StichwahlExregierungschef Pahor siegt bei Präsidentenwahl in Slowenien

Sloweniens Exregierungschef Borut Pahor löst als Präsident des Landes den bisherigen Staatschef Türk ab. Die geringe Wahlbeteiligung kam allerdings einem Boykott gleich.

Der frühere sozialdemokratische Regierungschef Borut Pahor wird neuer Präsident im Euro-Land Slowenien. Bei der Stichwahl gegen das amtierende Staatsoberhaupt Danilo Türk erzielte der 49 Jahre alte Pahor am Sonntag 67,4 Prozent der Stimmen, teilte die staatliche Wahlkommission nach Auszählung aller Wahlzettel mit.

Der 60-jährige Türk konnte nur 32,6 Prozent der Wähler für sich überzeugen. Die Wahlbeteiligung kam einem Boykott gleich: Nicht einmal 42 Prozent der 1,7 Millionen Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Der Präsident hat vor allem repräsentative Aufgaben.

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Sein Sieg sei "der Anfang von etwas Neuem, eine neue Hoffnung, eine neue Zeit", sagte Pahor in einer ersten Reaktion. "Wir brauchen Vertrauen, gegenseitigen Respekt, Toleranz und die Bereitschaft, zuzuhören", sagte er in Anspielung auf die Wählerabstinenz und die Massendemonstrationen gegen geplante soziale Einschnitte.

Zehntausende Slowenen waren in der Woche vor der Stichwahl auf die Straße gegangen. Die Proteste seien Ausdruck der Empörung und Enttäuschung, zitierte die Nachrichtenagentur STA den Parlamentspräsidenten Gregor Virant.

Der politisch linke Pahor, der am 23. Dezember in sein fünfjähriges Amt eingeführt wird, muss in Zukunft mit der Mitte-Rechts-Regierung des konservativen Janez Jansa zusammenarbeiten. Weil Slowenien nach Darstellung Jansas vor dem Bankrott steht, will seine Regierung Einschnitte ins soziale Netz durchsetzen. Pahor war als Vorgänger Jansas genau daran gescheitert.

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
    • Schlagworte Janez Jansa | Slowenien | Nachrichtenagentur | Staatsoberhaupt | Stichwahl | Hoffnung
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