HaushaltsstreitKeine Einigung beim Spitzentreffen im Weißen Haus
Seite 2/2:

Repräsentantenhaus kommt zu Sondersitzung zusammen

Obama war wegen des Haushaltsstreits vorzeitig aus dem Weihnachtsurlaub in Hawaii nach Washington geflogen. Nach den Senatsmitgliedern sollen am Sonntag auch die Abgeordneten des Repräsentantenhauses für eine Sondersitzung in Washington zurückkehren. Die Sitzung könnte bis Mittwoch, den 2. Januar, fortgesetzt werden, sagte der republikanische Mehrheitsführer Eric Cantor.

Sollten sich die Parteien nicht einigen können, dann rechnet der Internationale Währungsfonds mit Auswirkungen für die gesamte Weltwirtschaft . Die Börse in New York reagierte bereits am Freitag. Der Dow-Jones-Index gab um 1,21 Prozent nach, der Nasdaq um 0,86 Prozent.

US-Finanzminister Timothy Geithner hatte an die Parteiführer im Kongress appelliert, einen Kompromiss zu finden, um das Land vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren. Er warnte zudem, dass die USA die Schuldenobergrenze von 16,39 Billionen Dollar am 31. Dezember erreichen würden.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
    • -
    • 29. Dezember 2012 9:33 Uhr
    2. [...]

    Bitte achten Sie auf Ihren Ton. Danke, die Redaktion/mo.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Zitat: "Man kann nur hoffen das wir daraus lernen, glaub ich aber nicht."

    Die Habenden und Lenkenden sind schon aus dem Schneider, dafür haben sie schon gesorgt. Nach dem Zusammenbruch sind Mitte & unterhalb der Mitte am Anfang vom Ende und werden um die Brotkrumen, die ihnen hingeschmissen werden, hart kämpfen. Und somit beginnt ein neues Kapitel mit abzusehenden, gleichem Ende...

    • Laoyafo
    • 29. Dezember 2012 10:32 Uhr

    hat sich immer am stärksten auf die große Menge der Menschen ausgewirkt. Die mit dem kleinen Einkommen müssen es dann büßen -- über Inflation und politische Umstürze.
    Hat es was mit dem Artikel zu tun, dass auf dem Bild vom Weißen Haus gerade Halbmast geflaggt ist? ;-)

    • Moika
    • 29. Dezember 2012 9:47 Uhr

    Was mich wesentlich bedenklicher stimmt ist die freiwillige Selbstbeschränkung der republ. Abgeordneten.

    Der Kongreß besteht aus Repräsentantenhaus und Senat. Der Senat hat 100 gewählte Senatoren, der Kongreß 435 Abgeordnete.

    Wenn sich aber nun 40 Senatoren und 236 Abgeornete des Repräsentantenhauses der Republikaner auf Betreiben der Tea-Party Mitglieder durch einen schriftlich Schwur festgelegt haben, niemals jedwede Steuern zu erhöhen, ist das "Ding" gelaufen, will man nicht meineidig werden.

    Natürlich sind nicht alle Programme Obamas das Geld wert, das für sie ausgegeben wird und selbstverständlich wird er auch sparen müssen. Aber die Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben ist einfach zu groß - es müssen einige Steuern erhöht werden, um wenigstens die allernotwendigsten Strukturreformen durchführen zu können - denn auch in diesem Bereich stehen die USA an der Klippe.

    Das wissen auch viele der republikanischen Abgeorneten. Nur, wie sie den Spagat schaffen wollen, das für das Land Notwendige zu tun, aber gleichzeitig keinen Meineid schwören zu müssen, wird uns sicher eine interessante Zeit bescheren.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Abgeordneten können ihren Schwur dadurch umgehen, dass sie das Land erst mal über die Fiskalklippe springen lassen. Dafür muss niemand den Steuererklärungen formal zustimmen. Und danach kann man sich dann darauf einigen, wo man die Steuern wieder senkt.

    Und genau das wird auch passieren.

  1. Zitat: "Man kann nur hoffen das wir daraus lernen, glaub ich aber nicht."

    Die Habenden und Lenkenden sind schon aus dem Schneider, dafür haben sie schon gesorgt. Nach dem Zusammenbruch sind Mitte & unterhalb der Mitte am Anfang vom Ende und werden um die Brotkrumen, die ihnen hingeschmissen werden, hart kämpfen. Und somit beginnt ein neues Kapitel mit abzusehenden, gleichem Ende...

    Antwort auf "[...]"
  2. "Wenige Stunden vor dem drohenden Zahlungsstopp haben sich die Parteien im Repräsentantenhaus auf einen Haushaltsplan geeinigt."

    http://www.zeit.de/politi...

    Aus Alt mach Neu.
    Ist so spannend wie ein Krimi, wo man am Anfang schon weiß, wer der Mörder ist und wie er gefasst wird.

  3. Die Abgeordneten können ihren Schwur dadurch umgehen, dass sie das Land erst mal über die Fiskalklippe springen lassen. Dafür muss niemand den Steuererklärungen formal zustimmen. Und danach kann man sich dann darauf einigen, wo man die Steuern wieder senkt.

    Und genau das wird auch passieren.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • u.t.
    • 29. Dezember 2012 10:43 Uhr

    wobei ich mich weit mehr freuen würde, es käme im letzten Moment zu einer Kampfabstimmung, in der ein gemäßigter Teil der Republikaner einem Kompromiss zustimmen würde und somit den Fundamentalisten von der Tea Party vor Augen geführt würde, dass eine klare Mehrheit ihre Ideologie ablehnt.

    Aber na ja, ich fürchte, das dauert noch.

    Jedenfalls wird die wahrscheinliche Option, wie Sie sie darstellten, immer noch zu einer gewissen Verwerfung führen, die zunächst der Wirtschaft schaden dürfte.
    Selbst wenn der Kompromiss dann bald im neuen Jahr folgt.

    Wirklich toll, wir haben ja sonst keine Probleme derzeit.

    • Moika
    • 29. Dezember 2012 10:54 Uhr

    Und weil das so einfach ist, ist da vermutlich niemand darauf gekommen... Abgesehen davon würde auch nach diesem Prinzip in jedem Falle eine Erhöhung der Steuern stehen. Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, die werden meineidig werden müssen, wenn die Abgeordneten der Reps zustimmen.

    Nein nein, den Spruch habe ich den letzten Wochen zu oft gelesen. Warum dann die Anstrengungen bis heute, zuvor einen Konsens herzustellen?

    Hier geht es um Grundsätzliches: Diejenigen, denen die Finanzstrukturen des Landes erst diese enormen Vermögen ermöglichten, sollen nun mit einem relativ kleinen Beitrag zur Sanierung des Landes beitragen. Es geht ja nicht einmal darum, die Vermögen selbst heranziehen zu wollen, sondern nur an die Erträge darauf. Aber nicht einmal dazu sind sie bereit.

    Sicher, viele von ihnen spenden große Summen, aber das Äquvalent dazu holen sie sich durch Spendenquittungen verbunden mit anderen steuerlichen Erleichterungen doppelt wieder rein - der Staat und die Gesellschaft sind in jedem Falle die Dummen.

    Amerika steht vor dem Financal-Cliff, der Gesellschafts-Klippe und der Struktur-Klippe. Wenn jetzt nicht gemeinsam und veratnwortlich gehandelt wird, wird dieser Staat über kurz oder lang den Bach heruntergehen.

    Wir werden es erleben.

  4. auf Dauer ein Grundeinkommen benötigen, um größere Krisen abzuwenden. So bleibt das Land ökonomisch gespalten. Parallelgesellschaften entstehen nachhaltig. Die dortige Wirtschaft wird nur etwas verkaufen und wachsen können, wenn die Binnennachfrage vorhanden ist. Preistechnisch haben Sie keine Chance gegen die 1 Dollar Löhne in Fernost. Da müssen schon intelligentere Rezepte her als die ollen Kamellen, die keine großen Mehrheiten mehr finden.

    • Laoyafo
    • 29. Dezember 2012 10:32 Uhr

    hat sich immer am stärksten auf die große Menge der Menschen ausgewirkt. Die mit dem kleinen Einkommen müssen es dann büßen -- über Inflation und politische Umstürze.
    Hat es was mit dem Artikel zu tun, dass auf dem Bild vom Weißen Haus gerade Halbmast geflaggt ist? ;-)

    Antwort auf "[...]"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
  • Schlagworte Barack Obama | Harry Reid | Nancy Pelosi | Dollar | Dow-Jones-Index | Joe Biden
Service