Frankreich: "Die Papas und die Mamas verteidigen die Ehe"
Gegen das geplante Adoptionsrecht für homosexuelle Paare haben in Paris Hunderttausende demonstriert. Verboten waren aber Plakate, die sich gegen Homosexuelle richten.
©Benoît Tessier/Reuters

Demonstration gegen ein Gesetz zur Homo-Ehe in Paris
Hunderttausende Menschen haben in Paris gegen die geplante Einführung der Homo-Ehe demonstriert. Sie versammelten sich zu drei Protestzügen, die in eine Großkundgebung vor dem Eiffelturm mündeten. "Die Papas und die Mamas gehen auf die Straße und verteidigen die Ehe", lautete der Schlachtruf der Demonstranten. Zunächst hatten Nachrichtenagenturen lediglich von einigen zehntausend Teilnehmern berichtet. Die Polizei gab die Zahl am Abend dann mit 340.000 an, die Organisatoren sprachen von 800.000 Demonstranten. Im Vorfeld war von 500.000 erwarteten Teilnehmern die Rede.
Der Gesetzesentwurf der sozialistischen Regierung, der gleichgeschlechtlichen Paaren auch ein Adoptionsrecht einräumt, sorgt seit Monaten für Kontroversen. Die Debatte über das Gesetzespaket im französischen Parlament soll am 29. Januar beginnen.
Fünf Sonderzüge und Hunderte Busse hatten die Demonstranten aus ganz Frankreich nach Paris gebracht. Die Demonstration hatte das Motto "Wir stammen alle von einer Frau und einem Mann ab". Viele Teilnehmer brachten ihre Kinder mit und trugen rosafarbene Schals oder Fahnen. "In den Hoden gibt es keine Eizelle", war auf kleinen Fähnchen und Tafeln zu lesen.
Der Chef der konservativen Oppositionspartei UMP, Jean-François Copé, marschierte hinter einem Transparent mit der Aufschrift "Alle Hüter des Bürgerlichen Gesetzbuchs". Auch der Pariser Erzbischof André Vingt-Trois sicherte den Demonstranten seine Unterstützung zu.
Maßgeblich organisiert wurde die sogenannte Demonstration für Alle von einer exzentrischen Kabarettistin mit dem Künstlernamen Frigide Barjot. Die Autorin eines Buches mit dem Titel Confessions d'une catho branchée (Geständnisse einer trendigen Katholikin) hat wiederholt betont, dass sich die Kampagne für die traditionelle Ehe einsetze und nicht gegen Homosexuelle richte. Bei der Demonstration waren deshalb nur Transparente zugelassen, die sich auf die Botschaft beschränkten, dass Kinder für ihre gesunde Entwicklung einen Vater und eine Mutter bräuchten.
Bunte Koalition gegen die linke Regierung
Der Widerstand gegen das Gesetz eint eine Koalition verschiedenster Gesellschaftsströmungen: Unterstützt von den obersten Rängen der katholischen Kirche haben Laien-Gruppen die Proteste organisiert, der sich aber auch politisch Konservative ebenso wie Muslime, Juden und Evangelikale anschlossen.
Vor allem in ländlichen Gebieten Frankreichs hat der Plan großen Widerstand hervorgerufen. Umfragen zeigen zwar eine Mehrheit für die Einführung der Homo-Ehe, doch das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben wird von den meisten Franzosen abgelehnt. Mehr als 2.000 Bürgermeister hatten im Mai 2012 eine Petition unterzeichnet: Sie wollen nicht dazu gezwungen werden, in ihrer Funktion als Standesbeamte homosexuelle Paare zu trauen.
Frankreichs Staatschef François Hollande hält bisher an den Plänen fest. Noch vor wenigen Tagen sagte er, das umstrittene Gesetz sei für ihn und "Millionen von Franzosen ein Fortschritt in Fragen der Gleichberechtigung". Das Projekt werde zu Ende geführt, versicherte er.







...aber es ist schon erstaunlich, wie sehr sich konservative Menschen von der Gleichstellung einer Gruppe aufwiegeln lassen, die nicht mal 3% der Bevölkerung aus machen.
Welch eine Bedrohung für die Institution der Ehe!
Auf der einen Seite argumentiert man damit, dass homosexuelle Pärchen keine Eltern werden können(was zumindest bei lesbischen Pärchen so nicht mal wirklich stimmt) und dann wird gleichgeschlechtlichen Partnern gleichzeitig das Recht auf Adoption verweigert.
Das ist, als ob man jemandem die Fähigkeit zum atmen abschpricht, während man sein Gesicht unter Wasser drückt.
Gut. Sollen sie demonstrieren. Es wären nicht die ersten Querköpfe, die nicht wissen, wo´s lang geht.
Es geht hier um zwei Sachen : die Hochzeit und die Anerkennung als Eltern beider Partner von homosexuellen Paare.
Es gibt bei uns eine Form der Union für Paare, auch Heteros, die nicht heiraten möchten. Nun soll die Institution Hochzeit nicht mehr allein heterosexuelle Paare reserviert sein, wie schon immer bisher.
Warum ?
Man darf der Meinung sein, dass es das nicht geben soll und es sagen.
"Auf der einen Seite argumentiert man damit, dass homosexuelle Pärchen keine Eltern werden können(was zumindest bei lesbischen Pärchen so nicht mal wirklich stimmt) und dann wird gleichgeschlechtlichen Partnern gleichzeitig das Recht auf Adoption verweigert."
Da sehen Sie ein paradox ?
Alle die ihre Meinung nicht teilen sollen Querköpfe sein ?
Es geht hier um zwei Sachen : die Hochzeit und die Anerkennung als Eltern beider Partner von homosexuellen Paare.
Es gibt bei uns eine Form der Union für Paare, auch Heteros, die nicht heiraten möchten. Nun soll die Institution Hochzeit nicht mehr allein heterosexuelle Paare reserviert sein, wie schon immer bisher.
Warum ?
Man darf der Meinung sein, dass es das nicht geben soll und es sagen.
"Auf der einen Seite argumentiert man damit, dass homosexuelle Pärchen keine Eltern werden können(was zumindest bei lesbischen Pärchen so nicht mal wirklich stimmt) und dann wird gleichgeschlechtlichen Partnern gleichzeitig das Recht auf Adoption verweigert."
Da sehen Sie ein paradox ?
Alle die ihre Meinung nicht teilen sollen Querköpfe sein ?
"Irgendwie hielt ich die Franzosen für Ur-Demokraten, aber das passt ja nicht zu dem Bild das die da abgeben."
Inwiefern soll das nichts mit Demokratie zu tun haben, wenn die Franzosen auf die Straße gehen und demonstrieren? Das wüsste ich mal gerne.
damit scheint es hier nicht weit her zu sein.
Wo in Europa hat es solche Demos gegen gleichgeschlechtliche Ehe gegeben?
Soll Frankreich darauf stolz sein? Ich denke nicht.
demokratisch sondern das Recht auf Demos. Oder finden Sie dass die Nazis, die in Dresten regelmäßig ihren Aufmarsch machen auch große Demokraten sind?
Es ist eher ein Angriff auf eine Demokratie in der Freiheit und Gleichheit Grundwerte sind. Die katholische Kirche und die anderen Gruppierungen, die diese Demo da veranstalten sind eine Gefahr für das freie Europa in welchem das Menschenrecht gelten soll!
...wieder Demos gegen Ehen zwischen Schwarzen und Weißen ausgetragen werden, ganz im Sinne der Demokratie...
Schwachsinn! Die Vorenthaltung einiger Grundrechte aufgrund der sexuellen Orientierung hat mit Demokratie überhaupt nichts zu tun.
damit scheint es hier nicht weit her zu sein.
Wo in Europa hat es solche Demos gegen gleichgeschlechtliche Ehe gegeben?
Soll Frankreich darauf stolz sein? Ich denke nicht.
demokratisch sondern das Recht auf Demos. Oder finden Sie dass die Nazis, die in Dresten regelmäßig ihren Aufmarsch machen auch große Demokraten sind?
Es ist eher ein Angriff auf eine Demokratie in der Freiheit und Gleichheit Grundwerte sind. Die katholische Kirche und die anderen Gruppierungen, die diese Demo da veranstalten sind eine Gefahr für das freie Europa in welchem das Menschenrecht gelten soll!
...wieder Demos gegen Ehen zwischen Schwarzen und Weißen ausgetragen werden, ganz im Sinne der Demokratie...
Schwachsinn! Die Vorenthaltung einiger Grundrechte aufgrund der sexuellen Orientierung hat mit Demokratie überhaupt nichts zu tun.
eine neutrale Ausrichtung auf seine eigene sexuelle und familiere Zukunft.
Kein Adoptionsrecht ist ein richtiges Recht.
Ihnen ist aber schon klar, dass man seine sexuellen Neigungen nicht ausrichtet, sondern das diese veranlagt sind? Das wissen Sie hoffentlich? Man entscheidet sich nicht dafür oder dagegen homosexuell zu sein, sondern man ist es.
dass ein Kind zur Abneigung dem anderen Geschlecht gegenüber getrieben werden könnte.
"Wer garantiert dem Kind
eine neutrale Ausrichtung auf seine eigene sexuelle und familiere Zukunft."
Sie meinen also das heterosexuelle Paare ihre Kinder zu Homosexuellen "erzogen" haben und diese dann an ihre adoptierten Kinder ebenfalls so "erziehen"?
Sexualität ist nicht anerzogen, sonst würde es keine Homosexuellen geben...
Habe ich mir beim lesen auch sofort gedacht.
würden alle den Kopf schütteln und die argumentativen Keulen herausholen. Die Diskriminierung homosexueller Lebensgemeinschaften ist handfeste Diskrimierung, ebenso unfair und inakzeptabel wie jede andere Diskriminierung.
Der eigentliche Streitpunkt ist wahrsch. die Frage des Adoptionsrechts. heterosexuelle Adoptiveltern werden streng geprüft, zumindest in Deutschland. Dies wird für homosexuelle Paare nicht anders sein. Wir haben wirklich wichtigers zu tun, als Kindern, die keine Familie haben, liebende Paargemeinschaften, die sich kümmern möchten, vorzuenthalten.
Betreffenden abhinge - wo kommen den all die homosexuellen Menschen her? Doch wohl aus heterosexuellen Familien, oder? Da stimmt doch was mit Ihrer Logik nicht, hm...?
Im übrigen frage ich mich immer, wie viele homosexuelle Paare kennen die Gegner einer gleichgeschlechtigen Ehe? Kennen Sie Kinder aus solcher Beziehungen? Ich schon. Allesamt aufgeweckte, völlig normale Kinder, die überhaupt kein Problem damit haben, dass ihre Familie keine 'traditionelle' ist. Hängt alles von den Eltern ab. Und von der Umgebung. will sagen, wenn die Kinder mit keinen dummen Sprüchen anderer Kinder zurecht kommen müssen, die nur im Kindergarten/der Schule nachplappern, was ihre, um das Überleben 'der traditionellen Familie' besorgten, Eltern zu Hause von sich geben, dann haben sie auch keinen Grund, ihre familiären Verhältnisse als etwas 'unnatürliches' zu empfinden und irgendwelche Probleme zu entwickeln. Man sagt, Kinder sind grausam. Stimmt nicht - wer grausam ist, sind die Eltern, die nicht damit umgehen können, dass es Menschen gibt, die anders sind als sie und ihre intoleranten, ignoranten, oft verletzenden Ansichten an ihr Nachwuchs weitergeben. Das Zuhause - das ist es, wo Kinder lernen, gegen andere zu diskriminieren, wo 'bullies' gemacht werden.
Kurz gesagt, niemand.
Gene und Biochemie führen immer zu einer gerichteten Ausrichtung, die durch Erziehung nur unterdrückt, aber nicht verändert werden kann. Unterdrückung bestimmter sexueller Orientierungen findet in "klassischen" Familien nicht selten statt, für homosexuelle Beziehungen wird es aber immer unterstellt. Ohne handfeste Belege.
Die Ergebnisse sprechen nicht für eine entscheidende Rolle der "Ausrichtung" der Erzieher, oder das sie bei homosexuellen Paaren, auffällig einseitig sein könnte. Die Wirklichkeit liefert keinen logischen Grund, für Ihre Befürchtungen bei gleichgeschlechtlicher Adoption.
Ihnen ist aber schon klar, dass man seine sexuellen Neigungen nicht ausrichtet, sondern das diese veranlagt sind? Das wissen Sie hoffentlich? Man entscheidet sich nicht dafür oder dagegen homosexuell zu sein, sondern man ist es.
dass ein Kind zur Abneigung dem anderen Geschlecht gegenüber getrieben werden könnte.
"Wer garantiert dem Kind
eine neutrale Ausrichtung auf seine eigene sexuelle und familiere Zukunft."
Sie meinen also das heterosexuelle Paare ihre Kinder zu Homosexuellen "erzogen" haben und diese dann an ihre adoptierten Kinder ebenfalls so "erziehen"?
Sexualität ist nicht anerzogen, sonst würde es keine Homosexuellen geben...
Habe ich mir beim lesen auch sofort gedacht.
würden alle den Kopf schütteln und die argumentativen Keulen herausholen. Die Diskriminierung homosexueller Lebensgemeinschaften ist handfeste Diskrimierung, ebenso unfair und inakzeptabel wie jede andere Diskriminierung.
Der eigentliche Streitpunkt ist wahrsch. die Frage des Adoptionsrechts. heterosexuelle Adoptiveltern werden streng geprüft, zumindest in Deutschland. Dies wird für homosexuelle Paare nicht anders sein. Wir haben wirklich wichtigers zu tun, als Kindern, die keine Familie haben, liebende Paargemeinschaften, die sich kümmern möchten, vorzuenthalten.
Betreffenden abhinge - wo kommen den all die homosexuellen Menschen her? Doch wohl aus heterosexuellen Familien, oder? Da stimmt doch was mit Ihrer Logik nicht, hm...?
Im übrigen frage ich mich immer, wie viele homosexuelle Paare kennen die Gegner einer gleichgeschlechtigen Ehe? Kennen Sie Kinder aus solcher Beziehungen? Ich schon. Allesamt aufgeweckte, völlig normale Kinder, die überhaupt kein Problem damit haben, dass ihre Familie keine 'traditionelle' ist. Hängt alles von den Eltern ab. Und von der Umgebung. will sagen, wenn die Kinder mit keinen dummen Sprüchen anderer Kinder zurecht kommen müssen, die nur im Kindergarten/der Schule nachplappern, was ihre, um das Überleben 'der traditionellen Familie' besorgten, Eltern zu Hause von sich geben, dann haben sie auch keinen Grund, ihre familiären Verhältnisse als etwas 'unnatürliches' zu empfinden und irgendwelche Probleme zu entwickeln. Man sagt, Kinder sind grausam. Stimmt nicht - wer grausam ist, sind die Eltern, die nicht damit umgehen können, dass es Menschen gibt, die anders sind als sie und ihre intoleranten, ignoranten, oft verletzenden Ansichten an ihr Nachwuchs weitergeben. Das Zuhause - das ist es, wo Kinder lernen, gegen andere zu diskriminieren, wo 'bullies' gemacht werden.
Kurz gesagt, niemand.
Gene und Biochemie führen immer zu einer gerichteten Ausrichtung, die durch Erziehung nur unterdrückt, aber nicht verändert werden kann. Unterdrückung bestimmter sexueller Orientierungen findet in "klassischen" Familien nicht selten statt, für homosexuelle Beziehungen wird es aber immer unterstellt. Ohne handfeste Belege.
Die Ergebnisse sprechen nicht für eine entscheidende Rolle der "Ausrichtung" der Erzieher, oder das sie bei homosexuellen Paaren, auffällig einseitig sein könnte. Die Wirklichkeit liefert keinen logischen Grund, für Ihre Befürchtungen bei gleichgeschlechtlicher Adoption.
"waren deshalb -->nur<-- Transparente zugelassen, die sich auf die Botschaft beschränkten, dass Kinder für ihre gesunde Entwicklung einen Vater und eine Mutter bräuchten."
Gibt es dazu schon Studien? Achja, stimmt, gibt es.
Achtung, fertig, los!
"Die American Psychological Association unterstützt die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare in ihrem politischen Statement vom 28. und 30. Juli 2004.[9] Ebenso wird die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare von folgenden Organisationen in den Vereinigten Staaten unterstützt: Child Welfare League of America, American Bar Association, American Psychiatric Association, National Association of Social Workers, North American Council on Adoptable Children, American Academy of Pediatrics, American Psychoanalytic Association[10] und American Academy of Family Physicians.[11]"
[Anm. d. Redaktion: Quelle: Wikipedia]
...seit wann lassen wir die Mehrheit entscheiden welche Rechte(!) Minderheiten haben?
Jede demokratische Verfassung hat Artikel um genau das zu verhindern.
Meinungsfreiheit und Demokratie sind zwei paar Schuhe.
Moment also ich habe mit Nichten jetzt damit ausgedrückt, dass sich Minderheiten grundsätzlich der Mehrheit unterordnen muss. Selbstverständlich müssen die Rechte einer Minderheit geschützt werden, damit diese nicht das Opfer einer Mehrheit werden. So weit mir das bekannt ist, haben allerdings in Frankreich Homosexuelle die selben Menschenrechte wie Heterosexuelle und diese sind auch nicht diskutabel.
Die Ehe ist jedoch eine staatlich geschaffener Zustand und da steht es dem Staat frei nach dem Willen der Mehrheit zu entscheiden. Wenn die Mehrheit entscheidet, dass beispielsweise die Homo-Ehe keine steuerliche Vergünstigung bekommt, dann ist das völlig legitim. Schließlich wird ihnen die Ehe nicht verboten, sondern nur der Steuervorteil nicht gewährt. Das Adoptionsrecht ist ebenfalls ein vom Staat geschaffener Rechtsrahmen und jedem Homosexuellen steht es frei eigene Kinder zu zeugen. Wenn die Gesellschaft nicht möchte, dass Homosexuelle Kinder adoptieren, dann haben die das nun mal zu akzeptieren. Das Recht Kinder zu zeugen ist jedoch ein Menschenrecht und kann nicht beschnitten werden.
Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist übrigens völlig neutral. Ich finde nur die Art der Diskussion albern. Überspitzt zusammengefasst: Die Homosexuellen haben immer Recht und die Konservativen immer Unrecht.
Wieso nicht jedem seine eigene Meinung, so lange diese menschenrechtskonform ist?
So richtig wir es im ersten Moment halten Mehrheiten nicht über die Rechte von Minderheiten abstimmen zu lassen, so wenig wollen wir davon wissen, wenn es um eine unpopuläre Minderheit richtet. Wollen wir Millionäre über die Höhe der Einkommenssteuer abstimmen lassen? Nein. Warum nicht?
Moment also ich habe mit Nichten jetzt damit ausgedrückt, dass sich Minderheiten grundsätzlich der Mehrheit unterordnen muss. Selbstverständlich müssen die Rechte einer Minderheit geschützt werden, damit diese nicht das Opfer einer Mehrheit werden. So weit mir das bekannt ist, haben allerdings in Frankreich Homosexuelle die selben Menschenrechte wie Heterosexuelle und diese sind auch nicht diskutabel.
Die Ehe ist jedoch eine staatlich geschaffener Zustand und da steht es dem Staat frei nach dem Willen der Mehrheit zu entscheiden. Wenn die Mehrheit entscheidet, dass beispielsweise die Homo-Ehe keine steuerliche Vergünstigung bekommt, dann ist das völlig legitim. Schließlich wird ihnen die Ehe nicht verboten, sondern nur der Steuervorteil nicht gewährt. Das Adoptionsrecht ist ebenfalls ein vom Staat geschaffener Rechtsrahmen und jedem Homosexuellen steht es frei eigene Kinder zu zeugen. Wenn die Gesellschaft nicht möchte, dass Homosexuelle Kinder adoptieren, dann haben die das nun mal zu akzeptieren. Das Recht Kinder zu zeugen ist jedoch ein Menschenrecht und kann nicht beschnitten werden.
Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist übrigens völlig neutral. Ich finde nur die Art der Diskussion albern. Überspitzt zusammengefasst: Die Homosexuellen haben immer Recht und die Konservativen immer Unrecht.
Wieso nicht jedem seine eigene Meinung, so lange diese menschenrechtskonform ist?
So richtig wir es im ersten Moment halten Mehrheiten nicht über die Rechte von Minderheiten abstimmen zu lassen, so wenig wollen wir davon wissen, wenn es um eine unpopuläre Minderheit richtet. Wollen wir Millionäre über die Höhe der Einkommenssteuer abstimmen lassen? Nein. Warum nicht?
wofür es sich zu demonstrieren lohnt und da verschwenden Menschen einen Sonntag um Menschen zu diskriminieren.
Was genau sagt man eigentlich bei der Eheschließung? Da ist doch in der Regel die Rede von "in guten und schlechten Zeiten, Liebe, Respekt, Vertrauen etc." aber Kinder werden nicht erwähnt. Das erstmal grundsätzlich. Homosexuelle Paare erfüllen also die Voraussetzung für eine Ehe, denn der Wunsch oder die Pflicht Kinder zu zeugen zählt nicht dazu, was die Argumentation ins leere laufen lässt. Im Umkehrschluss würde es bedeuten, dass ich ausserhalb der Ehe keine Kinder zeugen könnte (bzw. Menschen generell) und empirisch nachgewiesen ist dies ja nun nicht der Fall.
Um ehrlich zu sein wirkt die Debatte auf mich surreal, wenn man bedenkt, in welchem Jahrhundert wir leben und welchen Stellenwert eigentlich Menschenrechte in unserer Gesellschaft einnehmen sollten.
Es ist für mich einfach nicht nachvollziehbar, was gegen diese Ehe spricht.
Hier wird die Gegenseite diffamiert und die Redaktion empfiehlt das?
"Es gibt so viel wofür es sich zu demonstrieren lohnt und da verschwenden Menschen einen Sonntag um Menschen zu diskriminieren."
Was gut und was schlecht ist legt das Zentralkomitee fest? So sieht Demokratie in Deutschland aus wohl nicht in Frankreich.
Es scheint als wäre das Weltbild der deutschen "links-liberalen (sozialisten)" Foristen und Journalisten ins wackeln gekommen.
Frankreich ist doch konservativer als man es wahrhaben wollte. "Das muss verboten werden!" oder?
Ein großer Haufen Franzosen der Sonntags Nachmittag einfach nur Homosexuelle beleidigen will scheint mit ein bisschen kurzsichtig beurteilt zu sein… Offensichtlich steckt in jeder Demonstration nicht nur ein "gegen etwas" sonder auch ein "für etwas"!
Der der die Wahrheit sucht wird immer auch den anderen verstehen wollen! Was ist also diese Ehe für die hier demonstriert wird?
P.s: im katholischen Eheversprechen ist es durchaus eine Notwendigkeit für Kinder offen zu sein
Hier wird die Gegenseite diffamiert und die Redaktion empfiehlt das?
"Es gibt so viel wofür es sich zu demonstrieren lohnt und da verschwenden Menschen einen Sonntag um Menschen zu diskriminieren."
Was gut und was schlecht ist legt das Zentralkomitee fest? So sieht Demokratie in Deutschland aus wohl nicht in Frankreich.
Es scheint als wäre das Weltbild der deutschen "links-liberalen (sozialisten)" Foristen und Journalisten ins wackeln gekommen.
Frankreich ist doch konservativer als man es wahrhaben wollte. "Das muss verboten werden!" oder?
Ein großer Haufen Franzosen der Sonntags Nachmittag einfach nur Homosexuelle beleidigen will scheint mit ein bisschen kurzsichtig beurteilt zu sein… Offensichtlich steckt in jeder Demonstration nicht nur ein "gegen etwas" sonder auch ein "für etwas"!
Der der die Wahrheit sucht wird immer auch den anderen verstehen wollen! Was ist also diese Ehe für die hier demonstriert wird?
P.s: im katholischen Eheversprechen ist es durchaus eine Notwendigkeit für Kinder offen zu sein
Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik. Danke, die Redaktion/fk.
Ich dachte immer man heiratet, weil man den anderen liebt und den den Rest seines Lebens mit diesem Partner verbringen möchte? Aber scheinbar geht es bei der traditionellen Ehe gar nicht um Liebe, sondern nur darum, das xx sich mit xy paart um die Art zu erhalten. Kleiner Hinweis. Dazu bedarf es nicht der Ehe.
Ich dachte immer man heiratet, weil man den anderen liebt und den den Rest seines Lebens mit diesem Partner verbringen möchte? Aber scheinbar geht es bei der traditionellen Ehe gar nicht um Liebe, sondern nur darum, das xx sich mit xy paart um die Art zu erhalten. Kleiner Hinweis. Dazu bedarf es nicht der Ehe.
Die Familienforschung in Deutschland hat sich in den 1990er Jahren verstärkt den Kindern mit gleichgeschlechtlich-liebendem Elternteil zugewandt. Die deutschen Familien- und Sozialforscher Fthenakis (2000), Berger, Reisbeck & Schwer (2000) und Eggen kommen - ebenso wie die amerikanische Zusammenfassung von 21 internationalen Studien durch Stacey und Biblarz über Auswirkungen homosexueller Lebensweisen der Eltern auf Kinder - im Wesentlichen zu folgenden Ergebnissen:
Kinder und Jugendliche homosexueller Eltern sind genauso oft heterosexuell orientiert wie Kinder heterosexueller Eltern.
Hinsichtlich möglicher Verhaltens- und Entwicklungsstörungen aufgrund der sexuellen Orientierung der Eltern gibt es keine Unterschiede zwischen Kindern in gleichgeschlechtlichen und verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Kinder homosexueller Eltern zeigen in keiner Weise häufiger Verhaltensstörungen als Kinder heterosexueller Eltern.
Nicht die sexuelle Orientierung, sondern das Geschlecht der (homosexuellen) Eltern scheint auf Einstellungen und Verhalten von Kindern zu wirken. So weisen wohl vor allem Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften von zwei Frauen heranwachsen, seltener ein geschlechtstypisches Rollenverhalten auf als Kinder heterosexueller Eltern.
[Anm. d. Redaktion: Quelle: Wikipedia]