Kolumne "Wir Amis"Wann entschuldigt sich Europa für die Sklaverei?
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Das wahre Verbrechen der USA ist der Ku-Klux-Klan

Zwei Sekunden später fielen ihm die Indios wieder ein, und es war ihm peinlich. Noch heute schenke ich ihm gern Bob-Marley-CD zu Weihnachten mit einer Karte: "Hier, ein bisschen Indio-Musik für dich!"

Den Engländern haben wir es zu verdanken, dass die Sklaverei schließlich abgeschafft wurde. Vor allem der ständige Protest englischer Quäker-Gemeinden setzte nach und nach erst dem Sklavenhandel, dann der Sklavenhaltung in England, dann in ganz Europa ein Ende. Nicht ohne Widerstand: 1815 fiel der britischen Krone nichts anderes mehr ein, als Portugal und Spanien zu bestechen (750.000 respektive 400.000 Pfund), damit sie endlich aufhörten.

Mit Erfolg: Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war die Sklaverei so gut wie überall in der westlichen Welt verboten. Amerika hielt bis zum Schluss durch: Erst nach unserem verheerenden Bürgerkrieg 1865 war das Kapitel bei uns vorbei. Obwohl, nicht ganz. Denn das wahre Verbrechen der USA ist weniger die Sklaverei als der Ku-Klux-Klan.

Lynchmorde drängten Schwarze aus der Politik

Nach der Sklavenbefreiung 1865 strömten die Schwarzen endlich in die Wahllokale, ähnlich wie nach der Aufhebung der südafrikanischen Apartheid 1994. Schon in der nächsten Wahlperiode standen 600 ehemalige Sklaven in politische Ämtern, und Hiram Revels nahm als erster schwarzer Senator 1870 unter Applaus seinen Platz im Kongress ein.

Die Weißen im Süden sahen ihre Felle davonschwimmen. In Pulaski, Tennessee, versammelte sich flugs eine Gruppe von Veteranen der Südstaaten-Armee unter der Leitung von General Nathan Bedford Forrest und gründete den Ku-Klux-Klan.

Jede Wahl, jede einzelne politische Versammlung begleitete der Klan fortan mit Massakern an Schwarzen und deren Verbündeten. In North und South Carolina gab es gleich in den ersten zwei Jahren nach dem Bürgerkrieg 197 Lynchmorde. In den Wochen vor den Präsidentschaftswahlen 1868 wurden in Louisiana 2.000 Menschen ermordet oder verletzt. Die Botschaft war deutlich: Geht nicht wählen, ihr kommt vielleicht nicht mehr nach Hause.

Rassisten hebelten die Demokratie aus

Bei den nächsten Wahlen erreichte kein einziger Schwarzer mehr ein wichtiges Amt. Die Verbündeten des Klans aber schon. Als erstes verabschiedeten sie Vorschriften, die es Schwarzen trickreich unmöglich machten, sich politisch zu betätigen, die sogenannten Jim Crow-Gesetze. Erst mit der Bürgerrechtsbewegung in den 1960ern wurden sie aufgehoben. 1967, fast 100 Jahre nach Revels, betrat wieder ein schwarzer Senator den Kongress.

Heute sehen wir den Klan bloß als einen Verein mörderischer Rassisten in albernen Kapuzen. Doch der Klan hatte klare politische Ziele und setzte sie auch durch. Das macht ihn zu einer der erfolgreichsten Terrorgruppen der Welt. Er hebelte die Demokratie für eine bestimmte Bevölkerungsschicht aus, ohne die Demokratie insgesamt zu zerstören. Dass das überhaupt möglich ist, wird nicht in der Schule erwähnt, wenn der Lehrer Demokratie durchnimmt.

2008 entschuldigte sich der US-Kongress unter George W. Bush endlich öffentlich für den US-amerikanischen Anteil an der Sklaverei. Europa allerdings hat dies noch nicht getan. Die afrikanischen Nationen warten spätestens seit ihrem Appell auf der World Conference Against Racism 2001 darauf. Mein Tipp an Portugal, Spanien, Frankreich und England: Mögt Ihr Tarantino? Die Premiere von Django Unchained wäre der perfekte Anlass, um um Verzeihung zu bitten.

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Leserkommentare
  1. ... geht doch. Jetzt nur noch das alberne Bild weglassen, dann wird das schon ;-)

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  2. ERIC T. HANSEN, wie machen Sie das nur immer. Ihre Artikel sind voll von Witz und Selbstironie (bezogen auf die USA). Selbst im vorliegenden Beitrag schaffen Sie es die Verantwortung durch einen 'billigen Trick' von den Amis auf die Europäer zu übertragen.

    Wohl dem, der den Sarkasmus versteht, der dahinter steht.

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    waren die ersten amerikaner. richtig europäer.
    was mir an ganzen sache gewaltig sauer aufstösst ist, das deutsche mit vorne dran waren.als quelle ist das vielleicht ganz aufschlussreich: gahttp://upload.wikimedia.o...

  3. Der Artikel ist gut und schildert ein dunkles Kapitel der Menschheit wider. Dabei hat er eine kleine Schwäche Sklaverei gab es überall und zu fast jeder Zeit. Seien es die Maori die ihre pazifistischen Brüder die Moriori töteten bzw versklavten oder die Könige des Sklavenhandels, nämlich die Römer und ihre Sklaven aller eroberten Völker oder die Osmanen und ihre christlichen Janitschare. Deswegen lautet die Frage ob so eine Entschuldigung sinnvoll ist?, denn keine der Opfer lebt mehr, die Täter auch nicht , was in den U.S.A und Deutschland anders war. Diese Verbrechen wurden versucht zum ersten Mal aufzurollen bzw damit umzugehen. Eine leere Entschuldigung eurpäischer Völker hingegen wäre irgendwie künstlich und würde nicht aufrichtig klingen, wie auch keiner der Länder hat seit knapp 160 Jahren noch etwas mit Sklaverei am Hut.

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    • Derdriu
    • 15. Januar 2013 17:27 Uhr

    Auch wenn es sarkastisch gemeint ist: Eine Entschuldigung sehe ich als unnötig. Bei wem soll man sich denn entschuldigen? Nicht jeder Schwarze war ein Sklave...

    Und zudem wurde unter den Römern, Griechen und Ägyptern vermutlich jedes Volk ringsrum mal versklavt (auf den anderen Kontinenten wird das ähnlich gewesen sein). Das gehörte eben zum Krieg genau wie Plünderung- eigentlich genau wie heute noch in vielen Ländern.

    Ein Unterschied ist nur, dass heute viele Staaten die Menschenrechte anerkennen und darauf verzichten.

    nicht alle europäischen Völker am Sklavenhandel beteiligt. Das waren die Holländer, Portugiesen, Spanier, Engländer, Franzosen. Hab ich wen vergessen?

    Diesen "symbolische Akt" der Entschuldigung, der im Artikel gefordert wird empfinde ich ebenfalls als überflüssig.

    Wichtiger sind eine gute Bildung der heranwachsenden Generationen, damit ihnen die großen Vorteile von Gleichberechtigung, Toleranz und Weltoffenheit vermittelt werden.

    Hier sollte die Politik mehr tun. Sowohl Deutschland als auch Amerika könnten viel mehr für die Völkerverständigung leisten, wenn die jeweilige Politik für gute Bildungs- und Sozialsysteme sowie ein besseres Arbeits- und Abgaben- bzw Steuerrecht sorgt.

    So bezeichneten die Araber, vornehmlich die Marokkaner, die Sklaven, die sie als Beute von ihren Kaperfahrten von den europäischen Küsten verschleppten und auf die Sklavenmärkte verbrachten. Und das weit vor der hier genannten Zeit des 14. Jahrhunderts. Schon von dem 6. Jahrhundert nach Christus, unserer Zeitrechnung, wurden Sklaven gemacht, in dem diese aus den Küstenländern von den Mittelmeer- und Nordseeanrainer erbeuteten. Nachweislich wurden die Fischer und Seeleute im Atlantik oder auf der Nordsee aufgebracht und in die Sklaverei verschleppt. Diese Gier auf weiße Sklaven machte noch nicht einmal vor den Küstenstädten Englands, Frankreichs, der Niederlande oder sogar Islands halt. Wen wundert das, das die Europäer irgendwann auch auf den Geschmack kamen den Spieß einmal umzudrehen und Sklaven als Ware zu betrachten. Aber nicht die Portugiesen machten die Bewohner Afrikas zu Sklaven. Diese wurden von Arabern erbeutet und versklavt. Die Portugiesen und andere Europäer erkannten nur die Sklaven als Ware und vermarkteten diese in den amerikanischen Kolonien. Also keine einseitige Verurteilung der Europaer.
    Dies gebührt den Gläubigen des Islams, der Verdienst alle Ungläubigen zu unterjochen.

    [...]

    Bevor der transatlantische (europäische) Sklavenhandel aufkam, lief der arabische und innerafrikanische schon Jahrhunderte "auf Hochtouren".

    Die Initiative zur Abschaffung der Sklaverei ging - wie im Artikel richtig dargestellt - von christlichen Gruppen aus (insbesondere den Quäkern). Von England und später ganz (West-) Europa breitete sich die Befreiungsidee auf den Globus aus:

    "Im Zuge der Kolonisierung Afrikas drängten die europäischen Kolonialherren den orientalischen und innerafrikanischen Sklavenhandel allmählich zurück (vgl. Sklavereiabkommen). Beide Handelsströme existierten noch eine Zeit lang im Verborgenen weiter; in Saudi-Arabien wurde die Sklaverei erst 1968 offiziell verboten. Nach der Beendigung des internationalen Sklavenhandels bemühten sich die europäischen Kolonialmächte mehr oder weniger erfolgreich um die Abschaffung der Sklaverei in den afrikanischen Gesellschaften."

    (QUELLE: Wikipedia; Stichwort: "Sklavenhandel", 5. Unterpunkt: Abschaffung des Sklavenhandels)

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Relativierungen und belegen Sie Ihre Behauptungen. Danke, die Redaktion/ds

    Alle bisherigen Imperien beruhe auf Sklaverei, auch das der USA. Sklaverei hat verschiedene Formen, sie hat aber nur einen Zweck: Ausbeutung. Wir sehen unsere (Arbeits-)Sklaven heute nicht, doch arbeiten sie täglich unter schwierigsten Bedingungen und erhalten gerade genug für ihre Existenz, damit unsere Unter- und Mittelschicht versorgt wird, während die Mächtigen, die dieses System organisieren, sich ungeheuerlich bereichern.

  4. Die Juden kannten die Sklaverei schon, als Europa noch ein Sumpf voll mit quakenden Fröschen war. Und vor den Juden waren es die Ägypter und vor denen waren es die Sumerer und die Babylonier und andere. Die Erfindung der Sklaverei ist so originär wie die Erfindung des Tötens.
    [...]

    Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik und unzulässige Gleichsetzungen. Danke, die Redaktion/fk.

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    Selbst auf die Gefahr hin, daß es mir wie IHnen geht und die Tatsachen nicht geschrieben weren dürfen, möchte ich es versuchen, ohne:
    "unzulässig zu relativieren oder zu vergleichen"

    Sie schrieben es schon. Die Sumerer, die Babylonier, die Ägypter und auch die Griechen und Römer kannten die Sklaverei als ganz normale Möglichkeit, andere für sich arbeiten zu lassen. Niemand kann Pyramiden bauen oder eine Akropolis, wenn nicht viele Menschen gezwungen werden, für sehr wenig Geld zu arbeiten. Klar, Geld in der Art wie heute gab es damals nicht. Es gab Nahrung, Kleidung und Wohnung - heut würde man sagen, das Existenzminimum.
    Das Existenzminimum war damals noch nicht so wie heute, das ist auch klar. Dafür ist es heute möglich, Menschen soagr unterhalb des Existenzminimums arbeiten zu lassen (Aufstocker).
    Mehr schreibe ich nicht, sonst geht es mir wie Ihnen und es wird eh gelöscht.
    Die Fakten kann man nachlesen, man könnte sich darüber Gedanken machen und man könnte Vergleiche ziehen zu heute.

    Die Verbindungen zwischen Schulden, Kredit, Zinsen, Schuldknechtschaft und Sklaverei sind kausal belegbar.

    Es ist schwer etwas zu beschreiben, was nicht beschrieben werden darf. So müssen sich die Leute in der DDR gefühlt haben.

    Sie begann an dem Tag, als unsere Vorfahren erkannten, daß es einen praktischen Nutzen hat, wenn man seine Feinde nicht tötet, sondern gefangen nimmt...

    ---

    @ Mr. Hansen:
    Schöner Artikel, Sie haben schon schlechtere geschrieben... ;-)

    Schön, daß Sie die Kaputzenmänner nicht als harmlose Folklore abtun, danke dafür!

    Zu Ihrer abschliessenden Frage - ja, wann wird das wohl endlich mal passieren? Bevor oder nachdem euer Präsident den Genozid an den Indianern als solchen anerkennt?¹

    Aber eigentlich waren daran ja auch die Europäer schuld! Was hatten die da eigentlich zu suchen? Hätten doch auch zuhause bleiben können, dann wär' das alles nicht passiert...

    ---

    ¹Evtl. sollte er sich in der Fraghe mal mit Herr Erdogan besprechen, gemeinsam fällt so was vielleicht nicht ganz so schwer...

  5. Bin wohl ein bisschen auf den Sarkasmus reingefallen, wenn ich es mir recht überlege:)

  6. Es geht ja nicht darum, wer die Sklaverei begonnen hat, sondern wer als letzter damit aufgehoert hat.

    Und das sind nun mla die Amis.

    Auch Hexenjagden gab es im biederen, rueckstaendigen und sturen Nordamerika noch, als sie in Europa bereits abgeebbt waren. (Siehe Arthur Miller).

    Kein Wunder: das amerikanische Jahrhundert, das 20. unserer zeitrechnung, das Jahrhundert in dem die USA die Avantgarde unter den Europaeischen Kulutren wurde (denn nichts anderes ist die USA ja, eine Europaeische Kultur, aber auf einem anderen Kontinent), hatte halt noch nicht begonnen.

    Man war halt rueckstaendig und nichts anderes war damals doch zu erwarten.

    5 Leserempfehlungen
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    Man hat noch nicht aufgehört mit der Sklaverei, man nennt sie nur anders.

    Wie würden Sie Sklavrei beschreiben?
    Ich stelle mit Sklaverei so vor: man wird morgens früh um 5 aus dem Wohncontainer geholt, bekommt seine Arbeitsanweisung und arbetiet dann (beispielsweie) bis abends um 10 auf dem Gemüsefeld. Der Lohn für die Akkordarbeit reicht gerade um die Miete , das Essen und die Kleidung zu bezahlen. Wenn man nicht mehr arbeiten kann, wird man entlassen.

    Anderes Thema
    Jetzt geht es bald wieder los, auf den Feldern in der Vorderpfalz. Spargelernte, Radieschen, Karotten, Kohl .. usw. Da kann man dann wieder den ganzen Tagan der frischen Luft sein ...

    In Nepal gab's legale Sklaverei bis in's Jahr 2000. Und auch in vielen anderen Ländern gibt es noch Sklaverei.

    "Es geht ja nicht darum, wer die Sklaverei begonnen hat, sondern wer als letzter damit aufgehoert hat. Und das sind nun mla die Amis."

    Bitte. In der islamischen Welt (und in anderen Weltgebieten) gab und gibt es weit länger die Sklaverei als in Amerika. Da fallen einem doch auch schnell zwei Beispiele ein:

    Saudi-Arabien schaffte die Sklaverei - offiziell - 1963 ab. In der islamischen Republik Mauretanien wurde ein solches Gesetz erst Mitte 2007 verabschiedet. Und die Sklaverei ist dort nicht beendet. Sklaverei im Sudan ist auch nichts neues. Unter anderem.

    Wie kann es zu einer solchen Fehlinformation kommen? Wenn es um "die Amis" geht? Ist der Wunsch der Vater des Gedanken? Sich zu informieren, eben auch über die mehr als ein Jahrtausend währende Sklaverei in der arabischen und islamisch-afrikanischen Welt ist ja auch nicht schwer, und wenn in Asien wieder, wenn auch nicht offizielle, Arbeitssklaven befreit werden, hört man dies ja auch in den Nachrichten. Dass aber die offizielle in anderen Ländern viel später als in den USA abgeschafft wurde (und verdeckt auch weiter existierte), ist ja so schwer nicht zu finden.

    von 17 Millionen Afrikanern,

    Ach ja, da gibt es ja keine Nachfahren, bei denen man sich entschuldigen könnte. Die Männer wurden ja alle kastriert.
    http://www.3sat.de/page/?...

    In der islam. Republik Mauretanien sind noch heute 20 % der Bevölkerung Sklaven. Und Saudi-Arbien hat die Sklaverei erst 1962 abgeschafft.

    Tidiane N'Diaye googlen

    Na wer hier wohl rückständig ist? Wenn es darum geht, wer als letzter mit der Sklaverei aufgehört hat, dann ist das doch wohl Deutschland. Genauer gesagt in 1945, nach der Sklaverei in deutschen Konzentrationslagern. Das Ende dazu bereiteten den Deutschen, u.a. , die Amerikaner.

    Mir scheint das einige (offenbar) rückständige Deutsche in ihrem geifernden Anti-Amerikanismus immer wieder die eigene Geschichte und das selbstständige Denken vergessen.

    Die von Ihnen für die Rückständigkeit der Amerikaner als Beleg angeführte Hexenjagd von Salem fand 1692 statt. Die letzte Hexe in Europa wurde 24. April 1751 in Endingen am Kaiserstuhl hingerichtet, also 60 Jahre später. Ist das nun ein Beleg für die besondere Rückständigkeit der Deutschen?

    Amerika hat nicht als letzter mit der Sklaverei aufgehört. In den USA wurde die Sklaverei 1865 abgeschafft, in Brasilien 1880, in Kuba 1888, in Saudi-Arabien 1920. Im Sudan werden heute noch Menschen von Sklavenjägern verschleppt.

    In Europa wurde die Sklaverei übrigens 1939 wieder eingeführt: Man schätzt das 8,5 Millionen Menschen als Zwangsarbeiter verschleppt wurden.

    Kann man daran die "Rückständigkeit" der USA erkennen? Oder die "Fortschrittlichkeit" der Europäer?

  7. Das wundert mich gar nicht, dass die Amerikaner glauben die Sklaverei erfunden zu haben.
    Vor einiger Zeit hat ein Politologe in einer Tal kShow in Berlin behauptet, Fascismus wäre eine Deutsche Erfindung (wie die Ethymologie schon sagt). Gegen Dummheit und Ignoranz ist man nie gefeit.

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    • Gerry10
    • 15. Januar 2013 17:23 Uhr

    ...an dem vorallem auch die Stammeshäuptlinge verdient haben. Die Europäer sind eher selten "auf Jagd" gegangen, sondern haben afrikanische Sklaven wie Waren bei meist afrikanischen(!) und arabischen Händlern gekauft.
    Und laut UN und WHO Berichten gibt es Sklaverei heute immer noch in Afrika und Asien.
    Bislang haben sich einzig Europäer und Amerikaner selbstkritisch mit dieser dunklen Phase in ihrer Geschichte auseinandergesetzt.
    Das rechtfertigt zwar absolut nichts, aber ich stelle mal die These auf das, wenn es um Aufarbeitung geht, die Europäer dem Rest der Welt weit voraus...

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    Die "Amistad", ein Sklavenschiff, erlebte um 1840 einen Aufstand der "Fracht", wobei der Kapitän zu Tode kam. Die Sklaven segelten weiter nach Amerika, wo ihnen der Prozeß gemacht wurde. Sie wurden freigesprochen und kehrten zurück nach Afrika.

    Der Anführer des Aufstandes, Joseph Cinqué, wurde dann Sklavenhändler.

    Ist immer so eine Sache mit der moralischen Empörung.

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