Rede an die NationPutin appelliert an den Nationalstolz der Russen

Mehr Nationalstolz, mehr Selbstbewusstsein: In seiner Rede an die Nation beschwört Russlands Präsident die Souveränität seines Landes. Dessen Probleme streift er nur. von dpa

In einem Geschäft in Moskau läuft die Live-Übertragung von Putins Rede an die Nation.

In einem Geschäft in Moskau läuft die Live-Übertragung von Putins Rede an die Nation.  |  © Mikhail Voskresenskiy/Reuters

Großer Auftritt für Wladimir Putin: Im Kreml hielt er eine Rede an die Nation – die erste seit seiner Rückkehr ins Präsidentenamt vor sieben Monaten. Darin umriss er die große historische Bedeutung des Vaterlands und verlangte auch deshalb eine "Wiedergeburt des Nationalstolzes" der Russen.

Russland leide an einem "Mangel an geistiger Stütze", konstatierte Putin. Deshalb sei es nötig, die moralischen und geistigen Grundlagen der Gesellschaft zu stärken.

Beruhigende Worte hatte er für seine nationalen und internationalen Kritiker. Sein Land werde nicht den Weg des Totalitarismus mit einer Vielzahl gesetzlicher Verbote einschlagen. "Wir teilen die universellen demokratischen Prinzipien, die überall in der Welt anerkannt sind." Gleichwohl verwies er auf die eigene Souveränität: "Russische Demokratie bedeutet die Macht eben des russischen Volkes", sagte Putin.

Mit Blick auf die pro-westliche Opposition signalisierte er seine Bereitschaft zum politischen Dialog – und schränkte umgehend ein: nur mit denjenigen, die ihre Forderungen auf zivilisierte Art und Weise stellen. "Politiker, die vom Ausland finanziert werden, haben keinen Platz in der russischen Gesellschaft."

Beobachter kritisierten die Rede als blutleer mit vielen schönen Worten, aber ohne konkrete Initiativen. Russlands größte Probleme wie Korruption und Behördenwillkür streifte Putin,der seit mehr als 13 Jahren an der Macht ist,nur am Rande.

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Leserkommentare
  1. Die Russen haben doch jetzt shcon ein Selbstbewusstsein, dass fast an arroganz rührt. Das soll sich noch verstärken?

  2. Worauf sollen nun die Russen stolz sein und was wird dadruch im Land besser?
    Hat Putin dies nicht beantwortet oder lässt sich dies nur dem DPA-Artikel nicht entnehmen?

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    Sie bezweifeln die Errungenschaften des russischen Volkes? Oder das es welche gibt?

    Literatur? (Dostojewski, Puschkin, Asimov, Strugatzki u.v.m)
    Musik? (Strawinski, Rachmaninow, Prokofjew u.v.m)
    Technik? (Raumfahrt, Luftfahrt, Waffen u.v.m)
    Wissenschaft? (etliche Nobelpreise)
    Sport? Philosophie?

    Angesichts Deutscher Errungenschaften finden Sie, ist das wenig?

    Vergleichen wir mal die Liste der Türken:

    Punkt1 Kebap.

    Fertig.

  3. Ich verstehe nicht, warum Agenturmeldungen, die ansich neutral sein sollten, bei Russland immer ins Negative tendieren, in Deutschland jedoch - gerade wenn es um Mutti geht - immer ins Positive. Muss man nicht verstehen... Merkel streift Probleme noch nicht mal, sie redet sie einfach weg.

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    ...gibt es in diesem Land gar keine Probleme. Sie sind wohl ein Verschwörungstheoretiker! Und eigentlich dürften sie das Wort 'Probleme' gar nicht kennen.

    • Cassini
    • 12. Dezember 2012 15:50 Uhr

    Natürlich gibt es keine Probleme! Wir haben doch schließlich die "BESTE BUNDESREGIERUNG SEIT 1990" --- DIE ALLERBESTESTE

  4. ...gibt es in diesem Land gar keine Probleme. Sie sind wohl ein Verschwörungstheoretiker! Und eigentlich dürften sie das Wort 'Probleme' gar nicht kennen.

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    Antwort auf "Und wieder der Russe"
  5. der russischen Bevölkerung eine inspirierende Rede bieten, bei uns fällt das dann wieder auf einen Festtagsabend und hört sich wohl auch nicht von der "Tiefe" her anders an.

    Ausserdem hat Präsident Putin zumindest als Spitzenpolitiker der Welt einen "Mörderraubzug" bisweilen in Syrien verhindert, das ist doch schon einmal etwas, anstatt dessen stellen wir unsere Raketen dort an die Grenze, das ist es wohl nicht.

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    Jetzt können Sie der Welt noch genauer erklären, warum Putin einen "Mörderraubzug" verhindert. Hätte der "böse böse" Westen gewollt hätte er schon Längst nach einer der Angriffe zurückschlagen können - ja selbst ein Nato-Bündnissfall wäre legitim gewesen.
    Putin ist gegen Assads Rücktritt, er liefert an Assad Waffen und pflegt ein "freundschaftliches Verhältnis" mit ihm (so o-Ton).
    Selbst Putin musste eingestehen, dass defensive Waffen wie die Patriots normal seien für ein Land, das seine eigenen Grenzen schützen muss.
    Putin verhindert durch seinen Kurs, dass durch einen "Elitenwechsel" eine unblutiger Übergangsrat Syrien aus der Kriese führen kann (das Angebot war ja "freies Geleit für Assad und seinen Clan in die Schweiz).
    Offensichtlich ist dies auch mit Russlands geopolitischen Strategien in dieser Region erklärbar.

  6. Jetzt können Sie der Welt noch genauer erklären, warum Putin einen "Mörderraubzug" verhindert. Hätte der "böse böse" Westen gewollt hätte er schon Längst nach einer der Angriffe zurückschlagen können - ja selbst ein Nato-Bündnissfall wäre legitim gewesen.
    Putin ist gegen Assads Rücktritt, er liefert an Assad Waffen und pflegt ein "freundschaftliches Verhältnis" mit ihm (so o-Ton).
    Selbst Putin musste eingestehen, dass defensive Waffen wie die Patriots normal seien für ein Land, das seine eigenen Grenzen schützen muss.
    Putin verhindert durch seinen Kurs, dass durch einen "Elitenwechsel" eine unblutiger Übergangsrat Syrien aus der Kriese führen kann (das Angebot war ja "freies Geleit für Assad und seinen Clan in die Schweiz).
    Offensichtlich ist dies auch mit Russlands geopolitischen Strategien in dieser Region erklärbar.

    Antwort auf "warum nicht"
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    • gooder
    • 12. Dezember 2012 19:15 Uhr

    Das freundschaftliche Verhältnis pflegten bis vor einem Jahr auch deutsche Spitzenpolitiker, Besuche in Damaskus waren obligatorisch. Im übrigen haben Patriots keinen Nutzen gegenüber Mörsergranaten, die in der Vergangenheit, von wem auch immer abgegfeuert, auf türkischem Gebiet landeten. Was und wer soll denn nach Assad kommen? Ist es im Interesse des Westens,daß aus einem säkularen Syrien ein islamischer Gottestaat wird?

  7. Sie bezweifeln die Errungenschaften des russischen Volkes? Oder das es welche gibt?

    Literatur? (Dostojewski, Puschkin, Asimov, Strugatzki u.v.m)
    Musik? (Strawinski, Rachmaninow, Prokofjew u.v.m)
    Technik? (Raumfahrt, Luftfahrt, Waffen u.v.m)
    Wissenschaft? (etliche Nobelpreise)
    Sport? Philosophie?

    Angesichts Deutscher Errungenschaften finden Sie, ist das wenig?

    Vergleichen wir mal die Liste der Türken:

    Punkt1 Kebap.

    Fertig.

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    Antwort auf "Nationalstolz"
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    Ich würde aber gern lesen, wie Putin dies begründet.
    Soll man als Russe auf Russland stolz sein wegen Tolstoi oder wegen der Oktoberrevolution. Seine Sicht interessiert mich mehr wie ihre Sicht darauf :)

    • Plupps
    • 12. Dezember 2012 15:19 Uhr

    ach herje,

    was erwartet man denn von diesen Grußbotschaften? Da werden auch bei uns nur Platitüden rausgehauen - aber in Russland ist das natürlich ein Skandal.

    Vermutlich kommt der Ärger daher, dass es der Kreml nicht mehr erlaubt, dass fremde Staaten mehr oder minder direkt Oppositionsgruppen finanzieren

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, jam
  • Schlagworte Wladimir Putin | Ass | Behördenwillkür | Korruption | Kreml | Opposition
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