US-RegierungObama sucht neue Mitstreiter

US-Präsident Barack Obama muss sein Kabinett umbauen: Mehrere Minister haben erkennen lassen, dass sie aufhören wollen. Wer könnten die Neuen in der US-Regierung sein? von dpa

Hillary Clinton und Timothy Geithner bei einer Rede von US-Präsident Barack Obama

Hillary Clinton und Timothy Geithner bei einer Rede von US-Präsident Barack Obama  |  © Saul Loeb/AFP/Getty Images

US-Präsident Barack Obama wird sich für seine zweite Amtszeit einige neue Kabinettsmitglieder suchen müssen. Mehrere Minister haben mehr oder weniger deutlich erkennen lassen, dass sie die Regierung verlassen wollen. Am sichersten ist das Ausscheiden von Außenministerin Hillary Clinton .

Clinton hatte bereits mehrfach angekündigt, ihr Amt abgeben zu wollen. Das will sie schon sehr bald tun: Bereits kurz nach der Amtseinführung Barack Obamas im Januar wolle sie das Kabinett verlassen, hatte sie kürzlich erklärt. Für Clintons Nachfolge im State Department werden drei Namen gehandelt: Susan Rice , Thomas Donilon und John Kerry.

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Rice ist UN-Botschafterin und galt lange als aussichtsreichste Kandidatin auf die Nachfolge Clintons. Allerdings stand sie kürzlich stark in der Kritik, weil sie den Angriff auf die US-Vertretung in der libyschen Stadt Bengasi als Reaktion auf ein in den USA produziertes islamfeindliches Video darstellte. Das könnte ihre Chancen mindern. John Kerry, der zweite mögliche Kandidat, ist seit 1985 Senator in Massachusetts , Vorsitzender im Auswärtigen Ausschuss und war 2004 Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Der 68-Jährige gilt als erfahrener Außenpolitiker. Er wäre ein Kandidat, mit dem die Republikaner gut leben könnten, sagen Experten. Allerdings hat auch Kerry ein Manko: Er war im Wahlkampf Obamas Trainingspartner für die großen Rededuelle. Dass Obama in der ersten Debatte enttäuschte, führt mancher auf eine schlechte Vorbereitung durch Kerry zurück. Thomas Donilon, der zweite mögliche Anwärter, ist derzeit Obamas Sicherheitsberater.

Ein Nachfolger für Timothy Geithner

Neu besetzen muss der US-Präsident voraussichtlich auch den Posten des Finanzministers. Denn auch Timothy Geithner , der jetzige Amtsinhaber, gilt als amtsmüde. Als Nachfolger im Treasury Department sind unter anderem Jacob Lew, Erskine Bowles und wiederum Thomas Donilon im Gespräch. Bowels, ehemaliger Stabschef im Weißen Haus, vertrat die Demokraten bereits bei Verhandlungen mit den Republikanern zur Eindämmung des Defizits. Er gilt als versiert in der Zusammenarbeit mit dem politischen Gegner. Lew ist derzeit Obamas Stabschef im Weißen Haus.

Neuer Verteidigungsminister gesucht

Auch einen neuen Verteidigungsminister wird Barack Obama wohl suchen müssen. Ex-CIA-Direktor Leon Panetta wird das Amt vermutlich ebenfalls nicht wieder besetzen wollen. Als ein möglicher Nachfolger wird Ashton Carter, Panettas Stellvertreter gehandelt. Auch dem General David Petraeus werden Chancen eingeräumt. Der Irak- und Afghanistan-Kommandeur ist seit rund einem Jahr Panettas Nachfolger an der CIA-Spitze.

Auch der Notenbankchef Ben Bernanke könnte nach aufreibenden Jahren in der Finanzkrise wieder als Professor zur Princeton Universität zurückkehren. Die zweite Amtszeit des 58-Jährigen läuft in gut einem Jahr aus. Es ist unklar, ob Obama Bernanke zu einer Verlängerung überreden kann.

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Leserkommentare
    • Bahamut
    • 08. November 2012 12:58 Uhr

    Weil Frau Clinton angeblich vergessen hat den blinden Buergerrechtler aus China "rauszuholen" (Sie haben sicher auch eine Quelle dafuer?), sind die russischen Minister, die Sie nannten "Schwergewichte". Danke fuer diesen ueberzeugenden Nachweis der Qualifikation des russischen Fuehrungspersonals.

    Bei einer solchen Logik eruebrigt es sich wohl, naeher darauf einzugehen, warum Ihr Beitrag eindeutig von anti-amerikanischem Ressentiment gepraegt ist, meine Meinung ueber das schwache und nicht frei gewaehlte Fuehrungspersonal einer Despotie aber nichts mit "slavophoben Inhalten" zu tun.

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    Sie werfen hier anti-amerikanische Ressentiments vor und äussern die plattesten anti-Russland Ressentiments.

    Wo genau ist Lavrov jetzt weniger oder mehr "frei gewählt" als Clinton?

    Also mir ist bis jetzt noch kein auch nur ansatzweise glaubhafter Bericht von Wahlfälschung gezeigt worden. Nichtmal die russlandfeindlichsten Medien haben sowas veröffentlicht.

    Haben Sie mehr Infos als wir alle?

    Und wenn Putin ein Despot ist, dann ist es Frau Merkel auch.

    Anmerkung: Bitte gehen Sie sachlicher auf andere Beiträge ein. Danke, die Redaktion/se

  1. Attentatsversuch?

    Eine Leserempfehlung
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    Entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diese Seite nicht verlinken möchten. Die Redaktion/ls

  2. 11. Frage

    Ist das ironisch gemeint?

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    Antwort auf "Egal welcher "
    • karpo
    • 08. November 2012 13:13 Uhr

    Ich hatte erwartet, dass direkt gestern Abend nichts mehr über diesen großen Zirkus berichtet wird, aber da habe ich mich wohl getäuscht. Die Faszination für die plutokratische Ausgeburt namens "Wahlkampf in den USA" scheint ungetrübt.

  3. Sie werfen hier anti-amerikanische Ressentiments vor und äussern die plattesten anti-Russland Ressentiments.

    Wo genau ist Lavrov jetzt weniger oder mehr "frei gewählt" als Clinton?

    Also mir ist bis jetzt noch kein auch nur ansatzweise glaubhafter Bericht von Wahlfälschung gezeigt worden. Nichtmal die russlandfeindlichsten Medien haben sowas veröffentlicht.

    Haben Sie mehr Infos als wir alle?

    Und wenn Putin ein Despot ist, dann ist es Frau Merkel auch.

    Anmerkung: Bitte gehen Sie sachlicher auf andere Beiträge ein. Danke, die Redaktion/se

    2 Leserempfehlungen
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    • Bahamut
    • 08. November 2012 13:39 Uhr

    in Russland haben ALLE Qualitaetszeitungen letztes Jahr ausfuehrlich berichtet.

    Und wie in Russland, dass Sie offensichtlich fuer eine lupenreine Demokratie halten (dass koennen Sie doch wohl nicht wirklich ernst meinen?) mit Andersdenkenden umgegangen wird, davon sind die Medien jeden Tag voll. Dass Sie den Hinweis darauf als "platteste anti-Russland Ressentiments bezeichnen" ist absurd.

    Weitere Diskussionen mit einem Despotie-Apologeten wie Ihnen eruebrigen sich.

  4. Damit waeren sie mit verantwortlich und koennten vielleicht weniger blockieren...

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    • kael
    • 08. November 2012 13:45 Uhr

    Keine schlechte Idee! Übertragen auf unsere Verhältnisse würden dann Steinbrück Wirtschafts- und Steinmeier Außenminister - oder so ähnlich - sein.

    Nur hat die Praxis bewiesen, dass die wahrhaft Klugen immer nur der eigenen Partei zuzuordnen sind, wogegen die völlig Ahnungslosen stets auf der Oppositionsbank sitzen. Das wird in den US ähnlich, aber vielleicht nicht ganz so fundamentalistisch gesehen werden.

    • Bahamut
    • 08. November 2012 13:39 Uhr

    in Russland haben ALLE Qualitaetszeitungen letztes Jahr ausfuehrlich berichtet.

    Und wie in Russland, dass Sie offensichtlich fuer eine lupenreine Demokratie halten (dass koennen Sie doch wohl nicht wirklich ernst meinen?) mit Andersdenkenden umgegangen wird, davon sind die Medien jeden Tag voll. Dass Sie den Hinweis darauf als "platteste anti-Russland Ressentiments bezeichnen" ist absurd.

    Weitere Diskussionen mit einem Despotie-Apologeten wie Ihnen eruebrigen sich.

    Eine Leserempfehlung
    • kael
    • 08. November 2012 13:45 Uhr

    Keine schlechte Idee! Übertragen auf unsere Verhältnisse würden dann Steinbrück Wirtschafts- und Steinmeier Außenminister - oder so ähnlich - sein.

    Nur hat die Praxis bewiesen, dass die wahrhaft Klugen immer nur der eigenen Partei zuzuordnen sind, wogegen die völlig Ahnungslosen stets auf der Oppositionsbank sitzen. Das wird in den US ähnlich, aber vielleicht nicht ganz so fundamentalistisch gesehen werden.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, ABC News, tok
  • Schlagworte Barack Obama | Ben Bernanke | John Kerry | Bill Clinton | Leon Panetta | Sucht
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