BürgerkriegUN erwägen Einsatz von Drohnen über Ostkongo

Im Konflikt zwischen Kongos Militär und den M-23-Rebellen könnten die Vereinten Nationen die umkämpften Gebiete mit Drohnen überwachen. Das soll die Bevölkerung schützen. von dpa

M23-Rebellen in Goma

M23-Rebellen in Goma  |  © Tony Karumba/AFP/Getty Images

Die Vereinten Nationen erwägen nach Angaben eines Sprechers, unbewaffnete Drohnen zur Überwachung des umkämpften Ostkongos einzusetzen. Die Informationen aus der Luft sollen den Schutz der Zivilbevölkerung vor Angriffen verbessern, sagte Kieran Dwyer von der UN-Abteilung für Friedenserhaltende Maßnahmen.

Ein entsprechender Vorschlag werde dem Sicherheitsrat in der kommenden Woche unterbreitet. Die Drohnen sind laut Dwyer aber nur eine von mehreren Maßnahmen, über die das höchste UN-Gremium entscheiden soll. Wegen der Kämpfe zwischen der Rebellenbewegung M 23 und den Regierungstruppen sind bereits Zehntausende Menschen auf der Flucht.

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Das betroffene Gebiet sei so weiträumig, dass die UN-Friedensmission Monusco es nicht lückenlos abdecken könne, hieß es weiter. Derzeit liefen Gespräche mit der kongolesischen Regierung und mehreren UN-Mitgliedsstaaten, die über Drohnen verfügen. "Wir würden äußerst vorsichtig vorgehen und in hundertprozentiger Abstimmung mit der Regierung in Kinshasa ", sagte Dwyer. Die Friedenstruppe im Kongo ist mit etwa 17.000 Mann die derzeit größte UN-Mission. Eine weitere Aufstockung ist geplant.

Mehrere afrikanische Staats- und Regierungschefs hatten den M-23-Rebellen am Samstag eine Frist von 48 Stunden gesetzt , um sich aus der Provinzhauptstadt Goma zurückziehen. Ansonsten würden sich ihnen Soldaten einer Regionaltruppe in den Weg stellen. Die M 23, die von dem desertierten kongolesischen General Bosco Ntaganda angeführt wird, hatte Goma am Dienstag eingenommen.

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Leserkommentare
    • zorano
    • 25. November 2012 10:51 Uhr
    1. [...]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au.

    • zorano
    • 25. November 2012 11:40 Uhr

    Wer sich noch auf Patrice Lumumba, Dag Hammarskjöld, Moïse Tschombé und auch Siegfried Müller erinnert, muß jeder Intervention von Fremden in Kongo mit Reserve gegenüber stehen. Das ist man wenigsten den zwei Erstgenannten schuldig.

    • tb
    • 25. November 2012 12:37 Uhr

    Die UN Mission heisst nicht Minusco sondern MONUSCO !

    http://monusco.unmissions...

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    Redaktion

    Hallo tb,

    danke für die Anmerkung, wir haben den Tippfehler korrigiert. Allerdings könnten Sie sich auch etwas freundlicher zu Wort melden. Der Tonfall macht die Musik! :-)

    mit besten Grüßen,

    Tina Groll

  1. Redaktion

    Hallo tb,

    danke für die Anmerkung, wir haben den Tippfehler korrigiert. Allerdings könnten Sie sich auch etwas freundlicher zu Wort melden. Der Tonfall macht die Musik! :-)

    mit besten Grüßen,

    Tina Groll

    Antwort auf "Ach Du liebe Zeit!"
  2. Wer meint, dass dadurch Krieg menschlicher, berechenbarer oder sauberer werden, sollte sich verabschieden von Buergerarmeen und auch von der Demokratie!
    Drohnen sind unmenschlich! Sie sind absolute Katastrphe, da lediglich ein Ausloeser genuegt, um Menschen zu toeten! Ganz ehrlich, wer das beschliesst, sollte verstehen, dass er Blut an seinen Haenden hat, auch wenn er das nicht wahr haben will!
    Abgesehen von dem absoluten desastroesen Zustand der Bundeswehr, koennen solche Aktionen weder sinnfuehrend, noch akkurat gefuehrt werden! Dies ist nur noch, um Geld zu sparen und moeglichst grosse Schaeden bei der Bevoelkerung anzurichten!
    Um NEIN dazu zu sagen, muesste man jedoch Rueckgrat besitzen, welches ich bei deutschen Politkern mehr als vermissen!

    • fh17
    • 25. November 2012 20:22 Uhr

    Hat es schon einen UN-Einsatz gegeben,
    der den Einsatz von Drohnen eindeutig befürwortet?
    Ich hoffe, es wird ihn nicht so bald geben;
    die Einsätze der USA in Pakistan, Jemen u.a.
    sind m.E. von völker- und menschenrechtlich befriedigend weit entfernt.
    mfG
    FH

  3. Durfte ich von meinen Freunden aus Benin,Togo,Angola,Mosambique,Tschad und Eritrea lernen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Vereinte Nationen | Drohne | Friedenstruppe | Regierungschef | Überwachung | Gespräch
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