Gelitten wird auf beiden Seiten, der Israels und der Palästinas!
    Nur *Hetzer* werfen sich gegenseitig vor, mit dem Krieg begonnen zu haben...

    Wer der Aggressor ist, vermag ich gar nicht zu sagen, jedoch...
    ...sollte ein Volk das andere unterdrücken, so hat der Unterdrückte alles Recht gegen den 'Besatzer' zu kämpfen - ist sogar eine NATO Strategie;
    auch der Warschauer Ghettoaufstand hatte das Recht auf seiner Seite.

    Das Weinen und die Trauer in der Welt wird groß sein, wenn dort unten (letzt)endlich Stille!!! herrscht...

  1. Die Hamas gewinnt durch solche Aktionen und die Israelis müssen irgendwie den "Raketenhagel" stoppen.

    Knapp 8000 Raketen, knapp 5000 Selbstmordattentate: Es ist nicht nur eine Kriegserklärung es ist ein von den Palestinänsergebieten gestarteter Krieg.
    Wer, wie einige Foristen glaubt, dass dies nur spielzeuge wären, die die Israelis nicht wirklich verletzen könnte, die aktuell verschossenen Raketen, welche im Iran entwickelt wurden ca. 13 tonnen und haben einen ca 90kg (TNT) Gefechtskopf.

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    • Flari
    • 18.11.2012 um 13:11 Uhr

    "die aktuell verschossenen Raketen, welche im Iran entwickelt wurden ca. 13 tonnen und haben einen ca 90kg (TNT) Gefechtskopf."

    Wo haben Sie den Unsinn her?
    So leicht machen es auch die Ägypter den Palastinenser nicht mit dem Schmuggel.

    da was: Die Fajr-5 mobile Raketenartillerie des Iran, auf einem Mercedes-Benz Chassis (soviel zur westlichen Sanktionspolitik...) wiegt ca. 15 Tonnen. Eine einzelne Rakete wiegt mit Gefechtskopf knapp eine Tonne.

    Klar, ägyptische Grenzschützer, die eigentlich vertraglich verpflichtet sind, den Waffenschmuggel nach Gaza zu unterbinden, müssen schon mit Blindheit geschlagen sein, wenn sie nicht bemerken, dass da 6,5 Meter lange "Oschis" durch die Wüste gekarrt werden.

    Ich vermute allerdings eher, dass da eine Weisung zur Nachlässigkeit von oben kam.

    • Flari
    • 18.11.2012 um 13:11 Uhr

    "die aktuell verschossenen Raketen, welche im Iran entwickelt wurden ca. 13 tonnen und haben einen ca 90kg (TNT) Gefechtskopf."

    Wo haben Sie den Unsinn her?
    So leicht machen es auch die Ägypter den Palastinenser nicht mit dem Schmuggel.

    da was: Die Fajr-5 mobile Raketenartillerie des Iran, auf einem Mercedes-Benz Chassis (soviel zur westlichen Sanktionspolitik...) wiegt ca. 15 Tonnen. Eine einzelne Rakete wiegt mit Gefechtskopf knapp eine Tonne.

    Klar, ägyptische Grenzschützer, die eigentlich vertraglich verpflichtet sind, den Waffenschmuggel nach Gaza zu unterbinden, müssen schon mit Blindheit geschlagen sein, wenn sie nicht bemerken, dass da 6,5 Meter lange "Oschis" durch die Wüste gekarrt werden.

    Ich vermute allerdings eher, dass da eine Weisung zur Nachlässigkeit von oben kam.

  2. "Stellt sich die Frage, warum die Israelis einen Kriegstreiber wie Netanjahu (und Liebermann) an die Regierung wählen?"
    Ich denke da man sich gegen die Raketenbeschüsse zur Wehr setzen will und keine andere Wahl hat um nicht dieser Gewalt ausgeliefert zu sein die auch mit einem friedlichen Präsidenten anhalten würde. Deshalb wählt man in Israel denke ich jemand der Sicherheit schaft, da ein frieden mit einem radikalen Palästinensischen Präsidenten momentan nicht möglich erscheint.
    Wieso wählt man in Palästina man einen radikalen Hamas und verhindert vor allem nicht diese ziviltreffende Raketenbeschüsse? Das Israelische Volk kann wohl am wenigsten dafür.

    Antwort auf "Fragen stellen..."
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    Es gibt noch mehr Parteien in Israel!

    Und unter Bibi's Politik haben die Raketenangriffe ja zugenommen, seine Wahl scheint diesbezüglich also extrem kontraproduktiv zu sein.

    Ich frage also nochmals:
    Warum wählt die Mehrheit der Israelis einen kriegstreibenden Hardliner, der mehrfach gezeigt hat daß er nicht an Kompromissen und Frieden interessiert ist?

    Es gibt noch mehr Parteien in Israel!

    Und unter Bibi's Politik haben die Raketenangriffe ja zugenommen, seine Wahl scheint diesbezüglich also extrem kontraproduktiv zu sein.

    Ich frage also nochmals:
    Warum wählt die Mehrheit der Israelis einen kriegstreibenden Hardliner, der mehrfach gezeigt hat daß er nicht an Kompromissen und Frieden interessiert ist?

  3. Die scheinheilige Politik der EU, USA, Russland und China tragen die Hauptschuld für das Leiden in Israel inkl. Gazastreifen. Nicht nur Israelis, auch die sog. Palästinenser leiden unter dem weltweiten Terror der Hamas. Jedem ist eindeutig klar, dass die sog. Palästinenser von Hamas befreit werden müssen aber keiner, außer Israel, tut etwas dafür. Alle Staaten der Welt schauen der Befreiungsaktion der Israelis zu, anstelle eindeutig aktiv für den Frieden zu handeln. Dabei wird sogar Israel für die Kollateralschäden verurteil. Alle friedlichen Menschen der Erde hoffen auf eine erfolgreiche Befreiungsaktion. Natürlich, auch die sog. Palästinenser sollten in eigenem Sinne bei der Ausschaltung der Hamas noch mehr aktiv sein.

    • inuu
    • 18.11.2012 um 13:00 Uhr

    Israel scheint einen tollen Propaganda–Apparat zu haben und kann seine Sache inzwischen viel besser verkaufen als früher.

    So berichtet z.B. der Sender CNN pathetisch über die Leiden der Leute in Tel Aviv und anderen jüdischen Städten. Bei jedem Interview heulen wie auf Kommando im Hintergrund die Alarmsirenen. Und dann die verängstigten Gesichter der Kleinen, die statt zur Schule in den Bunker müssen, das schafft natürlich großes Mitgefühl.
    Bisher sind aber in Israel im Hagel von angeblich Hunderten von Raketen, von denen kaum je eine traf, drei Menschen gestorben. Und das war vor Tagen, wird aber gebetsmühlenartig ausgeschlachtet, vielleicht um die Greuel, die Israel anrichtet, zu relativieren. Ich fürchte, dass es im dichtbesiedelten Gaza bereits viel mehr als die offiziell gemeldeten Opfer gegeben hat. Denn, was dort geschieht, ist ja weitgehend den Augen der Kameras entzogen. Und die Bevölkerung von Gaza hat keine Bunker, in denen sie geschützt ist u. keine Fliegerabwehrraketen.

    In Gaza wird schon wieder MASSENHAFT gestorben. Und seit Jahren ermordete man aus der Luft fast alle demokratisch gewählten Führer der Hamas und deren Begleiter, auch zufällig Anwesende, auch Kinder. Und dann wundert sich der westliche Vernunftmensch, wenn die böse Hamas zurückschlägt, um in den Augen IHRER Welt die Freiheit ihres Volkes zu verteidigen

    Obama, vor nicht allzu langer Zeit noch mein Idol, und die USA, deren Bürgerin ich bin, sehen zu und tun nichts.

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    • R. Rat
    • 18.11.2012 um 13:18 Uhr

    ["Und dann die verängstigten Gesichter der Kleinen, die statt zur Schule in den Bunker müssen, das schafft natürlich großes Mitgefühl. Bisher sind aber in Israel im Hagel von angeblich Hunderten von Raketen, von denen kaum je eine traf, drei Menschen gestorben."]

    Ab wie vielen Toten ist die Angst der Menschen denn "berechtigt"? Nennen Sie doch mal eine Zahl.

    • R. Rat
    • 18.11.2012 um 13:18 Uhr

    ["Und dann die verängstigten Gesichter der Kleinen, die statt zur Schule in den Bunker müssen, das schafft natürlich großes Mitgefühl. Bisher sind aber in Israel im Hagel von angeblich Hunderten von Raketen, von denen kaum je eine traf, drei Menschen gestorben."]

    Ab wie vielen Toten ist die Angst der Menschen denn "berechtigt"? Nennen Sie doch mal eine Zahl.

    • Panic
    • 18.11.2012 um 13:00 Uhr

    Solange die Palästinenser nicht gewillt sind ihr terroristisches Regime durch ein anderes zu ersetzen, solange wird es keinen Frieden geben. Frieden muss man wollen. Durch zuschauen, ignorieren oder gar sympathisieren wird sich nichts ändern. Das palästinensische Volk muss auf die Straße gehen und zeigen, dass sie nicht länger gewillt sind, die zivilen Opfer hinzunehmen. Geht auf die Straße und demonstriert. Und am besten wartet ihr nicht auf den Frühling.

    cheers

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  4. Sind Sie der Meinung, dass Israel aufhören soll, "palästinensisches Territorium" zu besetzen, damit endlich Frieden einkehren könne? Vielleicht so wie es mit Gaza nach 2005 geschehen ist?

    Israel hat nur die Bodentruppen abgezogen aus Gaza. An der Besatzung hat sich aber nichts geändert.

    Es muss doch einfach mal die Frage gestellt werden was Israel will. Will Israel Sicherheit und Frieden? Dann sollte das Land endlich einer Lösung der Staatlichkeit Palästinas zustimmen.

    Die Alternative ist die Auslöschung aller Palästinenser. Denn es ist einfach nur naiv zu glauben die radikalen Gruppen können militärisch besiegt werden. Aus der Asche werden immer neue und radikalere Gruppen aufstehen.

    Israel will eine Lösung diktieren. Das ist doch das wahre Problem. Wäre die UN eine echte unabhängige Organsiation, die das Völkerrecht für alle gleich durchsetzt, hätten wir schon seit Jahrzehnten eine Grenze. Rein rechtlich ist Israel einfach im Unrecht.

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    • B17
    • 18.11.2012 um 13:11 Uhr

    Das ist falsch! Und obwohl Sie es wissen müssten, kommen immer wieder Behauptungen wie "Gaza" wäre besetzt, Unterstellungen wie "Die Alternative ist die Auslöschung aller Palästinenser." Was sollen diese Provokationen? Ist Ihnen einfach langweilig?

    "Israel will eine Lösung diktieren. Das ist doch das wahre Problem. Wäre die UN eine echte unabhängige Organsiation, die das Völkerrecht für alle gleich durchsetzt, hätten wir schon seit Jahrzehnten eine Grenze. Rein rechtlich ist Israel einfach im Unrecht."

    Israel hat das Land also sollte man sich auch diesen Diktat etwas unterordnen anstatt nur Forderungen zu stellen und auf der anderen seite weiterzuschießen. Das sind dann schlicht ungerechtfertigte forderungen.
    Israel ist nicht im unrecht auch rechtlich nicht, da sie sich schlicht verteidigen. Die UN kann nicht etwas von Israel einfordern was der radikalität einiger Palästinenser geschuldet ist.
    Warum soll Israel im Unrecht sein?

    • B17
    • 18.11.2012 um 13:11 Uhr

    Das ist falsch! Und obwohl Sie es wissen müssten, kommen immer wieder Behauptungen wie "Gaza" wäre besetzt, Unterstellungen wie "Die Alternative ist die Auslöschung aller Palästinenser." Was sollen diese Provokationen? Ist Ihnen einfach langweilig?

    "Israel will eine Lösung diktieren. Das ist doch das wahre Problem. Wäre die UN eine echte unabhängige Organsiation, die das Völkerrecht für alle gleich durchsetzt, hätten wir schon seit Jahrzehnten eine Grenze. Rein rechtlich ist Israel einfach im Unrecht."

    Israel hat das Land also sollte man sich auch diesen Diktat etwas unterordnen anstatt nur Forderungen zu stellen und auf der anderen seite weiterzuschießen. Das sind dann schlicht ungerechtfertigte forderungen.
    Israel ist nicht im unrecht auch rechtlich nicht, da sie sich schlicht verteidigen. Die UN kann nicht etwas von Israel einfordern was der radikalität einiger Palästinenser geschuldet ist.
    Warum soll Israel im Unrecht sein?

    • B17
    • 18.11.2012 um 13:04 Uhr

    Ihr völlig richtiges "Natürlich gab es 1946 zwischen Deutschland und Frankreich noch Hass und Vorurteile, aber der Frieden hatte Bestand, und Hass wurde zu Misstrauen wurde zu vorsichtiger Annäherung wurde zu Freundschaft." ist im vorliegenden Konflikt nicht anwendbar, da u.a. die Komponente "Religion" im Spiel ist, welche dem jeweiligen Gegenüber per se das Existenzrecht im Vollumfang abspricht.

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