VenezuelaHugo Chávez nach Krebs-OP in "heiklem" Gesundheitszustand

Der venezolanische Präsident kämpft nach einer Operation mit Komplikationen. Sollte Chávez in zehn Tagen nicht vereidigt werden, gibt es Neuwahlen. von reuters

Plakat aus dem Präsidentschaftswahlkampf von Hugo Chávez

Plakat aus dem Präsidentschaftswahlkampf von Hugo Chávez  |  © Jorge Silva/Reuters

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat seine erneute Krebs-Operation in Kuba nicht gut überstanden. Chávez Gesundheitszustand sei weiterhin heikel, sagte Vize-Präsident Nicolas Maduro einer aus Havanna übertragenen Fernsehansprache. Aufgetretene Komplikationen würden mit einem Verfahren behandelt, das "nicht ohne Risiken" sei.

Der 58-jährige Chávez war am 11. Dezember zum vierten Mal operiert worden. In der Folge entwickelten sich Blutungen und eine Atemwegsinfektion. Die neuen Komplikationen stünden mit dieser Entzündung in Verbindung, sagte Maduro. Ein Regierungssprecher in Caracas teilte mit, die Neujahresfeiern in der Hauptstadt seien abgesagt worden. Die Bürger sollten für Chávez beten.

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Der Präsident hat kaum Einzelheiten zu seinem Leiden bekannt gegeben , das zuerst im Juni 2011 diagnostiziert wurde. Es gibt Zweifel, ob er weiter an der Spitze des Landes stehen kann. Chávez war erst im Oktober wiedergewählt worden.

Eigentlich sollte er am 10. Januar für eine dritte sechsjährige Amtszeit vereidigt werden. Sollte Chávez den Termin nicht wahrnehmen, gibt es Neuwahlen. Vor seiner Abreise nach Kuba Anfang Dezember hatte der Präsident für den Fall, dass ihm etwas passiere, seinen Vize als Nachfolger empfohlen. "Sie wählen Maduro zum neuen Präsidenten, wenn Sie nach meinem Gefühl gehen möchten." Die Opposition rechnet sich gegen Maduro größere Chancen als gegen Chávez aus, weil der Vize weniger bekannt ist.

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Leserkommentare
  1. dass es Hugo Chavez bald wieder besser geht. Südamerika ist auf dem richtigen Weg, den selbsternannten Weltherrschern einfach mal ein paar Grenzen aufzuzeigen.

    2 Leserempfehlungen
  2. Ich wünsche das beste für Hugo Chavez und für die Revolution.

    Halil Senguel

    2 Leserempfehlungen
  3. ...ist ein Segen und überlebenswichhtig für Südamerika. Er ist ein wichtiges Gegengewicht zur westlichen Propaganda und sein Wirken zieht in den Völkern Lateinamerikas viel weitere Kreise, als es die Presse hierzulande wahrhaben möchte.

    Linke Politiker wie er oder aber Lafontaine in Deutschland, die Tacheles sprechen, werden in der hiesigen System-Presse leider nach immer gleichem, systematischem Gehirnwäsch-Muster zerissen" - und zwar umso mehr, desto mehr sie im Rückblick recht behalten: Ein aktuelles Beispiel findet sich auch heute wieder bei bei Springers - und zwar im jüngsten Jubel-Artikel zu Angela Merkel, die man mit ihren politischen Gegnern vergleicht. Zitat WELT-Online: ..."einem von destruktiver Energie berstenden Oppositionsführer Oskar Lafontaine..." Destruktiv, weil er den Menschen kein Sand in die Augen streut?

    2 Leserempfehlungen
  4. Ich werde morgen - mal wieder - in der Kirche eine Kerze für Hugo Chavez anzünden und für ihn beten.

    Hugo lebt die Esssenz des Christentums, ich wünsche ihm alles erdenklich Gute! Möge er diese schwere Prüfung überstehen und mögen wir alle das Joch des Turbo-Kapitalismus abschütteln!

    "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon". Matthäus 6,24.

    "Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?" Matthäus 16, 26.

    2 Leserempfehlungen
  5. ja nun einen Regierungschef, der die Ölmilliarden nicht nur für populistischen Schnickschnack aus dem Fenster wirft und endlich die Kriminalität in den Griff bekommt.

    Eine Leserempfehlung
    • zorano
    • 01. Januar 2013 9:39 Uhr

    Die Spekulationen um die Gesundheit des Präsidenten Chavez sind pietätlos. Deswegen soll dieser Artikel entfernt werden.

    • milli47
    • 01. Januar 2013 11:40 Uhr

    aber trotzdem möchte ich gerne wissen, wohin die Ölmilliarden verschwunden sind? Ausserdem ist es unverständlich, dass in den vergangenen Jahren kein Geld in das Gesundheitssystem geflossen sind. Wenn es besser wäre müsste Chavez nicht nach Kuba, sondern könnte im eigenen Land behandelt werden.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Bei einem Staat mit rund 30 Millionen Einwohnern relativieren sich die Milliarden-Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Grichenland mit gerade einmal 11 Milliarden Einwohner inmitten in Europa demonstriert dies eindrücklich. Chavez verteilt Gelder in bedürftige Provinzen, Dörfer etc..., um die schlimmsten Folgen jahrzehntelanger Ausbeutung zu mildern. Freilich - gelegentlich siegt der Idealismus über ökonomische Rationalität, doch wir hören auch von unseren Verwandten in Venezuela, dass sich unter Chaves vieles für die ARMEN verbessert hat, Meinungsfreiheit im Übrigen auch.

  6. Bei einem Staat mit rund 30 Millionen Einwohnern relativieren sich die Milliarden-Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Grichenland mit gerade einmal 11 Milliarden Einwohner inmitten in Europa demonstriert dies eindrücklich. Chavez verteilt Gelder in bedürftige Provinzen, Dörfer etc..., um die schlimmsten Folgen jahrzehntelanger Ausbeutung zu mildern. Freilich - gelegentlich siegt der Idealismus über ökonomische Rationalität, doch wir hören auch von unseren Verwandten in Venezuela, dass sich unter Chaves vieles für die ARMEN verbessert hat, Meinungsfreiheit im Übrigen auch.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, rav
  • Schlagworte Nicolas Maduro | Präsident | Regierungssprecher | Hauptstadt | Kuba | Opposition
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