NigeriaSechs Tote bei Angriff auf christliche Kirche

Im Norden Nigerias hat eine Gruppe Bewaffneter mehrere Gläubige einer Kirchengemeinschaft erschossen. Ob die Verantwortlichen zur Sekte Boko Haram gehören, ist unklar. von afp

Eine Darstellung der Geburtsgeschichte von Jesus Christus in Nigeria

Eine Darstellung der Geburtsgeschichte von Jesus Christus in Nigeria  |  © Akintunde Akinleye/Reuters

Unbekannte haben an Heiligabend eine christliche Kirche im Norden Nigerias angegriffen und sechs Menschen getötet. Unter den Opfern ist auch der Pfarrer, sagten Einwohner und die Polizei.

Um Mitternacht sei eine Gruppe Bewaffneter in das Dorf Peri nahe der Stadt Potiskum gekommen und direkt zur Kirche gegangen, berichtete ein Ortsansässiger. "Sie haben das Feuer eröffnet und den Pfarrer und fünf Gläubige erschossen." Anschließend hätten die Angreifer das Gotteshaus in Brand gesetzt.

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Ein ranghoher Polizeibeamter des Bundesstaates Yobe, dessen Hauptstadt Potiskum ist, bestätigte die Angaben. Wer hinter dem Angriff steckt, war zunächst nicht klar.

Im muslimisch geprägten Norden Nigerias kämpft die radikalislamische Sekte Boko Haram seit Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Die Gruppe wird für zahlreiche Anschläge auf Behörden, die Polizei und Kirchen verantwortlich gemacht. Die Bevölkerung von Yobe ist mehrheitlich muslimisch. Allerdings lebt in der Handelsstadt Potiskum eine bedeutende christliche Minderheit. Peri liegt etwa zwei Kilometer von Potiskum entfernt.

In seinem traditionellen Weihnachtssegen hatte sich Papst Benedikt XVI . unter anderem besorgt über die Lage in Nigeria geäußert, wo "grausame terroristische Attentate weiter Opfer fordern, besonders unter den Christen".

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Leserkommentare
  1. In Nigeria wurden Christen getötet. Und der Papst spricht darüber, dass Christen weltweit am häufigsten verfolgt würden. ALLE JAHRE WIEDER!

    Auf Islamisten in Nigeria ist eben verlass! Schließlich gibt es diesen Konflikt ja bereits seit vielen Jahren. Die Recherche im Internet nach „Nigeria Unruhen Ursachen“ führt auf zwei gute Quellen.

    DW-World.de gibt im November 2008 verschiedene Kategorisierungen und allgemein sozio-ökonomische Gründe für diesen Konflikt an. Es geht um Ressourcenverteilung. Neben Islam und Christentum gibt es alternativ noch Nord gegen Süd oder Siedler gegen Eingeborene als Beschreibung, wobei die egoistischen Politiker als Unruheherd nicht ausgenommen werden können (http://www.dw.de/die-ursa...).

    Das katholische Werk missio-hilft.de zitierte 2008 den Erzbischof von Jos, Kaigama, mit der Einschätzung, dass dieser Konflikt nicht religiös motiviert sei. Gemeinsam mit dem Emir von Wase und den muslimischen Mitgliedern des interreligiösen Rates war er der Meinung, dass es um politische und ethnische Interessen geht. Weshalb sie sich gemeinsam gegen die Gewalt in Nigeria stellen (http://www.missio-hilft.d...).

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    Antwort auf "traurig diese Meldung"
  2. JournalistInnen sollten auswählen können, wem sie was und warum mitteilen. Eine sinnvolle Meldung sollte doch Infos zur Kenntnis bringen und Schaden abwenden helfen. Und jetzt sehen sie sich einmal die RELIGIÖS MOTIVIERTEN KOMMENTARE an. Was haben Sie angerichtet?

    Eigentlich existiert der Kontinent Afrika in den Medien nicht. Es sei denn, dass man über Bürgerkriege, Hungersnöte oder sonstige Katastrophen berichten kann. Und jetzt verursacht eine Meldung zu Weihnachten ZWIETRACHT UND HASS ZWISCHEN DEN RELIGIONEN und gegen Agnostiker.

    Nutzen Sie bitte die meldungsarme Zeit zwischen den Jahren und informieren Sie über Hintergründe und Folgen dieses Konfliktes.

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    Antwort auf "traurig diese Meldung"
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    Perfide ist, dass hier ausgerechnet der Papst zitiert werden muss - mit ihm die katholische Kirche, die sich noch nie für irgendeine Untat rechtfertigen musste.

  3. den tätern schon deutsche Wehrtechnik schmackhaft gemacht, damit das demnächst effektiver abläuft?

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    • khasar
    • 25. Dezember 2012 22:06 Uhr
    20. @7

    Sie bestimmt nicht.
    Ich verabscheue Gewalt und bin Moslem .
    Verbrechen und Mord hat keine Religion .
    Aber die Zeit schürt seit einiger zeit bewusst eine immer deutlicher werdende islamfeindlichkeit und nutzt das Internet Portal dafür.

    via ZEIT ONLINE plus App

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    • redcat
    • 25. Dezember 2012 22:57 Uhr

    Unbenommen ist jederzeit die anonyme mail-Anzeige des Islamophopieverdachts beim Deutschen Presserat. ;)

    • Valerus
    • 26. Dezember 2012 10:12 Uhr

    Sie sollten nicht auf den Boten der schlechten Nachricht eindreschen. Laut OPEN DOORS werden etwa 100.000 Christen pro Jahr umgebracht. Hauptsächlich von Angehörigen einer Religion, die sich damit immer unbeliebter macht. Diese Muslime schüren die Islamfeindlichkeit, nicht Die ZEIT ONLINE. [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/ls

  4. Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

  5. Perfide ist, dass hier ausgerechnet der Papst zitiert werden muss - mit ihm die katholische Kirche, die sich noch nie für irgendeine Untat rechtfertigen musste.

    2 Leserempfehlungen
  6. Es werden nur noch wenige Jahre vergehen und wir brauchen wegen gewalttätiger Exzesse gegen Christen nicht mehr in ferne Länder schauen. Es sit nur eine Frage von Mehrheitsverhältnissen einzelner Bevölkerungsgruppen.

    4 Leserempfehlungen
    • redcat
    • 25. Dezember 2012 22:57 Uhr

    Unbenommen ist jederzeit die anonyme mail-Anzeige des Islamophopieverdachts beim Deutschen Presserat. ;)

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "@7"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP
  • Schlagworte Kirche | Nigeria | Benedikt XVI | Bevölkerung | Attentat | Brand
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