Naher Osten: Israel friert palästinensische Steuergelder ein
Israel reagiert auf die Aufwertung Palästinas durch die Vereinten Nationen. Das Land will der Palästinenserbehörde fast 100 Millionen Euro an Steuergeldern nicht auszahlen.
Die israelische Regierung erhöht nach der Anerkennung Palästinas als Beobachterstaat durch die Vereinten Nationen den Druck auf die Palästinenser: Nach der Ankündigung eines weiteren Siedlungsausbaus will Israel nun die Auszahlung von Steuergeldern an die Palästinensische Autonomiebehörde aussetzen. Finanzminister Juval Steinitz gab zu Beginn der Kabinettssitzung bekannt, dass die für Dezember vorgesehene Auszahlung von 460 Millionen Schekel (etwa 92 Millionen Euro) blockiert werde. Dem staatlichen Rundfunk zufolge sagte Steinitz, Israel habe "von Anfang an" angekündigt, dass die Aufwertung Palästinas nicht ohne Reaktion geschehen würde.
Das einbehaltene Geld soll von Stromschulden der Palästinenserbehörde abgezogen werden. Nach israelischen Angaben hat die Palästinenserbehörde eine Milliarde Schekel (etwa 200 Millionen Euro) Schulden in Israel, davon 800 Millionen bei der Stromgesellschaft. Palästinensische Repräsentanten hatten vor einem finanziellen Zusammenbruch der Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gewarnt, sollte Israel den wirtschaftlichen Druck erhöhen.
Die UN-Vollversammlung hatte den Palästinensern in der Nacht zum Freitag mit 138 Ja-Stimmen, neun Nein-Stimmen und 39 Enthaltungen einen aufgewerteten Beobachterstatus als Nicht-Mitgliedstaat zugebilligt. Unter den Staaten, die mit Nein stimmten, waren die USA und Israel. Eine formelle Anerkennung Palästinas als Staat ist durch die UN-Vollversammlung nicht möglich.
Ashton nennt Israels Siedlungspläne illegal
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte derweil, dass seine Regierung 3.000 weitere Wohnungen im Westjordanland und in Ost-Jerusalem bauen wolle. Der "Angriff gegen den Zionismus und gegen den Staat Israel" müsse dazu führen, die Umsetzung aller Bauvorhaben zu beschleunigen, sagte Netanjahu bei der Kabinettssitzung. Er kündigte an, Israel baue "heute in Jerusalem und werde dies weiter tun, genau wie an allen Orten, die sich auf der Landkarte Israels strategischer Interessen befinden".
Das nun offiziell verkündete Bauvorhaben, das wenige Stunden nach der UN-Abstimmung über den Palästinenserstatus bekannt geworden war, bezieht sich insbesondere auf die sogenannte Zone E1 zwischen Jerusalem und der Siedlung Maale Adumin. Israel hatte sich gegenüber den USA verpflichtet, dort nicht zu bauen. Das Vorhaben, Maale Adumin durch weitere Bauten an die jüdischen Siedlungen in Ost-Jerusalem anzubinden, gefährdet eine palästinensische Staatsgründung, da dadurch das Westjordanland zweigeteilt würde.
Israels Siedlungspläne wurden international kritisiert. US-Außenministerin Hillary Clinton sprach von einen "Rückschritt" für die Friedensbemühungen. Der britische Außenminister William Hague forderte Israel auf, seine Entscheidung für den Siedlungsausbau zurückzunehmen. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte, der geplante Siedlungsausbau sei ein "ernsthaftes Hindernis für eine Zwei-Staaten-Lösung". Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton kritisierte das Vorhaben in Brüssel als "illegal" und "Hindernis für den Frieden". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ermahnte beide Seiten, die Nahost-Friedensgespräche "schnellstmöglich" wieder aufzunehmen, äußerte sich aber nicht zu den Siedlungsbauplänen.
Während der Heimkehr von Abbas vom UN-Sitz in New York feierten Tausende Palästinenser den diplomatischen Erfolg. "Nun haben wir einen Staat", sagte Abbas in Ramallah zu der Entscheidung der UN-Vollversammlung. Jerusalem sei "für immer die Hauptstadt des Staates Palästina".








Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke. Die Redaktion/cv
Ich " goutiere " garnix :))
Was ist das überhaupt für eine Frage? Befürworten Sie im Gegenzug Selbstmordanschläge auf Israelis?
Befürworten Sie die Selbstverbrennung des tunesischen Gemüsehändler, das die Massenproteste in Tunesien und dann in der ganzen arabischen Welt ausgelöst hat?
Merken Sie den Unterschied? Man hat das recht mit seinem Leben das anzustellen was man will , auch opfern darf man es - SOLANGE man sich nicht anmasst über das Leben und Wohlergehen anderer zu entscheiden.
"Indem man anerkennt, dass sowohl "Palästina" wie auch die "Grenzen von 1967" existieren"
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Gabs da nicht noch jemanden der unter einem "Anerkennungsproblem" leidet?
Die Grenzen von 1967 können Sie im Internet nachschlagen, den Staat Palästina ebenfalls.
Inwiefern Sie sich mit verweigernden Ansichten isolieren wollen ist hingegen Ihre Sache. Aber nachher bitte nicht jammern!
selbst suchen, aber hier zum Thema Wasser
http://youtu.be/RmwzlJJD8FI
Was befähigt Sie dazu sogar den Delegierten der 139 Länder die für den Beobachterstatus der Palästinser gestimmt haben und das wahrscheinlich nicht durch deren eigene Eingebungen, sondern durch die Absprache mit den Regierungen, als Dummköpfe hinzustellen.
Denken Sie nicht, wenn die Mehrheit der Regierungen der Erde für oder gegen etwa sind, dass Sie vielleicht auch einmal Ihre Position überdenken sollten?!
der 139 Regierungen, die für die Aufwertung der Palästinenser gestimmt haben, dahingehend aufzufassen ist, dass sie diese Statusänderung als eine kräftige Aufforderung zu mehr Verantwortung und Kompromissbereitschaft seitens der Palästinenser verstanden wissen möchten, als Auftrag, umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren, und nicht lediglich als politisches Druckmittel gegen Israel, dann erkläre ich mich auch dafür.
Allerdings spricht die Historie der UNGA-Resolutionen gegen Israel nicht unbedingt für diese Interpretation der Dinge, sondern weist eher in Richtung auf eine weitere antiisraelische Entscheidung - in bester UN-Tradition. Zur Erinnerung:
http://en.wikipedia.org/w...
der 139 Regierungen, die für die Aufwertung der Palästinenser gestimmt haben, dahingehend aufzufassen ist, dass sie diese Statusänderung als eine kräftige Aufforderung zu mehr Verantwortung und Kompromissbereitschaft seitens der Palästinenser verstanden wissen möchten, als Auftrag, umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren, und nicht lediglich als politisches Druckmittel gegen Israel, dann erkläre ich mich auch dafür.
Allerdings spricht die Historie der UNGA-Resolutionen gegen Israel nicht unbedingt für diese Interpretation der Dinge, sondern weist eher in Richtung auf eine weitere antiisraelische Entscheidung - in bester UN-Tradition. Zur Erinnerung:
http://en.wikipedia.org/w...
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke. Die Redaktion/cv
dann wäre er aber ebenso desinformiert
("Förderung von Unversöhnlichkeit/Terrorismus durch UN")
wie Sie, und das nehme ich dann doch nicht an.
Denn..."unversöhnlich" ?
Weil Abbas die Okkupation und Besiedlung
der Westbank und Ostjerusalems nicht
akzeptiert ?
Tut die Weltgemeinschaft auch nicht,
geht auch gar nicht, weil illegal.
"Terroristisch" ?
Sehen Sie sich mal den Link von Human Rights Watch
an....es sind die Palästinenser der Westbank,
die terrorisiert werden und die dennoch durch
die PA "beruhigt" werden können.
Abbas terrorisiert überhaupt niemanden und
die UN sieht in der Vergabe des Beobachterstatus
eine Stärkung des friedensbereiten Abbas.
Somit wäre die Frage "wo verlaufen eigentlich
die Grenzen Israels nach Historie/Religion"
immer noch nicht geklärt.
Die Herren von Likud/Shas etc. werden uns, nach
Konsultationen mit ihren Rabbinern, sicherlich
im neuen Jahr informieren.
Vielleicht sind Sie nicht ganz auf dem Laufenden, aber es wurde bekannt, dass Fatah und Hamas wieder mal Annäherungsgespräche im Hinblick auf eine baldige Innenpalästinensische "Versöhnung" beabsichtigen. Und dass Abbas bald nach Gaza fahren könnte.
Es dürfte Ihnen aber nicht unbekannt sein, dass Hamas als Terrororganisation eingestuft wird, auch von der EU: http://de.wikipedia.org/w...
Vielleicht sind Sie nicht ganz auf dem Laufenden, aber es wurde bekannt, dass Fatah und Hamas wieder mal Annäherungsgespräche im Hinblick auf eine baldige Innenpalästinensische "Versöhnung" beabsichtigen. Und dass Abbas bald nach Gaza fahren könnte.
Es dürfte Ihnen aber nicht unbekannt sein, dass Hamas als Terrororganisation eingestuft wird, auch von der EU: http://de.wikipedia.org/w...
der 139 Regierungen, die für die Aufwertung der Palästinenser gestimmt haben, dahingehend aufzufassen ist, dass sie diese Statusänderung als eine kräftige Aufforderung zu mehr Verantwortung und Kompromissbereitschaft seitens der Palästinenser verstanden wissen möchten, als Auftrag, umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren, und nicht lediglich als politisches Druckmittel gegen Israel, dann erkläre ich mich auch dafür.
Allerdings spricht die Historie der UNGA-Resolutionen gegen Israel nicht unbedingt für diese Interpretation der Dinge, sondern weist eher in Richtung auf eine weitere antiisraelische Entscheidung - in bester UN-Tradition. Zur Erinnerung:
http://en.wikipedia.org/w...
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