Gazastreifen : Israelische Luftwaffe tötet Militärchef der Hamas

Israelische Streitkräfte haben den Chef des militärischen Arms der Hamas im Gazastreifen, Ahmed al-Dschabari, getötet. Das sei der Beginn einer Offensive, so Israel.
Das zerstörte Auto des getöteten Hamas-Führers Ahmed al-Dschabari in Gaza-Stadt © Mahmud Hams/AFP/Getty Images

Israel hat bei einem Luftangriff im Gazastreifen den Militärchef der radikal-islamischen Hamas getötet. Der Chef des bewaffneten Hamas-Flügels Iss al-Din, Ahmed al-Dschabari , sei bei einem israelischen Raketenangriff auf sein Fahrzeug ums Leben gekommen, teilte die Palästinenser-Gruppe mit. Israels Inlandsgeheimdienst bestätigte den Angriff. Man habe Al-Dschabari wegen seiner "jahrzehntelangen terroristischen Aktivitäten" getötet. Auch der Leibwächter des Militärchefs wurde bei dem Angriff verletzt und erlag nach Krankenhausangaben später seinen Verletzungen.

Die Sprecherin der israelischen Streitkräfte, Avital Leibovich, sagte, es sei ein gezielter Angriff auf Al-Dschabari erfolgt. Dies sei gleichzeitig der Beginn eines Einsatzes gegen terroristische Organisationen im Gazastreifen. Diese neue Offensive Säule der Verteidigung habe zum Ziel, "die Kommando- und Kontrollkette der Hamas-Führung und ihrer terroristischen Infrastruktur ernsthaft zu beeinträchtigen", sagte Leibovich. Dafür bombardierte die Luftwaffe nach Angaben der Armee die Waffendepots der Hamas und anderer militanter Gruppen, Auch gab es Angriffe auf Lagerstätten, in denen weiterreichende Raketen vermutet werden.

Die israelischen Streitkräfte teilten weiter mit, Bodentruppen stünden für einen Einmarsch bereit, sollte der Befehl gegeben werden. Leibovich sagte, es handele sich um den Beginn eines längeren Einsatzes gegen terroristische Gruppen im Gazastreifen.

Zugleich drohte Israel der Palästinenserführung von Präsident Mahmud Abbas . Sollte sie in zwei Wochen den Antrag auf Anerkennung ihrer Staatlichkeit vor den Vereinten Nationen einbringen, könnte Israel die jüdischen Siedlungen im Westjordanland annektieren und die Friedensverträge mit den Palästinensern aufkündigen, sagte Umweltminister Gilad Erdan von der regierenden Likud-Partei dem israelischen Rundfunk.

Hamas droht mit Gegenschlag

Die Essedin-al-Kassam-Brigaden erklärten, mit der Tötung al-Dschabaris habe Israel "das Tor zur Hölle geöffnet". Die radikale Hamas-Gruppierung werde auch weiterhin "den Weg des Widerstands" verfolgen. Sie drohte mit einem massiven Gegenschlag.

Noch am Vortag hatten beide Seiten unter Vermittlung Ägyptens ihre Bereitschaft signalisiert, die Auseinandersetzungen nicht zu einem Krieg eskalieren zu lassen.

Die USA kündigten an, die Entwicklung der Situation im Gazastreifen "genau zu beobachten". "Wir sind solidarisch mit unserem israelischen Partner in seinem Recht, sich selbst zu verteidigen", sagte Pentagonsprecher Stephen Warren.

Verlagsangebot

Die Macht der Vorurteile

Vorurteile prägen unseren Alltag. Woher sie kommen. Wem sie nützen. Und warum man sie so schwer loswird. Jetzt in der neuen ZEIT.

Hier lesen

Kommentare

187 Kommentare Seite 1 von 11 Kommentieren

Gilt das auch im umgekehrten Fall?

Ich hatte das schon entsprechend kommentiert, aber hier nochmal explizit: "Widerstandskampf" und "militärische Aktion" würde dann auch gelten, wenn es den Israelischen Verteidigungsminister erwischt hätte?

Ich wage zu bezweifeln, dass unsere Medien dies so transportieren würden. Vielmehr erwarte ich eine Mischung aus "hinterhältiger Mord", "Anschlag" unn natürlich eine glasklare Einordnung in den Bereich des Islamismusses und des Terrorismusses ..

Anders herum wird es ein Schuh!

"Aktion: Widerstand
Reaktion: Gezielte Tötung ohne vorherige Rechtssprechung. Mord. Ein weiterer Insasse? Wen interessiert denn der?"

Unlautere Rhetorik, die sie da üben.
Die gezielten Aktionen der Hamas gegen Zivilisten sind nach völkerrechtlicher Definition Terror - und nicht "Widerstandskampf".
Dies nicht nur in der sichtbaren Praxis, sondern auch in Grundsatzlegung der Hamas, in der die Ausrottung der Juden ausdrücklich formuliert ist.

Ein Angriff auf einen feindlichen Militärchef ist dagegen keineswegs als Terror zu bezeichnen - und in einem Krieg, oder Quasi-Krieg nicht als "Mord" - es sei denn, Sie bezeichnen alle Kämpfer und Soldaten als Mörder.
Das tun Sie aber ausdrücklich nicht, indem Sie das genozidale und defintiv terroristische Programm der Hamas als "Widerstand" bezeichnen.
Fazi:
Nichts weiter als die übliche anti-israelische Doppelmoral.

Selbstverständlich gilt es umgekehrt genauso

Jedoch führt Israel keine Charta, in der die genozidale Vernichtung der Araber formuliert ist, wie im Falle der Hamas die der Juden,
noch führt Israel gezielte Angriffe auf Zivilisten durch.
Der Goldstone-Bericht, der bekanntlich diesen Vorwurf enthielt, mußte sogar als Falschdarstellung dementiert werden.

Auf der anderen Seite können Sie mir gerne ein halbes Jahr oder auch nur einen Monat vorweisen, indem die Hamas KEINE gezielten Angriffe auf Zivilisten verübte - oder Ihre Genozid-charta änderte.

Sie haben teils recht:

Dschabalis Tötung ist kein Terror. Sie irren hingegen, wenn Sie die (vermeintliche) Hamas-Charta anführen, um Widerstand zu diskreditieren. Dieser kann allenfalls durch tatsächliches terroristisches Handeln delegitimiert werden, bspw. durch gezielte Gewalt gegen Zivilisten. Was in einer programmatischen Charta steht, hat darauf zunächst einmal keinen Einfluss. Wenn bspw. die französische Resistance seinerzeit die Vernichtung Deutschlands als programmatisches Ziel formuliert hätte, wäre deswegen noch lange nicht der Widerstand gegen deutsche Truppen in Frankreich delegitimiert worden.

In dem Falle geht es nicht um die Vernichtung eines Staates

sondern um die genozidale Vernichtung der Juden.
Einen Staat kann man vernichten, ohne einen Menschen zu töten.

Die Hamas-Charta predigt jedoch explizit die Ausrottung der Juden.
Der Verein ist daher essentiell terroristisch.
Und was die terroristische Praxis betrifft - der Angriff auf israelischg Militärs ist kein Terrorismus - der Raketenbeschuss ist es.

Wenn Sie mit Waffengewalt meinen Garten,

"... Sinn?
Was für ein "Widerstand"?
Der Gazastreifen ist palästinensisches Autonomiegebiet,
die Israelis haben damit nichts zu tun. Es regiert die Hamas...."

... besetzen und sich ein Teil meiner Familie im Gartenschuppen verschanzt, dessen Ein- und Ausgänge Sie kontrollieren, sind Sie nichtsdestotrotz selbstredend Besatzungsmacht in und über meinen Garten, wie auch den Gartenschuppen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sich der Rest der Familie im Garten selber - unter Ihrer Oberaufsicht - relativ frei bewegen kann.

Und was die "vermeintliche Hamas-Charta" betrifft

so gibt es dazu nicht viel zu meinen, da der Text für sich spricht:

""Der Prophet - Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm - erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim!Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!"

http://www.n-tv.de/politi...

Freilich ist bemerkenswert, dass Hamas-Leute die Charta ändern wollen.
Bisher ist solches aber noch nicht geschehen!

Zur Rezeption der Hamas-Charta

"Rezeption
Der Politikwissenschaftler Matthias Küntzel bezeichnete die Charta der Hamas 2008 als "das bis heute wohl wichtigste Manifest des Islamismus".[33] Sari Nusseibeh, der palästinensische Präsident der Al-Quds-Universität zu Jerusalem, beurteilte besonders den antisemitischen Teil der Charta: Er klinge wie ein direktes Zitat aus dem nationalsozialistischen Hetzblatt Der Stürmer.[34]
Ob die Charta die Hamas-Positionen noch bestimmt, wurde nach ihrem Wahlerfolg 2006 verschiedentlich bezweifelt.[35] Laut MEMRI ist die arabische Originalfassung der Charta nur schwer aufzutreiben.[36] Eine Befragung von Hamas-Aktivisten und -Abgeordneten durch die Jerusalem Post ergab, dass viele die antisemitischen Aussagen der Charta nicht kannten.[36] Der Historiker Khaled Hroub sieht neuere Dokumente der Hamas wie ihr Wahlmanifest von 2005 als Abweichung von Positionen der Gründungscharta.[37]
Diese ist jedoch nie verändert worden. Aussagen von Hamasvertretern zeigten, dass sie die Ziele der Charta nach wie vor verfolgen."

http://de.wikipedia.org/w...

Dann denken Sie das hypothetische Beispiel...

... mit der Resistance halt in dieser Dimension weiter. Selbst wenn die Resistance die "Ausrottung der Deutschen" programmatisch festgeschrieben hätte, würde dies alleine zunächst einmal nicht ausreichen, um ihre Widerstandshandlungen in Frankreich zu delegitimieren.

Davon abgesehen sei auch darauf hingewiesen, dass m.W. kaum ein lebender Mensch eine Originalfassung besagter Charta in der Hand hatte. Eine israelische Erhebung hatte mal vor ein paar Jahren ergeben, dass selbst weit über 90% der erklärten Hamas-Mitglieder kein Wissen über einen solchen Programmpunkt haben. Ein paar Prozent hatten so etwas schon mal gehört oder gelesen. Wir im Westen debattieren diese Passage übrigens auf der Grundlage einer MEMRI-Übersetzung.

Bekannt ist selbstredend das Hadith, aus dem dieses Zitat entlehnt ist. Es handelt sich hierbei um einen eher kryptischen Passus aus einer speziell die Apokalypse betreffenden Prophezeiung, nicht um eine normative Handlungsanleitung.

?????

" Und was die terroristische Praxis betrifft - der Angriff auf israelischg Militärs ist kein Terrorismus - der Raketenbeschuss ist es."

Zweierlei Maß, den die Relativierer des Terrors gern betreiben! Ich habe Sie wohl falsch eingeschätzt,Arie Berat.
Unbenommen davon bleiben die Mittel zur Bekämpfung von Terroristen (hier Ihr "gegen Zivilisten") die selben wie die, welche gegen Kombattanten (hier Ihr "Angriff auf Angehörige der IDF") geboten sind. Insbesondere, wenn Terroristen und Kombattanten identisch sind! Oder habe ich Sie schlicht falsch verstanden?

Diese Tötung erfolgte in vollster Übereinstimmung

und Anwendung sämtlicher Normen des internationalen Rechts. **Ironie aus**

Aber wenn zwei das Gleiche tun ist es bekanntermaßen noch lange nicht dasselbe.
Oder auf altrömisch:
"Quod licet jovi, non licet bovi"
(Was Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht erlaubt. Überflüssig zu betonen, wer hier Jupiter und wer Ochse ist.)

.....

[Jedoch führt Israel keine Charta, in der die genozidale Vernichtung der Araber formuliert ist, wie im Falle der Hamas die der Juden]

Also war der Fehler das Aufschreiben aufs Papier? Nicht der Gedanke an sich?

Im Übrigem sind die Personen in Gaza die gleichen, wie in Tel Aviv. Beide Seiten (Hamas und Netanjahu mit seiner rechten Bande) stehen dem anderem in nichts nach.

Wenn israelische Soldaten in Gazastreifen (bei Kontrollpunkten) Palästinenser schickanieren (ohne Risiko), dann sollte man sich nicht wundern, wenn Hass entsteht.

Das gleiche gilt für die Palästinenser.

Nur:

Beide rechtsextremen Parteien haben keinen wirklichen Grund diese Lage zu ändern. Beide Seiten profitieren von den gegenseitigen Schickanen, weil diese die Bürger radikalisiert (einige mehr, andere weniger).

Das ist typisch für Rechtsextreme. Erstmals ein Problem entwickeln und danach mit Härte eine Lösung anbieten. Das kann nicht funktionieren - hat es auch noch nie in der Geschichte.

Genau dies wäre eine Deligitimierung

"Dann denken Sie das hypothetische Beispiel...
... mit der Resistance halt in dieser Dimension weiter. Selbst wenn die Resistance die "Ausrottung der Deutschen" programmatisch festgeschrieben hätte, würde dies alleine zunächst einmal nicht ausreichen, um ihre Widerstandshandlungen in Frankreich zu delegitimieren."

und zwar aus dem einfachen Grunde, weil ein Programm der "Ausrottung der Deutschen" nicht mehr das Programm eines Widerstandes wäre.

Der Terror kommt aus dem Gazastreifen

Die israelischen Angriffe sind ausschließlich die Reaktion auf Raketen aus dem Gazastreifen. Das ganze Jahr durch, täglich, werden Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert, man mag es kaum glauben aber es ist tatsächlich so, täglich.
Das ist häufig keine Berichterstattung wert, weil Israel`s Abwehr die Raketen meist rechtzeitig erkennt und sie noch in der Luft vernichtet.

Also "kryptisch" ist das Hadith eher nicht

"Bekannt ist selbstredend das Hadith, aus dem dieses Zitat entlehnt ist. Es handelt sich hierbei um einen eher kryptischen Passus aus einer speziell die Apokalypse betreffenden Prophezeiung, nicht um eine normative Handlungsanleitung."

und als Abschnitt 7 der Hamas-Charta steht er nicht umsonst dort, sondern um den Alleinherrschaftsanspruch der Hamas im Sinne des Dar Islam für die gesammte Region zu verdeutlichen - und in diesem Sinne ist eine genozidale Rhetorik unverkennbar.

Allein deswegen jaauch die Überlegungen einzelner Hamas-Leute, den Text zu ändern.

Leider

kann ich Ihren Zeilen weder entnehmen, was Sie falsch verstanden haben könnten, noch wie Sie es verstanden haben.
Daher noch einmal:

Widerstand, Partisanenkampf usw. sind völkerechtlich legitime Mittel.
Würden sich die Aktionen der Hamas ausschließlich gegen israelische Militärs, gegebenenfalls auch gegen Behördeneinrichtungen richten, wäre die Hamas nicht als Terrororganisation zu bezeichnen.
Defakto bekennt sich die Hamas jedoch in Programm und Praxis zum Angriff auf Zivilisten.

Erneut

"Gezielte Tötungen ohne vorherigen Gerichtsprozeß sind gemeinhin Mord."

Nicht im Krieg.

"Da sich Israel auch nach völkerrechtlichen Gesichtspunkten nicht im Krieg mit der Hamas befindet, greift auch dieses Argument nicht."

Da sich Israel nach völkerrechtlichen Gesichtspunkten im Krieg mit der Hamas befindet, erweist sich hier erneut Ihre anti-israelische Doppelmoral und Hypokrisie.

daher für Sie zur Aufklärung: "völkerrechtliche Gesichtspunkte"

"Die Lage stellt sich jedoch etwas anders dar, wenn man unterstellt, daß die gezielte Tötung der Abwehr zukünftiger terroristischer Anschläge dient. Denn in diesem Fall kommt das in Artikel 51 der UN-Charta anerkannte "naturgegebene Recht zur Selbstverteidigung" ins Spiel, das es einem Staat erlaubt, im Falle eines bewaffneten Angriffs gegen den Angreifer vorzugehen. Dabei ist seit dem 11. September 2001 klar, daß ein "bewaffneter Angriff" im Sinne dieser Vorschrift nicht notwendig eine konventionelle militärische Attacke meint, sondern auch aus terroristischen Schlägen bestehen kann, wenn diese ein größeres Ausmaß und eine bestimmte Intensität erreichen. Darüber hinaus muß ein Staat schon nach dem hergebrachten Völkergewohnheitsrecht den feindlichen Angriff nicht tatenlos abwarten, sondern kann wenn der Angriff ersichtlich unmittelbar bevorsteht - auch präventive Maßnahmen zu seinem Schutz ergreifen, d.h. dem Angriff zuvorkommen."

http://www.dias-online.or...

@ Arie Berat

Sie differenzieren, wo es nichts zu differenzieren gibt! Hamas ist eine Terrororganisation, egal wem die Angriffe gelten.
Ihr "Widerstand, Partisanenkampf usw." ist hier ebenso wenig anwendbar, da die Ziele Hamas` das Auslöschen eines Volkes i.v.M. der Errichtung eines "Gottestaates" nach iranischem Vorbild zum Ziel hat, was weder als Widerstand noch als Partisanenkampf bezeichnet werden kann.

Hamas=Terrorismus. Basta!

Mit Verlaub - eine ebenso sophistische wie unsinnige Aussage:

"Hamas ist eine Terrororganisation, egal wem die Angriffe gelten."

Da eine Terrororganisation nur dadurch zur Terrororganisation wird, indem sie terroristische Angriffe verübt,
terroristische Angriffe aber nur solche gegen Zivilisten sind,
ist die Hamas in dem Moment keine Terrororganisation mehr,
in dem sie diese Angriffe erklärtermaßen und praktisch unterläßt.

@SubspaceEcho

Hier die Holocaustleugnung argumentativ zu verwenden, ist unterste Stufe. Holocaustleugnung ist nur ein Verbrechen in Deutschland und einigen angrenzenden Ländern - nicht aber im Nahen Osten oder China oder oder... in den USA! Und es relativiert keinesfalls die Verbrechen Israels an den Palästinensern!

"Terror" ist ebenfalls nur ein Begriff, der heute keiner festen Definition mehr unterliegt. Generell ist alles "Terror" was den Westen und Israel angreift.

Beschäftigen Sie sich lieber mit Inhalten und Fakten!

Sie Witzbold :)

Natürlich sind die Palästinenser Sunniten oder Christen.

Ihr Link (aus dem Adelson Blättchen, wenn ich mich nicht
irre) mag da gerne behaupten, dass immer mehr zum schiitischen Glauben übertreten.
Adelson behauptet auch, dass es eigentlich gar keine
Palästinenser gibt.

Danke, dass Sie so klar erkennen lassen, welcher
ideologischen Ausrichtung Sie angehören.

"Adelson behauptet auch,

dass es eigentlich gar keine
Palästinenser gibt."

Er behauptet nicht, er nennt ein hinlänglich bekanntes Faktum! Und schön, dass Sie meine unterstellte "ideologische Ausrichtung" erkannt haben wollen. Womit gesichert sein dürfte, dass ich nicht mit vagen Thesen wie Sie, sondern mit harten gesicherten Fakten argumentiere. Sie dürfen somit lesen:

http://www.jer-zentrum.or...

Wollen Sie widerlegen? Wenn ja, bitte rechtssicher!

Dünn,

oder wie soll man Ihre Antwort bezeichnen? Weiner/Bell haben absolut korrekt und schlüssig nachgewiesen, dass Israel völkerrechtskonform gegen Terroristen wie z.Bsp. al-Dschabari vorgehen darf und Sie kommen wieder mit der Leier von "ideologische(r) Ausrichtung". Langsam sehe ich bei Ihnen eine gewisse Nähe zu Douglas Reed & Co. Ich hoffe ich bin im Irrtum dahingehend.

.....

Israel hat insgesamt gegen über 60 UN-Resolutionen verstoßen.
Die Siedlungspolitik verstößt gegen Völkerrecht. Menschen werden entrechtet und vertrieben.
Sie werden drangsaliert, schikaniert, zusammengepfercht und in ihrem eigenen Land teilweise fern jeder Menschenwürde wie Dreck behandelt. In den besetzten Gebieten spielt man sich auf wie ein feudaler Lehnsherr, der nach Gutdünken Schalten und Walten kann.
Israel hält bewußt Zahlungen an die Autonomie-Behörde zurück oder stoppt internationale Hilfslieferungen.
Israelische Palästinenser werden im Alltag vielerorts wie Menschen zweiter Klasse behandelt und teilweise öffentlich diskriminiert.
Es sind bedeutend mehr palästinensische Zivilisten bei Militäroperationen ums Leben gekommen als israelische.

Wollen wir weiter machen?

Im Übrigen stimme ich Ihnen durchaus zu, fse69

nämlich, dass die Sache mit der Hamas-Charta nicht unbedingt so kategorisch betrachtet werden muß, zumal es ja Gegenstimmen in der Hamas selber zu geben scheint -
wenn sich denn die Aktionen der Hamas tatsächlich auf die völkerrechtliche Definition von Widerstands- und Partisanenkampf reduzieren würden und auf Terrorakte verzichtet würde.

Sie warfen Israel Terrorismus vor - nun weichen Sie aus!

es ging um gezielte Tötung von Zivilisten durch Israel.
Sie erinnern sich?

"Israel hat insgesamt gegen über 60 UN-Resolutionen verstoßen."

Die erste UN-Resolution, gegen die verstoßen wurde, war der Angriff der arabischen Staaten auf Israel 1948 als ein Verstoß gegen den UN-Teilungsplan.
Daraus folgte der Nah-Ost-Konflikt.
Im Übrigen belegen Sie auch hier erneut Ihre Doppelmoral, da Sie die, ebenfalls in Ihrem wiki-Bericht erwähnten Völkerrechtsverstöße der Hamas - und die Weigerung diese überhaupt untersuchen zu lassen, noch nicht einmal zur Kenntnis nehmen.

"In den besetzten Gebieten spielt man sich auf"

Es sind keine "besetzten", sondern sogenannte umstrittene Gebiete, da als "besetzt" nur fremdes Staatsgebiet gelten kann.
Und dass ein im Krieg befindliches Militär in einer umstrittenen Zone Restriktionen anordnet, versteht sich von selber.

"Israel hält bewußt Zahlungen an die Autonomie-Behörde zurück oder stoppt internationale Hilfslieferungen."

Das ist eine Lüge.

"Israelische Palästinenser werden im Alltag vielerorts wie Menschen zweiter Klasse behandelt und teilweise öffentlich diskriminiert."

Das zeugt leider, dass Sie nicht die geringste Ahnung haben.
Arabische Israelis genießen in Israel alle Rechte, sitzen im Parlament und finden sich in hohen Staatsämtern.

"Es sind bedeutend mehr palästinensische Zivilisten bei Militäroperationen ums Leben gekommen als israelische."

Das ist fraglich.
Im Übrigen eine Folge der Schutzschild-Strategie der Hamas.

Erstaunlich, dass Sie Ihre Behauptung,

"Daß sich Israel davon ab ebenso verbrecherisch zeigt,", wie die Hamas,
nicht mit "seriösen Quellen" belegen.

Bitte zeigen Sie ein israelisches Selbstmordattentat, dass sich auf palästinensische Zivilisten richtet

"Ab 1993 wurden Selbstmordattentate auch unter Palästinensern wieder populär, wobei die ersten Attentate von der Hamas durchgeführt wurden. Bald jedoch folgten auch andere Gruppierungen wie etwa Islamischer Dschihad und der Al-Aqsa-Brigaden der Al-Fatah. Bis heute wurden bei etwa 140 Anschlägen die Attentäter und weitere 500 Menschen getötet und über 3000 Personen verletzt."

http://de.wikipedia.org/w...

http://www.sueddeutsche.d...

oder einen gegen Zivilisten gerichteten Raketenbeschuss.

Aber gerne

"Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit seriösen Quellen. Danke, die Redaktion/ls"

Die Quelle für genozidale Grundsatzerklärung der Hamas:

"bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn! (...)

Zionistische Machenschaften setzen sich nämlich endlos fort und werden sich nach Palästina gierig vom Nil bis zum Euphrat ausdehnen. Erst dann, wenn sie komplett die Gegend verdaut haben, auf die sie ihre Finger gelegt haben, werden sie zu noch mehr Expansion voranschreiten und so weiter. Ihr Komplott wurde in den Protokollen der Weisen von Zion niedergelegt: Ihre derzeitiges Verhalten ist der bester Beweis für das, was dort gesagt wurde.

Denn auf irgendeinen Teil Palästinas zu verzichten bedeutet, auf einen Teil der Religion zu verzichten; der Nationalismus der Islamischen Widerstandsbewegung ist Bestandteil ihres Glaubens. (...) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. "

http://usahm.info/Dokumen...

Quelle für gezielte Angriffe auf Zivilisten - 68%:
"Die Mehrheit der Anschläge (76 von 103) wurde gegen die eindeutig leichter verwundbaren rein zivilen Ziele geführt, 10 Fälle hatten eindeutig Soldaten zum Ziel. Die meisten Opfer pro Anschlag wurden in Cafés oder Restaurants erzielt (im Durchschnitt 68,3), "

http://de.wikipedia.org/w...

Wie verblendet darf man sein?

z.B. Ihre Bezeichnung "umstrittene" Gebiete, anstatt sie als das zu bezeichnen, was sie sind. Besetzt. Denn zuvor waren diese Gebiete Staatsgebiete von Jordanien. Somit ist die Bezeichnung als umstrittene Gebiete mehr als heuchlerisch und entlarvend. Nächstes Beispiel: Israel hält sehr wohl nach Gusto immer wieder Gelder der Palästinenser zurück. Nachzulesen in seriösen Zeitungen, auch israelischen. Hier von einer Lüge zu sprechen, ist wiederum entlarvend. Israelische Araber sind Bürger zweiter Klasse. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass einige in der Knesset sitzen. Beispiel? Eines von vielen: Sie dürfen nicht zum Militär. Oder sollen nach Meinung anderer Parlamentarier des Landes verwiesen werden.
Beispiel:Baurecht. Gezielte Benachteiligung der arabischstämmigen Bevölkerung.
.................
Die Liste ließe sich, leider, beliebig lange fortsetzen.Der Lack ist ab. Endgültig.

Und über allem muss man fragen "Cui bono?" (Wem nützt es?). Der Staat Israel nutzt jetzt wieder gezielt Schwächen aus und Netanjahu muss sich eine gute Ausgangsbasis für die nächste Wahl sichern.

Wie übrigens auch 2009, bei der Operation "Cast Lead". Da hatten originär nicht die Palästinenser mit ihren Spielzeugraketen angefangen, sondern vorausgegangen war die gezielte Ermordung von 8 Palästinensern. Israel spekulierte mit Erfolg darauf, dass die Palästinenser verrückt spielen.

Und heute? Darf man getrost davon ausgehen, dass dieselben Überlegungen wieder eine Rolle spielen.

.....

[quote]"Israel hält bewußt Zahlungen an die Autonomie-Behörde zurück oder stoppt internationale Hilfslieferungen."
Das ist eine Lüge.[/quote]
http://www.tagesschau.de/...
http://www.focus.de/polit...
http://de.wikipedia.org/w...

Für mehr fehlt mir leider die Zeit und inzwischen auch die Lust.

Ohne ausfallend werden zu wollen, finde ich es unglaublich, daß ausgerechnet Sie mir Doppelmoral vorwerfen, nachdem Sie in jeder Zeile bemüht sind Israel völlig frei von jeglicher Schuld oder Verantwortung zu sprechen. Gleichzeitig kann ich mich nicht erinnern, Gewaltaktionen der Hamas irgendwo verteidigt zu haben. Ich hatte eingangs lediglich geschrieben, daß die Situation verschiedene Betrachtungswinkel zulässt und sich eine Schwarz-Weiß-Malerei von daher eigentlich verbieten sollte. Ein wenig mehr Selbstreflektion stünde nicht nur Ihnen dabei auch ganz gut zu Gesicht.

Verblendet - Teil II

...jetzt vorzuwerfen, dass sie gesiegt und die Palästinenser vor die Tür gesetzt haben - nicht mal alle -, ist Pallywood und einfach lächerlich.

> Israelische Araber sind Bürger zweiter Klasse.

Kennen Sie ein Volk, das seine Todfeinde im Lande duldet und ihnen sogar Rechte als Bürger zweiter Klasse einräumt? Ich kann mir das nur mit dem Druck der Antisemitischen Internationale erklären, die die Juden angreift, um sie dann, wenn diese zurückschlagen, als Aggressoren zu bezeichnen. Das ist das klassische Antisemiten-Business.

> Wie verblendet darf man sein?

Ja, das ist wohl die Frage.

Also bitte:

"...Es sind keine "besetzten", sondern sogenannte umstrittene Gebiete, da als "besetzt" nur fremdes Staatsgebiet gelten kann...."

Jedes Gebiet, das nicht Ihres ist und das Sie mit Waffengewalt erobert haben und militärisch kontrollieren ist selbstredend besetztes Gebiet. Es spielt dabei nicht die geringste Rolle, ob der hoheitliche Status ungeklärt oder vakant ist. Sie mögen dem im Einvernehmen mit der offiziellen israelischen Position widersprechen, was Ihr gutes Recht im Rahmen Ihrer Meinungsfreiheit ist, ändern aber nichts daran, dass Israel mit der Floskel von den "umstrittenen Gebieten" vollkommen isoliert ist, nicht nur politisch, sondern auch in sämtlichen völkerrechtlich relevanten Gremien, ganz gleich, ob es sich dabei um den UN-Sicherheitsrat handelt oder um den Internationalen Gerichtshof. Mit den UN-Sicherheitsratsresolutionen, durch die Israel dazu aufgefordert wird, in sämtlichen nach dem 67-er-Krieg besetzten Gebieten vollumfänglich die besatzungsrechtlichen Maßgaben der IV. Genfer Konvention einzuhalten, können Sie ganze Wände tapezieren.

Historischer Bildungsmangel

"Ihre Bezeichnung "umstrittene" Gebiete, anstatt sie als das zu bezeichnen, was sie sind. Besetzt. Denn zuvor waren diese Gebiete Staatsgebiete von Jordanien."

Zuvor war das Gebiet britisches Mandatsgebiet.
1948 wurde es von Jordanien erobert und besetzt.
Dabei wurden alle Juden dieses Landes, welches auch bei den Arabern Samaria und Judäa heißt, vertrieben.
Juden waren dort seit dreitausend Jahren ansässig.
Erst nach dem Sechs-Tage-Krieg konnten dort wieder Juden wohnen.

es stellt sich überhaupt die Frage, warum in Israel Araber mit allen Bürgerrechten ausgestattet leben können . nicht aber Juden in einer in-spe-palaästinensischen Region.

Bitte gerne: "Rechtliche Aspekte der Siedlungsfrage "

>
Die Westbank und Gaza sind umstritten, nicht besetzt; Israel und die Palästinenser machen legitime historische Ansprüche geltend.
Man kann die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten legitimerweise unterstützen oder in Frage stellen, aber sie sind nicht illegal und haben weder die Größe, noch die Einwohnerschaft oder die geographische Lage um auf den zukünftigen Status der umstrittenen Gebiete und ihrer palästinensischen Bevölkerungszentren Einfluss zu nehmen.Siedlungen machen weniger als zwei Prozent der Westbank aus.

Nach den Angaben von Peace Now, die israelische Siedlungen in den Gebieten ablehnen, machen die bebauten Gebiete der Siedlungen nur 1,36 Prozent der Westbank aus (vgl. Foreign Affairs, März/April 2000). B’Tselem, israelische Menschenrechtsgruppe, setzt die Zahl kaum höher an, 1,7 Prozent.
In Wahrheit bilden die Siedlungen einfach nicht genug Land, um ein ernsthaftes Hindernis für eine politische oder geographische Eventualität in der Gegend zu sein, sei es ein palästinensischer Staat oder eine Fortführung des Oslo-Prozesses.

Siedlungen blockieren keine Gründung eines zusammenhängenden palästinensischen Gemeinwesens. Einige Kritiker behaupten, dass Siedlungen den Frieden verhindern, weil sie das Potenzial eines zusammenhängenden pal. Staates in der Westbank blockieren, der in den meisten Friedensplänen vorgeschlagen wird. Diese Behauptung ignoriert grundlegende Realitäten.
<

http://www.nicht-mit-uns....

Immer noch eine Lüge

Israel "stoppt" keine Hilfsleistungen oder Zahlungen - Israel kontrolliert Hilfsleistungen und Zahlungen - und das aus gutem Grunde.
Und nicht anderes geht aus Ihren Quellen hervor, die sie, wieder einmal nicht sorgfältig gelesen haben, beim Absuchen auf anti-israelisch Verwertbares.
Auf dem Landweg gelangen täglich Lastwagen mit Versorgungsgütern nach Gaza.

Israel selber liefert Hilfe in den Gaza
"So wurden allein am 26.06. die folgenden Hilfgüter in den Gaza-Streifen geliefert:

146 000 Liter Milch, 733 Tonnen Tierfutter, 150 Tonnen Mehl (zusätzlich wurden 292 Tonnen von internationalen Organisationen gespendet), 473 Tonnen Zucker, 3 Lastwagenladungen Saatgut, eine Lastwagenladung Lege-Eier. "
http://de.icej.org/news/g...

Keinesfalls spreche ich Israel von Schuld frei - jedoch erkenne und kennzeichne ich Doppelmoral.

Vielfaches wiederholen macht eine falsche Aussage

nicht richtiger.

Und wenn Sie schon darauf hinweisen, dass Juden seit 3000 Jahren dort siedeln, folgende Fragen:
-wie sind die 3000 Jahre belegt? Durch ein Märchenbuch namens Bibel oder Thora? Danach wurde Methusalem auch 965 Jahre alt
-wer war vor den Juden da? Die Welt ist ja nicht erst 3000 Jahre alt. Und meines Wissens waren es u.a. die Hethiter, die zuvor dort waren (also die Vorfahren der Türken!)
-Seit wann haben Thora und Bibel Grundbuchcharakter? Derart abstruse Begründungen werden auch durch offizielles vielfaches wiederholen nicht besser.

Ich wiederhole gerne nochmals:

... nach sämtlichen völkerrechtlichen Gremien und Institutionen handelt es sich um besetzte Gebiete, in denen Israel die Maßgaben der IV. Genfer Konvention einhalten muss, was selbstredend bedeutet, dass die Siedlungen illegal sind. Lesen Sie einfach die einschlägigen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Dies wird übrigens offiziell selbst von Amerikanern und Deutschen so gesehen, und das will schon was heißen. Es bringt Ihnen herzlich wenig, wenn Sie hier nun die bekannte offizielle Argumentation der israelischen Seite repetieren. Inoffiziell ist dies überdies auch den jeweiligen israelischen Regierungen klar. Schon seit den siebzigern gibt es ein internes Rechtsgutachten des israelischen Außenministeriums, das weitestgehend mit der international gängigen Rechtsauffassung übereinstimmt. Was glauben Sie denn, warum selbst Lieberman dem jüngsten Vorstoß von Abbas vor der UN den Wind aus den Segeln zu nehmen versucht, in dem er eine Anerkennung Palästinas in provisorischen Grenzen in Aussicht stellt, u.a. unter der Voraussetzung, dass die Palästinenser auf etwaige Anrufungen des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag verzichten? Er weiß ganz genau, was Israel vor solchen Tribunalen blühen würde.

zur Quelle dieser Annahme, die Hethiter seien "also Türken"

"Beflissene Geschichtsbürokraten produzierten den "Türk Tarihinin Ana Hatlari", einen "Grundriss der türkischen Geschichte", der als Basis für sämtliche Schulbücher diente. Im Kern sollte die neue Doktrin ein uraltes "historisches Recht" auf Anatolien begründen. Der "islamischen Eroberung" durch Seldschuken und Osmanen wurde eine rassisch fundierte Vorgeschichte hinzugedichtet: Sämtliche Kulturvölker, die im Umkreis der heutigen Türkei je existiert haben, wurden zu Prototürken erklärt: Sumerer und Skythen, Hethiter, Trojaner und archaische Griechenvölker.(2)"
http://www.monde-diplomat...

Mehrheit entscheidet nicht Sachverhalt und Folgerichtigkeit

das Argument, dass das Westjordanland vor seiner Eroberung durch Israel keiner anerkannten Souveränität und keinem Unterzeichnerstaat zugehörte und der einschlägig behaftete Begriff des "besetzens" daher hier nicht zuständig sein kann, ist zwingend.

Nichtsdestotrotz ist die Vierte Genfer Konvention meines Erachtens eindeutig zutreffend auf die fraglichen Gebiete.
Das ist der Punkt um den es hier geht.
Und genau in diesem Punkt hat die vom israelischen Generalstaatsanwalt Mazuz einberufene Kommission auch die Anwendung der Konvention in Aussicht gestellt.

Sie nennen die Gaza-Flottille eine "Hilfslieferung"?

"bei dem überfall im internationalen gewässer auf einen internationalen konvoi unter diversen flaggen, bei dem mehrere politiker (auch deutsche) mit an bord waren und bei dem 9 menschen getötet wurden nennen Sie kontrolle?"

Warum wurde dann nicht das Angebot angenommen, die angeblichen Hilfsleistungen über Land unter der Kontrolle der Israelis ihrem Ziel zuzuführen?

Wie auch immer. Selbstverständlich ist es eine Kontrolle, da ja zugleich über Land weiterhin Hilfsleistungen und Waren nach Gaza gelangten.
Von "gestoppten" Hilfsleistungen, wie Sie wahrheitswidrig behaupteten, kann nur die Rede sein, wenn Israel keine Waren für Gaza mehr durchgelassen hätte.
Und das ist nie der Fall gewesen. Daher eine Lüge.

Der Versuch der Mavi Marmara die israelische Seeblokade zu brechen, war eine, von der islamistischen Gruppe IHH initiierten Propagandaaktion, mit der die Israelis vorgeführt werden sollten.

"Von wegen Hilfsaktion Der islamistische Hintergrund der Gazaflotte"

http://www.zeit.de/politi...

korrektur - falscher link

hier der Richtige:

"Von wegen Hilfsaktion Der islamistische Hintergrund der Gazaflotte"

http://www.welt.de/politi...

siehe auch:

"Die Planung und Durchführung der Konvoi-Aktion erfolgte maßgeblich durch die türkische Organisation İnsan Hak ve Hürriyetleri ve İnsani Yardım Vakfı (IHH). Beteiligt waren das internationale Free Gaza Movement sowie die griechische Organisation Boat for Gaza.
Die IHH gilt als Organisation mit Verbindungen zu diversen islamistischen Organisationen. Türkische Behörden stellten bei ihr 1997 Waffen, Sprengstoff, Anleitungen zum Bombenbau sowie eine Dschihad-Flagge sicher. Laut den Behörden sollten festgenommene Mitglieder der Organisation als Kämpfer nach Afghanistan, Bosnien und Tschetschenien gesandt werden.[4] Die IHH soll islamistische Terroristen mit Waffen unterstützt[5] und zu humanitären Zwecken bestimmte Spendengelder für den Kauf von Waffen in Bosnien und Tschetschenien verwendet haben.[6] Die britische Zeitung Daily Telegraph bezeichnet die IHH als eine „radikale islamistische Gruppe im Gewand einer humanitären Organisation“.[7] Nilüfer Narli, Professorin an der Bahçeşehir-Universität in Istanbul und Nahostexpertin[8], sieht es als erwiesen an, dass die IHH die Hamas finanziert.[9]"
http://de.wikipedia.org/w...

Wieso?

"...das Argument, dass das Westjordanland vor seiner Eroberung durch Israel keiner anerkannten Souveränität und keinem Unterzeichnerstaat zugehörte und der einschlägig behaftete Begriff des "besetzens" daher hier nicht zuständig sein kann, ist zwingend...."

... Wieso sollte das zwingend sein? Wenn ich ein Gebiet militärisch erobere und kontrolliere, das nicht meines ist, bin ich Besatzungsmacht. Was ist daran so schwer zu verstehen?

Exemplarisch für etliche andere hier Auszüge aus UNSR-Resolution 446:

"... Affirming once more that the Fourth Geneva Convention relative to the Protection of Civilian Persons in Time of War of 12 August 1949 1/ is applicable to the Arab territories occupied by Israel since 1967, including Jerusalem,

1. Determines that the policy and practices of Israel in establishing settlements in the Palestinian and other Arab territories occupied since 1967 have no legal validity and constitute a serious obstruction to achieving a comprehensive, just and lasting peace in the Middle East;..."

Noch zur Ergänzung:

"...3. Calls once more upon Israel, as the occupying Power, to abide scrupulously by the 1949 Fourth Geneva Convention, to rescind its previous measures and to desist from taking any action which would result in changing the legal status and geographical nature and materially affecting the demographic composition of the Arab territories occupied since 1967, including Jerusalem, and, in particular, not to transfer parts of its own civilian population into the occupied Arab territories;..."

... ebenfalls aus der vorzitierten Resolution. Wie gesagt, nur eine von etlichen gleich- oder ähnlich lautenden.

Sie wissen schon. dass UN-Resolutionen nicht das Völkerrecht

bilden,oder? Zumindest sollten Sie es wissen.
Zudem dürfte Ihnen die äusserst fragwürdige, weil unverhältnismäßige und einseitige Haltung der UN gegenüber Israel zumindest thematisch bekannt sein.

Und was Google betrifft, so scheinen Sie Ihr grundsätzliches Problem, Ihre Behauptungen zu belegen, auf die Debatte übertragen zu wollen.
Lassen Sie das!

Langsam strapaziert Ihr...

"..."Von wegen Hilfsaktion Der islamistische Hintergrund der Gazaflotte"..."

... apologetischer Diskursstil wirklich meine Geduld. Selbst wenn die von der Springer-Presse in tradierter proisraelischer Propagandamanier vorgetragene Diffamierung der Organisatoren als Islamisten zutreffend wäre, ließe sich allein daraus keine Rechtfertigung für die Art und Weise - und vor allem das "Wo?" - der israelischen Aggression herleiten. Dafür bedurfte es schon eines fast schon rechtsbeugenden Kunstgriffs in der Manier von Winkeladvokaten, mit dem flugs die bis dato behauptete Bekämpfung einer Terrororganisation zu einem klassischen, sich zwischen Staaten abspielenden Kriegszustand im Sinne eines internationalen bewaffneten Konflikts mutierte, um eine in internationalen Gewässern durchsetzbare Seeblockade nach dem San Remo Manual begründen zu können.

'Also bitte'

"Wieso sollte das zwingend sein? Wenn ich ein Gebiet militärisch erobere und kontrolliere, das nicht meines ist, bin ich Besatzungsmacht."

Ein Gebiet kann nur 'besetzt' sein, wenn es das Gebiet eines anderen ist, nicht aber,
wenn es niemandes Gebiet ist.
In diesem Falle kann das Gebiet als umstritten bezeichnet werden.
Dies kann sich auf Regionen beziehen, die noch nicht erschlossen sind, beispielsweise die Arktis oder der Meeresboden. Niemand würde die russische Präsenz in der Arktis, etwa gegenüber den dänischen Ansprüchen als "Besatzung" bezeichnen.

Anders liegt der Fall bei einer indigenen Bevölkerung.
Diese hat laut Völkerrecht einen Anspruch auf das Land, welches sie bewohnt.
Die Kritik an Israel und die UN könnte im Westjordanland also das viel schwerwiegendere Kolonisierungsverbot geltend machen.
Dem steht jedoch der Sachverhalt entgegen, dass in Schomron und Jehuda ebenso wie in Ostjerusalem, bis zur Vertreibung 1948 durch die Jordanier, eine angestammt jüdische Bevölkerung lebte.
Ein robuster internationaler Status für diese Regionen wäre nicht die schlechteste Lösung.
Leider wird Israel darauf nicht eingehen, da sich die UN in solchem Falle stets haben korrumpieren lassen - angefangen bei der kampflosen Übergabe des laut Teilungsplan international statutierten Jerusalems an die Jordanier, über den Suez-Kanal bis zur vereinbartem, aber nie erfolgten Entwaffnung der Hisbollah, nach dem Abzug aus dem Libanon.

Versuchen Sie gar nicht erst, mich zu belehren.

"... Sie wissen schon. dass UN-Resolutionen nicht das Völkerrecht
bilden,oder? Zumindest sollten Sie es wissen.
Zudem dürfte Ihnen die äusserst fragwürdige, weil unverhältnismäßige und einseitige Haltung der UN gegenüber Israel zumindest thematisch bekannt sein...."

Sie ziehen unter Garantie den Kürzeren. Selbstredend generieren Resolutionen des UN-SICHERHEITSRATES Völkerrecht - anders als die Resolutionen der Vollversammlung, auf die Sie offenkundig anspielen. Der UN-Sicherheitsrat ist mit der ansonsten fast schon in Nibelungentreue zu Israel stehenden Vetomacht USA auch ganz sicher NICHT "unverhältnismäßig einseitig" gegenüber Israel. Das können Sie übrigens alleine schon an der Natur der betreffenden Resolutionen ablesen, von denen eben wegen der Verweigerungshaltung der USA nicht eine einzige unter Kapitel VII verabschiedet werden konnte, was Voraussetzung dafür wäre, die Daumenschrauben und Sanktionsmechanismen der internationalen Gemeinschaft gegen einen Rechtsbrecher zur Anwendung bringen zu können. So begnügt man sich damit, zwar die Völkerrechtswidrigkeit festzustellen, verweigert aber zugleich die wirksame Durchsetzung des Rechts.

Das tut mir natürlich ausserordentlich leid

"Langsam strapaziert Ihr...apologetischer Diskursstil wirklich meine Geduld."

Schon mal daran gedacht, dass hierfür Ihr eigener unbesonnener Apologismus verantwortlich sein könnte?

"tradierter proisraelischer Propagandamanier ...Diffamierung der Organisatoren"

Sie scheinen hier eine gewisse Neigung zur Unsachlichkeit nicht verhehlen zu können.
Dass es sich bei der IHH um einen hamas-beliefernden islamistisch-terroristischen Verein handelt, finden Sie in jeder seriösen internationalen Zeitung thematisiert, einschließlich dem verlinkten Wikipedia-Konsens.

Ebenso durchsichtig apologetisch Ihr Versuch der Delegitimierung der israelischen Seeblokade. Merkwürdigerweise ignorieren Sie hier den UN-Bericht, der deren Rechtmäßigkeit feststellte, wo Sie doch zuvor leidenschaftlich UN-Stellungnahmen anführten.

Aber auch hier weichen Sie dem Punkt der Argumentation aus:
Es wurde behauptet, Israel lasse keinerlei Hilfsleistungen in den Gaza-Streifen zu. Als Beleg dazu wurde ausgerechnet der islamistische Propaganda-Feldzug der Mavi Marmara angeführt
Und das ist Hate-Speech-Unfug, wie er realitätsferner und einfältiger kaum sein könnte.

Aber um Ihre Geduld nicht über Ihr Vermögen zu strapazieren, belasse ich es hierbei.

als Islamisten zutreffend wäre, ließe sich allein daraus keine Rechtfertigung für die Art und Weise - und vor allem das "Wo?" - der israelischen Aggression herleiten.

Das ist und bleibt Quatsch....

"...Ein Gebiet kann nur 'besetzt' sein, wenn es das Gebiet eines anderen ist, nicht aber,
wenn es niemandes Gebiet ist.
In diesem Falle kann das Gebiet als umstritten bezeichnet werden...."

... zumal die zionistische Parole "ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land" nie was anderes als Propaganda war. Israels vermeintlicher Anspruch konstituiert sich einzig und allein auf Waffengewalt - was denn sonst (?). Und darauf kann man im modernen Völkerrecht seit der Nachkriegszeit keine legitimen territorialen Ansprüche mehr begründen.

Auf der anderen Seite hat die internationale Rechtsgemeinschaft längst verbindlich anerkannt, dass sich die Palästinenser legitimer Weise auf das nach UN-Charta verbriefte Recht auf Selbstbestimmung berufen dürfen (was keine Selbstverständlichkeit ist). Sie gelten als staatsfähige Nation, woraus sich selbstredend entsprechende Ansprüche begründen, unabhängig von der Frage der bisherigen konkreten Manifestation ihrer Staatlichkeit.

Wenn Sie denn intellektuell...

"...Ebenso durchsichtig apologetisch Ihr Versuch der Delegitimierung der israelischen Seeblokade. Merkwürdigerweise ignorieren Sie hier den UN-Bericht, der deren Rechtmäßigkeit feststellte, wo Sie doch zuvor leidenschaftlich UN-Stellungnahmen anführten...."

... in der Lage wären, zu verstehen, worauf Sie antworten, wäre Ihnen nicht entgangen, dass ich das Palmer-Gutachten nicht ignoriert sondern in seiner Substanz kritisiert habe. Es handelt sich hierbei übrigens um ein UNVERBINDLICHES Gutachten, das eher (von den USA ausgehenden) politischen als tatsächlichen rechtlichen Vorgaben folgt. Die Frage der Rechtmäßigkeit der Blockade steht und fällt mit der Definition der Natur des Konfliktes zwischen Israel und der Hamas. Und hier gibt es nur eine einzige legitimierende Stoßrichtung, nämlich wenn man postuliert, dass völkerrechtlich ein sog. internationaler bewaffneter Konflikt vorliegt - also nachgerade ein klassischer Kriegszustand zwischen zwei (oder mehr) Staaten. Die Palmer-Kommission hat dies - entgegen allem Sachverstand - bejaht, weil es keine andere Möglichkeit gegeben hätte, Israel nicht einseitig in Bausch und Bogen zu verurteilen. So hat sich die von den Amerikanern politisch gewünschte und hinter den Kulissen forcierte Kompromisslinie durchgesetzt, Israel "nur" wegen unverhältnismäßiger Gewaltanwendung anzuprangern. Aber wie gesagt: das Gutachten der Palmer-Kommission erhebt ja gar nicht erst den Anspruch, Rechtsverbindlichkeit zu entfalten.

Wer so aufgeregt

"Das ist und bleibt Quatsch....Versuchen Sie gar nicht erst, mich zu belehren....Sie ziehen unter Garantie den Kürzeren....Langsam strapaziert Ihr apologetischer Diskursstil wirklich meine Geduld....tradierter proisraelischer Propagandamanier...Diffamierung der Organisatoren als Islamisten ...rechtsbeugenden Kunstgriffs in der Manier von Winkeladvokaten"

mit hochrotem Kopf um sich schlägt und sich derart vordergründig Autorität zuzuschaufeln versucht, der hat ganz offensichtlich Grund dazu.

Zur Bildung des Vlkkerrechts informieren sie sich bitte:
http://de.wikipedia.org/w...

Im Übrigen fällt auf, dass Sie in 182 nicht im Stande sind, auf die Argumentation einzugehen.
Niemand machte geltend, dass "ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land" das Thema sei.
Tatsache ist doch, das im Westjordanland Juden zur autochthonen Bevölkerung gehörten - bis zu deren Vertreibung 1948.
Was Sie hier also propagieren, ist Westjordanland, bzw. Judäa als ein "Land ohne Juden".
So wird ein Schuh daraus, mein Lieber!

Wenn Sie die Verständigkeit aufbrächten,

zu begreifen worauf Sie antworten, anstatt blind zu agitieren,
würde Ihnen auffallen, dass in dem betreffenden Kommentar ausdrücklich eingeräumt wurde,
dass die Arktis-Argumentation, "Volk ohne Land für ein Land ohne Volk" im Falle des WJL eben nicht zutrifft.

Kennzeichnend ist die übliche Neigung pro-israelische Weltverschwörung zu unterstellen, hinsichtlich des völkerrechtlich eindeutig im Sinne der Sachlage urteilenden Palmer-Berichtes zur Rechtmäßigkeit der Seeblokade.

.....

"ging es doch um die unwahre Behauptung,
Israel lasse keine Hilfsgüter nach Gaza hinein."

Nein, tat es nicht.
Niemand hat irgendwo die Behauptung aufgestellt, daß Israel keine Hilfsgüter hineinließe.
Selbst beim oberflächlichen Querlesen verstehe ich nicht, wie man meinen Beitrag derart misinterpretieren kann.

Nicht nur, daß Sie mir das Wort im Mund verdrehen; Sie finden auch noch völlig falsche Argumente in den verlinkten Artikeln. Ihre Anführung des Berufs-Islamkritikers Kalnoky tut sein übriges, um Ihre tatsächliche Agenda zu verraten.

Von daher empfehle ich mich.

Was Goldstone auch über Israels "Aktion" in GAZA auch sagte

... bestimmte Waffen und Munition kriegsvölkerrechtswidrig eingesetzt, gezielt auch nichtmilitärische Ziele angegriffen und den Tod von palästinensischen Zivilisten in Kauf genommen zu haben. Die Untersuchungen ergaben, dass in bestimmten Fällen menschliche Schutzschilder eingesetzt sowie Krankenhäuser und Lebensmittel-Fabriken angegriffen wurden. Des Weiteren wird den Streitkräften vorgeworfen, auf Zivilisten geschossen zu haben, die weiße Fahnen trugen.

GOLDSTONE BERICHT:
http://de.wikipedia.org/w...

Ich bin erschrocken wie Isreal GAZA als eine Art Freiluft-Gefängnis betreibt, und nun dazu diese "shooting fish in a barrel" als eine Akt der Verteidung umdichtet.

"Goldstone nimmt Vorwürfe gegen Israel zurück"

Sie hätten Ihre Wiki-Recherche nicht nur auf anti-israelisch Verwertbares beschränken sollen:

aus Ihrem Link:

"In Folge des Berichtes wurden 400 Ermittlungen in Israel durchgeführt, bei welchen es zu zwei Verurteilungen kam. Die Hamas ermittelte in keinem Falle. [30]
In einem Artikel der Washington Post vom 1. April 2011 stellte Goldstone seinen Bericht teilweise in Frage.[31][32] Er erklärte, dass sein Bericht anders ausgefallen wäre, wenn er damals schon das gewusst hätte, was er heute wüsste (If I had known then what I know now, the Goldstone Report would have been a different document.)."

dazu der Beleg:
"Israel habe absichtlich auf Zivilisten geschossen, hatte Richard Goldstone zum Gaza-Krieg geschrieben. Jetzt revidiert der Richter seine Einschätzung.
Richter Richard Goldstone, der Israel in einem nach ihm benannten UN-Bericht zum Gaza-Krieg mögliche Kriegsverbrechen vorgeworfen hatte, hat öffentlich sein Urteil revidiert. "Wenn ich gewusst hätte, was ich heute weiß, wäre der Goldstone-Report ein anderes Dokument geworden, schrieb er in einem Beitrag für die Washington Post. "
http://www.sueddeutsche.d...

Vorher/Nacher

Erstens: das Goldstone Bericht war nicht die persönliche Meinung/Beobachtung von Richard Goldstone sondern eine Untersuchung von einer UN Kommittee: die Gültigkeit des Berichts besteht, auch nach späteren Bemerkungen von R. Goldstone der danach unter enormen Druck stand.

Zweitens: auch nach seinen offentlichen "Bedauern" hat er vieles in dem Bericht hinterher NICHT kritisiert.

http://www.thejerusalemfu...

"Erstens" und "zweitens"

hätten Sie auch hier Ihren eigenen Link lesen sollen, und ihn nicht nur auf anti-israelisch Verwertbares sichten sollen,
Dort, in Ihrem Wiki-Link heißt es nämlich ausdrücklich, dass der Goldstone-Bericht
"unter Federführung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone verfasst" wurde.
http://de.wikipedia.org/w...

Dass es indes nicht Goldstones "Meinung" ist, sondern Ergebnis seiner Recherche, versteht sich von selber.
Dass diese Recherche unvollständig und falsch war, ist das Ergebnis weiterer Recherche.

Was Goldstone zurücknahm war der Vorwurf der gezielten Tötung von Zivilisten.
Und um DEN ging es hier!

Was ich mich immer frage,

bei solchen Fällen, ist folgendes: warum muß es immer ein Raketenagriff/müssen es militärisch ausgeführte Morde sein, die am besten auch noch unbeteiligte töten?

Israel hat doch gut ausgebildete Kräfte, da sollte es doch möglich sein, die entsprechenden Verdächtigen festzunehmen und vor ein ordentliches Gericht zu stellen.

So kratzt man nur an der eigenen Legitimität im In- und Ausland, schürt den Eindruck, daß den Hardlinern nichts am Frieden liegt, tötet Unschuldige (und schafft sich damit neue Feinde).

Nichts gegen Selstschutz, aber wenn man eine Demokratie hat, so müssen Tötungen ohne Prozeß aufhören.

Tötung statt Prozess

Da Israel den Gaza nicht besetzt hält, besitzt es außer Geheimdienstmitarbeitern auch keine Exikutivorgane in dieser Region. Es ist also äußerst schwer, eine einzelne sehr gut be- und geschützte Person festzusetzen. Im Besonderen, ohne die Leben der eigenen Kräfte in Gefahr zu bringen.
So wenig ich Israels außenpolitisches Verhalten gut heißen kann, aber gezielte Tötungsangriffe sind nunmal leider in dem Fall, militärisch gesehen die effektivste Lösung.
Humanistisch betrachtet wissen wir wohl alle, dass diese ganze Region die reinste Katastrophe ist..

Sie haben in so weit Recht,...

... als dass es zumindest rechtlich an dieser Aktion nichts zu beanstanden gibt. Darüber, ob Israel formal nicht auch weiterhin als Besatzungsmacht über Gaza betrachtet werden müsste, kann man sicherlich trefflich streiten. Aber selbst für den Fall wäre die Liquidierung eines Kombattanten rechtens. Ob es politisch klug ist, ist eine ganz andere Frage. Zudem würde mich interessieren, was dem intensivierten Raketenbeschuss durch die Hamas vorangegangen ist. Vor dem letzten Gaza-Krieg wurde es in den Medien auch über Wochen zunächst so dargestellt, als hätte die Hamas die seinerzeitige Waffenruhe einfach so aus purer boshafter Langeweile gebrochen. Später hat sich dann herausgestellt, dass es in Wahrheit die israelische Seite war, die zunächst mit einer gezielten Kommandoaktion am 05. November 2008 mehrere Palästinenser im Gazastreifen getötet und die bis dahin alles in allem ganz gut funktionierende Waffenruhe gebrochen hatte.

Auf die Hamas-Angaben sind schon etliche hereingefallen

da wären Sie nicht der erste:

"Die Moderation aus dem Off erklärte dazu, dass arabische TV-Stationen und Websites das Video bereits verbreiteten, um die Greuel des Konfliktes für die Zivilbevölkerung zu demonstrieren.

In Wirklichkeit handelte es sich aber um Bilder, die bereits im Jahr 2005 entstanden sind und die Folgen einer durch einen Unfall ausgelösten Explosion zeigten, bei der auf einem Lastwagen gelagerte Raketen der radikal-islamischen Hamas in die Luft gegangen waren."

http://www.spiegel.de/kul...