Nuklearprogramm : Biden drängt Iran zu Atomverhandlungen

US-Vizepräsident Biden hat den Iran zu Verhandlungen über sein Atomprogramm aufgefordert. Die USA werden das Land daran hindern, eine Nuklearwaffe zu bekommen.
Der US-Vizepräsident Joe Biden © Brendan Smialowski/Reuters

US-Vizepräsident Joe Biden hat die iranische Regierung mit deutlichen Worten aufgefordert, die Verhandlungen über ihr Atomprogramm wieder aufzunehmen. Biden sagte der Süddeutschen Zeitung, er sehe noch "Zeit und Spielraum" für eine erfolgreiche Diplomatie. Er schränkte ein, dass "dieses Fenster nicht uneingeschränkt offenstehen" werde.

Die USA würden einem Programm zum Atombombenbau nicht tatenlos zusehen. "Wir werden Iran daran hindern, eine Nuklearwaffe zu bekommen", sagte Biden. Eine solche Waffe bezeichnete er als "Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten".

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich Atomwaffen zu entwickeln. Die iranische Regierung bestreitet das. Die Regierung in Teheran beharrt auf das Recht zur Urananreicherung und begründet das mit dem Bedarf an Kernbrennstoff und Material für medizinische Zwecke.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass der Iran seine umstrittene Urananreicherung ausweiten und verbessern will. In einem Brief informierte Teheran die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien vergangene Woche, dass das Land in seiner Anreicherungsanlage in Natans mehr Zentrifugen eines moderneren Typs verwenden will. Damit könnten Irans Wissenschaftler die Urananreicherung nach Experteneinschätzung deutlich beschleunigen.

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