Die Vereinten Nationen erwägen nach Angaben eines Sprechers, unbewaffnete Drohnen zur Überwachung des umkämpften Ostkongos einzusetzen. Die Informationen aus der Luft sollen den Schutz der Zivilbevölkerung vor Angriffen verbessern, sagte Kieran Dwyer von der UN-Abteilung für Friedenserhaltende Maßnahmen.

Ein entsprechender Vorschlag werde dem Sicherheitsrat in der kommenden Woche unterbreitet. Die Drohnen sind laut Dwyer aber nur eine von mehreren Maßnahmen, über die das höchste UN-Gremium entscheiden soll. Wegen der Kämpfe zwischen der Rebellenbewegung M 23 und den Regierungstruppen sind bereits Zehntausende Menschen auf der Flucht.

Das betroffene Gebiet sei so weiträumig, dass die UN-Friedensmission Monusco es nicht lückenlos abdecken könne, hieß es weiter. Derzeit liefen Gespräche mit der kongolesischen Regierung und mehreren UN-Mitgliedsstaaten, die über Drohnen verfügen. "Wir würden äußerst vorsichtig vorgehen und in hundertprozentiger Abstimmung mit der Regierung in Kinshasa ", sagte Dwyer. Die Friedenstruppe im Kongo ist mit etwa 17.000 Mann die derzeit größte UN-Mission. Eine weitere Aufstockung ist geplant.

Mehrere afrikanische Staats- und Regierungschefs hatten den M-23-Rebellen am Samstag eine Frist von 48 Stunden gesetzt , um sich aus der Provinzhauptstadt Goma zurückziehen. Ansonsten würden sich ihnen Soldaten einer Regionaltruppe in den Weg stellen. Die M 23, die von dem desertierten kongolesischen General Bosco Ntaganda angeführt wird, hatte Goma am Dienstag eingenommen.