Gründungsjubiläum : Zehntausende bejubeln die Hamas in Gaza

Die Hamas feiert sich als Sieger des jüngsten Israel-Konflikts und darüber hinaus Jubiläum. Die Rede ihres Chefs Maschaal heizt die Stimmung zusätzlich an.
Hamas-Anhänger im Zentrum von Gaza-Stadt ©REUTERS/Ibraheem Abu Mustafa

Zehntausende Menschen feiern in Gaza-Stadt den 25. Jahrestag der Hamas-Gründung. Die Anhänger der islamistischen Bewegung kamen mit grünen Fahnen, Mützen, Schals und anderen Emblemen der Hamas unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auf dem Katiba-Platz zusammen. Die Hamas sprach von einer halben Million Teilnehmern.

Zum Beginn der Feier stieg der Exil-Chef der Hamas, Chaled Maschaal , unter dem Jubel des Publikums aus einer Raketenattrappe. In der anschließenden Rede wertete Maschaal den jüngsten Konflikt mit Israel als Sieg der Hamas. Zugleich stellte er Israels Existenzrecht erneut infrage: " Palästina von der See ( Mittelmeer ) bis an den Fluss (Jordan), vom Norden bis zum Süden ist unser Land, unser Recht und unsere Heimat."

Das Gebiet, zu dem auch das heutige Israel gehört, sei "arabisch und islamisch" und gehöre nur den Palästinensern. "Wir können keinen Zollbreit und keinen Teil davon abgeben", sagte Maschaal. "Wir können außerdem weder die Legitimität der Besetzung Palästinas noch Israel selbst anerkennen."

Erstmals seit 37 Jahren in Palästina

Der 56-Jährige hatte am Freitag erstmals nach 37 Jahren wieder palästinensischen Boden betreten. Maschaal gehört zu den Gründungsmitgliedern der islamistischen Bewegung, die seit 2007 den Gazastreifen regiert. Er gilt als Vertreter einer eher pragmatischen Linie. In der Vergangenheit hat er einen langfristigen Waffenstillstand von bis zu 20 Jahren mit Israel vorgeschlagen, um die Lösung des Konflikts der nächsten Generation beider Seiten zu überlassen. Auch bemüht er sich um die Aussöhnung mit der palästinensischen Konkurrenzorganisation Fatah.

Die Jubiläumsfeier war vorgezogen worden, um zugleich der palästinensischen Unruhen am 8. Dezember 1987 zu gedenken, die den Beginn der ersten Intifada markieren. Um die Tribüne in Gaza-Stadt waren Porträts des von Israel ermordeten Hamas-Chefs Scheich Ahmed Jassin sowie des ebenfalls von den israelischen Streitkräften getöteten Militärchefs Ahmed al-Dschabaari zu sehen.

Al-Dschabaari war zu Beginn der jüngsten israelischen Militäroperation gegen die Hamas vom 14. bis 21. November in seinem Auto im Zentrum von Gaza-Stadt von einer Rakete getroffen worden. Bei dem Konflikt wurden 174 Palästinenser getötet, die überwiegende Mehrheit von ihnen Zivilisten, sowie sechs Israelis.

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Kommentare

195 Kommentare Seite 1 von 9 Kommentieren

Ruhig bleiben!

"Nein, mit ihrer Zurückhaltung stärkt Israels Regierung der Hamas."

Falsch! Ein CastLeadII wäre ein Wahlgeschenk an die Left Wings, die gestern ( http://www.jpost.com/Nati... ) schon wieder vor sich hin demonstriert haben, gewesen!
Wenn man sich die "Vorgänge" um Khaled Meshaal im Gaza-Strip anschaut, war Operation Pillar of Defense ein Erfolg, ohne das jetzt weiter ausführen zu wollen. ;-)

Beweis?

Da haben Sie Ihre Hausaufgaben aber nicht gemacht. Haben Sie den Link nicht gelesen?

"Golda Meir, later Prime Minister, informed her Labor colleagues that Israel should keep the Gaza Strip while “getting rid of its Arabs.” Defense Minister Dayan and others agreed. Prime Minister Eshkol explained that those expelled cannot be allowed to return because “We cannot increase the Arab population in Israel” – referring to the newly occupied territories, already tacitly considered part of Israel."

Hier die Fakten zu Ihrer lächerlichen Behauptung:

1967: Israel besetzt den Gazastreifen. Die Hamas existiert noch nicht.

1987: Die Unterdrückung dauert an -> die Hamas wird gegründet.

2006: Die Unterdrückung dauert an. In den ersten freien Wahlen der arabischen Welt wird die Hamas mit deutlicher Mehrheit gewählt.

2006/2007: Als Bestrafung marschiert Israel unter massivem Widerstand der Weltgemeinschaft in den Gazastreifen ein und verübt Kriegsverbrechen.

2012: Die Unterdrückung dauert an -> die Hamas wird nach weiteren Attacken Israels als einzige Hoffnung gefeiert, während der moderate Abbas von israel gezielt kaltgestellt wird.

Und Ihre Prognose lautet wirklich, dass ein noch härteres Vorgehen die Hamas schwächen wird? Lachhaft...

Die Rede Meshaals

stellt gar nichts Besonderes dar, sie deckt sich in etwa mit den tausenden von Reden, die von Beginn an die palästinensischen Leaders - allen voran Arafat - an ihr Volk gerichtet haben: hetzerisch, unversöhnlich, hasserfüllt. Bei Fatah sieht es grundsätzlich nicht anders aus, hatte doch sogar Abbas Rede vor der UNO den gleichen unterschwelligen Duktus. Nicht ungefähr sind auch PA-Vertreter zum 25. Hamas-Jubiläum eingeladen, im Zeichen der "brüderlichen Versöhnung", wohlgemerkt.
http://www.maannews.net/e...

Allemal keine Partner für Frieden.

"hetzerisch, unversöhnlich, hasserfüllt"

Unterstellen wir einmal, dass die o.a. Prädikate zutreffen, so bleibt immer noch die Frage unbeantwortet:

Wie entsteht Hass? Auch wenn Hass und Hetze keine Lösung sind.

Außerdem: Wie würde wir auf die anhaltende Blockade- und Besatzungspolitik Israels reagieren, wären wir Bürger in Gaza?

Wären nicht wenige von uns bei der Hamas?!

Aus dem fernen Europa vom geheizten Wohnzimmer aus den dortigen Widerstand als "Terrorismus" zu bezeichnen oder palästinensische Politiker als "Hetzer" zu verurteilen, fällt allzu leicht...

Umgekehrt wirds ein Pantoffel fürs "geheizte Wohnzimmer"

"Aus dem fernen Europa vom geheizten Wohnzimmer aus den dortigen Widerstand als "Terrorismus" zu bezeichnen oder palästinensische Politiker als "Hetzer" zu verurteilen, fällt allzu leicht..."

Aus dem fernen Europa vom geheizten Wohnzimmer aus den dortigen Terrorismus mit klar artikulierten genozidalen Zielen als "Widerstand" zu verharmlosen oder islamistische Hetzer, die zur Auslöschung Israels aufrufen, als "Politiker" zu kaschieren, fällt nicht nur allzu leicht,
sondern ist ziemlich infam.

Arithmetik des Terrors

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"... Bei dem {jüngsten} Konflikt {vom 14. bis 21. November} wurden 174 Palästinenser getötet, die überwiegende Mehrheit von ihnen Zivilisten, sowie sechs Israelis.

174 Palästinenser in sieben Tagen;

sieben Tage sind roundabout 168 Stunden.

174 in 168 Stunden, also geringfügig mehr als eine Leiche je Stunde.

174 Palästinenser, überwiegend Zivilisten, für sechs Israeli.

29 Palästinenser, überwiegend Zivilisten, Frauen, Kinder, pro Israeli.

Beeindruckende Zahlen, eines jeden Terrorregimes würdig.

Ach halt, falsch, 'tschullige, es ist ja doch andersrum, die Palästinenser sind ja die Terroristen, ich vergass ...

Beweise?

Haben Sie auch ein Beweis dafür, dass die palästinensischen Opfer "überwiegend Zivilisten, Frauen, Kinder" -wie Sie es immer wieder betonen- sind? Falls Sie mir eine pro-palästinensische Website als Quelle vorlegen, traue ich dieser kein bisschen. Es ist für die Hamas sowieso leicht, ihre Kämpfer im nachhinein als "Zivilisten, Frauen, Kinder" zu deklarieren. Bei der Opferzahl übertreibt man allzu gerne. Ansonsten ist Ihr Beitrag in meinen Augen nur ein billiger Versuch, die Israelis wieder als Kindermörder darzustellen. Dabei war es die Hamas, die gezielt israelische Wohngebiete mit ihren Raketen angegriffen hat.

@ #14, Premium User

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Zitat "... Haben Sie auch ein Beweis dafür, dass die palästinensischen Opfer "überwiegend Zivilisten, Frauen, Kinder" -wie Sie es immer wieder betonen- sind? ..."

Guggschd Du Text !!!

... einfach ein bisserl 'raufscrollen, Monsieur Premium!

(Ich hatte zwar in meinem 'wie-Sie-es-immer-wieder-betonen'-Kommentar schon aus dem Artikel zitiert, wie ich es auch andernorts immer wieder gerne tue.
Aber für 'Premium User' zitiere ich gerne nochmal;
es sind die letzten drei Zeilen des kommentierten Artikels, verehrter Premium User, scrollen Sie und überzeugen Sie sich selbst was die schröcklichte Zeit da so unverschämt online stellt!)

Artikelzitat, Quelle "Die Zeit Online, dpa, AFP, rav":

"... Bei dem Konflikt wurden 174 Palästinenser getötet, die überwiegende Mehrheit von ihnen Zivilisten, sowie sechs Israelis. ..."

So steht's dorten.

Die "Frauen" und sie "Kinder" stammen aus der Erfahrung, dass Frauen und Kinder eigentlich immer Zivilisten sind, wenn bewohntes Gebiet mit der Bevölkerungsdichte Münchens unter Luftbombardement gerät ... ich bedauere, dass der Genderism nicht ausgeprägt genug ist um in der Zeit "ZivilistInnen" lesen zu können ...

.

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{Was? Zivilisten? Terroristische Palästinenser aus Gaza KÖNNEN doch gar keine Zivilisten sein, die werden doch schon als fliegendes Suizidkommando zur Befreiung Palästinas geboren ...
Wer Zynismus oder gar tiefschwarzen Humor der Sorte "Life of Brian" (Monty Python, für den Zensor) findet darf diesen mit nach Hause nehmen.}

Investitionen in Angriff/Abwehr

Das Problem ist, dass Palästina weiss, dass sie in einer offenen Schlacht nie gewinnen könnten, daher bemüht man sich Zivil und Militär möglichst zu mixen um die militärischen Antworten Israels "wenigstens" öffentlich verurteilen zu können.

Wenn die Hamas analog zu Israel das Geld für die Raketenkäufe in Bunker für die Bevölkerung und Raketenabwehrsysteme gesteckt hätte wäre auch weniger Blut bei Zivilisten geflossen.

Nichtsdestotrotz ist jeder tote Zivilist natürlich einer zu viel. Ich hoffe, dass irgendwann auf beiden Seiten jemand an die Macht kommt, der wirklich frieden möchte und der Anderen Seite ihr Leben gönnt und ihnen Frieden wünscht.

Problem

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Zitat KlausFuchs:

"... Problem ist, dass Palästina weiss, dass sie in einer offenen Schlacht nie gewinnen könnten, daher bemüht man sich Zivil und Militär möglichst zu mixen ..."

Ich schrub schon diesem Prämium User zuvor von der Bevölkerungsdichte in diesem ... "Gebiet", Staat darf's ja keiner sein, weil die einen den anderen ja bekanntlich das staatliche Existenzrecht verweigern ... diesem "Gebiet" namens Gaza Strip.

Laut Wikipedia ist die Bevölkerungsdichte dort etwas höher als die der Bayerischen Landeshauptstadt München.

Gaza 4750 Ew/km2 http://de.wikipedia.org/w...

München 4440 Ew/km2 http://de.wikipedia.org/w...

Entweder sind da also alle geborene fliegende Suizidkommandanten, wurscht ob Frauen oder Kinder oder Pudel, oder das regelmässig wiederkehrende israelische Bombardement von Gaza ist nichts anderes als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder mindestens ein Kriegsverbrechen, je nach dem was für einen völkerrechtlichen Status Sie annehmen wollen.

Niemand, auch nicht der allerverwegenste israelische Bombenschmeisser mit der schlimmsten Chuzpe kann mir ernsthaft erzählen wollen, er sei im Stande in einem Gebiet mit einer Bewohnerdichte oberhalb der von München ausgewählt ausschliesslich Terroristen unter den Teppich bomben.

Die Opferzahlen belegen diese Lügen ja auch regelmässig.

Selbstverständlich gibt's den Raketenbeschuss Israels aus Gaza ebenso.

So wie die sechs Israeli gegen 174 Palästinenser halt.

Arithmetik des Terrors - Antwort zu Theobalt.Tiger - Beitrag 4

Hast du mal gezählt wieviele Palästinenser in der gleichen Zeitspanne in Syrien getötet worden sind? Habe es ehrlich gesagt nicht gezählt aber es war ein vielfaches.
Abgesehen davon, mit gegenseitigem aufzählen der toten kommen wir auch nicht weiter. hätte israel kein raketen schutzschild, gäbe es dort viele opfer mehr. würde hamas sein eigenes volk nicht als schutzschild benutzen, gäbe es dort weniger opfer...

@ Nisko

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Zitat 1:
"... Hast du mal gezählt wieviele Palästinenser in der gleichen Zeitspanne in Syrien getötet worden sind? Habe es ehrlich gesagt nicht gezählt aber es war ein vielfaches. ...."

Äpfel-mit-Birnen-Vergleiche helfen uns hier aber auch nicht weiter.

Die Anführung anderer Tötungen in anderen Weltgegenden ändert NICHTS an der Situation, zu der ich Stellung genommen habe.

Es ist nicht so, dass ich mit einer Stellungnahme zum israelischen Staatsterror andere Sorten Massenmörderei ausblende oder gar für gut befinde, bitte nehmen Sie das zur Kenntnis.

Wenn ich Syrien kommentieren will gehe ich unter einen Syrienartikel.

Wenn ich syrienbezogene Antworten lesen will gehe ich ebenfalls dorthin wo sich mit Syrienthemen beschäftigt wird.

Was also soll der Vergleich?
Ablenken?
Relativieren?
Morde in "bessere" und "schlechtere" einteilen?
... am besten noch zusammen einteilen mit weiteren althergebrachten Klassifizierungsmerkmalen für "gut" und "schlecht" wie Religionszugehörigkeit oder genetischer Herkunft? Da ham mir ja weidlich Erfahrung damit in Deutschland ...

Schwurbeleien wie "... sehen Sie mal nach Kongo, da isses erst mal schlimm ..." helfen uns nicht weiter, in sofern sind wir uns einig.

Hard Facts wie reine Zahlen helfen da schon eher, wenn auch nur vielleicht, wie ich einräume.

Schon die Einigung auf "Staatsterror" auf der Seite mit dem Staat, "Terror" auf der Seite ohne Staat tät uns hingegen einen grooossen Schritt weiterbringen.

Damit könnte man anfangen.

Harte Fakten

Der Gaza-Krieg ergab tatsächlich eine Zivilisten-Kombattanten-Rate von fast 1 zu 10; diese ist ohne Beispiel in jedem anderen Konflikt der Welt.

Die Vereinten Nationen schätzen zum Beispiel eine Durchschnittsrate von 3 zivilen zu 1 militärischen Toten in den Konflikten weltweit. Das sind drei tote Zivilisten für jeden getöteten Kombattanten.
Das betrifft zb den Kosovo-Krieg, der diese Rate zeigt.

Die Rate getöteter Zivilisten während des letzten Gaza-Krieges bewegt sich damit weit unter dem Durchschnitt.

Um irreführende Ausreden scheinen Sie jedenfalls nicht verlegen

"Die Anführung anderer Tötungen in anderen Weltgegenden ändert NICHTS an der Situation, zu der ich Stellung genommen habe."

Der Punkt ist, dass Sie geradezu davon besessen sind, unablässig zu Israel Stellung zu nehmen.
Und selbstverständlich ändern die "Tötungen in anderen Weltgegenden" mit der dortigen Rate an toten Zivilisten etwas an Ihrer Darstellung.
Ihre Aussage, Israel würde also auf Zivilisten keine Rücksicht nehmen, ist dadurch statistisch so was von widerlegt.

@ Hertonan (et al.)

.
Danke für Ihre Wortspende.

"... Geradezu besessen {...} unablässig ..."

Nur weil ich die idiotische Kongoantwort zutreffenderweise idiotisch genannt habe und dazu geschrieben habe, dass ich unter Somalia-Artikeln nach Somalia-Bezug suche, aber nicht unter Israel-Artikeln.

Staatsterror und Terror sind superscheisse.

Beide.

Gleichermassen.

Von mir pro Leiche in Relation gesetzt.

Ich bin nicht bereit, nach Religionszugehörigkeit, genetischer Herkunft, Hautfarbe oder Kulturkreis zu unterscheiden in schlimmere oder vernachlässigbarere Leichen.

Ich relativiere, also setze ins Verhältnis, höchtens nach Anzahl der Leichen, und mir ist sogar einigermassen egal dabei ob das nun Terroristen in Uniform sind oder solche ohne Uniform, die tot in ihrem Blut liegen.

Die schieren Zahlen machens, leider auch die Zahlen vorsätzlich getöteter Frauen und Kinder.

Und die "Strecke" die Israel legt nach derartigen Jagdszenen ist nunmal regelmässig bemerkenswert länger als die Strecke der anderen.

Was, ich wiederhole mich, selbstverständlich NICHT bedeutet dass der Hamas-Terror auch nur ein Gran 'besser' oder 'legitimer' oder auch nur nachvollziehbarer wäre.

Noch eine Wiederholung: es ist mir sogar egal, ob die Bombe persönlich als Gürtel in's Caffè oder in den Bus getragen wird oder aus einem Hubchrauber abgeschossen wird.

Leiche bleibt Leiche.

Besessen? Unablässig? Wohl kaum.

Alles klar?

Danke für die Aufmerksamkeit.

Das war's auch schon.

Viel Spass noch.

Menschenenverachtender Instrumentalismus, den Sie da predigen

"Noch eine Wiederholung: es ist mir sogar egal, ob die Bombe persönlich als Gürtel in's Caffè oder in den Bus getragen wird oder aus einem Hubchrauber abgeschossen wird."

Damit ist Ihnen die Person des Jugendlichen, den die Hamas-Funktionäre, die bekanntlich aus ihren Reihen niemals jemanden zur Märtyrerbombe auserküren,
dazu genötigt haben, sich als Selbstmordbombe zu töten - um möglichst viele Zivilisten zu töten, egal.
Das läßt tief blicken, hinsichtlich Ihrer "Relationen".

"Staatsterror und Terror sind superscheisse."

im Falle von Hamastan haben Sie beides.
Fragt sich nur, warum Sie nach wie vor besessen über Israel herziehen - welches bekanntermaßen und im Unterschied zum Staate Hamastan KEINE gezielten Angriffe auf Zivilisten verübt, wie Goldstone ausdrücklich vermerkt:

"Goldstone nimmt Vorwürfe gegen Israel zurück

Israel habe absichtlich auf Zivilisten geschossen, hatte Richard Goldstone zum Gaza-Krieg geschrieben. Jetzt revidiert der Richter seine Einschätzung."

http://www.sueddeutsche.d...

"Nur weil ich die idiotische Kongoantwort"

Die Rede war, glaube ich, von Syrien, welches gleich nebenan liegt.
Aber auch was den Kongo oder den Kosovo betrifft, wird Ihre Darstellung ohnehin widerlegt.
"Idiotisch" fällt also auf Sie zurück

Menschliche Schutzschilde

Ihr Argument ist doch wohl wirklich menschenverachtend!
Gerade die israelische Politik ist maßgeblich Schuld an dem Zustand im Gaza-Streifen. Bei 1,7 Millionen Menschen auf gerade einmal 360Km^2 sind das ca. 4700 Menschen pro Quadratkilometer! Nur mal so zum Vergleich: Berlin (4000/Quadratkilometer), München (4400/Quadratkilometer).
Somit ist Gaza dichter besiedelt als die beiden deutschen Städte mit der größten Bevölkerung.

Es kann keine menschlichen Schutzschilde geben weil Gaza so dicht besiedelt ist. Die Menschen haben doch gar nicht die Wahl, sich effektiv schützen zu können und Israel nutzt dies schamlos aus!

Irrtum - sich gegen Raketenangriffe zu verteidigen

"Und auf die völkerrechtswidrigen
Angriffe der IDF gegen diese Einrichtungen auch, obwohl sich mitunter keine Rampen in der Nähe befinden."

ist nicht völkerrechtswidrig.
Im Übrigen sind Sie falsch informiert: der UNO-Beauftragte Goldstone stellte ausdrücklich klar, dass die IDF keine gezielten Angriffe gegen zivile Einrichtungen verübte:
http://www.washingtonpost...

Friendly Fire

Wie es die Amis so schön nennen macht die Situation nicht besser.
Ich sprach übrigens von Angriffen auf diese Institutionen, die wohl stattgefunden haben, habe aber an keiner Stelle behauptet, dass diese intentionell gewesen wären;
Vielleicht wäre es jetzt an der Stelle besser zu lesen und vor allem darüber nachzudenken, dass für solche Fehler viele Unschuldige sterben müssen.

Die Fakten: "Hamas benutzt Zivilbevölkerung als Schutzschild"

"Im Sender al-Dschasira bestritt Hamas-Sprecher Fausi Barhum keineswegs die Tatsache, dass seine Organisation ihre Waffenvorräte und Befehlszentralen "in bewohnter Umgebung" eingerichtet hat. ...Am Donnerstag rief die Hamas die Zivilbevölkerung auch erneut dazu auf, nach israelischen Vorwarnungen nicht zu flüchten, sondern durch Massenansammlungen in der Nähe bedrohter militärischer Einrichtungen Angriffe zu verhindern."

http://www.welt.de/welt_p...

Aha - also bei Angriffen der IDF gegen Abschußrampen

"Ich sprach übrigens von Angriffen auf diese Institutionen, die wohl stattgefunden haben, habe aber an keiner Stelle behauptet, dass diese intentionell gewesen wären;"

wurden versehentlich zivile Einrichtungen getroffen - so Ihre Aussage.

Was meinen Sie - könnte das möglicherweise damit zusammenhängen, dass die Hamas wie üblich neben derartigen Einrichtungen Stützpunkte und Rampen errichtet?