UN-Bericht Syrien : "Alle Seiten werden zunehmend rücksichtsloser"
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Kriegsverbrechen begehen beide Seiten

Der Bericht zeigt auch, dass die verschiedenen aufständischen Gruppierungen immer stärker werden . In strategisch wichtigen Gebieten machten sie den Regierungstruppen die Kontrolle über Straßenverbindungen, Flughäfen und Ölfördergebiete streitig.

Die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assads konzentrierten sich den Angaben zufolge inzwischen auf die Kontrolle der Großstädte wie Damaskus und Aleppo . In vielen anderen Gebieten gingen sie verstärkt mit Bombenangriffen aus der Luft vor – zielgerichtet gegen die Zivilbevölkerung.

Kriegsverbrechen werden dem Bericht zufolge weiter von beiden Seiten begangen. So würden Aufständische willkürlich gefangene Soldaten exekutieren.

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Kommentare

65 Kommentare Seite 1 von 8 Kommentieren

KRIEG

Bürgerkriege Zeichnen sich nun einmal dadurch aus das Bürger gegen einander Kämpfen. Alle seiten sind MÖRDER.
Ist nun mal so.
Schon bald wird es nur noch die großen Religionen und Gemeinschaften geben.

Nur weil die Medien die Massaker der "Freiheitskämpfer" zb in Libyen unterschlagen wurden heißt das nicht das der Bürgerkrieg dort Sauberer war.

Krieg ist immer Schmutzig. Genauso wie jeder Amoklauf. Es gibt kein gut oder Böse. Nur Überlebende.

Einfach alle Mörder ?

Das ist mir zu einfach !

Die Krux gerade bei Bürgerkriegen/Revolutionen ist ja dass die Beteiligten auf allen Seiten oft Überzeugungstäter sind.
Auch dann wenn bei der Mehrheit letztendlich wirtschaftliche Not der finale Auslöser war.

Die anderen, bisher Dominierenden, sehen auf einmal ihre Existenz bedroht und wähnen sich auch im Recht.

Aber es ist keine Frage, die Opposition in Syrien hat sich radikalisiert, auch durch Kämpfer aus dem Ausland.
Dementsprechend radikalisiert sich auch der Widerstand der Anhänger des alten Regimes.
Und auch die, die sich bisher neutral verhielten sind dann gezwungen sich für eine Seite zu entscheiden oder das Land zu verlassen.
Wenn so jemand dann einen gegnerischen Kämpfer tötet,
ist er dann ein Mörder ???

Alawiten, Christen, Drusen....

Wie hat Peter Scholl Latour es so schön erklärt, der komplette nahe und mittlere Osten versteht den "Westen" nicht mehr! Wir kümmern uns um Gott und die Welt in diesem Konflikt aber nicht um die Christen.

Sunniten, Shiiten Salafisten, Al-Quida werden schon vom Iran, Saudi Arabien und der Türkei umsorgt.

Drusen und Alawiten fürchten um Kopf und Kragen und hoffen noch um Hilfe aus den Libanon.

Die Kurden haben mit dem Nord-Irak eine Lobby.

Haben wir uns für Öl schon so an die Wahhabiten aus Saudi Arabien verkauft??

Die Rolle von Religionen

Werden Religionen in den Konflikt hineingezogen oder können sie nur nicht mehr unerkannt agieren?
Denn ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt uns, daß in den größten militärischen Konflikten immer Religionen beteiligt oder betroffen waren.
Offensichtlich müssen wir zweitausendundzwölf Jahre nach dem angenommenen Ursprung vieler religionen unsere Einstellung dazu kritisch prüfen. Den Religionen werden eine zu große Rolle in der Politik beigemessen und zu wenig Grenzen aufgezeigt. Das sollte auf ein angemessenes Maß geschrumpft werden.

Schwache Aussage

Genauso können Sie sagen, dass "ein Blick in die Geschichtsbücher uns zeigt, daß in den größten militärischen Konflikten immer Weltanschauungen beteiligt oder betroffen waren."
Wobei "beteiligt" und "betroffen" weit weg von "Auslöser" sein kann.
Ihr Fazit sollte "in die Schranken weisen" sollte sich lieber auf die Auslöser und nicht auf Opfer richten.
Selbstverständlich waren Religionen nicht immer opfer aber eben auch nicht immer Täter.