Menschen versammelten sich nach einem Bombenanschlag in Damaskus. © Sana/Reuters

In mehreren Teilen Syriens sind nach Angaben der Opposition am Montag Menschen bei Explosionen und Kämpfen gestorben. Von bis zu 90 Toten ist die Rede. Ein islamistischer Kämpfer tötete demnach in der Provinz Hama mindestens 50 Polizisten und Milizionäre mit einer Autobombe. Sollten sich diese Angaben bestätigen, wäre es einer der schwersten Einzelanschläge auf Assad-Getreue in dem seit 20 Monaten andauernden Konflikt . Die staatliche Nachrichtenagentur Sana bestätigte zwar den Anschlag, sprach aber von höchstens zwei Toten.

Da ausländische Journalisten kaum noch aus Syrien berichten können, ist es sehr schwer, unabhängige Informationen zur Lage im Land zu erhalten.

Nach Berichten der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte und anderer oppositioneller Gruppen griffen Artillerie und Luftwaffe der Armee Ziele in der Provinz Idlib und in der Hauptstadt Damaskus an. Dabei seien mindestens 30 Menschen getötet worden. Elf Tote habe es bei einem Anschlag in einem von Regierungsanhängern bewohnten Teil von Damaskus gegeben.

In der Nacht griffen Anhänger der Freien Syrischen Armee den Angaben zufolge auch Stellungen regierungsnaher Kämpfer im palästinensischen Flüchtlingslager Jarmuk an. Mindestens sieben Palästinenser seien getötet worden, wie Aufständische vor Ort berichteten.

Ein westlicher Diplomat warf Baschar al-Assad eine Eskalation im Kampf gegen seine Gegner vor. Die zersplitterte und zerstrittene Opposition bemühte sich in Katar weiter um die Bildung einer einheitlichen Führung. Diese soll sich mit den bewaffneten Rebellen vor Ort zusammenschließen und Ansprechpartner ausländischer Regierungen etwa für Waffenlieferungen sein. Den Rebellen mangelt es vor allem an Flug- und Artillerieabwehr.