USA : Hillary Clinton wegen Blutgerinnsel im Krankenhaus

Vorerst 48 Stunden muss US-Außenministerin Clinton wegen einer Thrombose im Krankenhaus bleiben. Ihre Ärzte wollen dann entscheiden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind.
US-Außenministerin Hillary Clinton (Archivbild) © Kevin Lamarque/AFP/Getty Images

US-Außenministerin Hillary Clinton muss Silvester im Krankenhaus verbringen. Die 65-Jährige erhalte wegen eines Blutgerinnsels blutverdünnende Medikamente und müsse vorerst für 48 Stunden in der New Yorker Klinik bleiben, teilte ein Sprecher Clintons mit.

Clinton hatte vor einigen Wochen infolge einer Magen-Darm-Erkrankung einen Schwindelanfall und war gestürzt. Dabei hatte sie eine Gehirnerschütterung erlitten , die erst Tage später festgestellt worden war. Das Blutgerinnsel sei nun bei einer Folgeuntersuchung diagnostiziert worden, sagte der Sprecher.

Auch wegen anderer nicht näher bezeichneter Folgen der Gehirnerschütterung werde sie weiter von Ärzten beobachtet. Diese würden auch entscheiden, ob weitere Maßnahmen nötig werden.

Seit Wochen kein öffentlicher Auftritt

Clinton ist schon seit Wochen nicht mehr öffentlich aufgetreten. Eine Auslandsreise sowie eine Befragung im Kongress musste sie absagen. Die ehemalige First Lady hat bereits vor längerer Zeit mitgeteilt, dass sie nicht für eine zweite Amtsperiode zur Verfügung stehen wird.

Präsident Barack Obama hat unterdessen den demokratischen Senator und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John Kerry für das Amt nominiert . Er muss noch vom Kongress bestätigt werden. Bis dahin wollte Clinton nach eigener Aussage weiterarbeiten.

Die demokratische Politikerin wird als mögliche Kandidatin für die nächste Präsidentschaftswahl 2016 gehandelt. Sie selbst hat solche Ambitionen wiederholt dementiert. Nach einer neuen CNN-Umfrage würden 85 Prozent der Demokraten eine Kandidatur der Frau von Expräsident Bill Clinton unterstützen.

Die Politikerin litt schon einmal unter einer Thrombose. Bereits 1998 sei ein Blutgerinnsel bei ihr festgestellt worden, sagte sie 2007 in einem Interview der New York Daily News . Das sei ihr bis dato schlimmster Schreck in Sachen Gesundheit gewesen.

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