RegimekritikNordkorea nimmt US-Bürger fest

In Nordkorea ist ein amerikanischer Tourist festgenommen worden. Der Vorwurf: Er habe ein Verbrechen gegen den Staat begangen. Dem Amerikaner droht nun Arbeitslager. von 

In Nordkorea ist nach Regierungsangaben ein amerikanischer Tourist festgenommen worden. Ihm werde vorgeworfen "Verbrechen gegen die Demokratische Volksrepublik Korea" begangen zu haben, meldete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.  Der Amerikaner habe demnach sein Verbrechen gestanden.

Mitarbeiter der schwedischen Botschaft hätten ihn besucht. Die schwedische Botschaft vertritt die USA in Nordkorea, weil diese keine diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea pflegt.

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Menschenrechtsaktivisten sagten der New York Times , der 44-Jährige sitze schon seit mehr als einem Monat in nordkoreanischer Haft. 

Laut einem Bericht der südkoreanischen Zeitung Kookmin Ilbo ist der Mann festgenommen worden, weil er eine Computer-Festplatte bei sich trug, die Informationen über Regimekritiker enthielt. Eine offizielle Bestätigung dafür fehlt bisher.

Nach nordkoreanischem Gesetz werden "Feindseligkeiten gegen den Staat" mit fünf bis zehn Jahren Arbeitslager bestraft. In den vergangenen Jahren gab es in Nordkorea wiederholt Festnahmen von US-Bürgern. 2009 etwa wurde ein Missionar festgenommen und gefoltert, nachdem er gegen Menschenrechtsverletzungen protestiert hatte.

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    • Quelle ZEIT ONLINE, rtr, jam
    • Schlagworte Beziehung | Botschaft | Information | Menschenrechtsverletzung | Nachrichtenagentur | Nordkorea
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