Raketenabwehrsystem: Türkei einigt sich mit Nato auf Patriot-Entsendung
Das Verteidigungsbündnis sagt der Türkei zu, ein Raketenabwehrsystem zu entsenden. Kritiker befürchten, dass damit eine Flugverbotszone in Nordsyrien aufgebaut wird.
© ddp/dapd

Eine Luftabwehrrakete vom Typ Patriot bei einem Test (Archiv)
Die Türkei hat sich mit den Nato-Mitgliedstaaten auf eine Bereitstellung von Patriot-Abwehrraketen an der Grenze zu Syrien geeinigt. Die Vereinbarung sei mit den Ländern getroffen worden, die über das Abwehrsystem verfügten, teilte das türkische Außenministerium mit.
Neben den USA und den Niederlanden verfügt in der Nato nur die Bundeswehr über die modernste Version des Raketenabwehrsystems. Damit können feindliche Raketen und Flugzeuge abgewehrt werden. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) signalisierte, dass die Bundesregierung eine Bitte der Türkei um die Verlegung von Patriots nicht ausschlagen werde.
Die Nato hatte der Türkei am Montag ihre Solidarität in der Frage der Stationierung des Abwehrsystems zugesichert. Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte, die Allianz habe fertige Pläne zum Schutz der Türkei, die im Notfall angepasst werden könnten. Wenn Ankara eine offizielle Anfrage zur Verlegung der Raketen stelle, werde diese als "dringliche Angelegenheit" behandelt, sagte Rasmussen.
Abwehrsysteme nur zum Schutz
In Deutschland verlangt die Opposition von der Regierung eine Klarstellung über eine mögliche Verlegung deutscher Raketen in die Türkei. Vertreter von SPD und Grünen gaben zu bedenken, dass die Flugabwehrraketen nicht dazu geeignet seien, Mörserbeschuss abzuwehren. Sie äußerten die Befürchtung, dass das eigentliche Ziel die Errichtung einer Flugverbotszone über Syrien sei. De Maizière wies diese Aussagen als Spekulationen zurück.
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Gernot Erler, verwies darauf, dass die Türkei in der Vergangenheit bereits für eine Flugverbotszone über syrischem Bürgerkriegsgebiet plädiert habe, sodass zumindest Anlass zur Sorge bestehe, dass die Systeme zur Sicherung einer solchen Zone eingesetzt werden könnten. Er verlangte von der Türkei eine Klarstellung, dass sie Patriot-Abwehrsysteme nur zum Schutz des eigenen Landes braucht.





"Fakt ist, dass die Menschen dort Hilfe brauchen, ..."
Fakt ist auch, der jetzt eingeschlagene Weg führt nicht dazu. Lassen Sie mich dies bitte kurz begründen;
Gerade Islamisten profitieren von der derzeitigen Lage, in welcher die Türkei als Ruheraum, Nachschubweg und logistische Drehscheibe fungiert. Die Einrichtung einer Flugverbotszone hier würde den Aktionsradius deutlich erweitern und sichere Nachschubwege auch nach Syrien hinein eröffnen.
Je mehr Unterstützung diese Kräfte erfahren, desto mehr wird die einheimische Opposition an Bedeutung verlieren, zuvorderst an militärischer. Dies wird sich auch auf ein Nachkriegssyrien auswirken.
In Syrien wird sich nach dem derzeitigen Weg für längere Zeit ein offener Stellvertreterkrieg entwickeln. Mit allen Folgen für die Einheimischen, genau diese sind nämlich die Verlierer, und werden nur noch zwischen die Fronten der Golfstaaten, Türkei und der USA bzw. Irans, Rußlands, usw. geraden und aufgerieben.
Deutschland stellt sich hier schlußendlich auf Seiten einer der Kriegsparteien, nicht auf Seiten der Syrer.
Nötig wäre ein neutrales Eingreifen, außerhalb dieser Blöcke. Ich bin mir hierbei ziemlich sicher, sogar Rußland würde sich hierfür gewinnen lassen, oft genug deutlich gemacht hat es dies. Ein Großteil der Welt wäre sowieso an einer solchen Lösung interessiert.
Anstatt sich auf eine Seite zu stellen, sollte Deutschland an einer neutralen Lösung arbeiten, im Interesse der Syrer.
"Anstatt sich auf eine Seite zu stellen, sollte Deutschland an einer neutralen Lösung arbeiten, im Interesse der Syrer."
Wie kann diese neutrale Lösung aussehen? Politisch oder mit friedenstruppen oder gar eine Intervention?
Ich denke auch das sich Deutschland nicht zu sehr in die Belange einer Seite einmischen soll Patriots stören mich hier weniger doch irgendwo muss man ansetzen diesen Bürgerkrieg zu beenden.
Ich denke eine Lösung wird es nur mit Russland und China geben und ein Kompromiss wäre eine Internationale Interventionstruppe/Friedenstruppe nach Syrien zu schicken die von beiden Seiten geduldet wird und am ende einen fairen Dialog herstellt.
"Anstatt sich auf eine Seite zu stellen, sollte Deutschland an einer neutralen Lösung arbeiten, im Interesse der Syrer."
Wie kann diese neutrale Lösung aussehen? Politisch oder mit friedenstruppen oder gar eine Intervention?
Ich denke auch das sich Deutschland nicht zu sehr in die Belange einer Seite einmischen soll Patriots stören mich hier weniger doch irgendwo muss man ansetzen diesen Bürgerkrieg zu beenden.
Ich denke eine Lösung wird es nur mit Russland und China geben und ein Kompromiss wäre eine Internationale Interventionstruppe/Friedenstruppe nach Syrien zu schicken die von beiden Seiten geduldet wird und am ende einen fairen Dialog herstellt.
"Anstatt sich auf eine Seite zu stellen, sollte Deutschland an einer neutralen Lösung arbeiten, im Interesse der Syrer."
Wie kann diese neutrale Lösung aussehen? Politisch oder mit friedenstruppen oder gar eine Intervention?
Ich denke auch das sich Deutschland nicht zu sehr in die Belange einer Seite einmischen soll Patriots stören mich hier weniger doch irgendwo muss man ansetzen diesen Bürgerkrieg zu beenden.
Ich denke eine Lösung wird es nur mit Russland und China geben und ein Kompromiss wäre eine Internationale Interventionstruppe/Friedenstruppe nach Syrien zu schicken die von beiden Seiten geduldet wird und am ende einen fairen Dialog herstellt.
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