RüstungsgeschäftIndien kauft in Russland Waffen für Milliarden

Indien rüstet offenbar mit Kampfflugzeugen und Helikoptern auf. Während des Besuches von Russlands Staatschef Putin soll ein entsprechender Vertrag geschlossen werden. von dpa

Wladimir Putin, Manmohan Singh, Russland, Indien

Der russische Regierungschef Wladimir Putin und der indische Premier Manmohan Singh im Juni vor dem G-20-Treffen  |  © AFP/Getty Images

Der russische Präsident Wladimir Putin wird während seines Besuches in Indien am Montag nach Angaben von Diplomaten voraussichtlich große Rüstungsgeschäfte abschließen. Indien werde 42 Kampfflugzeuge des Typs Suchoj 30MKI und mehr als 50 Helikopter Mi-17 V5 kaufen, sagte ein Mitarbeiter im indischen Außenministerium, der anonym bleiben wollte. Der Wert liege bei etwa acht Milliarden Dollar, was etwa sechs Milliarden Euro entspricht.

Der Mi-17 V5 ist ein gepanzerter Transporthubschrauber für 30 Soldaten oder vier Tonnen Fracht, der auch mit Raketen und Maschinengewehren bewaffnet werden kann. Die Suchoj 30MKI ist eine mit Beteiligung der indischen Hindustan Aeronautics entwickelte moderne Allwetter-Version des Mehrzweck-Kampfflugzeugs Suchoj 30.

Putin wird bei dem eintägigen Besuch voraussichtlich Indiens Premierminister Manmohan Singh , Präsident Pranab Mukherjee sowie die wichtigsten Parteiführer treffen. Dabei soll nach Angaben des Kremls die strategische Partnerschaft weiter ausgebaut werden. Erwartet werden mehrere bilaterale Abkommen, darunter auch welche zu Öl und Gas, Handel und Investitionen sowie Raumfahrt und Technologie.

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Indien ist laut dem Schwedischen Friedensforschungsinstitut Sipri der größte Waffenimporteur der Welt, und Russland ist sein wichtigster Rüstungslieferant. Im Oktober 2013 soll Russland nach jahrelanger Verzögerung den Flugzeugträger Admiral Gorschkow liefern.

Die Atommacht Indien setzt zur Deckung ihres stark steigenden Energiebedarfs auch auf Kernkraftwerke. Russland hat im südindischen Atommeiler Kudankulam zwei Reaktorblöcke gebaut, die 2013 ans Netz gehen sollen. Erwartet wird, dass Singh und Putin während ihres Treffens über die Kosten für zwei weitere Reaktorblöcke in Kudankulam sprechen werden.

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Leserkommentare
  1. sollte

    Indien kauft in Russland Waffen für Milliarden

    nicht in Wirklichkeit

    Indien kauft Waffen für Milliarden in Russland

    sein?

    So, rein aus Sicht der Grammatik?

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    Redaktion

    Hallo vroomfondel,

    der Satz ist doch völlig korrekt.

    Man könnte ebenso gut formulieren: "Waffen kauft Indien in Russland für Milliarden" oder "In Russland kauft Indien für Milliarden Waffen". Die deutsche Sprache lässt dieses Verschieben von Satzteilen durchaus zu.

    Beste Grüße
    Matthias Breitinger

    ... für mich hört sich das an wie Melodien für Millionen.

  2. Oh weiha...

    Nachdem Clinton den Indern schon erfolglos die Leviten gelesen hat, weil sie Öl vom Iran kaufen, darf Ihr Nachfolger nun nochmal anrücken.

  3. Dubai ist Überproduktion in Beton gegossen....

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    • scoty
    • 23. Dezember 2012 17:13 Uhr

    so wie damals die " Varyag " die an China ausgeliefert wurde und eigentlich in ein Spielkasino umgebaut werden sollte.

    Vor kurzem haben wir ja gesehen was für ein Kasino daraus geworden ist.

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    • scoty
    • 23. Dezember 2012 17:14 Uhr
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    Diese Lüge Chinas kannte ich noch gar nicht. Da weiß man, wie glaubwürdig ein "vehementes Bestreiten" der chinesischen Regierung ist.

  4. Merkel und Westerelle und Rösler haben versagt!

    Indien kauf Waffen bei der Konkurrenz, in Russland.
    Da wird "die Wirtschaft" aber sauer sein. Bestimmt werden die Spenden an die Parteien jetzt überdacht.

    Schliesslich: Wofür haben wir denn einen Wirtschaftsminister und einen Außenminister und eine Kanzlerin?

    Schliesslich sind wir doch die Nation, die Panzer liefert um Frieden zu sichern, wissen das die ollen Inder nicht?

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    • Zack34
    • 23. Dezember 2012 17:28 Uhr

    unsere Flugzeuge sind technisch 2. Liga, zumal bei einem ganz anderen P/L-Verhältnis.

    setze ich gern nach:-)

    Dann müßten sie die Waffen ja als Gottesstaat gegen Andersgläubige einsetzen und das fällt wohl in dem multireligiösen Indien ziemlich schwer.

    • Zack34
    • 23. Dezember 2012 17:28 Uhr

    unsere Flugzeuge sind technisch 2. Liga, zumal bei einem ganz anderen P/L-Verhältnis.

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  5. setze ich gern nach:-)

    Dann müßten sie die Waffen ja als Gottesstaat gegen Andersgläubige einsetzen und das fällt wohl in dem multireligiösen Indien ziemlich schwer.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Wladimir Putin | Manmohan Singh | Indien | Diplomat | Flugzeugträger | Gas
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