Naher OstenIsrael baut 3.000 neue Wohnungen in besetzten Gebieten

Die UN haben die Palästinenser international deutlich aufgewertet – und prompt genehmigt Israel 3.000 neue Wohnungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem. von afp, dpa und

Israelische Wohnungen im Westjordanland

Israelische Wohnungen im Westjordanland  |  © Ronen Zvulun/Reuters

Die israelische Regierung hat den Bau von 3.000 neuen Wohnungen in den jüdischen Siedlungsgebieten in Ost-Jerusalem und im Westjordanland bewilligt. Ein israelischer Verantwortlicher bestätigte entsprechende Informationen der israelischen Tageszeitung Haaretz .

Zum genauen Standort der künftigen Wohnungen machte er keine Angaben. Die Organisation Frieden jetzt hatte im November berichtet, geplant seien ein massiver Ausbau der Siedlung Itamar im nördlichen Westjordanland sowie jeweils etwa 600 Wohnungen in den Vierteln Pisgat Seev und Ramot im besetzten Ostteil von Jerusalem .

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Die Ankündigung erfolgte einen Tag nachdem die UN-Vollversammlung den Palästinensern unter Protest Israels einen aufgewerteten Beobachterstatus als Nicht-Mitgliedsstaat zubilligte . Die Ankündigung könnte als Herausforderung der israelischen Regierung an die Weltgemeinschaft gewertet werden: Eines der Hauptargumente für die Anerkennung Palästinas als UN-Beobachterstaat war die zunehmende Gefährdung der Zwei-Staaten-Lösung durch die israelischen Siedlungen.

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Leserkommentare
  1. 33. Quelle!

    Haben Sie für diese Behauptung eine Quelle oder möglicherweise historische Fakten?

    M. E. durften auch die Befreier Deutschlands vom Hitlerfaschismus nicht einfach "egal was" bauen, ohne dass es "illegal" oder "rechtswidrig" war

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    Gemeint war mit Sicherheit nicht nur "etwas" (etwa im Sinne eines kurzfristigen Militärlagers), sondern die Genehmigung einer dauerhaften Siedlung eigener Staatsbürger auf fremdem Staatsgebiet. Das durften auch die Alliierten nach damals geltendem Recht nicht und schon garnicht Israel im seit den 1960er Jahren besetzten Gebiet.

    • H.v.T.
    • 01. Dezember 2012 5:08 Uhr

    "M. E. durften auch die Befreier Deutschlands vom Hitlerfaschismus nicht einfach "egal was" bauen, ohne dass es "illegal" oder "rechtswidrig" war"
    ----

    Was sie damals aber taten. Wenn Sie sich den alliierten Umgang mit den ´deutschen Ostgebieten´ anschauen, dann wird hier schon völkerrechtlich mit zweierlei Maß gemessen.

    Um abwegigen Unterstellungen zuvor zu kommen: Nein, ich setze hier Israel nicht mit Nazi-Deutschland gleich, sondern vergleiche den von Ihnen aufgeworfenen Umgang mit Gebietsansprüchen.

  2. Wenn ich mir den Kommentar von Demetrios so durchlese, dann kann es einem eiskalt den Rücken runterlaufen. Da schwingt soviel Verachtung, Zynismus und Hass gegenüber den Palästinensern mit. Woher kommt das?

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    • nr-3
    • 30. November 2012 18:40 Uhr

    ... die Mehrheit der Leser "überliest" den werten Mitforisten mittlerweile

    In Syrien lobt er die FSA in den Himmel aber Grundrechte will er den Palästinensern nicht gönnen.

    wenigstens sitzt er nicht "umsonst" vorm PC

  3. Ach, Israel fühlt sich vor den Kopf gestoßen? Wie konnte das passieren? In den Medien klang es doch danach, dass es ein großer Schritt Richtung Frieden sei, Verhandlungen zu verhindern und stattdessen über den Kopf der Ordnungsmacht in Palästina hinweg Entscheidungen zu erzwingen und sie vor der internationalen Staatengemeinschaft zu brüskieren.

    Wer eine friedliche Nachbarschaft haben will, der REDET mit seinen Nachbarn, und überhäuft sie nicht mit Klagen, wenn deren Kinder im eigenen Garten spielen.

    Wie so oft geht es auch in dieser Angelegenheit den meisten Regierungschefs (und Kommentatoren hier) nicht um eine Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern, sondern um die Suche nach Möglichkeiten, den Judenstaat bloßzustellen und zu bestrafen. Der Friede bleibt dann natürlich auf der Strecke.

  4. Das darf einfach nicht wahr sein. Israel zeigt,dass es weiter die Palästinenser mit Füssen treten will. Jetzt muss D, EU, UNO und USA wirklich auf die Bremse treten. Israel hat sich in der Vergabgenheit so vieler Privilegien bedient, jetzt muss Schluss sein. Im Grunde zeigt Israel damit sein wahres Gesicht.

  5. immerhin hat gestern der israelische Botschafter bei der
    UN in seiner Rede klargestellt, dass die UN (damit
    Völkerrecht)
    den 4000 Jahre alten Bund zwischen Israeliten und ihrem
    Land nicht kappen könnte.

    Vielleicht sollte man bei der UN vorsichtshalber
    noch einmal genauer nachschauen, auf welches Gebiete
    "vor 4000 Jahren" Israel sich hier beruft.

    Umfaßt dies möglicherweise auch Teile Syriens, des Irak und Jordaniens ?

    Vielleicht lohnt es sich, einen Blick auf diese
    alten Karten zu werfen.

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    "Vielleicht lohnt es sich, einen Blick auf diese
    alten Karten zu werfen."
    -----------------------
    Vielleicht reicht es auch, Israel zu erklären, dass israelisches Landesrecht kein Völkerrecht bricht, sondern umgekehrt.

  6. ...es ist nunmal Tatsache, dass etwa Saudi-Arabien 100 mal größer ist als Israel, und die Bevölkerungsdichte 30 mal geringer. Bitte unterstellen Sie mir keine Nazi-Ideologie, es ist nämlich auch Fakt, dass Israel schon einmal eine Siedlung auf der Sinai errichtet hat, und wieder geräumt hat, und wenn die eine Seite flexibel ist, kann es doch auch einmal die andere sein, oder nicht ?

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    Und Russland ist 40mal so groß wie Deutschland. Und Israel 60mal so groß wie der Gazastreifen, dabei ist die Bevölkerungsdichte um 14mal kleiner.

    > Bitte unterstellen Sie mir keine Nazi-Ideologie

    Das habe ich Ihnen nie unterstellt. Das tun Sie hier schon selbst mit Ihrer einseitigen Stellungnahme.

    • road90
    • 30. November 2012 18:28 Uhr

    Wenn man gestern richtig zugehört hatte, dann verstand man auch: Ein nicht existiernder Staat ohne Gebiet, ohne definierte Grenzen, ohne Staatsmacht, ... bekam einen Beobachterstatus, aber nicht die Anerkennung als Staat. Eigentlich ist kaum zu verstehen, warum alle Israelkritiker plötzlich aus dem Hocker sind. Außer, dass Abu Mazen seinem "Volk" einen politischen K.O versetzt hat, ist nichts passiert. Übrigens, Abu Mazen ist seit Jahren ein nicht gewählter, selbst ernannter "Präsident" von ..., eigentlich von was? Von Gaza z.B. nicht.

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    den Wahrheitsgehalt des Artikels der Frankfurter Rundschau unzuzweifeln. Ich fürchte nur, Sie stehen damit ziemlich alleine da.

  7. > Lieber Mitforist....

    > ...es ist nunmal Tatsache, dass etwa Saudi-Arabien 100 mal
    > größer ist als Israel, und die Bevölkerungsdichte 30 mal
    > geringer.

    Das rechtfertigt aber gerade auch den Russlandfeldzug. Sie machen sich schon selbst zum Nazi. Da muss ich nichts unterstellen..

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, tis
  • Schlagworte Israel | UN | Frieden | Information | Palästinenser | Protest
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