Naher Osten : Mehrere Verletzte bei Anschlag in Tel Aviv

Im Zentrum Tel Avivs hat es einen Terroranschlag auf einen Bus gegeben. Mehrere Menschen wurden verletzt, die Polizei sucht nach zwei Verdächtigen.
Israelische Polizisten untersuchen den Bus nach der Explosion in Tel Aviv. © Nir Elias/Reuters

In der israelischen Küstenstadt Tel Aviv hat es eine Explosion in einem Autobus gegeben. Dabei wurden nach Angaben der Zeitung Haaretz mindestens 21 Menschen verletzt – die meisten leicht, zwei von ihnen schwer. Die Polizei und die israelische Regierung gehen von einem Terroranschlag aus. Bislang bekannte sich noch niemand zu der Tat.

Der israelische Rundfunk meldete, es handele sich nicht um einen Selbstmordanschlag. Möglicherweise habe ein Attentäter eine Bombe gelegt und sei entkommen. Nach Angaben der Haaretz sucht die Polizei nach zwei Verdächtigen, mehrere Straßen seien gesperrt und Hubschrauber kreisen über der Stadt. Augenzeugen sollen einen Mann beobachtet haben, der einen Sprengsatz in den Bus geworfen habe. Die zweite Verdächtige soll eine Frau sein.

Die Fenster des Busses sind von der Wucht der Explosion zersplittert, das Fahrzeug offenbar ausgebrannt. Fernsehbilder zeigten den beschädigten Bus, aus dem dichter Rauch aufstieg. In der Stadt waren Sirenen zu hören, Krankenwagen rasten zum Ort des Geschehens. Der Anschlag ereignete sich auf dem Schaul-Hamelech-Boulevard im Zentrum Tel Avivs. Die Armeesprecherin Avital Leibovich bestätigte auf Twitter , die Explosion habe sich direkt unter ihrem Büro in Tel Aviv ereignet.

Im Gaza-Streifen wurde der Anschlag von der Hamas als Erfolg gefeiert. "Wir gratulieren unserem Volk zu dieser heldenhaften Tat", hieß es in einer Mitteilung, die über Lautsprecher von Moscheen verlesen wurde. Es handele sich um eine "natürliche Reaktion" auf die Tötung von Zivilisten durch die israelische Luftwaffe, so ein Fernsehsender der Hamas. Israelischen Medienberichten zufolge gab es im Gaza-Streifen zudem Freudenschüsse in die Luft.

Die USA verurteilten den Bombenanschlag und sicherten Israel Unterstützung bei der Suche nach den Verantwortlichen zu. Die USA fühlten sich Israels Sicherheit weiterhin und unerschütterlich verpflichtet, sagte ein US-Regierungssprecher. Die Bundesregierung verurteilte den Anschlag "auf das Schärfste". Eine sofortige Waffenruhe sei nun "das Gebot der Stunde". Kanzlerin Angela Merkel ( CDU ) sprach von einer "sehr fragilen" Lage im Nahen Osten und betonte das Recht Israels, sich zu verteidigen.

Mehr als 100 Tote

Israel hatte vor einer Woche seine Militäroffensive gegen Ziele im Gaza-Streifen begonnen, um den Raketenbeschuss von palästinensischer Seite zu stoppen. Seit Beginn der Offensive sind im Gaza-Streifen mehr als 130 Menschen getötet worden. Auf israelischer Seite kamen fünf Menschen ums Leben. Im Gaza-Streifen waren nach Angaben der Gesundheitsbehörden mindestens 54 Zivilisten unter den Toten, rund 840 Menschen wurden verwundet, darunter 225 Kinder.

Der Anschlag machte die

zunichte. Internationale Vermittler wie US-Außenministerin Clinton und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bemühen sich mit Nachdruck darum, eine Feuerpause zwischen Israel und der Hamas auszuhandeln. In Kairo beriet Clinton mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi , der zwischen den Konfliktparteien vermittelt. Zuvor hatte sie in Israel mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesprochen.

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Kommentare

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Erwähnenswert sei doch, dass vor jedem Schlag gewarnt wurde, sodaß es möglichst wenig zivile Opfer gab. So ein Anschlag (ob nun von der Hamas legitimiert oder nicht) zielt direkt auf Zivilisten. Oder hat der Angreifer vorher Flugblätter verteilt und den Leuten zeit zum Verlassen des Busses gelassen?

Erschwerend kommt hinzu, dass der Anschlag nun die Situation erst recht eskalieren lässt und einen Bodeneinsatz in Gaza möglicher macht. Das wird noch mehr Opfer fordern.

[...]

Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls

Natürlich

die Hamas bejubelt es das Ihre Führer und auch Zivilisten getötet werden, nur damit sie ein paar Propagandabilder haben.Man kann sich die Welt auch schön reden und die Wahrheit als Propaganda abstempeln.Und dieses 'Vorwarnsystem' der Israelis ist doch auch der größte Schwachsinn.Würde sowas funktionieren dann hätten wir ja keine Opfer und Verletzte auf der zivilen Seite.Diese Warnungen kommen zu spät, bzw unmittelbar vor dem Abwurf der richtigen Bombe, sehr einfühlsame und engegenkommnde Aktion der Israelis.

Wobei man nicht vergessen darf

"Schuld an den Opfern hat auf keinen Fall nur Israel, die Hamas ist an jedem Opfer ebenso schuld."

Die Hamas mit ihrer Anti-Juden-Charta wurde aber auch demokratisch gewählt, d.h. die Wählermehrheit in Gaza scheint hinter den Kurs der Hamas zu stehen. Wenn man also von zivilen Opfern spricht oder davon, dass die böse Hamas sich hinter Zivilisten versteckt, sollte man das zumindest im Hinterkopf behalten.

Ursache und Wirkung

"Das ist ja auch der Grund, warum Gaza ohne Hilfe von außen nicht lebensfähig ist."

Ursache und Wirkung sind genau umgekehrt: Die Hilfe von außen hat überhaupt erst dazu geführt, dass wenige hunderttausend Menschen zu einem Millionenstarken Volk vermehren konnten, das nun alleine nicht mehr lebensfähig ist. Allerdings liegt die Verantwortung für dieses Problem in erster Linie bei den Menschen selbst, die weit mehr Kinder in die Welt setzen, als das Land ernähren kann - und bei der UNO, die das ganze über Generationen hinweg unterstützt.

Von so einem Denken halte ich nicht allzuviel.

Zwischen was hatten die Menschen denn die Wahl? Die korrupte Fatah und die fanatische Hamas. Dazwischen gibt es keine Macht, die sich behaupten könnte. Und durchschnittliche Menschen in so einer Situation (Frust, Provokationen und Perspektivlosigkeit) nach einer einer Wahlentscheidung qausi zu Terroristen zu erklären und damit zu legitmen Zielen ist (mal ganz ab vom moralischen Gesichtspunkt) nicht grad lösungsorientiert gedacht.

"Und dieses 'Vorwarnsystem'...

...der Israelis ist doch auch der größte Schwachsinn.Würde sowas funktionieren dann hätten wir ja keine Opfer und Verletzte auf der zivilen Seite.Diese Warnungen kommen zu spät, bzw unmittelbar vor dem Abwurf der richtigen Bombe, sehr einfühlsame und engegenkommnde Aktion der Israelis."

Nochmal zum mitlesen:
Die Hamas hindert Zivilisten daran, ihre Häuser zu evakuieren: http://www.ikhwanonline.c...
Die Anzahl der getöteten palästinensischen Zivilisten könnte wesentlich geringer sein, wenn die Hamas ein Interesse daran hätte!

Das kann man auch anders sehen.

"Die Hamas mit ihrer Anti-Juden-Charta wurde aber auch demokratisch gewählt, d.h. die Wählermehrheit in Gaza scheint hinter den Kurs der Hamas zu stehen."

Richtig ist, dass die Hamas die Wahlen 2006 mit ca. 56% gewonnen hat.
Richtig ist allerdings auch, dass sie ohne die Fatah nicht gerade toll regierungsfähig war, sondern diese einbezog.
Bis 2007, als die Hamas das nicht mehr wollte und damit einen Bürgerkrieg in Gaza auslöste.
Ab da an würde ich nicht mehr von einer demokratischen Legitimierung sprechen.
Aber selbst für den Fall, dass man das für "danach" noch immer befürwortete, ist die Wahlperiode inzwischen seit zwei jahren vorbei, ohne dass die Hamas reguläre Wahlen zugelassen hat.
Dafür weiss das gemeine Volk aber genau, welche Greueltaten es erwartet, wenn es der Hamas widerspricht.

Der Grossteil der Bewohner Gazas sind einfach unschuldige Menschen.

Zugegeben...

...meine Quelle ist nicht besonders seriös.
Aber weshalb sollte ausgerechnet die ägyptische MB in ihrer offiziellen Webseite Lügen über die Hamas verbreiten?

Oft werden im Forum enlischsprachige Webseiten verlinkt. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, muss eben einen 'Translator' bemühen. Google hilft.

Auf der offiziellen englisch Website: http://www.ikhwanweb.com/... würden Sie sicher vergeblich nach entsprechenden Aussagen suchen.

Weil die ägyptische MB ihre höchsteigenen Interessen vertritt

die sich nicht unbedingt an der Realität in Gaza orientieren, geschweige denn, daß sie ernstlich am Wohl und Wehe der palästinensischen Zivilbevölkerung interessiert wäre. Gäbe es tatsächlich Bestrebungen der Hamas, Zivilisten an der Evakuierung ihrer Häuser in Gaza zu hindern, glauben Sie wirklich, das würde nicht genüßlich und in aller Ausführlichkeit in israelischen Medien, bei Facebook, Twitter und sonstwo ausgeschlachtet?

Mein Interesse, mich bei der ägyptischen Muslimbruderschaft über den Krieg in Gaza zu informieren, liegt unter Null. Mein Interesse an Ihrer Verbreitung unbestätigter Gerüchte aus zweifelhafter Quelle in Form Ihrer Tatsachenbehauptung ebenfalls. Keine Übersetzungsmaschine ersetzt Sprachkenntnis. Sollten Sie aber Fragen zu englisch-sprachigen Quellen haben, hilft Ihnen sicher gern jemand im ZO-Forum weiter.

Wissen Sie was mich einmal interessieren würde?

@dame.von.welt

Ich sehe Sie ja regelmäßig in Foren zu diesem Thema. Und ab und an stelle ich Ihnen Fragen. Nur bekomme ich von Ihnen keine Antworten. Vielleicht diesesmal.

Wie stehen Sie also bitte zur politischen Entwicklung in Gaza? Genauer, zum Konflikt Fatah/Hamas. Keine Wahlen obwohl die Wahlperiode längst überschritten ist.
Keine freie Presse, keine freie Meinungsäußerung, keine politische Opposition in Gaza.
Wie stehen Sie zu den streng religiösen Ansichten der Hamas? Zu ihrem Macho-Kult, zu der Ausbildung Minderjähriger als Selbstmordattentäter.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar für ein paar Antworten. Damit ich Ihre Position besser verstehe.

Da die Hamas...

...1987 als Zweig der MB gegründet wurde, lohnt es sich durchaus, hin und wieder einen Blick auf ikhwanweb bzgl. der Hamas zu werfen.
Mursi selbst musste kürzlich beschämt feststellen, dass man nicht nur seine, für die Öffentlichkeit bestimmten, englischsprachigen Tweets liest, sondern auch seine arabischsprachigen Tweets.

"Mein Interesse, mich bei der ägyptischen Muslimbruderschaft über den Krieg in Gaza zu informieren, liegt unter Null."

Da verpassen Sie aber einiges! Arabisch-Kurse bietet jede VHS an.

Das ist echt hammerhart..

Die direkten Seiten aus Gaza sind derzeit "leider" down, ansonsten dürften Sie dort die bestätigung finden:

http://qassam.ps/
http://www.hamasinfo.net/

Aber dass Sie Aussagen der MB in Ägypten zur Hamas als unglaubwürdig bezeichnen, sobald da etwas nicht in Ihr Weltbild passt, ist echt der Oberhammer!
Schon seit 2006 beschwert sich die Hamas regelmässig über das "terroristische" Vorgehen der Israelis, vor einem Beschuss oder Bombardierung vorzuwarnen und damit psychischen Druck auszuüben.

Aus den Anfängen:

"Raji Serrani, the director of the Palestinian Centre for Human Rights (PCHR), which has collected several examples of the tactic, described it as "psychological warfare", adding: "Since when did Israel feel the need to warn people that they were about to bomb their homes? They are simply playing with people's minds and inflicting a new panic in Gaza.""

http://www.guardian.co.uk...

Es wäre klüger,

Sie würden weniger über mein Weltbild (was darin Platz hat und Ihrer Meinung nach der Oberhammer ist) spekulieren, als vielmehr seriöse Quellen zur Verfügung stellen. Ihr erster link führt ins Nirvana, Ihr zweiter auf eine arabisch-sprachige Seite. Ich pflege mich auch nicht bei Kassam-Brigaden und Hamas über den Krieg in Gaza zu informieren, sondern in deutsch- und englisch-sprachigen seriösen Medien (für D reicht das Spektrum von taz bis Welt, insgesamt sind es mehr als 10 verschiedene) und diversen Blogs.

Ihr Guardian-link belegt nicht, daß Hamas Zivilisten an der Evakuierung ihrer Häuser hindern würde - das war die von mir bezweifelte Tatsachenbehauptung - sondern die Art der Kriegsführung der 'moralischsten Armee der Welt'.

Antwort auf "Was glauben Sie jetzt schon wieder nicht?"

Das schrieben Sie:

[52. Richtig ist, dass die Hamas die Wahlen 2006 mit ca. 56% gewonnen hat.
Richtig ist allerdings auch, dass sie ohne die Fatah nicht gerade toll regierungsfähig war, sondern diese einbezog.]

Für die Wahlergebnisse möchte ich bitte Ihre Quelle haben. Ich hatte danach gesucht und nichts gefunden.
Für Ihre Behauptung zur Fatah hätte ich gern eine Begründung und einen Beleg, wenn möglich, damit Ihre Behauptung glaubwürdiger ist.

[Bis 2007, als die Hamas das nicht mehr wollte und damit einen Bürgerkrieg in Gaza auslöste.]

Auch hierfür bitte eine Begründung/einen Beleg.

[Ab da an würde ich nicht mehr von einer demokratischen Legitimierung sprechen.]
Hier äußern Sie Ihre subjektive Meinung. Ist o.k.

[Aber selbst für den Fall, dass man das für "danach" noch immer befürwortete, ist die Wahlperiode inzwischen seit zwei jahren vorbei, ohne dass die Hamas reguläre Wahlen zugelassen hat.]

Würde mich interessieren, warum es keine neuen Wahlen gab. weiß da jemand Genaueres (möglichst mit Begründung oder mit Beleg)?

[Dafür weiss das gemeine Volk aber genau, welche Greueltaten es erwartet, wenn es der Hamas widerspricht.]

Und woher wissen Sie das? Haben Sie repräsentative Umfrageergebnisse und Beweise für Greueltaten?

Können Sie meine Nachfrage nachvollziehen?

Quellen

Zum Wahlergebnis 2006:

http://www.wahlrecht.de/n...

Die von mir genannten 56% für die Hamas beziehen sich auf die Sitzverteilung (74 von 132).
Zur weiteren Entwicklung lesen Sie einfach hier:

http://de.wikipedia.org/w...

Wie die Hamas gegenüber der eigenen Bevölkerung reagiert, konnte man auch heute wieder lesen/sehen, als 6 Männer öffentlich ohne Prozess hingerichtet wurden und einer danach tot durch eine Motorradgruppe durch die Strassen von Gaza geschleift wurde.
Wenn Sie da mehr Quellen haben wollen, sollten Sie einfach mehr zu dem Thema lesen.

Künstliches Gebilde

meint in diesem Fall, daß es nicht in Einvernehmen mit den Nachbarn gewachsen ist, sondern durch Beschluß entstand. Richtig, praktisch alle Staaten, die aus den Kolonien in Afrika entstanden sind genauso künstlich. Und merkwürdigerweise gibt es da ja auch Probleme ohne Ende...

Nein, ich hab keine Ressentiments gegenüber Israel. Ich hab Freunde, die von dort wieder nach Europa zurückkamen. Allerdings glaube ich, daß die momentane Regierung dort Fehler macht.
Und ob die Gründung Israel auf diese Art und Weise kein Fehler war, ist zumindest diskutierbar. Es hätte vieleicht andere Lösungen geben können. Eine allerdings eher akademische Fragestellung....

Ressentiments

Die israelische Politik hat sicher viele Fehler gemacht, etwa die Siedlungspolitik.
Aber: der Begriff "künstliches Gebilde" (und ein solcher Begriff wird immer nur auf Israel angewandt und nicht etwa auf Polen, Ungarn oder Lithauen, die auch "durch Beschluss" entstanden sind - siehe Pariser Vorortverträge) nimmt ein altes Ressentiments auf (das nämlich Juden nichts "echtes" schaffen können, sondern nur "oberflächliches, künstliches" - ganz anders als die treuen Germanen, nicht wahr) und bezweifelt das Lebens- und Existenzrecht des Staates Israel - mMn ein No-go.
Es ist genau diese Vorstellung: eines Tages werfen wir sie uns Meer zurück, die ein erheblicher Teil (nicht der einzige) des Problemes ist.

"Natürlich"

Mit diesem Argument kann man auch genau das Staatsgebiet Israels bestätigen, schließlich ist es eine Rückkehr auf das Land der Vorfahren, keine völlige Neugründung auf fremdem Land -- wie die USA.

Wenn die Palästinenser sofort von Agypten, den arabischen Staaten und anderen Nachbarn unterstützt wurden, dann scheint mir das auf einem Ressentiment gegen die Briten und auf krasser Unwissenheit oder Nicht-Wissen-Wollen über das Schicksal der europäischen Juden zu beruhen. Dabei waren doch die KZ erst 2 oder 3 Jahre zuvor befreit worden.
Und auch heute werden Fakten wie jüdisches Leben im antiken Palästina (selbst bei Auftauchen archäologischer Beweise) oder die Schoah trotz aller Belege schlicht zur Lüge erklärt. Das ist wohl so wie die geistige Hartleibigkeit der Rechten. Was will man da machen? Selbst im Zeitalter der umfassendsten Informationsmöglichkeiten kommen Fakten nicht an.

Aber da, wo sie ankommen, weht ein ganz anderer Geist. Ich hoffe auf die Generation Facebook.

Wortklauberei

und Interpretation. Was Worte bei Ihnen auslösen, ist Ihr Problem.
Sie sagen es selbst. Künstliche Gebilde machen Probleme. Daß man diese daraus folgend wieder rückabwickeln sollte, ist nicht meine Ansicht. Weder die deutsche Ostgrenze noch Israel stehen zur Disposition. Trotzdem ist ein Verständis der Probleme nur möglich, wenn man klar die Ursachen benennen kann.
Die Situation ist doch offensichtlich. In Palästina leben nun mal Israelis und Palästinenser auf engem Raum zusammen. Jeder, der glaubt, man könnte die daraus enstehenden Konflikte mit Gewalt oder zu Lasten nur einer Seite lösen, ist ein Phantast. Solange es dort Politiker gibt, die eine friedliche Lösung torpedieren, wird es immer wieder Krieg geben. Und solche Typen gibt es leider auf beiden Seiten!
Das Schieben von Schuld, wie es auch hier im Forum betrieben wird, bringt niemanden weiter.

Auweia

Es gibt ja genug Zahlen zum Verhältnis der Bevölkerungsgruppen in Palästina vor 1948.
Und dummerweise waren auch schon im Jahr 70 nicht nur Juden dort sesshaft, wo heute Israel ist.
Aber darum geht es doch gar. Israel ist heute ein Fakt. Dort leben Nachkommen der Zuwanderer in der 3.Generation. Allein das begründet schon das Existensrecht des Staates.
Aber die Palästinenser leben nun mal auch dort. Da ist es doch wenig zielführend, dem jeweils anderen das Bleiberecht abzusprechen.
Dafür müssen aber die Wunden, die sich die beiden Völker zugefügt haben, an denen die alten Besatzmächte auch ihre Schuld haben, heilen. Das geht aber nur mit offenem Dialog. Solange die Schuldzuweisungen einseitig weiter gehen, wird das nix!

@ 82 - Königsberg

Sie müssen noch sehr jung sein, und gab es in der Schule keinen Geschichtsunterricht ?

Sonst würden Sie nicht schreiben :

"aber z.B. die Grenze zwischen Polen und Deutschland mit dem Fluss Oder scheint mir recht natürlich, auch wenn ich mir die Geschichte der Namen einiger Städte westlich/ östlich davon anschaue"

Mein Vater kam aus Ostpreussen, aus dem Teil der jetzt polnisch ist.

Es gibt keine Revanche Gelüste, und nicht im Entferntesten der Gedanke, diese Gebiete mit oder ohne Gewalt wieder zu meiner Heimat zu machen.

Nächster Punkt. Wer bewohnte im Jahre 0 unserer Zeitrechnung das Gebiet, welches heute Israel heißt, und welcher Religion gehörten diese Menschen an ?

Wann und wo endet das Recht auf Territorien, die von einer bestimmten Volksgruppe bewohnt werden / wurden.

Deshalb ist Ihr Beispiel mit den Indianern gut. Versuchen sie mit Waffengewalt, mit terroristischen Anschlägen den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen ? Gleiches gilt für die Aborigines in Australien und andere Urvölker.

Wenn man jetzt einen ganz großen, verrückten Bogen schlagen wollte, darf man der "ursprünglichen" Bevölkerung das Recht einräumen, sich mit Waffengewalt gegen eine "Überfremdung" zu wehren ?

Die kleinen Leute werden von den jeweiligen Machthabern mißbraucht, ihre Partikularinteressen durchzusetzen.

Im Nahen Osten ist das z.Zt. besonders perfide, und es wird ein hoher Blutzoll gezahlt, weil immer noch zu viele glauben, für die gerechte Sache zu kämpfen.

Um der tendenziösen Moderation entgegenzuwirken...

Wer lebte vor 2000 Jahre auf dem nordamerikanischen Kontinent? Die indigenen Völker Amerikas. Nach ihrer Rechnung müßten sie den uneingeschränkten Anspruch auf das nordamerikanische Territorium geltend machen dürfen. Sie sehen, Ihre Ansicht ist Müll...

Im Übrigen, die Juden haben bis auf wenige Jahre in den letzten 2500 Jahren vor Ausrufung des israelistischen Staates keinen Herrschaftsanspruch in Palästina gehabt.

586 - 333 vor Christus (Persische Herrschaft)
333 v. Chr - 638 n. Chr. (Römische Provinz)
638 - 1517 (Arabisches Kalifat)
1517 - 1918 (Osmanische Herrschaft)
1918 - 1948 (Britisches Mandat)

[...] Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Anfeindungen. Danke. Die Redaktion/kvk

Keine Rechtfertigung

Also das stimmt einfach vorne und hinten nicht - und zwar bei aller Anerkennung der Fehler und Illusionen und Missentscheidungen der israelischen Politik:
- bis 1967 wurde das WJL von Jordanien, der Gaza Streifen von Ägypten beherrscht.Diese Länder haben wenig bis nichts getan, um der dortigen Bevölkerung auf die Beine zu helfen - im Gegenteil.
- Ab 1967 beherrscht Israel diese Territorie - und setzt seine (wie ich meine: fatale) Siedlungspolitik um. Trotzdem sollte man nicht verkennen, dass die realen Lebensbedingungen der Pal. in diesen Gebieten langsam (und sicher unzureichend) besser werden.
- Abzug der Israelis aus Gaza 2005; seitdem Herrschaft der Hamas dort mit den bekannten Folgen.
Fazit: keine Rechtfertigung für den Terror!

Abzug der Israelis

"- Abzug der Israelis aus Gaza 2005; seitdem Herrschaft der Hamas dort mit den bekannten Folgen.
Fazit: keine Rechtfertigung für den Terror!"

Iran oder Syrien sind seit wieviel Jahren eigenständige Länder und wieviel besser sieht es dort aus?
man kann doch nicht von 1.7 Mio. Palästinensern in so einem kleinen Gebiet nach so einer Vergangenheit von 50 Jahren und mehr und erbärmlicher aktueller Lage verlangen, dass sie sofort die beste Demokratie der Welt erschaffen?

Israel muss auch Rücksicht nehmen,
zur eigenen Verantwortung der Vorgeschichte stehen

nur den Dingen ihren Lauf lassen und dann alles wegbomben,
das ist keine Lösung

ok, man kann das Abwarten bisher als Rücksicht verstehen,
die Höhe des Kredits ist die Frage

Israelis sind mit Recht über den Terroranschlag empört

Dass ist ein relativierender Vergleich, dessen Analogie absolut nicht stimmig ist.

Stellen Sie sich das vor:

"... Es gab Fälle von Verbrennungen, die zunächst nicht sehr großflächig waren. Doch nach zwei, drei Tagen, als die Traumatologen die Verbände öffneten, waren sie plötzlich viel größer und schlimmer - aus Verbrennungen zweiten Grades etwa wurden solche dritten Grades. Das führten sie zurück auf eine Kombination von Hitze und chemischer Einwirkung, was den Verdacht aufkommen lässt, dass Phosphorbomben eingesetzt wurden. Das aber muss im Einzelnen noch untersucht werden.

Kritiker werfen Israel vor, auch Streubomben eingesetzt zu haben.

Kollegen haben mir berichtet von Explosionen, bei denen Beine und Arme abgetrennt wurden. Ich kenne Minenverletzungen dieser Art aus Angola - dann hängen allerdings noch Muskel- und Hautreste an den Gliedmaßen. Die Amputationen, die im Gazastreifen aufgetreten sind, sahen überwiegend anders aus: wie direkt abgeschnitten, sehr glatt. Das nährt den Verdacht, dass so genannter DIME-Sprengstoff eingesetzt wurde, der dichtes, reaktionsträges Metall enthält. Das Entscheidende für mich aber ist, und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sieht das auch so, dass hier massiv Zivilbevölkerung angegriffen wurde, auch mit so einfachen Waffen wie Bulldozern."

http://www.faz.net/aktuel...

Jetzt kommt die Bodenoffensive

Seit Tagen stehen zig tausend Berufssoldaten und Reservisten auf Abruf einige sind schon eingezogen worden und sind in den Doerfern um den Gaza Streifen. Nun hat sich Gaza das Problem selber eingehandelt wir duerfen einfach nicht zulassen das es wie vor ein paar Jahren laeuft und es FEIGE Anschlaege auf Zivilisten (nur auf Zivilisten)in unserem Land veruebt werden.

Zivilisten

[15. Jetzt kommt die Bodenoffensive
Seit Tagen stehen zig tausend Berufssoldaten und Reservisten auf Abruf einige sind schon eingezogen worden und sind in den Doerfern um den Gaza Streifen..]

Das klingt so, als hätten sie darauf gewartet.

[Nun hat sich Gaza das Problem selber eingehandelt wir duerfen einfach nicht zulassen das es wie vor ein paar Jahren laeuft und es FEIGE Anschlaege auf Zivilisten (nur auf Zivilisten)in unserem Land veruebt werden.]

Und nun ist es so weit. Gaza hat Sprengstoff in einen Bus geworfen. Dafür muss Gaza büßen. Alle in Gaza. Auch Zivilisten.

Verstehen sie mich nicht falsch

aber ja ich warte darauf. Dann ist endlich mal ruhe! Natuerlich tut mir jeder Zivilist und vor allem jedes Kind leid. Aber die Hamas und Untergruppen greifen NUR Zivilisten an.Auch in dem Bus sass nicht ein Soldat sondern NUR Zivilisten. Wie kann ich da noch Mitleid empfinden? Kennen Sie Bilder wie nach jedem toten Zivilisten Israels dort gefeiert wird und suesses verteilt wird? Kennen sie solche Bilder von uns in Israel? Sowas gibt es bei uns nicht, wir gedenken sogar den Toten Zivilisten in Gaza, wie warnen Sie. Und was passiert? Genau im Warngebiet spielen Kinder auf einmal Fussball oder werden mal kurz als Schutzschild missbraucht. Wie kann man da noch Mitleid empfinden? Ich habe Mitleid mit meinen Nachbarn die 2006 starben als mein Haus zerstoerrt wurde, ich habe Mitleid mit meinem anderen Nachbarn der in einem Anschlag (auch in TLV) alle seine Kindern verlor. Und ich habe Mitleid mit meinen zwei Nachbarsmaedchen die uebrigens Araberinnen sind und jede Nacht bei mir im Schutzraum schlafen und die kleinere mit 7 Jahren ins Bett macht. Und ich habe Mitleid mit den Kindern aus Gaza. Aber der Unterschied ist die Menschen aus Gaza haben es nicht!

Fortsetzung folgt

[144. ...aber ja ich warte darauf. Dann ist endlich mal ruhe!]

Was meinen damit? Totenstille? Möglicherweise ist es eher die Ruhe vor dem Sturm?

[Natuerlich tut mir jeder Zivilist und vor allem jedes Kind leid. Aber die Hamas und Untergruppen greifen NUR Zivilisten an.Auch in dem Bus sass nicht ein Soldat sondern NUR Zivilisten. Wie kann ich da noch Mitleid empfinden?]

Manch einem tun auch die Soldaten, falls sie keine Berufskiller einer Privatarmee, sondern Wehrpflichtige sind wie z.B. die israelischen und die libyschen Soldaten, leid, die ihre Gesundheit und ihr Leben einsetzen und töten müssen - auf beiden Seiten für eine vermeintlich gute Sache und
gegen das angeblich Böse.

[Kennen Sie Bilder wie nach jedem toten Zivilisten Israels dort gefeiert wird und suesses verteilt wird?]

Ich kenne Leute, die machen Ihnen jedes Bild und jedes Video, das Sie haben wollen.

[Kennen sie solche Bilder von uns in Israel? Sowas gibt es bei uns nicht, wir gedenken sogar den Toten Zivilisten in Gaza, wie warnen Sie.]

Sie wollen erklären, dass Israelis (=WIR) die besseren Menschen sind?

Fragen

Ich möchte, um es besser zu verstehen, Sie als direkt Betroffene einmal fragen:
Sehen Sie, dass die Israelis nun sicher sind, oder sich immerhin sicher fühlen können? Herrscht nach den militärischen Operationen mehr Sicherheit als vor deren Beginn? Und wenn, wie lange? Wohin soll das alles führen? Denken Sie nicht, es wäre weitsichtiger und, vor allem auch für Israel selbst besser anders mit dem "Problem Gazastreifen" umzugehen?

Fortsetzung

[Und was passiert?]

"...Ich habe einen Jungen zuhause besucht, der hatte eine schwere Kopfverletzung. Weil er auf der linken Körperseite gelähmt ist und nichts mehr fühlt, muss er ständig umgelegt werden - um Dekubitus-Geschwüre zu verhindern, die sich infizieren und dann lebensgefährlich werden können.

Mobile Kliniken, von denen aus Hausbesuche gemacht werden, gibt es, aber da der Bedarf nun so groß ist, lässt sich das kaum noch bewerkstelligen....

Hinzu kommt eine Erfahrung, die ich öfter machte, so auch am letzten Abend, als ich zu Besuch bei einer Familie war.

Dort fragte mich ein siebenjähriges Mädchen, ob ich auch jüdische Menschen treffen würde, wenn ich den Gazastreifen wieder verlasse. Und ob ich vor ihnen Angst hätte?

Ich versuchte ihr zu erklären, dass nicht alle jüdischen Menschen Palästinenser angreifen wollen. An ihrem Gesichtsausdruck sah ich, dass sie mir das nicht glaubte.

Das ist das katastrophale Ergebnis der Trennungspolitik der israelischen Regierung, die dazu führt, dass junge Israelis und Palästinenser sich nicht mehr treffen - und, schlimmer noch, dass junge Israelis Palästinenser nur durch die Zielfernrohre sehen."

http://www.faz.net/aktuel...

Sie leben WIRKLICH in Israel ?

Wenn Sie nicht nur HAARETZ lesen, wovon ich eigentlich
ausgehe, dann dürften Ihnen die Reaktionen der israelischen
Öffentlichkeit auf den Tod von Palästinensern doch kein
Geheimnis sein, oder ?

Das wohl Widerwärtigste in diesem Zusammenhang, waren
die Reaktionen auf den Tod mehrerer palästinensischer
Vorschulkinder, die in einem Busunfall am Stadtrand
von Jerusalem jämmerlich verbrannten.

Es wurde gejubelt, dass es jetzt weniger "kleine Terroristen" gäbe.

Nurid Peled-Elhanan und andere haben dies damals
dokumentiert.

Ein Blick in die Kommentarspalten von JerusalemPost
oder Ynetnews in englischer Sprache, öffnet jedem
die Augen darüber, wieviel "Mitgefühl" mit den
Menschen jenseits des "Zauns" (nicht) vorhanden ist.

Ich bin selber in der Region stationiert

und lebe im Sueden. Auch arbeite ich im medizinischen Bereich und fast 50% meiner Patienten bei Taagad sind Palaestinenser.
Ich kenne die Menschen dort sowohl in Gaza wie auch in der Westbank (beides ist sehr Unterschiedlich so das man beide Seiten bei Diskussionen voneinander trennen muss) und kenne die Palaestinenser in Israel. Wobei ich lieber Araber sage weil sehr viele (meine Vater ist Arabischer Christ)sich selbst nicht als Palaestinenser betiteln. Und ich waere froh wenn der taeglische Raketenbeschuss den wir seit mehr als 12 Jahren erleben aufhoert!