Bürgerkrieg : Russland steckt in einem Syrien-Dilemma

Der Regierung in Moskau schwant, dass sie im Syrien-Konflikt auf der Verliererseite stehen könnte. Welche Optionen hat Russland noch?
Homs, 8. Dezember 2012 © REUTRES/ Yazan Homsy

So richtig eingestehen will sich Russlands Außenminister Sergej Lawrow wohl noch nicht, dass Moskau im syrischen Bürgerkrieg möglicherweise auf der falschen Seite steht. Angesichts der Erfolge der verschiedenen Oppositionsmilizen in Syrien ist die Unterstützung des Assad-Regimes zu einer diplomatisch zweifelhaften Sache geworden. Möglicherweise auch deswegen traf sich Lawrow am Freitag mit Syriens Vizepremier Kadri Jamil .

Dieser gehörte mit der "Volksfront für Veränderung und Befreiung" zur innersyrisch-gemäßigten politischen Opposition, bevor er kürzlich in die Regierung eingebunden wurde. Jamil war es, der im August erstmals signalisierte, dass bei Verhandlungen über die Zukunft Syriens auch ein Rücktritt Assads diskutiert werden könne. Die Freunde Syriens, die gerade in Marrakesch tagten , nennt er Feinde seines Landes, eine externe Einmischung in innere Angelegenheiten.

Falls Lawrow jetzt mit Jamils Empfang auch signalisieren will, dass er zumindest Exoppositionelle empfängt, wäre das höchste Zeit, denn Russland hat sich in der Syrien-Frage international isoliert, es hat ein härteres Eingreifen der internationalen Gemeinschaft gegen das Regime in der UN stets blockiert. Gründe dafür sind nicht nur die seit Langem gepflegten Beziehungen zu den Assads und der russische Marinestützpunkt in der syrischen Hafenstadt Tartus. Auch der Libyen-Schock sitzt tief, Moskau sah sich während des Bürgerkrieges dort von den Westmächten ausgetrickst, als die UN-Resolution für den Schutz der libyschen Zivilbevölkerung zum regime change in Tripolis umgewidmet wurde.

"Den Tatsachen ins Auge blicken"

Anders ist die Situation in Syrien, wo weder die Westmächte noch arabische Staaten direkt intervenieren wollen. Die Aufständischen dort stehen möglicherweise auch ohne das direkte Eingreifen ausländischer Kräfte vor ihrem Ziel. Zumindest Ahmad Moaz Al-Khatib, der Führer der Dachorganisation der syrischen Opposition, der "Nationalen Koalition der syrischen Oppositions- und Revolutionskräfte", geht davon aus, dass es in Syrien "keiner internationalen Kräfte mehr" bedarf.

Inzwischen schließt daher auch Moskau eine Niederlage seines Verbündeten Baschar al-Assad nicht mehr aus. "Wir müssen den Tatsachen ins Auge blicken", sagte Vize-Außenminister Michail Bogdanow am Donnerstag. Die syrische Regierung verliere immer mehr Gebiete an die Aufständischen, zitierte ihn die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass. "Bedauerlicherweise kann ein Sieg der syrischen Opposition nicht ausgeschlossen werden", sagte Bogdanow, der auch Nahost-Beauftragter des russischen Präsidialamtes ist. Der Regierung ging Bogdanows Äußerung dann wohl doch zu weit, zumindest beteuerte das Außenministerium am Freitag prompt die Loyalität zu Damaskus und betonte, es sei alles nicht so gemeint.

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Kommentare

134 Kommentare Seite 1 von 12 Kommentieren

Die Russen

stehen auf der einzig richtigen Seite und wie es aussieht haben die bewaffneten Banden nicht die Oberhand, sonst würde man darüber berichten.
Syrien ist ja mittlerweile vom Netz abgeschnitten, nur die kriminellen Banden und ihre Unterstützer haben entsprechende Möglichkeiten nach außen zu kommunizieren.
Wird das eigentlich auch mal erwähnt? Was von dort kommt sind definitiv keine Nachrichten sondern entsprechend gesteuerte Märchen.

Falls die "Rebellen" nicht aus eigener Kraft gewinnen können und das ist sehr wahrscheinlich (die Bevölkerung unterstützt größtenteils Assad), wird wohl mal wieder die NATO aushelfen und Syrien die "Demokratie" auf anderen Wegen bringen.
Wie schon in Libyen und vielen mehr.

Man sollte Syrien nicht mit Libyen vergleichen

Sicher hat man in Syrien Russland und auch das Ziel der Resolution übergangen, doch das sollte kein Grund sein, das man sich der Realität in Syrien völlig verschließt und nichteinmal diplomatisch eingreift. Sanktionspolitik und eine echte angemessene Rücktrittsforderug, könnte schon alleine wegen der Regimenähe Russlands diese zum einlenken bringen und gleichzeitig würde Russland die Zukunft Syriens mitgestallten können.
Naja aber man setzt lieber auf die Falschen Karten und setzt den Krieg so unweigerlich fort.

Gibt es überhaupt eine "richtige" Seite auf der man stehen kann?

Natürlich ist Assads Kurs, der zu einem Krieg gegen die eigene Bevölkerung mutiert ist, falsch. Aber deswegen sollte der Westen nicht schon wieder in den Reflex verfallen, dass jeder, der gegen Assad ist, automatisch auf der "richtigen" Seite stünde und deswegen nahezu bedingungslose Unterstützung verdiene!

Hat man aus den Deasastern im Iran 1979, in Afghanistan 1979/80, Somalia 1993, dem Irak 2003 und Ägypten 2011/12 (wo die Moslembrüder zZ. eine Sharia-Diktatur errichten) denn GAR NICHTS gelernt? In all diesen Ländern haben, nach der Beseitigung der alten Ordnung, radikale Islamisten die Macht blutig an sich gerissen und hinterher das Land in Chaos und Unglück gestürzt. Das wird in Syrien nach dem Sturz Assads - der immerhin den Korken auf der Flasche gehalten hat, nicht besser werden!

Es reicht nicht aus, nur ein unliebsames Regime irgendwie beseitigen zu lassen - man muss auch diplomatisch für die Zeit danach vorsorgen. Dies ist auch im Falle Syriens offenbar wieder mal nicht bzw. nur sehr ungenügend geschehen. Der Geist ist bereits halb aus der Flasche; Massaker und schwere Kriegsverbrechen sind auch auf Seiten der Rebellen verübt worden. Sobald im mulitkonfessionellen Syrien Assad weg vom Fenster ist, wird der Bürgerkrieg sich ausweiten und u.a. hunderttausende syrische Christen ins Exil treiben. Immerhin hat Russland dies begriffen - im Gegensatz zum Westen!

@goodman

Diese bedenken gibt es:
" Sobald im mulitkonfessionellen Syrien Assad weg vom Fenster ist, wird der Bürgerkrieg sich ausweiten und u.a. hunderttausende syrische Christen ins Exil treiben. Immerhin hat Russland dies begriffen - im Gegensatz zum Westen!"
Nur eben ob Assad derjenige ist, der den Korken hält ist fraglich. Die Opposition versucht auch das es an der kofessionellen Linie keine Gewalt gibt, nur eben ist das nie sicher auszuschließen, hier kann man Verständniss für Russlands Haltung aufbringen, doch hätten dies Assad rechtzeitig ins Exil entlassen, gäbe es diese bedenken nicht welchen nun im Anschluss zu den Waffenlieferungen auf die Radikalisierung der Opposition zurückzuführen ist. Vergleiche zu Afghanistan und Irak kann man hier nicht ziehen, da sich der Wiederstand gegen die Diktatur richtet, nicht gegen den Westen und das christliche Weltbild, das sollte man sich hier trotz unterstützung fragwürdiger Gruppen vor Augen führen. Dennoch hält Assad die Konfessionen zusammen wie sie sagen, was auch ein grund für Verhandlungen ist, da bis zu einen Endsieg der ein oder anderen Seite noch Jahre vergehen können und die redikalisierung und die gefahrne von Verfolungen und Vertreibungen zunehmen.
Russland könnte sich sehrwohl der Westlichen haltung die Assad zum Rücktritt auffordert anschließen, um leicher Verhandlungen zu ermöglichen.

@ homeenter

Danke für Ihre Anmerkungen.
Das solllte die Überschrift ja auch aussagen: Es gibt nunmehr leider keine einfache Lösung mehr, die das Blutvergißen schnell stoppen könnte. Und auch keine Seite, die im Falle eines Sieges geordnete oder gar halbwegs demokratieartige Verhältnisse sicherstellen könnte. Wie es den bunt zusammengewürfelten Rebellen gelingen soll nach dem Sturz Assads den konfessionellen clash zu verhindern, vermag ich mir nicht vorzustellen.

Ihren Optimismus, dass die Verhältnisse Syriens verglichen mit denen in Afghanistan oder dem Irak anders wären, teile ich nicht: Auch dies sind/waren multi-ethnische bzw -religiöse Staaten, die nach dem jeweiligen Machtvakuum infolge des Sturzes der alten Regime im Chaos versanken.

Der große Fehler des Westens war es, Russland in der Syrien-Frage zu isolieren. Moskaus Weigerung Assad vorschnell fallen zu lassen, war sicher nicht ehrenhaft, aber immerhin ein Ausdruck von Realpolitik: Eine diplomatische Intiative unter russischer Führung, die entweder rechtzeitige Reformen in Syrien oder langfristig ein Abdanken Assdas mit der Etablierung eines mehrjährigen Übergangsregimes zum Inhalt hätte haben können, wäre vor 1 1/2 Jahren noch eine gute Option gewesen.
Dieser Zug ist inzwischen längst abgefahren.

Ich wünschte sehr, ich würde mich irren. Die Erfahrungen der Zeitgeschichte der letzten 4 Jahrzehnte sprechen leider eine deutliche Sprache.

Zitat:

"Der große Fehler des Westens war es, Russland in der Syrien-Frage zu isolieren. Moskaus Weigerung Assad vorschnell fallen zu lassen, war sicher nicht ehrenhaft, aber immerhin ein Ausdruck von Realpolitik"

Die "Realpolitik" sehen wir dann in Syrien. Nämlich Mord und Totschlag an der Bevölkerung, die sich dem zur Wehr setzt.Rußland wurde übrigens nicht isoliert. Von wem und was soll Rußland den in seiner prosyrischen Rolle isoliert worden sein ? Vom bösen Westen etwa? Es hat sich selbst isoliert. Alles andere ist aus der Luft gegriffen. Die Un wolllte Resolutionen verabschieden, um enen Ausweg aus dem Blutvergießen zu finden und die Lage zu stabilisieren. Rußland hat sich dagegen gestemmt.

Ergebnis ist das was wir jetzt haben.

und wo ein Abdanken Assads, unter russischer Führung? Assad dankt nicht ab und Russland berät Syrien beim Blutvergießen mit Beratern, genauso wie die Iraner.
Ihre Einlassung, das Russland ja achso "kooperativ" sei und das Russland die Verhandlungen zu einem guten Ende hätte führen können sind deshalb Realitätsverzerrungen ihrerseits , die mit der Realität und den Geschehnissen die dazu geführt haben, wenig bis gar nichts zu tun haben.

Kommandostruktur

"Wie es den bunt zusammengewürfelten Rebellen gelingen soll nach dem Sturz Assads den konfessionellen clash zu verhindern, vermag ich mir nicht vorzustellen."

Es gibt ja eine gemeinsame Kommandostruktur auf der sich die Opposition geeinigt hat und generell versucht die Opposition diesen Ängsten entgegenzuwirken.

Was passiert wenn Assad fällt kann man natürlich nicht vorhersehen, da auch das Regime versuchen könnte am Ende noch die Minderheiten mitzureisen.
Das würde ich nicht ausschließen, da auch Syrien früher insgeheim Al-Quaida wohl unterstützte, die ja eine ähnliche politische Agenda wie der Iran und Syrien gefahren haben. Das war für mich zumindest auch ein Grund etwas Zweifel an den Demokratischen Zielen der Al-Nusra aufzubringen, die dann womöglich nicht nur Produkt Irakischer Alquaida Ableger ist, sondern vielleicht gar zu beginn von Syrischen Geheimdinsten so gefördert wurde, da man ja dringend den terroristischen Feind brauchte.
Die frage die ich mich diesbezüglich stellte ist: Wer stand im Irak und Afghanistan auf Seite der Terroristen , wo es konfessionelle Gewalt gab und wie ist es jetzt? Früher wird wohl Syrien und der Iran den Wiederstand unterstützt und eben nicht genug gegen ethnischen Säuberungen unternommen worden sein, was man dann den unterstützenden Fraktionen mitanrechnen kann. In Syrien sieht man zum Beispiel an der Verfassung das kein nicht-Muslim Präsident werden darf, was schon ein Beispiel für diese genannte religiöse Intolleranz im Regime ist.

@goodman

auch danke für die Antwort
Aus was für Gründen, sollte es einen konfessionellen Clash geben?? Die Opposition ist zu einem großen Teil gemäßig wird zum beispiel vom Westen unterstützt und versucht gerade diesen Ängsten und Scenarien entgegenzuwirken, also kommt sie meines erachtens für ein solches Verbrechen nicht in Frage.
Gut die al-Nusra gibt es dann noch die Terror als legitim erachtete und vor der es eine gewisse Angst gibt. Dennoch wurde diese vom Westen tolleriert, selbst wenn man diese jetzt Aufgrund des Terrors der viele Zivile Opfer nach sich zog als Terrororganisation einstufte, würde ich das zukünftig nicht überbewerten, da sie sich dann womöglich den normalen Rebellen anschließen und es prinzipiel keinen Grund gibt nach einem Sturz Assads, die Schuld bei den Mindereheiten zu suchen, die im Grunde ebenso Opfer dieser Schreckensherrschaft sind und ebenso Alawiten, Christen und Kurden in den Oppositionsstrukturen eingebunden sind.

Daher denke ich das zwar die Ängste aufgrund füherer Erwarungen wie Iraks und Afghanistans bestehen, aber man das auf den Fall Syriens nicht anwenden kann und dies womöglich auch ein Wendepunkt der konfessions und westenfeindlichen Politik Al-Quidas in Irak und Afghanistans sein könnte.
Ich denke das dies daher, ein wendepunkt der Erfahrungen der letzten Jahrzehnte sein kann und der Terror weltweit weiter nachlässt wie man am 25% rückgang weltweit der letzten Jahre erahnen kann.

Amerika' s Dilemma ist noch größer

Am Montag dieser Woche haben die USA die al Nusra Front als Alkaida nahe Organisation auf die Liste der Terrororganisationen gesetzt.

In Marrakesch war dies ein zentrales Diskussionsthema.

Der Vorsitzende der Koalition im Wortlaut:
"The leader of Syria's opposition coalition urged the United States on Wednesday to reconsider its decision to designate the militant Islamist Jabhat al-Nusra as a terrorist group, saying religion was a legitimate motive for Syrian rebels"

Religion ist ein legales Motiv für die syrischen Rebellen.

""The decision to consider a party that is fighting the regime as a terrorist party needs to be reviewed,"

Assad zu stürzen rechtfertigt alle Gräueltaten
"We might disagree with some parties and their ideas and their political and ideological vision. But we affirm that all the guns of the rebels are aimed at overthrowing the tyrannical criminal regime."

Die "Rückzieher" der USA: pluralistisch und demokratisch
".. when asked whether Washington would consider Alkhatib's view to reconsider designation of al-Nusra, Burns said that the vision for Syria's future, which the coalition represents, is democratic and pluralistic."

Auszug aus "Syrian opposition urges review of al-Nusra blacklisting"

http://uk.news.yahoo.com/...

Andererseits kann die Koalition nicht auf Al Nusra verzichten. Ihnen sind die meisten Erfolge an vordertser Front der Rebellen zuzuschreiben.

Es wäre schön

Wenn Lawrow und Putin diesen Weg einschlagen würden, und sich aus der auch selbstgemachten Isolierung so befreien. Russlands Meinung und Interressen werden in einem neuen Syrien sehr wohl gefragt sein, aber wohl nicht, wenn es bis zum bitteren Ende an einen blutigen Diktator festhält und diesen nicht, zu den nun zwingend erforderlichen Kompromissen zwingt. Sollange Assad an der Macht ist, wird der Krieg weiter gehen, das kann man sogar auf einen Russlandsympatischen Blog lesen. Also wäre eine Forderung Russlands zu einem Koordinierten Rücktritt angebracht um den Regiem zu signalisieren, das diese Lösung des Problems ist.
http://www.sarsura-syrien...

Und täglich grüßt das Murmeltier

"Falls Lawrow jetzt mit Jamils Empfang auch signalisieren will, dass er zumindest Exoppositionelle empfängt, wäre das höchste Zeit..."

http://de.rian.ru/opinion...

Im Gegensatz zum Westen und zu den fundamentalistischen Regimes im Mittleren Osten versucht Russland den Konflikt möglichst umfassend und mit Verhandlungen zu lösen. Bereits vor über einem Jahr hat der Kreml die syrische Opposition eingeladen. Ich weiß nicht, warum die ZEIT diese merkwürdigen Thesen abgibt. Auch hat sich Moskua mit Kritik an Damaskus nicht zurückgehalten.

Dass Russland auf der Verliererseite steht, kann durchaus sein. Das heißt aber nicht, dass das syrische Volk und der Westen auf der Gewinnerseite stehen werden. Diese Kalte-Krieg-Denke scheint aus den Köpfen nicht zu weichen. Es macht einen fassungslos wie geostrategisches Kalkül weiterhin der Kompass westlicher Politik und der zugehörigen Medien sind.

Wie bitter solche Spielchen in der Regel für die hiesige Bevölkerung sind, dafür ist Afghanistan das beste Beispiel. Dass dieselben Länder am Start sind, die "Freiheitskämpfer" mit Geld und Waffen versorgen, dass das Ende der Lufthoheit gefeiert wird, dass Nadschibullah - pardon - Assad der Schlächter genannt werden, das sind die "Und täglich grüßt das Murmeltier"-Momente der westlichen Politik. Unter Garantie wird man uns auch die Bürgerrechte einschränken, wenn sich die "Freiheitskämpfer" verselbständigen und sich gegen ihre Mentoren richten.

Aussenwahrnehmung im Keller

Ihren Argumente stimme ich ohne Ausnahme zu. Was aber auch noch ein Faktor ist, ist die Meinung die sich durch solche "Regime-Change-Spielchen" bildet.

Es ist nämlich mittlerweile soweit, dass Russlands Ansehen in der Welt durch die Konflikte in Libyen und Syrien enorm gestiegen ist. Vorallem die gut informierten Medienkonsumenten vertrauen mittlerweile in aussenpolitischen Fragen den Russen mehr als der USA.

Das war vor Kurzem noch anders.

Es ist beängstigend, wie wenig Länder wie die USA oder auch Grossbrittanien mittlerweile geben auf die Aussenwahrnehmung ihres Landes.

Denen muss das Wasser bis zum Halse stehen, denn die Vorherrschaft in Moral, Freiheit und bei Menschenrechten der USA sind Geschichte. Die waren schon immer weitesgehend ein Konstrukt aus Lügen und Halbwahrheiten, aber immer mehr Menschen wird das jetzt bewusst.

Syrien ist nur ein Konflikt unter vielen. Aber die Meinung, die die Welt von z.B. der NATO hat, wird sich sehr lange halten.

Räusper...

"Es ist nämlich mittlerweile soweit, dass Russlands Ansehen in der Welt durch die Konflikte in Libyen und Syrien enorm gestiegen ist. Vorallem die gut informierten Medienkonsumenten vertrauen mittlerweile in aussenpolitischen Fragen den Russen mehr als der USA."

Ach Herr Medialist,
also dass Russlands Ansehen in der Welt gestiegen ist kann ich nicht sehen. Vor Allem in den Staaten wie Libyen und Syrien ist doch das Ansehen von Russland auf dem Nullpunkt.

Das ganz bestimmte Kreise, von Ihnen als "gut informierte Medienkonsumenten" benannt, immer stramm auf Russlands Seite stehen ist doch schon auch zu Sowjetzeiten so gewesen :-)

Also besser nicht die Eigenwahrnehmung in der eigenen Filter-Bubble auf die Welt übertragen. Repräsentativ ist so etwas nämlich nicht.

ganz bestimmte Kreise

Vor Allem in den Staaten wie Libyen und Syrien ist doch das Ansehen von Russland auf dem Nullpunkt.

Da habe ich aber was anderes gehört. Oder sind das auch "ganz bestimmte Kreise" in Syrien und Libyen von denen Sie da reden (die mit den Vollbärten...)?

Geben Sie mir doch mal ein beispiel, in dem die russische Regierung in den letzten 10 Jahren die Weltengemeinschaft belogen hat.

Bei der USA fallen mir da einige ein.

Moskau hat Vorteile an Elastizität gegenüber dem Westen

Auch mal mit der richtigen Opposition gesprochen zu haben: kostete nichts. Was hat man der erzählt: Dass sie besser nicht auf dem Rücktritt Assads beharren solle.

Der Westen dagegen: ein gebranntes Kind allzu lang anhaltender Nähe zu Ben Ali, Mubarak ... Damals ging es um Tage; was wäre geschehen, wenn Obama monatelang auf die MB eingeredet hätte, doch besser nicht auf dem Rücktritt Mubaraks zu bestehen - während dieser vielleicht den Kairoer Tahrir-Platz mit amerikanisch bereitgestellten F-16 bombardiert hätte ?

Moskau hat weit mehr Spielraum für Manöver; eingeräumt durch eine westliche Öffentlichkeit, die so ist, wie man hier lesen kann.

Westliche Kritik an Mubarak war "Heuchelei", aber Moskaus lauwarme Bekundungen zu Assad sollen von ... ja von was zeugen ?

Richtig ist, dass auf einer Gewinnerseite noch niemand zu erblicken ist; aber das war auch nie in Assads Abwehrplanung: 'Ich oder das Chaos' lautet die treuherzig brutale Botschaft.

"Kalte-Krieg-Denke" ? wurde Moskau aus purer Rivalität etwas missgönnt ?

Hätte der Westen den Syrern ein 'Übergangsregime Assad' aufdrücken müssen, allein um endlich sichtbar aus einer Kalte-Kriegs-Denke auszusteigen ?

Ein Assad kann dafür sorgen, dass alles schief läuft, aber der Westen darf nicht unterstellen, dass eine zu 70% sunnitische Bevölkerung alles verdorben bekommt, weil der Westen den Verdacht scheut, dem politischen Islam zu misstrauen.

Das ist ein Spielregel-Vorteil, den Moskau ausbeuten konnte.

Nicht ganz fair.

na ja , man

kann ja mal ganz offen sagen, was man "von den lauwarmen Bekundungen Moskaus" zu Syrien halten kann: ich sag´s Ihnen, es hat Assad gestärkt in seinem brutalen Vorgehen gegen die Bevölkerung.

Es hat ihm die Rückendeckung gegeben. Im Endeffekt hat sich Rußland damit am Tod von mittlerweile mehreren zentausend Toten direkt und indirekt mit schuldig gemacht..

und hat dabei eine im Prinzip "quasi pseudo vermittlerische Rolle " eingenommen, die im Prinzip gar keine Vermittlerrolle war. Im Prinzip war es immer eine Haltung, die das Assad Regime unterstützte...

und sonst eigentlich nichts

Vergleich Mubarak und Assad hinkt

Aber der Vergleich Mubarak und Assad hinkt schon etwas. Mubarak hatte keine bewaffneten Gruppen gegen sich. Wäre das so gewesen, hätte das ägyptische Militär genauso brutal zurückgeschlagen wie es das syrische tut.

Kein Land der Welt duldet bewaffnete Aufständische. Lösungsansätze ohne diese Waffen hat es genug gegeben. Rein rechtlich und auch moralisch kann man Assad mittlerweile nichts mehr vorwerfen. Er schützt den Teil der Syrer, die noch hinter ihm stehen. Und das sind mehr als man denkt.
Mubarak aber hatte kaum Anhänger im Volk. Die Ägypter waren alle gegen ihn. Deswegen ging sein Sturz, trotz der losgesandten Schlägertrupps, doch recht schnell.

Zudem hat die USA Mubarak bis zuletzt gestützt. Erst als es dann garnicht mehr ging und der Druck zu groß geworden ist, haben sie ihn fallengelassen. Natürlich nicht, ohne sich mit der Militärführung zu treffen und den Übergang zu organisieren.

Von einem Moskauer Dementi, dass vor einem Sieg der

Opposition noch 18 Monate und Hunderttausende von Toten liegen könnten, ist mir nichts bekannt. Denn das hatte Herr Bogdanov auch gesagt - als er noch was gesagt hatte.

Hätte Obama der Muslimbruderschaft sagen können: 'Wenn drei Jahre Mord und Totschlag mit (Faktor vier) Hunderttausenden von Toten für Euch ok sind, dann könnte es schon sein, dass Ihr das Mubarak-Regime kippt'.

Wäre das die Haltung des Westens gewesen, dann hätten wir wohl ein Problem bekommen. Moskau aber bekommt wegen solcher Töne keine Probleme, sondern findet sich bemitleidet wieder, dass es seinen letzten Verbündeten bei den Arabern doch wohl noch verlieren werde.

Der genannte Preis für diesen Verlust ist gerade das Vehikel, ihn sich zu ersparen. Wo Assad sagt: Nach mir die Sintflut (und wo er auch das seine dazu tut) da macht Moskau darauf aufmerksam, dass die Zeit davor aber auch schon reich an Plagen sein wird.

All das: ein virtuoses Spiel auf der Klaviatur westlicher Bedürfnisse zu historisch-kosmischer Selbstbezichtigung.

Den Preis für diese westliche Neigung, die nirgendwo sonst auf der Welt eine Entsprechung hat, zahlen freilich zuvorderst andere. Wem ist damit gedient und wo bleibt da die hohe Moral ?

al-Assad, der Heilige

"Rein rechtlich und auch moralisch kann man Assad mittlerweile nichts mehr vorwerfen."

Ich wette das sehen so einige in Syrien etwas anders nach fast 2 Jahren Bürgerkrieg.

"Er schützt den Teil der Syrer, die noch hinter ihm stehen. Und das sind mehr als man denkt."

Er schützt vor allem und ausschließlich die Pfründe seiner herrschenden Elite. Wenn er tatsächlich an das Wohl seiner übrigen Landsleute denken würde, müsste er sofort zurücktreten und den Weg für eine Übergangsregierung freimachen.

Wenn man hier schon sein liebgewonnenes Kalter-Krieg-Schema pflegt und völlig unreflektiert die russische Seite bejubelt während man die der USA verdammt, sollte man doch wenigstens so schlau sein, nicht all zu offen seine Sympathie für einen unzweifelhaft despotischen und absolut skrupellosen Tyrannen zur Schau zu stellen, auch wenn er auf der "richtigen" Seite steht.

Das kann man so sehen

Wenn er tatsächlich an das Wohl seiner übrigen Landsleute denken würde, müsste er sofort zurücktreten und den Weg für eine Übergangsregierung freimachen.

Das kann man so sehen. Man kann es aber auch anders sehen. Nämlich das dann erstmal die militantesten Fraktionen der syrischen Opposition an die Macht kommen. Die Folge? Plünderungen, Racheakte an ganzen Volksgruppen, Vertreibungen, Willkürjustiz, Folter...

Mensch wir haben doch Libyen gerade hinter uns wo genau das passiert ist. Die Islamisten werden das Machtvakuum ausnutzen und sich festsetzen.

Von daher gibt es eine Menge Syrer, die lieber das kleinere Übel Assad wählen.

Also ich will weder Alewit, noch Christ, noch Kurse, noch eine Frau sein in Syrien, wenn Assad fällt. Und ich bin nicht der einzige der das so sieht.

ja, fragt sich

wo ihr Mitleid für die Syrer bleibt, die zu ungefähr 80% zur syrischen Bevölkerungsmehrheit gehören und die offnsichtlich bei Ihnen keinerlei Lobby haben.

genau, die islamischen Menschen, die es sich edreistet haben nach 40 Jahren brutaler Herrschaft und Überwachung durch den Geheimdienst und repressivster Mittel des Assad Clans auch Mitbestimmung einzufordern.

Das hat Assad gar nicht gefallen... sie tun so, als wäre das jetzt die Schuld der Leute die durch das Assad Regime gelitten haben und jetzt im Bürgerkrieg unter Beschuss stehen. es geht eigentlich kaum mehr unfairer...

al-Assad ist das Problem, nicht die Lösung

"Nämlich das dann erstmal die militantesten Fraktionen der syrischen Opposition an die Macht kommen. Die Folge? Plünderungen, Racheakte an ganzen Volksgruppen, Vertreibungen, Willkürjustiz, Folter..."

Das ist in der Tat eine große Gefahr, allerdings kein Argument gegen einen Rücktritt al-Assads. Er war es ja, der die Radikalen erst stark gemacht hat mit seinem verbissenen Kampf gegen die Opposition. Anfangs wurde ja meines Wissens nach noch nicht einmal der Sturz des Präsidenten gefordert, erst nach dessen blutigen Niederschlagungsversuchen.
Je länger sich der Krieg nun aber hinzieht, desto mehr Auftrieb erhalten auch die Radikalen innerhalb der bewaffneten Opposition und desto tiefer werden die Risse in der syrischen Gesellschaft.
Nach derzeitigem Stand der Dinge ist das Regime so oder so am Ende, die Frage ist nur mal wieder: ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende?
Wenn al-Assad jetzt gehen würde, bestünde zumindest eine kleine Chance auf ein baldiges Ende des Blutvergießens, andernfalls droht Syrien die territoriale Zersplitterung in seine Ethnien und Religionen, so wie im Libanon seit den siebziger Jahren.
Sicher ist in Syrien wohl gegenwärtig nur eins: ein Zurück zum Status Quo, wie Sie vielleicht andeuten wollen, ist längst nicht mehr möglich.

Der Fall Assad bedeutet die Machtübernahme durch die Islamisten

Das ist in der Tat eine große Gefahr, allerdings kein Argument gegen einen Rücktritt al-Assads.

Aber zum derzeitigen Zeitpunkt ist der Fall Assad der Fall des syrischen Staates. Dieser Zustand führt unweigerlich zu einer zeitlich nicht abschätzbaren Phase der Anarchie. Aus Erfahrung kann man sagen, dass die Islamisten dann die Macht übernehmen werden. Das war in Afghanistan so, in Tschechenien, in Libyen und und und...

Den einzigen einigermaßen geordneten Übergang könnte man höchstens mit Rückhalt der Armee hinbekommen. Die stehen aber bis jetzt eisern hintern Assad.

Deutlich ungefährlicher wäre es, jetzt mit Assad zu verhandeln wie der Übergang abgewickelt wird. Es ist nämlich mitnichten so, dass Assad an seinem Stuhl klebt. Er hat mehrmal öffentlich verkündet, dass er Wahlen inklusive Beobachter der UN zulassen wird.

Jetzt fragen Sie sich mal, warum die Milizen diese Lösung ablehnen. Weil sie kein politisches Programm haben und in demokratischen Wahlen abserviert werden!

Dass es aber ein Diktator versäumen könnte, sich dagegen,

dass er als das alleinige, oder größte übel einmal dastehen, könnte, wenn Unbill heraufziehen sollte ... dass er sich hiergegen auch ein wenig zu versichern hat anschicken mögen: das müssten sich doch eigentlich kritische Zeitgenossen gerade sehr gut vorstellen können.

Auf diesem eigentlich sehr nahe liegenden Gebiet von Verdachtbildung warten jedoch viele Kritiker mit einem Totalausfall ihres Vorstellungsvermögens auf.

Die leutselige Naivität, mit der ein Regime in das milde Licht eines kleineren Übels getaucht wird, ein Regime, welches nie gezögert hat, der Welt seinen eigenen Fortbestand durch die finstersten Ausmalungen zu empfehlen, lässt bei mir wiederum den Verdacht aufkommen, dass Moskau sehr genau weiß, auf welches selektiv und urplötzlich unkritische Potential im Westen - es die Pflege seiner Außenpolitischen Interessen im Zweifel sehr gut abstellen kann.

Wegen einer im Westen verbreiten Haltung, Verständnis für Spoiler-Politiken aufzubringen, ist das Moskauer Dilemma, von dem der Artikel handelt, ein zumindest nur latentes.

Wo Bereitschaft herrscht, einem Putin seinen Assad durchgehen zu lassen, dort bleiben Dilemmata für Moskau recht überschaubar.

Die Kinder sind im Bett

Wenn man hier schon sein liebgewonnenes Kalter-Krieg-Schema pflegt und völlig unreflektiert die russische Seite bejubelt während man die der USA verdammt, sollte man doch wenigstens so schlau sein, nicht all zu offen seine Sympathie für einen unzweifelhaft despotischen und absolut skrupellosen Tyrannen zur Schau zu stellen, auch wenn er auf der "richtigen" Seite steht.

1. Ich finde Ihre Beiträge irgentwie viel "kalte-kriegischer". Nur eben für die andere Seite.

2. Ich bin mir vollkommen bewusst, dass Russland im Falle Syrien genau die gleiche eiskalte Machtpolitik führt wie die NATO-Staaten das tun. Nur bleibt Russland im rahmen des Völkerrechts. Die andere Seite nicht.

3. Skupelose Tyrannen mögen wir doch auch ganz gerne. Was ist mit den Saudis oder den Kataris, die bei jedem Sektempfang der deutschen Industrie stets herzlich willkommen sind? Völlig egal, ob sie Menschen wegen Hexerei auf dem Marktplatz köpfen lassen oder Oppositionelle reihenweise einsperren und foltern. Oder nehmen wir Kasachstan, Georgien oder Mexiko. Alles ganz fiese korrupte Regime, die aber unseren Rückhalt genießen, weil sie dem "freiheitlich-kapitalistischen" System nicht im Weg stehen. Brav ihre IWF Kredite unterschreiben und für unsere Stützpunkte nur eine ganz kleine Pacht verlangen.

Dieses "Böser Diktator schlachtet sein Volk" Gequatsche kann ich nicht mehr hören. Die Kinder sind im Bett, bitte fangen wir an wie Erwachsene zu reden.

Anarchie und Übergang

"Aber zum derzeitigen Zeitpunkt ist der Fall Assad der Fall des syrischen Staates. Dieser Zustand führt unweigerlich zu einer zeitlich nicht abschätzbaren Phase der Anarchie. Aus Erfahrung kann man sagen, dass die Islamisten dann die Macht übernehmen werden."

Was Sie hier voraussagen, ist in weiten Teilen Syriens doch schon eingetreten, die Regierung hat offensichtlich nur noch in den Großstädten einigermaßen die Kontrolle und die "Phase der Anarchie" ist zumindest teilweise schon Realität. Wenn der Krieg jetzt nicht bald beendet und eine Übergangsregierung ernannt wird, die alle Interessengruppen berücksichtigt, vergrößert sich mit jedem Tag die Chance auf einen failed state, der von verschiedensten Milizen und ihren Warlords regiert wird.

"Den einzigen einigermaßen geordneten Übergang könnte man höchstens mit Rückhalt der Armee hinbekommen. Die stehen aber bis jetzt eisern hintern Assad."

Auch die Armee ist meines Erachtens nach gespalten: große Teile des höheren Offizierscorps, der Luftwaffe sowie die Elitedivisionen der Armee halten bislang treu zu al-Assad, vornehmlich bestehen sie aus Alawiten. Auf der anderen Seite sympathisieren augenscheinlich viele der niedrigeren Ränge, hauptsächlich sunnitisch und wehrpflichtig, mit den Rebellen. Somit müsste wohl mindestens erst einmal die komplette Armeeführung ausgetauscht werden, damit diese von allen Beteiligten als relativ neutraler Garant eines politischen Übergangs anerkannt würde.

Lagerdenken

"Ich finde Ihre Beiträge irgentwie viel "kalte-kriegischer". Nur eben für die andere Seite."

Könnten Sie mir da ein Beispiel nennen? Ich kann mich nicht entsinnen, allgemeine Lobhudeleien auf die USA und ihre Verbündeten verfasst zu haben.
Ich empfinde Doppelzüngigkeit als ekelhaft, egal aus welcher Richtung sie kommt und ich werde den Teufel tun, Guantanamo, den Irak-Krieg oder dergleichen zu rechtfertigen, nur weil ich Ihren Kniefall vor Russland-freundlichen Diktatoren kritisiere!

"Ich bin mir vollkommen bewusst, dass Russland im Falle Syrien genau die gleiche eiskalte Machtpolitik führt wie die NATO-Staaten das tun. Nur bleibt Russland im rahmen des Völkerrechts. Die andere Seite nicht."

Mag sein, das legitimiert das meines Erachtens nach moralisch verwerfliche Decken al-Assads vor internationalen Sanktionen etc. aber nicht.

"Skupelose Tyrannen mögen wir doch auch ganz gerne. Was ist mit den Saudis oder den Kataris, die bei jedem Sektempfang der deutschen Industrie stets herzlich willkommen sind?"

Wenn es nach mir ginge würden die Saudis keine deutschen Panzer bekommen, so viel zu dem Thema. Wie ich schon sagte, ich finde nicht automatisch alle Akteure der einen Seite gut, nur weil ich die andere kritisiere.