US-Fiskalklippe : Obama lädt zur letzten Pokerrunde

Die Zeit drängt: Bis Jahresende muss eine Lösung im US-Etatstreit gefunden werden. Der US-Präsident hat führende Republikaner zu einer letzten Verhandlungsrunde geladen.

Letzter Anlauf im Etatstreit: US-Präsident Barack Obama will nach Informationen der New York Times einen weiteren Versuch unternehmen, um mit den Republikanern doch noch einen Kompromiss vor Jahresende zu finden.

Obama hat dazu die Führer der beiden Fraktionen in Senat und Repräsentantenhaus zu einer kurzfristig einberufenen Sitzung ins Weiße Haus eingeladen. Denn die Zeit wird knapp: Bis zum Jahresende muss eine Lösung gefunden werde, um automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Höhe von 600 Milliarden Dollar – die sogenannte Fiskalklippe – abzuwehren.

Derzeit gibt es immer noch keinen Hinweis darauf, dass Regierung und Opposition aufeinander zugehen. Sowohl unter Demokraten als auch unter Republikanern wächst der Zweifel, ob es in den kommenden drei Tagen überhaupt noch möglich sein wird, eine Lösung zu finden.

Auch Experten gehen davon aus, dass beide Parteien bis in das kommende Jahr weiter pokern werden. Denn die USA würde nicht sofort in die Rezession stürzen. Höhere Staatsabgaben und die meisten Kürzungen würden erst im Laufe des Jahres richtig spürbar werden

Noch unklar ist, ob Obama einen Kompromissvorschlag auf den Tisch legen wird. Er beharrt seit Monaten darauf, dass reiche Amerikaner angesichts der schwierigen Haushaltslage höhere Steuern zahlen sollten. Dies sei nur gerecht, denn es würden auch Sozialprogramme für die Armen gekürzt.

Die Republikaner – und allen voran die Anhänger der radikalen Tea Party – lehnen höhere Staatsabgaben weiterhin kategorisch ab.

Die US-Wirtschaft hat zudem noch ein weiteres Problem: Finanzminister Timothy Geithner warnte , die USA werde bereits zum Jahresende erneut ihr Schuldenlimit erreichen. Der derzeitige Rahmen von 16,4 Billionen Dollar (12,4 Billionen Euro) sei am 31. Dezember ausgeschöpft. Daher müsse dringend eine Lösung im Haushaltsstreit gefunden werden. Durch Etat-Umschichtungen will er zeitlichen Spielraum gewinnen.

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Kommentare

8 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Alle Jahre wieder...

das gleiche lächerliche Scmierentheater. Schulden, Schulden, immer und immer mehr Schulden. Vielleicht verstehen ja die Menschen irgendwann, dass Schulden in unserem Geldsystem systemimmanent sind. Nur dadurch, dass sich Personen, Unternehmen oder Staaten verschulden entsteht überhaupt Geld. Vermögen können sich nur bilden, wenn spiegelbildlich Schulden entstehen. Klingt verrückt? Ist es auch - aber es ist leider auch die Wahrheit. Eine kleine Einführung zum Thema Geldsystem gibts HIER

Hallo...

schauen Sie sich in der Physik um...Potentialdifferenz ermöglicht Fluß.
Generator,Spannung, Strom...Widerstand, sonst Kurzschluß,
Drehzahlbegrenzung Generator...
sonst zu hohe Spannung...Generatorzerstörung....
Generator...Sünde(r),Trennung...Spannung...Schuld...Strom...Sühne...
Magnetismus....(Arbeitsstätte, Geldorte), Induktion...rechter Winkel Feldlinienschnitt...
Alpha...Omega...Kreisfrequenz...Evolution(s-Kreislauf)...
Geist...Bewußtsein und (Un...Gegen...Spiegel)-Bewußtsein...Gedankenfluß.
Aber es gilt...der richtige Widerstand, an der richtigen Stelle...sonst Zerstörung....Kurzschluß....u.s.w.
Es gibt den Transport der Symbolik...und entsprechende Wirkungen in entsprechenden Räumen. Sie haben für sich das "Potentialdifferenzausgleichsflußprinzip" gefunden...im Bereich Geld...Glückwunsch.
Interressant im Bereich Geist....da könnte das Perpetuum Mobile in Sichtweite geraten.
Gut geforscht von Ihnen.

Es gibt auch Vermögen ohne Schulden

Mirko Schnöggersburg schreibt: "Nur dadurch, dass sich Personen, Unternehmen oder Staaten verschulden entsteht überhaupt Geld. Vermögen können sich nur bilden, wenn spiegelbildlich Schulden entstehen."

Bezüglich Geldvermögen haben Sie recht, denn des einen Guthaben sind des anderen Schulden. Bezüglich Sachvermögen haben Sie nicht recht, denn des einen Auto, Haus oder Schmuck ist nicht automatisch des anderen Last. In der heutigen Zeit, in der Geldvermögen und -schulden eskalieren, sollten die Staaten also mit Steuern auf Geldvermögen gegenwirken. Die klassische Geldvermögenssteuer heißt übrigens "Inflation", ihr Vorteil ist, dass der Staat sie gar nicht erst erheben muss. Freilich lässt sich die Inflation nicht so direkt steuern, wie man das gerne hätte, und dummerweise befeuert die bekannteste inflationsfördernde Maßnahme, nämlich eine Niedrigzinspolitik, auch die Schuldenneuaufnahme, also das, was man eigentlich genau nicht will.

Fazit: Die Staaten wären gut beraten, flächendeckend direkte Vermögenssteuern auf Barvermögen (Geld, Anleihen, Kontoguthaben) oder leicht in Geld konvertibles Vermögen (Gold, Aktien) einzuführen.

Jag

Europäischer Rettungsschirm...

...für die USA ?

Oder besser doch eine heilende Besinnung weg vom Schuldensystem, nur etwas weg von den obersten Geboten Profitmaximierung, Finanzspekulation, Wachstumswahn und der absoluten Macht von Banken & Börsen ?

Sorry, war nur ein romantischer Momant zum Jahreswechsel.

Guten Rutsch wünsche ich der Zeit-Redaktion und den -Lesern !!