Mohammed-FilmChristen in Ägypten droht Todesurteil wegen Schmähvideos

Sieben christliche Auswanderer sollen dafür sterben, dass sie an dem Mohammed-Schmähfilm "Unschuld der Muslime" mitwirkten. Nur der Mufti in Kairo kann sie noch retten. von afp, dpa und

Ein Strafgericht in Ägypten will sieben christliche Auswanderer wegen des umstrittenen Mohammed-Schmähfilms "Unschuld der Muslime" zum Tode verurteilen. Die Angeklagten hätten den Islam beleidigt, indem sie in dem Film mitgewirkt und ihn mit verbreitet hätten, sagte der Kairoer Richter Saif al-Nasr Soliman.

Die gebürtigen Ägypter sind allerdings derzeit nicht im Lande. Sie sollen in den USA und in Australien leben.

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Seine Macher hatten den in den USA amateurhaft hergestellten Film online veröffentlicht. Er zeigt Mohammed, den Propheten des Islams, als grausamen, grenzdebilen Weiberhelden und Kinderschänder. Blasphemie ist in Ägypten ein Straftatbestand.

In vielen Ländern gab es deswegen seit September teils gewaltsamen Protest gegen Einrichtungen der USA und anderer Länder des Westens . Im Sudan stürmten aufgebrachte Muslime die deutsche Botschaft.

Bevor die Richter am 29. Januar ihr schon feststehendes Urteil offiziell verkünden können, muss noch der Mufti der Republik zustimmen – dies ist bei Todesurteilen in Ägypten Vorschrift.

Ausschnitte aus dem billig produzierten Streifen wurden im Prozess als Beweismittel gezeigt. Der Film hatte im September zu gewaltsamen Protesten in mehreren islamischen Staaten geführt. Mehrere US-Botschaften wurden attackiert.

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Leserkommentare
  1. Dann können sie sich ja alle selbst zum Tode verurteilen! Glaube an die Verbreitung des Filmes war niemand mehr beteiligt, als die Leute selber die sich darüber empört haben^^ Was ein Quatsch & traurig das Menschen wegen solchen Unsinn, derart überzogen reagieren.

  2. ... kann - sollte es so weitergehen - jedenfalls nicht sagen, er hätte von nichts gewusst...

  3. Als Russland zwei Mitglieder der Pussy Riots zu 2 Jahren Haft verurteilt hat, war der Aufschrei in Deutschland gross, auch bei Zeit-Online. Zu Recht, wie ich meine.

    Ich habe das ungute Gefuehl, dass dies bei diesen Todesurteilen nicht im gleichen Masse der Fall sein wird.

    Man stelle sich mal vor, irgendein ein Moslem wuerde auch nur ein Haar gekruemmt werden, wenn wir der Meinung waeren, er haette unsere Religion beleidigt? Oder zum Beispiel unsere westlichen Werte, die uns ja theoretisch heilig sein koennten.

    Der besagte Mohammed-Film prangert die Gewalttaten Mohammeds an und macht die Person selbst laecherlich, vergleichbar mit dem Film "der Diktator" von Charlie Chaplin.

    Man kann nicht gerade behaupten, dass diese Todesurteile den Mohammed-Schmaeh-Film inhaltlich als ein voellig aus der Luft gegriffenes Vorurteil erscheinen lassen.

    Bei den Mohammed-Karikaturen war es ja nicht anders. Diese ganze leidige Thematik erinnert doch ungemein an Film "Und ewig gruesst das Murmeltier"

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    • BadLuck
    • 28. November 2012 16:27 Uhr

    Man fühlt sich wie als wenn man zurück im Mittelalter währe.

    Jesus, Mohammed und wie sie noch alle heißen interessieren mich einen furz, sie sind einfach nur fiktionales Gedankengut von den größten Trollen unserer dahmaligen Zeit, well played !

  4. 5. [...]

    Entfernt. Verzichten Sie auf pauschalisierende und unsachliche Äußerungen. Die Redaktion/mak

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    Deswegen hast du davon noch nie was gehört! ;)

    "Erniedrigende Karikaturen" über Jesus, Deutschland etc. gibt es genügend!

    • traude
    • 28. November 2012 17:04 Uhr

    Nun, zumindest verbrannt werden deutsche und besonders amerikanische Fahnen ja regelmäßig. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das große Geschäft auch schon vorgekommen ist.
    Warum die Aufregung darüber nicht ganz so groß ist können sie ja mal spekulieren.

    Das Fahnen verbrannt werden ist ja fast schon normal, es gibt wohl kaum ein Land auf der Erde dessen Fahne noch nicht öffentlich verbrannt wurde. OK, Grönland ausgenommen ;).
    Aber Sie werden niemals erleben das eine gemeinschaftliche Darmentleerung von Migranten auf eine Deutsche Fahre als Kunst betrachtet wird. Und dabei hört man doch immer wieder:"Kunst darf alles"

    • Flari
    • 28. November 2012 17:20 Uhr

    ""Abschieben!" wäre da noch die mildeste Forderung."

    Sie scheinen eine Abschiebung schlimmer anzusehen, als eine Ermordung.
    Oder lediglich die Abschiebung eines Islamisten gegenüber der Ermordung eines Christen oder Atheisten?

    • falipus
    • 28. November 2012 17:53 Uhr

    Es werden doch genug westliche Fahnen verbrannt, Botschafter getötet etc, reicht das nicht als Gegenbeispiel?
    Und die Opfer sind doch die ewig Beleidigten die vor lauter Hass Todesurteile sprechen und Brandschatzen...

    ... bevor sie sich zu solchen Kommentaren hinreissen lassen.

    MFG

    das sich die braunes zu braunem scene nicht schon auf deutschen bühnen abgespielt hatt würde ich nicht als gesetzt ansehen
    im kontext von demonstrationen währe die polizei nat. eingeschritten, wobei die frage ob die erregung öffentlichen ärgenisses(nackter hintern),das verrichten der notdurft in der öffentlichkeit oder die verunglimpfung von staatssymbolen schwerer gewichtet würde
    dehalb giebt es ja straßentheater ;)
    als video zumindest wird das bestimmt irgendjemand in den 70-90ern gefaket haben
    aber keine sorge
    punk will catch islam aswell

  5. Deswegen hast du davon noch nie was gehört! ;)

    "Erniedrigende Karikaturen" über Jesus, Deutschland etc. gibt es genügend!

    Antwort auf "[...]"
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    Aber nicht von Muslimen.
    Ich verurteile auch die Karikaturen die Jesus erniedrigen sollen!!!

  6. 7. [...]

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    • traude
    • 28. November 2012 17:04 Uhr
    8. Fahnen

    Nun, zumindest verbrannt werden deutsche und besonders amerikanische Fahnen ja regelmäßig. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das große Geschäft auch schon vorgekommen ist.
    Warum die Aufregung darüber nicht ganz so groß ist können sie ja mal spekulieren.

    Antwort auf "[...]"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, tst
  • Schlagworte Film | Blasphemie | Islam | Mohammed | Protest | Prozess
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