Gaza-Konflikt : Arabische Liga reist in den Gazastreifen

UN-Generalsekretär Ban setzt sich mit einem Besuch in der Konflikt-Region für eine Waffenruhe zwischen Israelis und Palästinensern ein. Auch die Arabische Liga reist an.
In der Nähe der palästinensischen Stadt Ramallah klettert ein Mann mit einer Hamas-Flagge einen Mast hoch. © Mohamad Torokman / Reuters

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Israel und die radikal-islamische Hamas zu einer umgehenden Waffenruhe aufgerufen. Die beiden Konfliktparteien sollten mit Ägypten als Vermittler zusammenarbeiten, sagte Ban nach Angaben eines Sprechers. Jede weitere Eskalation der Lage werde unausweichlich das Leiden der betroffenen Zivilisten erhöhen und müsse vermieden werden. Ban wird heute zu Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi in Kairo erwartet.

Hoffnungen auf eine baldige Waffenruhe hatten Vertreter der palästinensischen Seite am Sonntag gedämpft. Zwar hätten die Verhandlungen zwischen Hamas und Israel in Kairo Fortschritte gemacht, eine Feuerpause sei in den kommenden Tagen aber unwahrscheinlich, sagte der PLO-Politiker Nabil Schaath nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan. Schaath war darüber von Hamas-Exilchef Chaled Maschaal unterrichtet worden. Israel wolle seine Bedingungen durchsetzen und ignoriere die Forderungen der Hamas und anderer Palästinenserfraktionen, sagte Schaath.

Trotz internationaler Vermittlungsbemühungen haben Israel und Hamas den gegenseitigen Raketenbeschuss am Wochenende fortgesetzt. Bis Sonntagabend griff die israelische Armee nach eigenen Angaben 1.100 Ziele in dem von der Hamas beherrschten Palästinensergebiet an. Von dort seien fast 1.000 Raketen auf Israel abgefeuert worden. 540 seien eingeschlagen, 287 im Flug abgefangen worden. Palästinenser feuerten mehrfach Raketen auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv , zwei Geschosse wurden von der gerade erst installierten Raketenabwehr abgefangen. In den israelischen Städten Aschkelon, Beerscheva und Sderot wurden mehrere Gebäude direkt von Raketen getroffen. Ein Feuerwehrmann erlitt schwere Kopfverletzungen.

Seit Beginn der israelischen Militäroperation Säule der Verteidigung gegen den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen sind 72 Palästinenser getötet worden. Nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums sind davon etwa die Hälfte Zivilisten. Auf der israelischen Seite kamen drei Menschen ums Leben. Allein am Sonntag wurden nach palästinensischen Angaben 26 Palästinenser, die meisten von ihnen Frauen oder Kinder, getötet. Damit starben am Sonntag die meisten Menschen seit Beginn der Militäroffensive.

Israel bereitet Reservisten auf Bodeneinsatz vor

Die andauernde Gewalt macht aus Israels Sicht eine Bodenoffensive in dem Palästinensergebiet wahrscheinlicher. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Sonntag: "Die Operation im Gazastreifen geht weiter, und wir sind dazu bereit, sie noch bedeutend auszuweiten." Tausende Reservisten werden nach Armeeangaben auf einen möglichen Bodeneinsatz vorbereitet. Netanjahu forderte vor einer Waffenruhe einen Stopp der Raketenangriffe. "Erstmal müssen die Raketenangriffe (auf Israel) aufhören, und dann können wir über den Rest reden", sagte er.

US-Präsident Barack Obama bekräftigte das Selbstverteidigungsrecht Israels. Kein Land würde es tolerieren, dass von außerhalb seiner Grenzen immer wieder Raketen auf sein Territorium abgefeuert würden, sagte er am Sonntag. Zuvor hatte ein hochrangiger US-Sicherheitsberater gesagt, die israelische Regierung habe die Entscheidung über eine Bodenoffensive selbst in der Hand.

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu will als Zeichen der Solidarität am Dienstag mit einer Delegation der Arabischen Liga in den Gazastreifen reisen. Davutoglu hatte die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen in der vergangenen Woche als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bezeichnet. Israel warf er vor, den Gazastreifen in ein Gefängnis verwandelt zu haben.

Westerwelle reist nach Israel

Parallel gingen auch die internationalen Bemühungen um eine Waffenruhe weiter. Ein israelischer Unterhändler kam zu Gesprächen mit der Hamas nach Kairo. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will in Kürze nach Israel reisen. Am Sonntag telefonierte er mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas . "Wir sind uns einig darüber, dass die Voraussetzungen für einen Waffenstillstand jetzt schnellstmöglich erarbeitet werden müssen", sagte Westerwelle in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin .

Eine besondere Verantwortung sah Westerwelle auf Seiten der Palästinenser. "Das heißt aber vor allen Dingen, dass der Raketeneinschlag und der Raketenbeschuss, der ja von Gaza aus seit Monaten in Richtung Südisrael geht, eingestellt wird", sagte der Bundesaußenminister. Dies sei "die wichtigste Voraussetzung für alles Weitere".

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Kommentare

126 Kommentare Seite 1 von 8 Kommentieren

Das Unglück nimmt seinen Lauf

Die Arabische LIga verurteilt die Angriffe Israels als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wie bezeichnet denn die Arabische Liga den Raketenbeschuß von Israel durch die Palestinenser ? Vermutlich als Selbstverteidigungsrecht. Dieser Konflikt gährt seit der Gründung des Staates Israels und wird niemals enden. Nach derzeitigem Stand der Dinge wird sich der Konflikt noch ausweiten. Zu stark sind die Begehrlichkeiten anderer Staaten wie Türkei, Agypten pp. nach Macht- und Einflußgewinn in der Region. Hatte sich nicht die Türkei gestern wieder einmal als Vermittler angeboten. So sehr willkommen ist Herr Erdogan seinen Anrainerstaaten offensichtlich wohl doch nicht. Insbesondere Israel wird sich an die markigen Worte, bis hin zu Kriegsdrohungen, Erdogans nach der Erstürmung eines unter türkischer Flagge fahrenden Versorgungsschiffes für die Palestinenser und des tragischen Todes von mehreren türkischen Staatsangehörigen erinnern. Auch die Bundesrepublik Deutschland ist gut beraten sich nur auf Vermittlungsversuche einzulassen und sich nicht in den unkalkulierbaren Konflikt hineinziehen zu lassen, z. B. durch die Stationierung von Raketen und Soldaten auf türkischen Gebiet. Selbst die USA scheinen zur Zeit nicht daran interessiert zu sein sich militärisch in den Konflikt hineinziehen zu lassen. Auch Herr Mursi wird auf Grund seiner innenpolitischen Probleme als Vermittler scheitern. Es wird wohl nichts anderes übrig bleiben als dem Unglück seinen Lauf zu lassen.

Es gibt eine Lösung

Israel muß endlich der Gründung eines palestinensischen Staates in den Grenzen von 1967 zustimmen und die besetzten Gebiete räumen. Der Verlust der Besatzungsgebiete wird durch den Vorteil einer Friedenswirtschaft mehr als ausgeglichen. Israel hat mehr zu bieten als Militärmaschinerie, wenn es nur will.

Wenn dieser neue Staat dann wirtschaftlich gefördert wird, so das Armut und Elendsquartiere wie Gaza langsam verschwinden und Wohlstand sowie Bildung einkehren, wird dem Terrorismus der Boden entzogen. Israel und Palestina können in Frieden laben und zu beiderseitigem Nutzen Geschäfte machen.

Die Unsummen, die im Militärhaushalt verschwinden könnten sehr gut in Entwicklung investiert werden. Terror ist durch Militär nicht zu besiegen !!

Der Gärende Konflikt

Nun ein problem ist wohl auch das die Welt immer wieder den Konflikt zwar unterdrückt hat, aber ihn nicht gelöst. So sind nun auf beiden Seiten Mentschen an der regirung die diesen Konflikt offenbar wollen und auch bereit sind ihn zu führen.

Tragisch ist auch das der Gazastreifen ja als Pilotproject für einen Palestinenser Staat gedacht war und so dort Israel alle seine Siedlungen auch gegen den Willen der sidler geräumt hat, um auszuprobiren ob man auch die anderen Gebite so in die unabhänigkeit überführen könnte. Dieses kann man wohl nun als gescheitert ansehen und so wird Israel nicht noch inmal all seine Sidlungen räumen um dann duch Rakentenbeschuss ständig in einen Konflikt verwikelt zu werden.

Aber villeicht müssen wir und auch von der 2 Staatelösung trennen und hin zur 3staaten lösung gehen wo Gaza und dei restlichen gebite unabhänig betrachtet werden und so die anderen Gebite nich durch die Agressivitä der Hamas von einen Versönungskurs abgebracht weren, und so Israel auch das Siedlungsprogramm nicht mit Aggressionen der Hamas begründen kann.

klüger

"Wieso glauben Einzelpersonen immer wieder, dass sie klüger sind als ganze Regierungen (oder Fussballtrainerstabe)?"

netterweise haben oft schon direkt mehrere Regierungen entgegengesetzte Meinungen,
da ist es bereits Fakt, dass jeder mit einer Meinung klüger als mindestens eine Seite ist,
meist freilich im Blick auf beide, da können Sie dann wieder meckern ;)

die lange Geschichte gibt schließlich genug Recht, wer glaube je nicht schlauer zu sein als die Führung der DDR & Co.?

Militaerisches Eingreifen der USA?

"Selbst die USA scheinen zur Zeit nicht daran interessiert zu sein sich militärisch in den Konflikt hineinziehen zu lassen."

Ein militaerisches Eingreifen der USA in diesen Konflikt waere schon geradezu wahnsinnig. Der noch vorhandene Kredit der USA in arabischen Laendern wie Aegypten oder Jordanien wuerde vollkommen verspielt. Gerade in Jordanien ist die Lage aufgrund der katastrophalen Haushaltslage und den juengsten gewalttaetigen Demonstrationen, die jetzt erstmals auch zu Forderungen die sich gegen die Monarchie richten auswuchsen, ziemlich explosiv. Wenn die jordanische Monarchie auch noch faellt, ist ein Konflikt nicht auszuschliessen gegen den die jetztigen schlimmen Vorgaenge rund um Gaza geradezu eine Kleinigkeit sein werden.

Ein toller -Wunschtraum- ,selbst die Redaktion scheint begeister

Aber schauen doch mal genau hin,was in Wirklichkeit seit zig Jahren abläuft.Eine friedliche Koexistenz mit den Palistinensern ,gibt es nicht,es herrscht Willkür besonders im Gazastreifen.Ein wenig mehr guten Willen seitens der isrselischen Regierung um das Leben für die Menschen im Gazastreifen erträglicher zu machen,damit auch dieser sehr arme Bevölkerungsteil mehr Wohlstand und eine -Zukunft-hat,würde schon viel dazu beitragen,den Radikalen den Boden zu entziehen.Für einen demokratischen Staat sollte es eine Selbstverständlichkeit sein,so einen Mißstand zu beheben.Aber wir erleben anscheinend genau das Gegenteil,die Opferrolle die Israel immer wieder hervorbringt,wird auch im Westen mittlerweise (Gottseidank) kritisch gesehen,obwohl sich unsere Kanzlerin wiedermal reflexhaft voll hinter Netanjahus
anscheinend -pathologischer- Politik stellt.Ein unbestrittener -Kriegstreiber- z.Zt. abgebremst durch Obama,steht er nun mit dem Rücken zur Wand,denn auch die Front der Befürworter und Verbündeten bröckelt,mal ganz davon abzusehen welche verheerende Wirkung dieser Waffengang in der arabischen Welt erzeugt.Ehrliche gemeinte Politik und Friedensabsichten sehen anders aus und generieren vor allem keinen Terror ohne Ende.

Kritik

"die Opferrolle die Israel immer wieder hervorbringt,wird auch im Westen mittlerweise (Gottseidank) kritisch gesehen,obwohl sich unsere Kanzlerin wiedermal reflexhaft voll hinter Netanjahus
anscheinend -pathologischer- Politik stellt.Ein unbestrittener -Kriegstreiber- z.Zt. abgebremst durch Obama,steht er nun mit dem Rücken zur Wand,denn auch die Front der Befürworter und Verbündeten bröckelt,"

ob man Kriegstreiber wohl sagen darf?
wie genau sich Israel verhält, was davon gerechtfertigt oder übertrieben ist, ist schwer zu sagen,

ganz schlimm ist auf jeden Fall, dass allein die Diskussion darüber teilweise schon verboten ist,
egal wie gut Israel sein sollte, es sterben Menschen, akutell gerade das Unglück mit den 12 Zivilisten, aber auch sonst,
sowas muss IMMER kritisch hinterfragt werden, selbst wenn es letztlich unvermeidbar sein sollte

traurig wie aktuell der NRW-Pirat Dietmar Schulz gleich mundtot gemacht wird, sicher mal wieder dumme Wortwahl mit seinem Twitter-Versuch, aber es scheint nicht nur darum zu gehen wenn gleich Antisemitismus und Rücktritt gerufen wird,
wie kann das in einem Satz feststehen?

im Kern ist es doch allein immer der Hinweis, dass Israel gerade einen Krieg führt, Menschen tötet, das muss man doch aussprechen können?,
nicht jede Kritik an Israel verboten sein..

ein Pirat/ ein normaler Mensch kann ehrlich sein, kann Israel kritisieren, ergo Antisemit und weg vom Fenster,
zurück bleiben die bekannten Strahlegesichter, bedenklich..

Es kann nicht sein...

dass immer wieder die Schuldfrage gestellt wird! Es kann auch nicht sein, dass Sie nur Israel erwähnen, das Krieg "führt" - auch die Hamas gehört in diesem Kontext erwähnt.

Wir alle müssen uns von der Schuldfrage distanzieren, und endlich einmal auf den Pfad zurückfinden, wie man einen Weg zueinander findet! Helfen würde auch, sich als Zuschauer mal in beide Seiten hineinzuversetzen, und sich vorstellen, wie würde ich als Bürger der jeweiligen Staaten denken/handeln?!

Der Realität ins Auge sehen

Die Hamas will den Staat Israel eliminieren. Die Provokation des militärisch um ein Vielfaches überlegenen Israel mittels Raketen-Attacken, die auf israelischer Seiten ebenfalls Todesopfer fordern, ist integraler Bestandteil der Hamas-Strategie. Die eigenen Palästinenser, die im Gazastreifen leben, bzw. vegetieren, sind nur als politisch/moralisches Druckmittel interessant; nämlich für die Hamas selbst. Die Europäer berücksichtigen bei der Verurteilung Israels nicht, dass dieses Land weder an Deutschland, noch die Schweiz, noch Liechtenstein, noch Österreich grenzt, sondern praktisch ausschliesslich an eigentliches Feindesland. Was das bedeutet, sollte nicht näher erklärt werden müssen.

auch die anderen

>>Es kann auch nicht sein, dass Sie nur Israel erwähnen, das Krieg "führt" - auch die Hamas gehört in diesem Kontext erwähnt.<<

das klingt, falls der Vergleich nicht unangemessen ist, verdächtig nach Steinbrück, bei dem bitte schön auch all die CDU-Nebenverdiener gewürdigt werden sollen

so funktioniert es einfach nicht, man kann nicht auf andere zeigen,
Israel muss in erster Linie seine eigenen Aktionen verantworten, und zwar alleine,
das ist so wenig antiisraelisch/-semintisch wie alle Steinbrück-Kritiker CDU wählen,

es ist eine gewisse Auszeichnung, dass Israel noch als so intelligent angesehen wird, dass sich Kritik und Diskussion überhaupt lohnt, über Hamas muss man kaum reden

und letztlich sind es nur Kommentare, keine Urteile,
wenn Israel seine Linie durchsetzt, dann sei es so

1948 ist lange vorbei

Daß Israel (genauer: die jetzige Regierung Netanjahu/Libermann!) nicht mal bereit ist, die für Israel "bessere" Situation von 1967 als Basis für Friedensverhandlungen zu akzeptieren, spricht Bände.

Mit der derzeitigen Regierung ist ein Friede illusorisch!

Und ohne Frieden wird der Terror nie aufhören, egal wie viele Militäraktionen durchgeführt werden, egal wie erfolgreich die sein werden.

Ich bin gespannt, wie das israelische Volk sich bei den kommenden Wahlen entscheidet...

Weiterhin Stillstand, weil man sich an den Krieg und die Toten mittlerweile gewöhnt hat?
Oder doch mal eine Alternative versuchen?

Ruckschritt - nein Danke!

Haben Sie sich mal den Verlauf der Grünen Linie angeschaut - die übrigens nie eine Staatsgrenze war? Die Syrer würden wieder 10 Meter von Genezerethsee sitzen, dem größten Süßwasserspeicher Israels, mit Blick auf Tiberias mit seinen über 41000 Einwohnern.20000 Israelis müßten umziehen. In Jerusalem müßte man wieder auf den Besuch der Altstadt mit der Klagemauer verzichten, die Hebräische Universität und das Hadassah Krankenhaus wären wieder eine Insel, 195000 Israelis müßten umziehen. Ausserdem wäre der einzige Zugang zur Stadt wieder ein schmaler werdender Korridor. Etwa 350000 Israelis müssten die WestBank verlassen und könnten etwa 13 Milliarden Euro an Entschädigung für zurückgelassene Immobilien einfordern. All dies um von Staaten anerkannt zu werden die einen genauso mögen wie Ägypten.
Soetwas nenne ich einen unattraktiven Vorschlag.

jaja die waffenruhe

man wird israel zwingen, eigene verteidigung einzustellen. paar monate spaeter wird hamas wieder raketen auf israel schiessen und 2 mill israelis werden taeglich in die bunker rennen muessen. das wird aber niemanden interessieren, so lange israel nicht zurueckschlaegt.

israel - ein tipp fuer dich. die weltgemeinschaft hat noch keine groessere konflikte geloest. alles was geloest wurde, wurde durch gewalt geloest. lass dich weder von un noch von europaer beeindrucken, schuetze deine buerger und entwaffne die hamas.

Seit wieviel Jahren

versucht Israel die Palästinenser zu entwaffnen und seine Bürger vor Terror zu schützen?

Wie gut funktioniert das bisher?

MEIN Tip an Israel wäre: Den Friedensprozess wieder aufnehmen. Mit ernsthafter Kompromissbereitschaft. Will heissen: Stop des Siedlungsbaus und Rückbau aller illegalen Siedlungen.

Mit der derzeitigen Regierung allerdings illusorisch, aber die Bürger Israels haben ja demnächst die Wahl.

Wenn sie sich weiterhin für den aggresiven Weg entscheiden, müssen sie auch bereit sein, den Preis dafür zu bezahlen...

Natürlich wird das nicht über Nacht gehen, und genau so natürlich muss auch die palästinensische Seite ernsthaft den Terror beenden, also die Extremisten in den eigenen Reihen entmachten. Was sicher nicht einfacher wird als die Räumung der Siedlungen.

Aber wenn jede Seite mal damit beginnt, die Kriegstreiber in den eigenen Reihen zu bekämpfen, dann macht das mehr Sinn als sich immer wieder von eben diesen aufeinader hetzen zu lassen!

wieso stellen sie die frage nicht andersrum

seit mehr als 60 jahren versuchen die palaestinenser immer wieder immer mit anderen fuehrer und organisation israel zu vernichten?

wie lange wollen die palaestinenser israele terrorisieren, anstat zu verhandeln? israel hat gaza VOLLSTAENDIG geraeumt und es gab am anfang nicht mal eine blockade. dann hat die hamas das ruder uebernommen. es kamen noch mehr raketen, blockaden kriege. wie lange noch wollen die palaestinenser ihre endsieg phantasien ausleben?

es sind nicht die israelis, welche nicht verhandeln wollen. es sind nicht die israelis welche nach jedem gescheitertem friedesversuch einen krieg starteten. israel hat gelernt mit dem terror (gut) zu leben. die palaestinenser machen sich keinen gefallen ihre traeume ueber die vernichtung israels beizubehalten.

Säkulare Israelis...wacht endlich auf!

Mit der derzeitigen Regierung allerdings illusorisch, aber die Bürger Israels haben ja demnächst die Wahl.

Das Problem ist, dass es in israel keine Opposition mehr gibt. Die Hardliner-Politik ist alternativlos geworden. Dabei müsste man den Israelis einfach mal vorrrechnen, was diese Politik kostet. Eine einfache Rechnung, die alle Positionen des aufgeblähten Militärapparates enthält, würde dem ein oder anderen Israeli vielleicht die Augen öffen und die Dringlichkeit endlich eine Lösung zu finden offenbaren.

Solange aber dieser eklige Konflikt Politiker wie Netanjahu oder Liebermann im Amt hält, wird sich nichts ändern. Vior jeder Wahl ein Krieg. Wielange wollen sich die Israelis noch so verschaukeln lassen?

Die Israelis müssen endlich begreifen, dass Hardliner in ihrer Regierung auf der Gegenseite auch Hardliner produzieren.

Eine besonnene und friedenswillige israelische Regierung entzieht Hamas & Co. den Boden. Und ganz nebenbei auch den Extremisten im eigenen Land. Denn auch die Hardliner der Ultraorthodoxen und Siedler profitieren von diesem Konflikt.

Säkulare Israelis...wacht endlich auf!

Warum soll ich die Frage andersherum stellen?

Warum soll ich von den Palästinensern fordern und Israel verstehen, rechtgeben, unterstützen?

Haben Sie meinen Kommentar nicht verstanden?

Es sind genau solche Menschen wie Sie (auf israelischer Seite) und ihre Pendants auf palästinensischer Seite, die von der anderen Seite alles fordern und selbst nicht bereit sind, das Brett vor der Stirn mal in Frage zu stellen.

Ach, und zum Thema "Israel ist verhandlungsbereit..."

"Israel" spricht monetan durch den Mund von Bibi Netanjahu (und den von Avigdor Libermann)!

Wollen Sie mir und der Welt hier ernsthaft erzählen, die beiden Herren wären verhandlungsbereit?

[...]

Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ls

Vorsicht ist die Mutter des säkularen Israelis

Glauben Sie wirklich man weiß als Israeli nicht wie hoch die Verteidigungsausgaben sind? Trotzden findet sich kaum einer der sie für überhöht hält. Und warum? Die Fatah hat schon zu Lebzeiten von Herrn Arafat beschlossen den Teil in ihrer Charta zu streichen in dem es um die Vernichtung Israels geht. Bis Heute hat es leider noch nicht geklappt. Die Hamas hat natürlich auch so einen Programmpunkt und ist derzeit dabei mit aller Kraft zu beweisen daß sie nicht daran denkt ihn demnächst zu streichen. Wenn diese beiden Organisationen mit entsprechenden Änderungen ihre ernste Bereitschaft zu einer Friedenslösung bekunden würden, es würde uns wachen säkularen Israelis bestimmt nicht entgehen und den Hardleinern würde der Wind aus den Segeln genommen. Ich halte der Fatah zugute daß sie in den letzten 8 Jahren keine Anschläge mehr verübt hat und kann mir mit denen sehr wohl eine friedliche Einigung vorstellen wenn man es mit der Grünen Linie nicht so genau nimmt. Nicht aber mit der Hamas. Der Gazastreifen wurde vor 7 Jahren geräumt trotzdem gibt es keine Ruhe. Da schäme ich nicht mal daß ich misstrauisch bleibe.
Welche Partei soll ich denn Ihrer Meinung nach am 22.1. wählen?

Aufwachen

müssen aber auch die Palästinenser.

Auf BEIDEN Seiten müssen die Friedenswilligen endlich anfangen, die Extremisten in ihren eigenen Reihen unter Kontrolle zu bringen.

Speziell die Hamas ist mit ihren illusorischen Forderungen nicht weniger vernagelt als Bibi & Co.

Im Gegensatz zu Israel ist hier mit dem fast bis zur Selbstverleugnung kompromissbereiten Abbas aber eine Alternative zur Hamas da.

Mein Vorschlag: Realistisches und ernstgemeintes Friednesangebot an Abbas bzw. das Westjordanland. Siedlungsstopp und Rückbau der ersten Siedlungen, nötigenfalls mit Militäreinsatz (wird ohne Gewalt vermutlich leider nicht gehen).
Weitgehende wirtschaftliche Autonomie der Palästinenser dort.
Im Gegenzug die Garantei, keinen Terror von dort ausgehen zu lassen, Anerkennung des Existenzrechtes.
Internationale Polizeitruppen verstärken/unterstützen die Palästinensischen Kräfte, um speziell zu Beginn ein einsickern von Terroristen, die nicht an einem funktionierenden Frieden interessiert sind, zu verhindern. Um Irritationen zu vermeiden, könnten diese internationalen Polizisten hälftig aus arabischen/islamischen Ländern und westlichen Ländern stammen.
Die Gerichtsbarkeit liegt jedoch 100% in den Händen der Palästinenser, evtl. ergriffene Terroristen werden von ihnen abgeurteilt, man wird schnell sehen wie ernsthaft vorgegangen wird...

Oh weia...

Es gibt immer Bedingungen für und in Verhandlungen.
Im englischen nennt man das "to ask for terms".

Sicher muss Abbas bestimmte Vorbedingungen stellen, sonst wäre Israel ja in der Lage Fakten zuschaffen und die Verhandlungen würden sich erledigen, weil es nichts mehr zu verhandeln gibt.

Brandt und Bahr haben die Verhandlungen mit der Sowjetunion auch nicht ohne "Vorbedingungen" gestartet.
Man hat sie nur sehr "sanft" kommuniziert.

Eine Vorbedingung war, dass der Status quo wie er zum Zeitpunkt der Verhandlungen war nicht geändert werden sollte.

Ach zd... :-(

Ihre "Empörung" spricht Bände und zeigt deutlicher als Sie es vermutlich möchten wes Geistes Kind Sie sind.

Sie erwarten von den Palästinensern also, daß sie OHNE Bedingungen "verhandeln"(wenn man das dann noch so nennen darf...)

Ich nenne das ganze dann Diktatfrieden - genau das was Bibi & Co. wollen...

---

Ich denke nicht, daß es noch Sinn macht mit Ihnen zu reden, Sie akzeptieren ja doch nur ihre eigene Position.

Sie dürfen sich jetzt auch gerne schmollend und selbstgerecht einreden, mir wären die Argumente ausgegangen...

Einen schönen Tag noch, mir bleibt die Hoffnung, daß es in Israel noch andersdenkende Menschen gibt!

Wer so redet,...

wie Sie, der will nicht verhandeln, dem schweben andere "Lösungen" vor.

Israel befindet sich aber in der völligen strategischen Defensive, auch wenn es Ihnen noch nicht klar ist.

In ein paar Jahren oder Jahrzehnter, wird das "Electorat" in den USA anders aussehen, da wird es nicht mehr so wichtig sein, auf die ghanzen Jewish xxx zu hören, weil man deren Stimmen und deren Geld haben will / muss.

Auch in Europa wird man pragmatischer mit dem östlichen Mittelmeer umgehen.
Vorallem dann, wenn sich Israel seinen Lebensstandard und seine "Hochrüstung" nicht mehr leisten kann.

Deutschland wird sicher nicht bereit sein ~ 1 % (ca. 3 Mrd. €)seines Bundeshaushalts nach Israel p. a. zu überweisen, wenn nicht mehr, damit Israel sich Rüstung, Wohlfahrtsstaat und seine "Siedlungen" leisten kann.

Rasmussen hat bereits gesagt, dass Israel nicht weiter eskalieren solle.

Lösung Wirtschaft

Also mit etwas Fantasie könnten die Israelis einen Rüstungsetat weitgehend für die wirtschaftliche Aufrüstung der gesamten Region ausgeben, palästinensische Gebiete gleichgestellt eingeschlossen. Das hat schon immer funktioniert. Straßen bauen, Krankenhäuser, Brunnen, Schulen, Handelsstrukturen... Das Prinzip der Partizipation kannten schon die Araber und die Römer u.v.a. in grauer Vorzeit. Die normale Bevölkerung würde ihre Radikalen zum Teufel schicken. Wie kann man nur so ungeschickt sein. Vielleicht ist der Konflikt ja gewollt? Warum? Keine Ahnung? Eine neue Partei in Israel könnte ja neue Wege gehen. Ich bin zwar kein Wirtschaftsgläubiger, aber sowas funktioniert.

Papierhelden

"angeblich haben die Hamas einen F 16 abgeschossen und die beiden lebenden Piloten als Geiseln genommen."

Ja, und die Knesset haben sie auch schon zerstört. Ausserdem wurden mehrere Helikopter abgeschossen und Tel Aviv hat schon seit Tagen keinen Strom mehr, nachdem die Herrschaften ein Kraftwerk zerstört haben. Und sowieso ist das hier die wirklich echte "Mutter aller Schlachten"!

Mal ernsthaft: Die Meldungen der Kassam-Brigaden haben mehr was von Comedy. Der ehemalige irakische "Informationsminister" Muhammad as-Sahhaf (auch bekannt als Comical Ali) wäre so stolz auf seine Brüder...

"( es steht schon in 2 ausländischen Zeitungen )"

Lassen Sie mich raten: Die Quellen sind iranischen, palästinensischen oder russischen Ursprungs?