NordkoreaKim Jong Un kündigt Bau größerer Raketen an

Machthaber Kim Jong Un will das Raketenprogramm Nordkoreas ausbauen: Trägerraketen mit größerer Kapazität sollen eine "Vielzahl" an Satelliten ins All bringen. von afp

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un spricht vor Wissenschaftlern und Ingenieuren.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un spricht vor Wissenschaftlern und Ingenieuren.  |  © KCNA/Reuters

Nordkorea will sein Raketenprogramm deutlich ausbauen. Machthaber Kim Jong Un habe bei einem Festessen Wissenschaftler und Techniker angewiesen, größere Raketen zu entwickeln, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KNCA. Ziel ist demnach der Bau und Start von Trägerraketen "mit größerer Kapazität", die "eine Vielzahl arbeitender Satelliten, darunter Kommunikationssatelliten" ins All bringen sollen.

Trotz internationaler Proteste hatte Nordkorea Mitte Dezember eine Trägerrakete für Satelliten namens Unha-3 gestartet. Der Westen vermutet hinter dem Start einen unzulässigen Test für das nordkoreanische Atomprogramm.

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Kim bezeichnete die Rakete laut KNCA als "große Erklärung", die das Recht Nordkoreas unterstreiche, "den Weltraum für friedliche Zwecke zu nutzen". Pjöngjang unterliegt wegen zwei Atomtests in den Jahren 2006 und 2009, denen jeweils Tests mit Langstreckenraketen vorangingen, bereits internationalen Sanktionen.

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Leserkommentare
  1. dass der erste ins All geschossene Mini-Satellit gar nicht funktioniert. Sputnik war zuverlässiger.

    Ich bezweifel, dass Nord-Korea überhaupt ohne ausländische Hilfe in der Lage ist, einigermaßen zeitgemäße Kommunikationssatelliten anzufertigen. Wenn überhaupt geht es um den Bau größerer (Mehrzweck)Raketen.

    Ich glaube kaum, dass diese Raketen irgend eine der erreichbaren Mächte beeindrucken würden. Ich halte das Alles für nordkoreanisch-innenpolitische Themen.

  2. Das Thema einfach ignorieren. Lasst ihn spielen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wenn es für die Bbevölkerung nicht so traurig wäre, wäre das sicherlich die beste Idee.
    Unglücklicherweise leidet diese am meisten unter dieser Geldeinäscherung.

  3. Wenn es für die Bbevölkerung nicht so traurig wäre, wäre das sicherlich die beste Idee.
    Unglücklicherweise leidet diese am meisten unter dieser Geldeinäscherung.

    Antwort auf "Immer cool bleiben"
    • Domig
    • 22. Dezember 2012 12:47 Uhr

    Diese Absurde Ideen sind ohne China unmöglich. Die Hilflosigkeit der UNO wird dadurch Sichtbar, egal ob das Nordkoreanische Volk verhungert.

    • oannes
    • 22. Dezember 2012 12:52 Uhr

    Nix zu fressen, aber Silvesterraketen.
    Es ist einfach nur traurig, was sich dort abspielt.

  4. Es besteht meines Erachtens ein großer Markt für Langstreckenraketen - egal ob ICBM oder Raketen für Satellitenstarts. Derzeitig verfügen nur die 5 Vetomächte und (eingeschränkt) Indien, Japan und Israel über ein solche Kapazitäten. Da Nordkorea sehr, sehr wenig zu exportieren hat, um an Devisen zu gelangen, macht das Raketenprogramm durchaus Sinn. Ob die Nordkoreaner aber wirklich auf das Niveau zuverlässiger Raketen zu gelangen (also wo Sowjets und US-Amerikaner vor 50 Jahren waren) bezweifle ich. Alle 2 Jahre eine Rakete zu starten, dürfte nicht ausreichen. Zum Vergleich: die Russen starteten ihre R-7 allein im Jahr 1957 viermal. Außerdem denke ich nicht, dass die Nordkoreaner einen Sergej Koroljow oder Wernher von Braun in ihren Reihen haben, mit dem sie einen echten qualitativen Sprung machen. Aus alten Sowjetraketen mit kurzer oder mittlerer Reichweite kann man keine dauerhaft zuverlässige Langstreckenrakete zusammekleben.

  5. Da lebt ein böser Mensch. Der will Raketen bauen und so Sachen, damit ihn der Rest der Welt beachtet und bewundert.

    Er hat nur wenig Geld. Die Armutsrate ist weitaus höher als z.B. in Deutschland. Das Volk hungert und für Bildung gibt er auch nicht viel aus. Höchstens für die Elite, die ihm seine Träume erfüllen soll.
    Eine kleine Oberschicht lebt dort ganz gut. Die haben alles, was sie brauchen und noch viel mehr. Einige wenige Familien stellen die Generäle und Funktionäre und passen auf, daß niemand rebelliert.

    An diesen Zuständen müssen sich allen ein Beispiel nehmen, die sagen es ginge ihnen schlecht in Deutschland.

    Und wenn der Herrscher dann gestorben ist, dann übernehmen die Erben all sein Geld und seine Macht und regieren weiter bis in Ewigkeit.

  6. Zitat:
    Ziel ist demnach der Bau und Start von Trägerraketen "mit größerer Kapazität", die "eine Vielzahl arbeitender Satelliten," ins All bringen sollen. - Z.Ende
    Das nennt man nukleare Mehrfachsprengköpfe

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, nf
  • Schlagworte Nordkorea | Recht | Weltraum | Atomprogramm | Atomtest | Nachrichtenagentur
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