In einer ihrer letzten Amtshandlungen hat US-Außenministerin Hillary Clinton die Verantwortung für die Geschehnisse im vergangenen September in Libyen übernommen. Vor dem außenpolitischen Ausschuss des Senats sagte die 65-Jährige, bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Amt habe für sie höchste Priorität, aus dem Anschlag auf das US-Konsulat in Bengasi zu lernen und die Sicherheit für die diplomatischen Einrichtungen der USA zu verbessern.

Bei dem Angriff am 11. September waren der Botschafter Christopher Stevens und drei weitere Diplomaten getötet worden. Erst Tage später wurde der Vorfall von der US-Regierung ausdrücklich als gezielter Terrorangriff eingestuft.

In einem Untersuchungsbericht wurde Clintons Ministerium angelastet, es habe nicht genug erfahrene Sicherheitsleute zur Verfügung gestellt. Clinton versprach, alle Empfehlungen des Berichts umsetzen zu wollen. Über Anfragen zu Sicherheitsmaßnahmen für Botschaftspersonal würde nun schneller entschieden.

Clinton weist Vorwürfe der Republikaner zurück

Die oppositionellen Republikaner werfen Clinton auch vor, sie habe den Anschlag als spontanen Übergriff nach der Verbreitung eines anti-muslimischen Schmähvideos herunterspielen wollen. Diesen Vorwurf wies die Außenministerin zurück. Sie habe schon am Tag nach dem Angriff von einem Terrorakt gesprochen.

Clinton will auch dem außenpolitischen Ausschuss des Repräsentantenhaus Rede und Antwort stehen. In Kürze wird sie auf eigenen Wunsch aus der Regierung von US-Präsident Barack Obama ausscheiden. Ihr Nachfolger soll der Senator John Kerry werden. Sein Bestätigungsverfahren im Senat soll am Donnerstag mit einer Anhörung beginnen.