Raketentest NordkoreaSüdkorea freut sich über "nützliches Material" aus Pjöngjang

Wie steht es um Nordkoreas Rüstungs-Know-how? Dies will Südkorea herausfinden und hat die Trümmer einer Testrakete geborgen. Das Regime mobilisiert zugleich die Massen. von afp

Diese Fundstücke lässt sich die südkoreanische Regierung nicht entgehen: Etwa 160 Kilometer vor der Westküste des Landes hat eine Bergungsmannschaft der Marine die Wrackteile der Rakete aus dem Meer gefischt, die Nordkorea am Mittwoch gestartet hatte.

In 80 Metern Tiefe fanden die Soldaten ein rund drei Meter langes und 1,5  Meter breites Raketenteil. Dabei handelt es sich den südkoreanischen Angaben nach um einen Treibstofftank mit der Bezeichnung "Unha-3".

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Die Reste sollen nun genau erforscht werden. An der Untersuchung sind zivile und militärische Experten aus Südkorea sowie US-Spezialisten beteiligt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul nannte die Trümmerteile die "Waffe eines feindlichen Staats" und sprach von "nützlichem Material".

 Auch Japan und die USA dürften die Forschungsergebnisse interessieren. So wie viele Staaten vermuten auch sie hinter dem Start der Trägerrakete einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm. Das nordkoreanische Regime dagegen will damit nach eigenen Angaben lediglich einen Forschungssatelliten ins All gebracht haben.

Das Regime in Pjöngjang ließ den Start mit einer organisierten Massenkundgebung feiern. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von Hunderttausenden Zivilisten und Soldaten auf dem Kim-Il-Sung-Platz in der Hauptstadt.

Die Menge bejubelte Reden von ranghohen Militärs sowie Regierungs- und Parteivertretern. Der Raketentest sei ein Verdienst der "endlosen Loyalität, des Muts und der Weisheit" von Machthaber Kim Jong Un, sagte etwa der Präsident der Akademie der Wissenschaften , Jang Chol.

Kim selbst hatte zuvor weitere Raketenstarts für die Zukunft angekündigt. Die Nachrichtenagentur KCNA zitierte ihn mit den Worten, Nordkorea habe zu Hause und weltweit seinen unerschütterlichen Standpunkt deutlich gemacht, das legitime Recht darauf zu haben, den Weltraum friedlich zu nutzen.

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Leserkommentare
  1. .. besser man Wähl den Weg Nordkoreas, gibt 25% seines BIPs für das Militär aus und lässt das Volk hungern, als den feigen Weg der Südkoreaner zu gehen, welche sich gut mit den USA (Kirchenchor: "SATAN") verstehen und binnen kürzester Zeit Volk und Staat zu extremen Wohlstand gebracht haben ;)

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    • 可为
    • 14. Dezember 2012 13:34 Uhr

    wählt man zZ eher das Modell China, was sich gerade als leistungsfähiger und krisensicherer als der Rest zeigt.

    Hungernde gibt es auch zuhauf in schlecht entwickelten westlich orientierten Staaten, nicht zu vergessen wie vorbildlich westlich liberal demokratisch Südkorea diesen Weg einst beschritten hat - ausserdem ist die Verfügbarkeit von Konsumgütern, und ein toller Staatshaushalt nicht zwingend garant für jedermanns individuelle Glückseeligkeit.

  2. Warum ist auf dem Bild 2,40m als Durchmesser angegeben und im Text 1,50m. Laut Textanfang wurden mehrere Teile gefunden, später ist von einem die Rede.

    Bitte etwas weniger Verwirrung und mehr Klarheit.

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  3. "Etwa 160 Kilometer vor der Westküste des Landes hat eine Bergungsmannschaft der Marine die Wrackteile der Rakete aus dem Meer gefischt, die Nordkorea am Mittwoch gestartet hatte."

    Ich denke das Ding ist über ein Teil von Japan geflogen?
    Dann müsste das aber vor der Ostküste liegen! Oder hat Japan
    auch Teretorium westlich der Koreanischen Halbinsel?
    Bitte um Aufklärung!

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    Die Rakete ist über Okinawa geflogen, das liegt etwa auf der Höhe von Seoul, aber sehr viel weiter südlich als 160km. Daneben gehören zu den Ryūkyūs (ich hoffe niemand erzählt jetzt, dass auch diese egtl seit 10.000 Jahren zu China gehören^^), auch noch Inseln, die deutlich östlich von Korea liegen.
    Ist in dem Fall aber auch egal, mehrstufige Raketen fallen natürlich auch in mehreren Teilen runter, die erste davon wurde im gelben Meer rausgefischt, die zweite ist ins Philippinische Meer gefallen. Okinawa liegt da zwangsläufig zwischen.

    http://de.wikipedia.org/w...

  4. Alle sind glücklich. Der Diktator hat seine Rakete hochgeschossen, Südkoreaner und Amis haben was zum basteln, und die Japaner freuen sich dass ihnen nichts auf den Kopf gefallen ist.

    Btw: Die Nordkoreaner haben nicht nur "nach eigenen Angaben" einen Satelliten ins All gebracht haben, sondern auch nach Angaben der südlichen Nachbarn und der NASA ;)

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  5. Da haben die Leutchen jetzt also was gefunden, das herzustellen sie selber bislang nicht in der Lage waren. Da wirds dann ja bald auch einen südkoreanischen "Wettersatelliten" geben, weil im Abkupfern sind alle Asiaten gut.

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  6. Die Rakete ist über Okinawa geflogen, das liegt etwa auf der Höhe von Seoul, aber sehr viel weiter südlich als 160km. Daneben gehören zu den Ryūkyūs (ich hoffe niemand erzählt jetzt, dass auch diese egtl seit 10.000 Jahren zu China gehören^^), auch noch Inseln, die deutlich östlich von Korea liegen.
    Ist in dem Fall aber auch egal, mehrstufige Raketen fallen natürlich auch in mehreren Teilen runter, die erste davon wurde im gelben Meer rausgefischt, die zweite ist ins Philippinische Meer gefallen. Okinawa liegt da zwangsläufig zwischen.

    http://de.wikipedia.org/w...

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    Antwort auf "Vor der Westküste?"
    • 可为
    • 14. Dezember 2012 13:34 Uhr

    wählt man zZ eher das Modell China, was sich gerade als leistungsfähiger und krisensicherer als der Rest zeigt.

    Hungernde gibt es auch zuhauf in schlecht entwickelten westlich orientierten Staaten, nicht zu vergessen wie vorbildlich westlich liberal demokratisch Südkorea diesen Weg einst beschritten hat - ausserdem ist die Verfügbarkeit von Konsumgütern, und ein toller Staatshaushalt nicht zwingend garant für jedermanns individuelle Glückseeligkeit.

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  7. 25. Armut

    Ich denke wir sind uns einig, dass es Armut im Kapitalismus und im Sozialismus gibt.
    Spötter sagen, dass der größte Unterschied sei, dass im Sozialismus einfach alle gleich Arm wären während im Kapitalismus die Menschen unterschiedlich reich sind.
    Der Staatsgelenkte Kapitalsimus in China ist aus meiner Sicht ähnlich wie der Kapitalismus des Westens vor den Kartellgesetzen und bevor Gewerkschaften ein Gegengewicht bieten konnten.
    Schauen Sie sich in China an, welche Vermögen die Parteigenossen sich in den letzten Jahren angehäuft haben und vergleichen Sie dies mit dem Durchschnittseinkommen in China. Danach gern nochmals meinen Link ansehen und sie werden feststellen, dass die USA weit weg von dem Sozialsystem sind das ich mir als erstrebenswert vorstelle. jedoch im direkten Vergleich mit China, Indien oder Russland herrschen für nicht-Parteinahe funktionäre in den USA eher paradiesische Zustände.

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    Antwort auf "Verzeihung,"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, kg
  • Schlagworte Nordkorea | Südkorea | Militär | Pjöngjang | Verteidigungsministerium | Weltraum
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