Die syrische Armee versucht seit einigen Tagen eine Offensive der Rebellen auf die Hauptstadt Damaskus abzuwehren. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, in dem Vorort Sajjida Seinab hätten die Regierungstruppen "Dutzende von Terroristen" festgenommen. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter berichtete von Gefechten im Al-Kabun-Viertel und von einem Mörserangriff an der Schnellstraße in Al-Messe.

Die Gegner von Präsident Baschar al-Assad hatten am Mittwoch angekündigt, nach den Geländegewinnen im Norden des Landes wollten sie jetzt Damaskus ins Visier nehmen. Im Juli hatten sie schon einmal versucht, die Hauptstadt unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Regierungstruppen hatten sie damals jedoch zurückgedrängt.

Neuen Angaben zufolge sind durch Kämpfe in Syrien bisher mehr als 40.000 Menschen gestorben. Das berichtet die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter. Unter den Toten seien 28.026 Zivilisten, 10.150 Soldaten und 1.379 Deserteure, sagte der Leiter der Organisation, Rami Abdurrahman. Mehr als 500 Todesopfer hätten nicht identifiziert werden können.