Naher OstenIsrael baut 3.000 neue Wohnungen in besetzten Gebieten

Die UN haben die Palästinenser international deutlich aufgewertet – und prompt genehmigt Israel 3.000 neue Wohnungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem. von afp, dpa und

Israelische Wohnungen im Westjordanland

Israelische Wohnungen im Westjordanland  |  © Ronen Zvulun/Reuters

Die israelische Regierung hat den Bau von 3.000 neuen Wohnungen in den jüdischen Siedlungsgebieten in Ost-Jerusalem und im Westjordanland bewilligt. Ein israelischer Verantwortlicher bestätigte entsprechende Informationen der israelischen Tageszeitung Haaretz .

Zum genauen Standort der künftigen Wohnungen machte er keine Angaben. Die Organisation Frieden jetzt hatte im November berichtet, geplant seien ein massiver Ausbau der Siedlung Itamar im nördlichen Westjordanland sowie jeweils etwa 600 Wohnungen in den Vierteln Pisgat Seev und Ramot im besetzten Ostteil von Jerusalem .

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Die Ankündigung erfolgte einen Tag nachdem die UN-Vollversammlung den Palästinensern unter Protest Israels einen aufgewerteten Beobachterstatus als Nicht-Mitgliedsstaat zubilligte . Die Ankündigung könnte als Herausforderung der israelischen Regierung an die Weltgemeinschaft gewertet werden: Eines der Hauptargumente für die Anerkennung Palästinas als UN-Beobachterstaat war die zunehmende Gefährdung der Zwei-Staaten-Lösung durch die israelischen Siedlungen.

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Leserkommentare
  1. Was ich mich frage:

    Wer finanziert diese Siedlungen? Sind das Banken? Wenn ja, dann ist das ein Risikoinvestment, oder? Schliesslich kann es gut sein, dass die Siedlungen kurz nach Fertigstellung geräumt werden müssen.

    Zum Thema direkt kann ich nur sagen, dass ich sowas erwartet habe. Ich denke da folgen jetzt noch andere Sanktionen als Racheakt.

  2. "Wenn ein Staat auf befreitem Gebiet egal was baut, ist keinesfalls illegal oder rechtswidrig."
    -----------
    Die UNO, EU und USA sehen das allerdings glücklicherweise anders.

  3. 19. komisch

    Komisch, dass 138 Staaten da anderer Meinung sind. Ich glaube eher, dass sich Israel damit ins Aus manövriert.

    Antwort auf "Eine gute Antwort ..."
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    • Calcar
    • 30. November 2012 20:28 Uhr

    Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke, die Redaktion/mo.

  4. > So verschärft sich die Lage durch Wechselwirkung.
    > Die Frage nach Schuld und Unschuld ist kontraproduktiv.

    Mit solchen fadenscheinigen Argumenten lässt sich auch der Zweite Weltkrieg relativieren. Versuchen Sie das dann bitte überall, oder lassen Sie es ganz bleiben...

    Antwort auf "Ursache-Wirkung"
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    (Das ist eine Erklärung, keine Parteinahme)

  5. 21. @road90

    > Wenn ein Staat auf befreitem Gebiet

    Was ist das für ein Unsinn ("befreites Gebiet")? [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/au.

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    • road90
    • 30. November 2012 18:11 Uhr

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/au.

    • scoty
    • 30. November 2012 18:09 Uhr

    eine andere Sprache versteht Israel nicht.

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    • road90
    • 30. November 2012 18:15 Uhr

    "Das Urteil in Den Haag" ... "Privatpersonen dürfen vor ausländischen Gerichten keine Klagen gegen einen anderen Staat erheben."

    Quelle SZ, 3. Februar 2012

    • road90
    • 30. November 2012 18:11 Uhr
    23. [...]

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/au.

    Antwort auf "@road90"
    • road90
    • 30. November 2012 18:15 Uhr

    "Das Urteil in Den Haag" ... "Privatpersonen dürfen vor ausländischen Gerichten keine Klagen gegen einen anderen Staat erheben."

    Quelle SZ, 3. Februar 2012

    Antwort auf "Ab nach Den Haag "
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Dass Sie darauf eingehen, besagt nur, dass Israel Unrecht tut.

    "Die „Gebiete“, der in Israel geläufige Begriff für die Westbank, sind rechtlich gesehen nicht einfach nur strittiges Land. Nach internationalem Recht ist Palästina nun ein Staat unter teilweiser Besatzung, was heißt, dass eine Besiedlung durch die Okkupationsmacht die Genfer Konvention verletzt. Da sich die Palästinenser damit an den Internationalen Gerichtshof wenden könnten, wird Israel sich politisch wie militärisch vorsehen müssen."
    http://www.fr-online.de/politik/abstimmung-in-new-york-un-erkennen-palae...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, tis
  • Schlagworte Israel | UN | Frieden | Information | Palästinenser | Protest
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