Eine dieser Herausforderungen sieht der Strategiebericht im Konfliktpotenzial durch die wachsende Erdbevölkerung. Auf der Erde werden den Schätzungen zufolge im Jahr 2030 etwa 8,3 Milliarden Menschen leben. Der weltweite Bedarf an Trinkwasser werde um 35 Prozent, der Bedarf an Nahrungsmitteln um 40 Prozent und die Nachfrage nach Energie um 50 Prozent steigen. Der Bericht warnt auch vor den Folgen des Klimawandels für die globale Sicherheit.

Zudem zeichnen die Geheimdienste ein düsteres Bild, was die Verbreitung von Waffen betrifft. Der Zugang zu Kriegsinstrumenten werde breiter und vielfältiger, vor allem von Cyber-, Bio- und Präzisionswaffen. "Ein Cyber-Wettrüsten ist wahrscheinlich", heißt es in dem Bericht. In wie weit diese Waffen die Kriegsführung insgesamt verändern, sei aber noch nicht abzusehen.

Der Geheimdienstbericht beschäftigt sich zudem mit dem Potenzial der modernen Kommunikationstechnologien, wie etwa sozialen Netzwerken. Aus Sicht der Experten bieten sie einerseits die Möglichkeit, dass sich Menschen zusammenfinden und Regierungen herausfordern können, wie derzeit in einigen arabischen Ländern geschehen. Umgekehrt bieten sie aber auch Staaten ungeahnte Möglichkeiten, ihre Bürger zu kontrollieren.