Syrische Rebellen und Regierungstruppen kämpfen nach Angaben von Aktivisten um den Flughafen der Hauptstadt Damaskus . Zwei Airport-Mitarbeiter seien getötet worden, als Granaten ihren Bus getroffen hätten, meldeten sowohl Oppositionelle als auch das Staatsfernsehen.

Nach Angaben syrischer Beobachter in London bombardierten Regierungstruppen mehrere Stellungen der Aufständischen am Stadtrand. Sie wollten damit die Rebellen daran hindern, den Flughafen anzugreifen. Die Aufständischen sind nach eigenen Angaben bis auf wenige Kilometer an den Flughafen herangerückt und haben dabei auch Luftabwehrwaffen der Assad-Truppen erbeutet. Sie hätten zudem mehrere Armeefahrzeuge zerstört, berichtete die Beobachtungsstelle für Menschenrechte, eine Gruppe von Exilsyrern in London, deren Angaben nicht überprüft werden können.

Das Staatsfernsehen meldete, das Militär habe die Straße zum Flughafen sichern können. Dieser liegt knapp 30 Kilometer außerhalb der Hauptstadt. Das Regime hatte seine Truppen in dem Gebiet über Nacht verstärkt.

Fluglinien stellen Flugverkehr ein

Die meisten internationalen Fluglinien hatten die Flüge nach Damaskus zuvor eingestellt. Nur noch die staatliche Syria Air sei im Einsatz, hieß es. Das Büro der staatlichen syrischen Luftlinie in Beirut bestätigte, dass der Flugplan weiterhin eingehalten werde. Ein Flug aus Damaskus sei am späten Freitagabend im Libanon gelandet.

Der Geschäftsführer der syrischen Agentur für zivile Luftfahrt, Ghaidaa Abdullatif, rief nach Angaben des Staatsfernsehens alle internationalen Fluggesellschaften auf, die Flüge nach Damaskus wieder aufzunehmen, nachdem die Sicherheit auf der Straße zum Flughafen wieder hergestellt sei.

Im Osten des Landes, der weitgehend unter Kontrolle der Aufständischen steht, nahmen die Regierungstruppen nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte ein zuvor aufgegebenes Ölfeld wieder ein. Die Beobachtungsstelle berichtete zudem von 14 Rebellen, die am Samstag bei Gefechten um eine Luftwaffenbasis im Norden Syriens getötet worden seien. Auch in der nordwestlich gelegenen Metropole Aleppo sowie in der zentralen Provinz Homs dauerten die Gefechte an.

Meldungen aus Syrien sind wegen der Medienblockade des Regimes von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen. Am Donnerstag waren zudem fast überall das Internet und das Telefonnetz ausgefallen . Die Internetverbindung ist inzwischen teilweise wiederhergestellt worden. In der Hauptstadt Damaskus und in anderen Teilen des Landes funktioniert das Internet wieder. Probleme gibt es weiterhin mit den Telefonverbindungen. Mobilfunkverbindungen sind weiterhin unterbrochen, auch Anrufe ins Ausland sind nicht möglich.