Deutschland ist die nächsten drei Jahre Mitglied des UN-Menschenrechtsrates. In der Vollversammlung der Vereinten Nationen stimmten 127 der 193 UN-Mitglieder für eine Beteiligung Berlins an dem Genfer Gremium.

Die Wahl war mit Spannung erwartet worden, weil es für die drei freiwerdenden Sitze für die westlichen Staaten fünf Bewerber gab.

Den USA blieb die Peinlichkeit einer Niederlage erspart: 131 Staaten stimmten für die Vereinigten Staaten. Drittes neues westliches Land im Kreis der 47 Mitglieder ist Irland , das 124 Stimmen bekam. Die Niederlage Griechenlands war absehbar, für Schweden sind die wenigen Stimmen aber eine Blamage. Das Land gilt als engagiertes UN-Mitglied mit langer Menschenrechtstradition.

Außenminister Guido Westerwelle ( FDP ) sprach von einem "Vertrauensbeweis für Deutschland" und einer "Bestätigung unserer konsequenten Menschenrechtspolitik weltweit".

Schon 2006 bis 2009 Sitz für Deutschland

Insgesamt wurden 18 neue Mitglieder für den Menschenrechtsrat gewählt. In den anderen vier Ländergruppen gab es aber nur so viele Kandidaten wie freie Plätze. Menschenrechtler hatten das kritisiert, zumal unter den neuen Mitgliedern viele sind, denen selbst Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. So sei bereits vor der Abstimmung klar gewesen, dass Pakistan und Venezuela einen Sitz im Rat erhalten würden.

Das Gremium war 2006 gegründet worden, nachdem sich die Vorgängerinstitution, die sogenannte UN-Menschenrechtskommission, als ineffektiv erwiesen hatte. Deutschland hatte von 2006 bis 2009 bereits einen Sitz im Menschenrechtsrat inne.