Bürgerkrieg: Arabische Liga und Frankreich erkennen Opposition als Vertreter Syriens an
Das neue Bündnis der Assad-Gegner gilt der Arabischen Liga und den Golfstaaten ab sofort als legitime Vertretung Syriens. Auch Frankreich akzeptiert die Opposition.
© Khaled Desouki/AFP/Getty Images

Treffen der Arabischen Liga in Kairo
Die Arabische Liga hat den neu gebildeten syrischen Oppositionsblock als rechtmäßigen Vertreter Syriens anerkannt. Nach einem Treffen in Kairo teilten die Außenminister der Liga-Staaten mit, die sogenannte Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte sei künftig "legitimer Vertreter (Syriens) und Haupt-Gesprächspartner" der arabischen Staaten. Sie riefen die anderen Gruppen der syrischen Opposition auf, der Koalition beizutreten, da diese die gesamte syrische Gesellschaft zusammenbringe. Die Arabische Liga bot dem Oppositionsblock zudem Beobachterstatus an, berichtete der arabische Sender Al-Dschasira.
Als erster westlicher Staat erkannte Frankreich das Oppositionsbündnis als Vertreter Syriens an. Frankreichs Staatschef François Hollande sagte, die Koalition werde als "künftige Übergangsregierung eines demokratischen Syriens" betrachtet. Auch die sechs Mitglieder des Golf-Kooperationsrates (GCC) erkannten den Oppositionsblock an und sagten ihm ihre Unterstützung zu. GCC-Generalsekretär Abullatif al-Sayani sagte, er hoffe, dass auch die internationale Gemeinschaft die Nationale Koalition anerkennen werde. Er erwarte, dass der neue Oppositionsverbund ein Ende der Gewalt in Syrien herbeiführen und den Weg zu einem Rechtsstaat ebnen werde. Zum Golf-Kooperationsrat gehören Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Am Sonntag hatten Vertreter der verschiedenen syrischen Oppositionsgruppen in Katar nach einwöchigen Verhandlungen eine Allianz gebildet. Nach internationaler Anerkennung will sie eine provisorische Regierung bilden. Zum Vorsitzenden des Oppositionsblocks wurde der Geistliche Ahmed Muas al-Chatib gewählt.
Türkei lässt Kampfjets aufsteigen
Die Bildung der Koalition war international begrüßt worden. Außenminister Guido Westerwelle sagte: "Ich wünsche mir, dass mit der Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte eine glaubwürdige politische Alternative zum Regime von Baschar al-Assad entsteht." Die USA und Frankreich sagten dem Bündnis ebenfalls ihre Unterstützung zu.
Die Kämpfe in Syrien greifen immer wieder auf die Nachbarländer Türkei und Israel über. Bei syrischen Luftangriffen im syrisch-türkischen Grenzgebiet gab es am Montag Tote und Verletzte. Auf türkischer Seite wurden mindestens drei Menschen verletzt, darunter ein Soldat. Als Reaktion stiegen türkische F-16-Kampfjets auf, um die Grenze zu schützen, berichteten türkische Medien. Die israelische Armee auf den Golanhöhen schoss derweil erstmals gezielt auf Kampfverbände in Syrien. Zuvor sei erneut eine Granate aus Syrien in der Nähe eines israelischen Postens eingeschlagen, teilte das israelische Militär mit.







Yassin Musharbash | Andrea Böhm schreiben in der Zeit vom 10.11.:
"Syrien – das ist zuallererst der Aufstand gegen ein äußerst brutales diktatorisches Regime. Aber es ist inzwischen auch ein Lieblingskonflikt für Dschihadisten: Baschar al-Assad, von Islamisten als gottlos verabscheut, ist an sich schon ein logisches Ziel"
"Unter den »Märtyrern« finden sich nicht nur Syrer, sondern auch Libyer, Ägypter, Jordanier, Iraker, sogar Norweger: Niemand weiß genau, wie viele sogenannte foreign fighters in Syrien eingesickert sind, aber Experten gehen von mindestens 1000 aus. Dieser Treck nach Syrien verdeutlicht, dass sich bei Al-Kaida und Co. derzeit die Prioritäten verschieben: Der Krieg gegen den »fernen Feind«, also den Westen, der lange im Vordergrund ihres Trachtens stand, verliert an Attraktivität – denn der Kampf gegen den »nahen Feind«, die vermeintlich gottlosen Regime ihrer Heimatregion, ist erstmals seit Jahren wieder eine reale Option."
Was sagt unser Außenminister jetzt?
"Ich wünsche mir, dass mit der Nationalen Koalition...eine glaubwürdige politische Alternative zum Regime von Baschar al-Assad entsteht."
Klartext: eine "glaubwürdige Alternative", Al Kaida eingeschlossen.
Wohin führt diese Strategie, sofern sie eine ist? Zu mehr Waffen, mehr Kämpfen, mehr Opfern.
Es wird Zeit, dass die Zeit auch über Friedensbemühungen berichtet.
Ist schon aufgefallen, dass täglich Bombenattentate begangen, darüber aber selten berichtet wird? Steht Al Kaida unter Pressse-Schutz?
wenn es sich zu verhandlungen mit der Syrischen Regierung bereit zeigt. Sonnst wäre das nichts anderes als das unterstützten einer genau so brutalen Kriegspartei wie das syrische Regime. Die Anschläge muss man zudem als Terroristisch einstufen und da begibt sich die Opposition auf die Ebene der Syrischen Regierung wenn es denkt das es auf ihrer Seite keine Ziviltote gibt.
Ich bin stets offen, dazuzulernen und würde mich freuen, wenn Sie mir ein paar Links zu Artikeln schicken können, damit ich mich weiterbilden kann.
MfG,
atencion
Offenbar gibt’s da wohl keine Information zu. Dann werde ich meine Position einfach beibehalten :P
Offenbar gibt’s da wohl keine Information zu. Dann werde ich meine Position einfach beibehalten :P
Offenbar gibt’s da wohl keine Information zu. Dann werde ich meine Position einfach beibehalten :P
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren