Syrisches Militär hat Augenzeugen zufolge Streubomben aus sowjetischer Herkunft über einem Kinderspielplatz nahe Damaskus abgeworfen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft dem Regime in Damaskus vor, durch das Bombardement den Tod von elf Kindern in Kauf genommen zu haben. Viele weitere Kinder hätten Verletzungen erlitten.

Die Organisation führt Beobachter und Videofilmer an, die am Sonntagnachmittag eine MiG 23 der Regierungstruppen über dem Wohnviertel sahen. "Dann hörte ich Menschen schreien und zum Spielplatz rennen", zitiert die Organisation einen Augenzeugen . "Als ich ihn erreichte, sah ich fünf tote Kinder und viele Verletzte."

Streumunition wird von vielen Staaten geächtet, weil sie wenig zielgenau ist und weil nicht-explodierte Kleinbomben auch lange nach dem Ende eines Konflikts noch gefährlich sind.

Nicht das erste Mal

Die Bomben hätten sich als sowjetische RBK-250/275 herausgestellt, hieß es. Das von Human Rights Watch veröffentlichte Video zeigt auch Dutzende nichtexplodierte Sprengsätze, sogenannte Bomblets, die etwa so groß wie eine Trinkflasche sind. Zu sehen sind auch tote Kinder und trauernde Angehörige.

Es ist nicht das erste Mal, dass Syrien verdächtigt wird, solche Waffen einzusetzen. Schon im Oktober hatte die Organisation Augenzeugen und Videos als Belege dafür angeführt.